Selbst zum Karten lesen sind viele zu dumm

Zum Bahnhof, zum Flughafen, zum Geschäftstermin oder zur Verabredung – Wer sich heute von A nach B bewegt, verlässt sich meist auf digitale Navigation – mit einer gedruckten Karte können hingegen nur noch wenige umgehen. Lediglich 30 % der Deutschen ab 16 Jahren finden sich mit einer gedruckten Karte zurecht, besagt eine Untersuchung von die Bitkom Research (befragt wurden 1.006 Personen ab 16 Jahren in Deutschland). .

11 % schätzen ihre Fähigkeiten dabei als sehr gut ein, weitere 19 % als eher gut. Eher schlecht schätzen sich 19 % ein, weitere 17 % könnten sich mit gedruckten Karten nach eigener Einschätzung nur sehr schlecht orientieren. 26 % können dies nicht beurteilen – mutmaßlich, weil sie noch nie mit einer gedruckten Karte unterwegs waren und sie ihre entsprechenden Fähigkeiten nicht einschätzen können. Wie sicher sich Menschen mit gedruckten Karten fühlen, ist auch eine Generationenfrage. Unter den 16- bis 29-Jährigen trauen sich lediglich 20 % zu, sich gut damit orientieren zu können. Bei den Menschen ab 65 Jahren sind es mit 41 % mehr als doppelt so viele. 

Dabei hält eine deutliche Mehrheit die Fähigkeit zur analogen Orientierung weiterhin für wichtig: 61 % sind der Meinung, jede und jeder sollte auch heute noch lernen, sich im Zweifel mit einer Papierkarte zurechtzufinden. Denn z.B. bei einem militärischen Konflikt könnten z.B. die Amerikaner das Internet und damit auch die elektronische Wegweisung für westliche Systeme komplett abschalten. 

„Digitale Navigation hat unseren Mobilitätsalltag wesentlich vereinfacht. Navigationsapps sind auf dem Smartphone oder im Auto jederzeit verfügbar, berücksichtigen aktuelle Verkehrsinformationen und berechnen in Sekunden die passende Route. Für viele Menschen sind sie zu einem selbstverständlichen Begleiter geworden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

„Trotzdem kann es in Einzel- oder Notfällen helfen, sich auch ohne digitale Navigation orientieren zu können. Ist der Akku leer oder sind die Netze gestört, kommt man digital nicht weiter.“ Tatsächlich nutzen 28 % der Deutschen nach eigenen Angaben noch gedruckte Stadtpläne, Straßen- oder Wanderkarten oder Atlanten – allerdings selten. Jeweils 1 % greift wöchentlich bzw. mehrmals im Monat darauf zurück, weitere 26 % einmal im Monat oder seltener. 

Navigationsapps sind für viele unverzichtbar – aber verschlechtern den Orientierungssinn. Demgegenüber nutzen insgesamt 84 % der Deutschen im Alltag Navigationsapps, etwa auf dem Smartphone, im Auto oder am Computer. Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es mit 95 % nahezu alle, in der Altersgruppe ab 65 Jahren sind es 65 %. Dabei werden Navigationsapps nicht unbedingt täglich benötigt: 1 % nutzt sie jeden Tag, 11 % mehrmals pro Woche und 16 %  etwa einmal pro Woche. Weitere 23 % verwenden sie mehrmals im Monat, 33 % einmal im Monat oder seltener. 

Navigationsapps haben für viele eine hohe Bedeutung: Die Hälfte der Deutschen (50 %) sagt, sie wäre ohne Navigationsapp im Alltag aufgeschmissen. Unter den 16- bis 29-Jährigen trifft das auf 60 % zu, unter den Menschen ab 65 Jahren auf 36 %. Im Urlaub 

(ob im Inlnd oder Ausland) ist die Abhängigkeit noch größer: Insgesamt 58 % hätten dort ohne Navigationsapps erhebliche Probleme – unter den Jüngeren wären dort 67 % aufgeschmissen, unter den Älteren 43 %. 

Der Komfort digitaler Navigation hat aus Sicht vieler Menschen also auch eine Kehrseite: Zwei Drittel (66 %) berichten, ihr Orientierungssinn habe sich durch Navigationsapps verschlechtert. Unter den 16- bis 29-Jährigen teilen 71 % diese Einschätzung, bei den Menschen ab 65 Jahren sind es 53 %. Immerhin knapp ein Fünftel der Deutschen (18 %) würde den Anweisungen einer Navigationsapp nach eigenen Angaben selbst dann folgen, wenn sie unlogisch erscheinen. Zwischen den Generationen gibt es hier vergleichsweise geringe Unterschiede: Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es 18 %, unter den Menschen ab 65 Jahren 15 %. Quelle: Bitkomm Research / CM

VW steht vor einem heißen Herbst

Europas größter Autobaier steckt in einer u.a. auch hausgemachten Krise. Der tief greifendste Umbau in der VW-Geschichte steht bevor: Dabei geht es nicht nur um den wachsenden Einfluss chinesischer Hersteller in Europa oder die Trumpschen Zölle, sondern auch um eigenes Versagen des Vorstands. Tausende Stellen wurden bereits gestrichen, weitere 50.000 sollen nun folgen Und wenn es ganz dumm läuft, bleiben bis zu 115.000 Jobs weltweit auf der Strecke.  

Konzernchef Oliver Blume nannte bei den Betriebsversammlungen diese Woche neue Details zum geplanten Stellenabbau. Sein Gegenpart, Betriebsratschefin Daniela Cavallo macht eine drastischere Rechnung auf. Sie spricht inzwischen von 115.000 gefährdeten Jobs.

Zwischen dem VW-Betriebsrat unter der Führung von Daniela Cavallo und der Konzernleitung um CEO Oliver Blume tobt ein Machtkampf über den künftigen Sparkurs des Automobilkonzerns. Der Konflikt hat einen vorläufigen Höhepunkt erreicht, nachdem weitreichende Kürzungspläne öffentlich wurden und eine Welle von außerordentlichen Betriebsversammlungen stattgefunden hat. 

Für die deutschen Werke in Emden, Hannover, Zwickau-Mosel und das Audi-Werk Neckarsulm wird eine „wettbewerbsfähige Belegung“ ab 2030 infrage gestellt. Für den Standort Emden kursieren Gerüchte, dass dort künftig für die Rüstungsindustrie gearbeitet werden soll. Ins westsächsische Werk könnten Automobilproduktion von VW-China verlegt werden. Aber das sind alles Spekulationen. 

Fakt ist: einen reinen Kahlschlag an den vier genannten Standorten  lehnt der Betriebsrat strikt ab. Schließlich machen Personal- und Fabrikkosten nur einen kleinen Teil der Fahrzeugkosten aus; die Belegschaft darf nicht für strategische Fehler der VW-Vorstände haften, so die Arbeitnehmervertretung.  Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sind für den Betriebsrat eine rote Linie. Unterstützung kommt unterdessen von Niedersachsens Politik (u.a. Ministerpräsident Olaf Lies), die stattdessen auf neue Produkte und Technologie setzt. Quelle: CM

DUS plant nachhaltiges Wachstum

Der Düsseldorfer Flughafen legt bei seiner weiteren Entwicklung einen klaren Schwerpunkt auf nachhaltiges Wachstum, betriebliche Effizienz und die Interessen seiner Anwohner. Mit dem im Dezember 2025 beim zuständigen Landesverkehrsministerium eingereichten Antrag auf Anpassung des laufenden Planfeststellungsverfahrens verbindet der Airport diese Ziele mit verlässlichen Rahmenbedingungen für Fluggesellschaften. 

Sie sichern die internationale Anbindung des Wirtschaftsraums NRW, bieten (Geschäfts)Reisenden ein attraktives Streckennetz, schaffen hochwertige Arbeitsplätze und bekennen sich zum Ziel eines klimaneutralen Luftverkehrs. Am 02. September beginnt die öffentliche Auslegung des geänderten Antrags. Anwohner haben die Möglichkeit, sich umfassend über den Antrag zu informieren und ihre Sicht in das Verfahren einzubringen.

Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens:„Der Kern unseres geänderten Antrags ist die intelligente, flexible Nutzung bestehender Kapazitäten – nicht deren Ausweitung. Die bestehende Kapazitätsobergrenze bleibt erhalten. Damit schaffen wir einen verlässlichen Rahmen und stärken den Anwohnerschutz. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass der Flughafen als Wirtschaftsmotor, Jobmaschine und Tor zur Welt auch künftig erfolgreich sein kann.“

Der Düsseldorfer Airport, drittgrößter in Deutschland, plant nachhaltiges Wachstum. Foto: DUS

Der geänderte Antrag des Airports beruht auf einer aktuellen Luftverkehrsprognose für das Jahr 2040 und einer darauf aufbauenden Betrachtung der Auswirkungen auf die Umgebung des Flughafens. Die bestehende Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten bleibt unverändert bestehen. Innerhalb dieses Rahmens soll der Anteil des Linien- und Charterverkehrs von 122.176 auf maximal 128.000 Flugbewegungen steigen. Für den übrigen Verkehr sind mindestens 3.000 Bewegungen vorgesehen. Das heißt: Eine weitere Fokussierung auf die Verkehre, die für Menschen und Unternehmen in der Region Mobilität und Verbindungsqualität garantieren.

Intelligente Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Der Airport verfolgt das Ziel, den Flugbetrieb innerhalb dieser Grenzen effizienter steuern und Engpässe minimieren zu können. Bereits heute darf der Flughafen tagsüber zwischen 06 und 22 Uhr an insgesamt 56 Stunden pro Woche beide Start- und Landebahnen nutzen. Für diese Zeiträume beantragt der Airport weiterhin, künftig bis zu 60 statt bisher 47 Flugbewegungen koordinieren zu können. Verkehrsspitzen können so besser gesteuert und Flugangebote zeitlich näher an der Nachfrage ausgerichtet werden. Gleichzeitig beantragt der Flughafen mehr Flexibilität bei der Nutzung des Zweibahnsystems. Die Nutzung der Zweibahnstunden soll künftig in Folge unvorhersehbarer Ereignisse wie z.B. Gewitter oder Engpässen im Luftraum anpassbar sein. Dies würde es ermöglichen, zusätzlichen Verspätungen entgegenzuwirken und Abläufe zu stabilisieren.

Regeln zum Schutz der Anwohner. Die Nachtflugregeln bleiben unverändert: Zwischen 22 und 23 Uhr dürfen maximal 33 Landungen pro Tag geplant werden. Planmäßige Starts sind in dieser Stunde nicht zulässig. Starts sind erst ab 06 Uhr morgens zulässig. Zwischen 23 und 06 Uhr dürfen im Linien- und Charterverkehr grundsätzlich keine Flugbewegungen geplant werden. Damit hat der Düsseldorfer Flughafen schon heute kürzere Betriebszeiten als andere deutsche und europäische Flughäfen, an denen zum Teil ein 24 Stundenbetrieb wie in Köln/Bonn und Münster/Osnabrück möglich ist, oder wo Starts und Landungen zwischen 95 und 23 Uhr erfolgen können.

Weniger nächtliche Verspätungen bei steigendem Verkehr. Mit seinem Qualitätsprogramm „Off-Block“ hat der Airport bereits dazu beigetragen, die Pünktlichkeit am Standort deutlich zu verbessern. Die Zahl verspäteter Landungen in der Nacht sank 2024 um 7 % und 2025 erneut um mehr als f5 % – obwohl das Verkehrsaufkommen in beiden Jahren zusammen um insgesamt rund 5,5 %  gestiegen ist. Das zeigt: Mehr operative Stabilität und ein konsequentes Qualitätsmanagement kommen auch dem Anwohnerschutz zugute.

Mehr Flugzeuge, weniger Lärm. Ein Blick auf die Lärmentwicklung seit Anfang der 1990er Jahre zeigt, dass die Lärmbelastung rund um den Flughafen durch den Einsatz moderner Flugzeuge seitdem um mehr als die Hälfte gesunken ist, obwohl die Anzahl der Flugbewegungen im gleichen Zeitraum um rund 25 % gestiegen ist. Der Flughafen setzt in seiner Entgeltordnung gezielte finanzielle Anreize für den Einsatz moderner, leiser und emissionsarmer Flugzeuge. Die Lärmzuschläge sind stark nach Tages- und Nachtzeiten differenziert und wachsen in Richtung der Tagesrandzeiten und der Kernnacht immer stärker an. Sie betragen in der Spitze das 44-Fache der Lärmzuschläge am Tag. Zudem schützt der Airport seine Anwohner mit seinem Schallschutzprogramm, das er seit über zehn Jahren auf freiwilliger Basis fortführt. Seit 2003 hat der Düsseldorfer Airport über 78 Mio. Euro in bauliche Schallschutzmaßnahmen in seiner Nachbarschaft investiert. Quelle: DUS / CM

Lenka Hamplová wird neue Vorstandsvorsitzende und Generaldirektorin der Tschechischen Eisenbahnen

Ein bisschen erinnert der Wechsel an der Spitze eines weiteren bedeutenden europäischen Bahnkonzerns an den der Deutschen Bahn. Auch bei der DB wurde mit Evelyn Palla, die den CEO-Posten am 01. Oktober 2025 von Richard Lutz übernommen hatte, eine Frau an die Spitze von Deutschlands wichtigstem Logistikkonzern gewählt. Nicht anders ist es nun in Tschechien.  Frauen als Top-Manager, noch dazu wenn sie mehr als bahnaffin sind,  sind einfach die besseren Konzernlenker.

Der Vorstandsvorsitzende und Generaldirektor der Tschechischen Staatsbahn  Český drahy (ČD), Michal Krapinec, hat sich mit dem Aufsichtsrat des Unternehmens darauf geeinigt, seine Tätigkeit an der Spitze des nationalen Eisenbahnunternehmens Ende August 2026 zu beenden. Tags darauf, am 01. September, wird Lenka Hamplová das nationale Eisenbahnunternehmen leiten.

Lenka Hamplová wird neue Vorstandsvorsitzende und Generaldirektorin der Tschechischen Eisenbahnen. Foto: CD

Der Aufsichtsrat der České dráhy hat sich auf seiner Sitzung am 26.08.2026 mit Michal Krapinec darauf geeinigt, dass er sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens zum 31. August 2026 niederlegt. Und mit Wirkung zum 01. September 2026 wählte er Lenka Hamplová, die bisherige Generaldirektorin des Ressorts Wirtschaft und Infrastruktur des Verkehrsministeriums, an die Spitze des größten tschechischen Eisenbahnunternehmens.

Auslöser des Rücktritts war tschechischen Medien zufolge, dass Krapinec kürzlich seine Sicherheitsüberprüfungsbescheinigung der Stufe „Vertraulich“ zurückgegeben hatte, die laut Ministerium zu den Bedingungen seiner ursprünglichen Ernennung gehörte. Seznam Zprávy zufolge sei er fast ein Jahr lang vom Nationalen Sicherheitsamt (Národní bezpečnostní úřad, NBÚ) überprüft worden. Das Amt sollte dem Verdacht nachgehen, dass aus Krapinecs Umfeld geheime Informationen nach außen gelangt sein könnten. Der stv. Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Dan Ťok rechtfertigte die schnelle Ernennung von Lenka Hamplová ohne Ausschreibung damit, dass sich das Verkehrsunternehmen nicht leisten könne, mehrere Monate ohne Geschäftsführer zu sein.

Lenka Hamplová verfügt über langjährige Erfahrung im Finanz- und Projektmanagement sowie in der Verwaltung und Kontrolle von Investitionen. Das Umfeld der Tschechischen Bahn kennt sie nicht nur aufgrund ihrer Tätigkeit im tschechischen Verkehrsministerium, sondern auch durch ihre frühere Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss der Tschechischen Bahn. Zudem ist sie Inhaberin einer gültigen Sicherheitsüberprüfungsbescheinigung der NBÚ für die Sicherheitsstufe ‚Vertraulich‘. Wir sind überzeugt, dass sie alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung mitbringt“, erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Tschechischen Bahn, Vazil Hudák, nach der Sitzung.

Michal Krapinec war 15 Jahre bei der Tschechischen Bahn die letzten vier davon an ihrer Spitze. Er verlässt das Unternehmen mit einem Gefühl des Stolzes auf das, was die 13.000 Mitarbeitenden zusammen mit ihm erreicht haben. Die Tschechischen Bahnen sind heute ein stabileres, moderneres und wirtschaftlich stärkeres Unternehmen als noch vor vier Jahren. 

Verkehrsminister Ivan Bednárik respektiert die Vereinbarung. Er dankte Michal Krapinec für die Arbeit, die er in den vergangenen mehr als vier Jahren für das nationale Verkehrsunternehmen geleistet hat. Die Tschechischen Bahnen treten nun in eine weitere wichtige Phase ein, in der sie ihre Position auf dem sich rasch wandelnden Markt des Schienenpersonenverkehrs festigen müssen. Bednárik : „Lenka Hamplová kenne ich seit 2018 als außerordentlich fleißige Person mit Durchsetzungskraft und sehr guten Projektmanagementfähigkeiten. Ich erwarte von ihr, dass sie ihre Erfahrungen in den Bereichen Finanzierung, Leitung des Verkehrssektors und Aushandlung von Finanzmitteln auf europäischer Ebene nutzt und sich vor allem auf die Senkung unnötiger Kosten, die Vereinfachung und Verschaffung von Übersicht über die Organisationsstruktur sowie die allgemeine Sanierung der Tschechischen Bahn konzentriert.“ Die Tschechische Bahn agiert in einem wettbewerbsorientierten Umfeld und muss entsprechend handeln. Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz sind heute die absolute Grundlage, ohne die ein langfristiger Erfolg nicht möglich ist, fügte Ivan Bednárik hinzu

Die neue Generaldirektorin Lenka Hamplová möchte nicht nur auf der starken Marke der Tschechischen Bahn aufbauen, sondern vor allem auf den Erfahrungen ihrer Mitarbeiter.

Lenka Hamplová ist seit 2008 im Verkehrsministerium tätig. Seit 2023 bekleidet sie das Amt der Oberdirektorin der Abteilung für Wirtschaft und Infrastruktur, die sie zuvor seit 2020 als stellvertretende Ministerin leitete. Sie ist u.a. für die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur, die Finanzen des Ressorts und die Vorbereitung strategischer Investitionen zuständig. Von 2017 bis 2020 leitete sie die Abteilung für interne Revision und Kontrolle des Verkehrsministeriums. Zuvor war sie als Direktorin der Abteilung für das Büro eines Regierungsmitglieds und als Leiterin der Abteilung für Regierungs- und Parlamentsangelegenheiten tätig. Seit 2017 ist sie außerdem Mitglied des Prüfungsausschusses der Tschechischen Eisenbahnen; von 2021 bis 2024 war sie Mitglied des Aufsichtsrats der Tschechischen Eisenbahnen. Sie studierte an der Technischen Universität in Liberec. Quelle České dráhy, Lokreport.de /  CM

Vini fliegt werktäglich Bern-München-Bern

Für Geschäftsreisende, die in der Schweizer Bundesstadt und Hauptstadt Bern zu tun haben, bietet sich die neue kleine Fluglinie Vini an. Die hat ihr Angebot ab dem Flughafen Bern-Belp erweitert. Reisende können die Verbindung nach München neu für jeden Wochentag anfragen. Mit dem Modell „Make It Fly“ können sie auch neue Destinationen vorschlagen, die bei genügend Nachfrage bedient werden.

Das Unternehmen nimmt im September 2026 nach einer Sommerpause den Flugbetrieb ab Bern-Belp mit einer neunsitzigen Cessna  wieder auf, wie Vini mitteilte. Dem Ausbau ging eine Testphase im Juni und Juli voraus. Auf der Strecke Bern-München führte Vini 31 Flüge mit insgesamt 122 Passagieren durch. Die durchschnittliche Auslastung lag laut Vini bei 60 bis 6% und einer operativen Pünktlichkeit von 99 %. Sämtliche angekündigten Flüge fanden statt. Von den 122 Passagieren reisten 76 von Bern nach München und 46 von München nach Bern. Die Kernverbindung macht damit rund 91 %  aller Vini-Gäste ab und nach Bern aus.

Die Mini-Airline Vini bietet ab September tägliche Flühe Bern-München-Bern. Screenshot

Mit dem Neustart im September startet Vini zugleich das Konzept ‘Make It Fly’ Reisende wählen dabei Strecke, Reisetag und Abflugzeit. Vini bestätigt einen Flug, sobald genügend Reisende zusammenkommen.

Bern ist der erste VINI-Markt, der bestätigte Linienflüge und das ‘Make It Fly’-Modell miteinander kombiniert. Das Unternehmen für Luftfahrtmobilität führte 2026 bereits Verbindungen ab Mannheim und in der Region Berlin durch, im Sommer kamen Flüge nach Kroatien und Slowenien hinzu. 

Hinter der Mini-Airline steckt Tomislav Lang, Ex-Chef der untergegangenen Fluglinie Skywork Er will ein „Uber der Lüfte“ für Elektroflugtaxis aufbauen. Auch ein Ex-Skywork-Investor ist mit an Bord. 

Erste Nachfrageimpulse zeigten sich in der Testphase bereits auch für weitere Ziele. Zwölf Reisende nutzten Verbindungen ab beziehungsweise nach Bern Richtung Augsburg und Stuttgart, sechs davon Bern–Augsburg, zwei Bern–Stuttgart und vier Stuttgart–Bern. Damit wurden im Sommer bereits drei Destinationen ab Bern genutzt: München, Augsburg und Stuttgart. Für VINI ist das ein erstes Zeichen dafür, wo über die Kernverbindung hinaus Bedarf besteht. Quelle: Vini / CM

Hotel mit Google KI buchen

Mobilitätsmanager, die Business Traveller selbst und auch ganz normal privat Buchende können Hotelzimmer direkt im KI‑Modus von Google finden und buchen. Sie können nach einem Hotel suchen und es direkt buchen, ohne eine andere Website aufrufen zu müssen.

Google erweitert den KI-Modus seiner Suche um Hotelbuchungen. Nutzer können Hotels künftig innerhalb einer Unterhaltung mit dem KI-Modus suchen und den Buchungsvorgang über die Option „Continue on Google“ fortsetzen. Die Funktion werde zunächst in den USA und auf Englisch eingeführt und solle dort in den kommenden Wochen verfügbar werden, so Google in einem Blog-Post.

Nach Angaben von Google können Nutzer dem KI-Modus ihre Reisedaten und Hotelpräferenzen nennen. Daraufhin werde eine visuelle Auswahl von Hotels angezeigt, die u.a. Gästebewertungen und Vergleichskriterien enthalte.

Zu den Partnern beim Start gehören Booking.com, Choice Hotels International, Expedia, Hilton, Hotels.com, IHG Hotels & Resorts, Marriott International, Priceline, Trip.com und Wyndham Hotels & Resorts

Und so geht’s: 

  1. Suchen Sie im KI-Modus von Google nach Hotels. Beispiel: „Ich möchte ein Zimmer im [Name des Hotels] in [Name der Stadt] buchen.“
  2. Wählen Sie die gewünschte Unterkunft aus.
  3. Wählen Sie „Auf Google fortfahren“ aus, um mit der Buchung über den KI-Agenten zu beginnen.
  4. Wählen Sie den gewünschten Zimmertyp aus.
    • Prüfen Sie die Ausstattung und den Erstattungsstatus für die jeweilige Option.
  5. Prüfen Sie die Buchungsdetails wie Name des Hotels, Zimmertyp, Datum/Zeitraum, Gesamtzahl der Gäste und Gesamtpreis.
  6. Bestätigen Sie die Zahlung mit der gewünschten Google Pay-Methode.
    • Prüfen Sie nach Abschluss des Vorgangs die Bestätigungsdetails im KI-Modus.
  7. Sehen Sie in Ihrem E-Mail-Posteingang und im Spam- oder Junk-Ordner nach, ob Sie eine Nachricht vom Händler mit der Buchungsbestätigung erhalten haben.
    • Wenn Sie Ihre Buchung später ändern oder stornieren möchten oder Hilfe benötigen, müssen Sie sich direkt an den Händler wenden.

Hinweis: Diese Funktion ist derzeit nur für Reservierungen verfügbar, die über den KI-Modus von Google in den USA auf Englisch abgeschlossen wurden.

Buchung bestätigen. Nach Abschluss einer Buchung im KI-Modus geschieht Folgendes:

  • Google zeigt eine Bestätigungsmeldung mit Ihren Reiseplaninformationen und der Bestätigungsnummer an. Notieren Sie sich die im KI-Modus angezeigte Bestätigungsnummer.
  • Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail direkt vom Händler an die E-Mail-Adresse, mit der Sie sich bei der Verwendung des KI-Modus angemeldet haben. Google ist keine Partei der Buchungstransaktion und sendet keine Bestätigungs-E-Mails.
    • Wenn Sie die Bestätigungs-E-Mail nicht finden können, sehen Sie in Ihrem Spam- oder Junk-Mail-Ordner nach oder wenden Sie sich direkt an den Händler.

Informationen zu Stornierungen, Änderungen und Erstattungen. Da das Hotel Ihre Buchung verwaltet, unterliegen alle Änderungen, Stornierungen und Erstattungsanträge den Nutzungsbedingungen des Hotelunternehmens.

  • Wenn Sie Ihre Buchung ändern oder stornieren möchten, müssen Sie sich direkt an den Händler wenden.
  • Google kann Ihre Reservierung nicht ändern, Ihre Buchung nicht stornieren und auch keine Erstattungen verarbeiten.

Mitgliedschaftsprämien und Gutscheincodes. Derzeit können Sie keine von Hotels bereitgestellten Gutscheincodes einlösen, keine Prämienpunkte einlösen und keine Treuepunkte-Nummern angeben, wenn Sie über den KI-Modus buchen. Wenn Sie Mitgliedschaftsvorteile wie Treuepunkte anfordern möchten, wenden Sie sich nach der Bestätigung Ihrer Buchung direkt an den Händler oder das Hotel. Sie können sie bitten, Ihre Buchung mit Ihrem Treuepunkteprogramm-Konto zu verknüpfen. Die Gewährung Ihrer Bitte liegt jedoch im Ermessen des betreffenden Händlers oder Hotels.

Hilfe erhalten. Da Sie direkt beim Hotel gebucht haben, ist dieses Ihr primärer Ansprechpartner. Wenden Sie sich an das Hotel, bei dem Sie gebucht haben, wenn Sie Hilfe bei Erstattungen, Stornierungen, Bestätigungs-E-Mails oder Problemen in der Hotelunterkunft benötigen. Wenn Sie ein technisches Problem in der Benutzeroberfläche des KI-Modus, einen Anzeigefehler oder ein Problem mit Google Pay haben, können Sie sich über das Kontaktformular an das Google-Team wenden. Der Google-Support kann Buchungsreservierungen weder ändern noch stornieren. Quelle: Google / CM

Neue Seiko Presage Classic Series 

Die neuen Presage-Modelle von Uhrenhersteller Seiko erscheinen in Kürze mit kunsthandwerklich erlesenen Emaille- und Urushi-Lack-Zifferblättern. Die beiden Modelle der Presage Classic Series Craftsmanship, die HCC005J1 und HCC006J1 setzen sich mit hoher Handwerkskunst neu in Szene: Emaille und Urushi-Lack.

Bei ihrer Vorstellung im Jahr 1913 markierte die Laurel als erste Armbanduhr des Hauses einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der japanischen Manufaktur. Ihr unverwechselbares Design mit harmonisch proportionierten römischen Ziffern und der kleinen Sekunde bei 6 Uhr hat bis heute nichts an seiner Ausstrahlung verloren. Darauf basieren die beiden Neuzugänge in der eleganten Presage-Classic-Craftsmanship-Serie, die ganz im Zeichen authentischer Handwerkskunst steht: Die HCC005J1zeichnet sich durch ein strahlend weißes Emaille-Zifferblatt aus, die HCC006J1 setzt auf tiefschwarzen Urushi-Lack. Beide folgen dem japanischen Ideal, dass wahre Schönheit aus dem Zusammenspiel von Funktion und Ästhetik entsteht.

 Die historische Vorlage der der HCC005J1 findet sich im weißen Zifferblatt wieder, das mit den elf schwarzen arabischen Ziffern, der roten Zwölf und den gebläuten Blattzeigern einen fein abgestimmten, zugleich charakterstarken Kontrast bildet. Bei der HCC006J1 rückt dagegen tiefschwarzer Urushi-Lack in den Mittelpunkt. Seine glänzende Oberfläche verleiht dem Zifferblatt eine faszinierende Tiefe und bringt die traditionelle japanische Lackkunst eindrucksvoll zur Geltung. Goldfarbene Ziffern und Zeiger greifen den warmen Ton des Gehäuses auf und bilden einen eleganten Kontrast zum tiefen Schwarz. 

Das neu entwickelte Gehäuse übersetzt die Formensprache der Classic Series in eine zeitgemäße Silhouette. Geschwungene Flächen verleihen ihm eine elegante, ausgewogene Anmutung und sorgen zugleich dafür, dass die 39,6 mm großeUhr angenehm am Handgelenk sitzt. Mit einer Höhe von 12,4 mmund einem Lug-to-Lug-Maß von 46,8 mm bleiben die Proportionen ausgewogen. Die HCC005J1 besitzt ein hartbeschichtetes Edelstahlgehäuse, während die HCC006J1 mit einer warmen Goldauflage auftritt. Beide sind mit einem verschraubten Sichtboden ausgestattet.

Für den Antrieb sorgt ein Seiko-Klassiker, das automatische Kaliber 6R5H mit einer Gangreserve von über 72 Stunden. Anstelle der kleinen Sekunde, die einst das Zifferblatt der Laurel schmückte, bietet es bei 6 Uhr eine 24-Stunden-Anzeige. Den Vintage-Charakter der beiden Modelle unterstreichen dunkle Lederarmbänder aus einer Gerberei mit hohen Umweltstandards. Die feinen Ziernähte greifen den handwerklichen Anspruch der Zifferblätter auf und runden das Erscheinungsbild stimmig ab.

Beide Modelle sind ab September 2026 erhältlich. Die HCC005J1 kostet 1.430 Euro, die HCC006J1 liegt preislich bei 1.640 Euro.  Quelle: Warchtime / Seiko / CM

Brancpain: Edition/Neuauflage der Bathyscaphe

Den 70. Geburtstag der Bathyscaphe feiert die Schweizer Uhrenmanufaktur Blancpain (https://www.blancpain.com) mit der Sonderausgabe eines besonderen Modells von 1968, das ein Highend-Manufakturkaliber bekommen hat. Mit Liebe zum Detail lässt die auf 300 Exemplare limitierteNeuauflage der Bathyscaphe dessen stilprägende sportliche Eleganz aufleben.

Mit einem Durchmesser von 37,40 mm übernimmt die neue Bathyscaphe die kompakte Größe des Originals. Das Edelstahlgehäuse wurde rund um das moderne Uhrwerk entwickelt und zeichnet sich durch einen schlanken Mittelteil mit polierten Flächen und geschwungenen Bandanstößen aus. Mit einer Höhe von 12,30 mm entspricht die Neuheit auch in Bezug auf Tragekomfort und sportliche Eleganz ihrem historischen Vorbild.

Besonders das graue, mit Sonnenschliff veredelte und von einem Box-Saphirglas geschützte Zifferblatt bringt die unverwechselbare Ästhetik der Sechziger-Ikone ans Handgelenk. Der gedeckte Farbton bildet den Hintergrund für die batonförmigen Stunden- und Minutenanzeiger sowie die Indexe. Letztere bestehen aus 18-karätigem Weißgold und sind – ebenso wie die Zeiger – mit vintagefarbener Superluminova beschichtet. Das historische Blancpain-Logo verweist auf die Geschichte, ebenso das Datumsfenster bei 3 Uhr und der zentrale Sekundenzeiger mit Pfeilspitze. Ein Zugeständnis an die Moderne ist hingegen die einseitig drehbare Lünette aus ktazfester Keramik

Ein weiterer Unterschied befindet sich auf der Rückseite: Dort kommt das automatische Manufakturkaliber durch einen Saphirglasboden zur Geltung. Dabei handelt es sich um das Kaliber 1150, das mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde getaktet ist und eine beeindruckende Gangreserve von 100 Stunden bietet. Seine Spiralfeder aus Silizium schützt es vor den negativen Auswirkungen von Magnrtfeldern. und fördert die Stabilität und dauerhafte Leistungsfähigkeit. Das optische Highlight ist der teilskelettierte Rotor aus 18-karätigem Gold. Blancpain kombiniert die Bathyscaphe mit einem schokobraunem Kalbslederlederband und Dornschließe. Der Preis liegt bei 13.800 Schweizer Franken bzw. ca. 14.720 Euro. Quelle: Watchtime / Blancpain / CM

Leo Express expandiert in Deutschland 

Seit Anfang August 2026 bietet Leo Express eine direkte Zugverbindung von Frankfurt/M. über Tschechien bis ins polnische Przemyśl (an der Grenze zur Ukraine) an. Es handelt sich um eine der längsten Direktzugverbindungen Europas und zugleich um eine Verbindung, die Deutschland, Tschechien und Polen mit nur einem Zug miteinander verknüpft. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem deutschen Markt wird ab 13. Dezember 2026 die neue Verbindung zwischen München und Prag sein.

Derzeit nutzen etwas mehr als 100 Fahrgäste täglich die Verbindung von Frankfurt bis Przemyśl; ihre Zahl wächst dynamisch. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, bis zu 400 Fahrgäste pro Zug zu befördern.

Fahrkarten in Deutschland ab fünf Euro. Ein wichtiger Bestandteil des Angebots von Leo Express auf dem deutschen Markt sind attraktive Ticketkosten. Die Preise für internationale Fahrkarten in der Economy Class beginnen je nach konkreter Verbindung in der Regel bei rund zehn Euro. Für innerdeutsche Fahrten zwischen deutschen Städten bietet Leo Express vergünstigte City-Hopper-Tarife ab fünf Euro. 

 
Auf dieser Linie können Fahrgäste zwischen Economy und Business Class wählen. Die Züge sind mit WLAN, Klimaanlage und einem Bistro ausgestattet.  Die Langstreckenverbindung richtet sich nicht nur an Reisende zwischen Frankfurt und Prag. Durch die größere Zahl an Zwischenhalten entstehen neue Direktverbindungen zwischen zahlreichen deutschen Städten und Zielen in Tschechien und Polen. Zwischen Frankfurt und Prag hält der Zug insgesamt 18-mal, u.a. in Fulda, Erfurt, Weimar, Dresden und Bad Schandau.

Die Expansion in Deutschland ist Teil der umfassenderen Wachstumsstrategie des Unternehmens. Nach Angaben von CEO Peter Köhler hat sich Leo Express als Unternehmen in den vergangenen drei Jahren verdoppelt und erwartet für dieses Jahr ein weiteres Wachstum von mindestens 50 %. Dabei legt das Unternehmen großen Wert auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. 

Ab Dezember auch München–Prag. Ein weiterer wichtiger Schritt von Leo Express auf dem deutschen Markt wird die neue Verbindung zwischen München und Prag sein, die am 13. Dezember aufgenommen werden soll. Den Zugbetrieb übernimmt Leo Express in Tschechien von České dráhy (ČD), nachdem Leo Express eine Ausschreibung des tschechischen Verkehrsministeriums gewonnen hat. In Deutschland werden die Züge u.a. in Furth im Wald, Schwandorf, Freising, Landshut und Regensburg halten. In Tschechien sind neben Prag auch Halte in Domažlice, Holýšov und Plzeň vorgesehen.

Nach den Planungen von Leo Express soll die Fahrt zwischen München und Prag rund 5:20 Stunden dauern. Die Züge verkehren achtmal täglich je Richtung im Zwei-Stunden-Takt. Auf deutschem Gebiet können Fahrgäste neben anderen Fahrausweisen auch das Deutschland-Ticket nutzen. Leo Express will zugleich sein Angebot an günstigen Tarifen ausweiten und möglichst viele Reisende dazu bewegen, auf dieser Strecke die komfortablere und umweltfreundlichere Reise mit der Bahn zu wählen. Quelle: Leo Express

SBB schreibt Beschaffung von bis zu 40 Highspeed-Zügen aus

Die Zahl der Zugreisenden zwischen der Schweiz und dem Ausland wächst. Die SBB will ihr Angebot in diesem Bereich ausbauen und strebt den Einsatz von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen im grenzüberschreitenden Personenverkehr an. Die Finanzierung ist über Leasing geplant. Die Ausschreibung ist auf Ende 2026/ Anfang 2027 geplant.

Die Nachfrage nach internationalen Verbindungen im Personenverkehr ist im ersten Halbjahr 2026 auf über 6 Mio. Fahrgäste gestiegen und liegt damit 1,3 % über der Vorjahresperiode. Dies teilte CEO Vincent Ducrot an der Medienkonferenz zu den Halbjahreszahlen mit.

Die SBB strebt weiterhin den Einsatz von neuen Hochgeschwindigkeitszügen an. Derzeit klärt die SBB die Finanzierung dafür ab und ist im Austausch mit Herstellern und Leasinggebern. Zu den Herstellern für derlei Superzüge zählen Siemens Mobility, Alstom, Stadler und Hitachi. Die Ausschreibung ist per Ende 2026/Anfang 2027 geplant.

Die SBB hatte im November vier Leasingfirmen vorselektiert, die für das angestrebte Operating Lease von Hochgeschwindigkeitszügen infrage kommen. Die Zahl der Zugreisenden zwischen der Schweiz und dem Ausland wächst. Die SBB will ihr Angebot in diesem Bereich ausbauen und strebt den Einsatz von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen im grenzüberschreitenden Personenverkehr an. Die Finanzierung ist über ein Leasing geplant. Nun hat die SBB vier Leasinggeber ausgewählt, die ein Angebot einreichen können. Bis dato fahren bereits die Stadler-Giruno-Hochgeschwindigkeitszüge der SBB von Basel über Frankfurt/m. nach Hamburg, sowie nach Mailand. Seit Ende 2025 bilden die 41 jeweils elfteiligen Superzüge das Rückgrat des internationalen Personenverkehrs der SBB. Die modernen Renner sind auch bei deutschen Geschäftsreisenden höchst beliebt. 

Die Giruno-Züge verkehren auf der Nord-Süd-Achse von Hamburg über Basel bis Mailand. Foto: SBB

Die SBB hat vier Leasingfirmen vorselektiert, die für das angestrebte Operating Lease von Hochgeschwindigkeitszügen infrage kommen. Die Auswahl wurde auf der Beschaffungsplattform SIMAP bekannt gegeben. Alle Firmen – AlphaTrains, Beacon Rail, Rock Rail und Willow Group – haben bereits Erfahrung im Leasing von Zügen und erfüllen die wirtschaftlichen Anforderungen und die definierten Qualitätsstandards.

In er zweiten Stufe des Verfahrens können die vier Leasingfirmen ihre Angebote einreichen. Zeitgleich sollen auch die Züge ausgeschrieben werden. Quelle: SBB /CM