DERTOUR Group übernimmt  DSR Hotel Holding

Die Kölner DERTOUR Group, einer der führenden Tourismuskonzerne Europas, baut ihr Hotelgeschäft weiter au: Sie wird alleinige Eigentümerin der Hotelgesellschaft DSR Hotel Holding (DSR HH). Dafür erwirbt die DERTOUR Hotel & Resorts GmbH mit Wirkung zum 01. August 2026 die bislang von der Deutschen Seereederei gehaltenen Anteile am gemeinsamen Joint Venture.

Die DSR Hotel Holding betreibt und vermarktet aktuell 34 Hotels in Deutschland, Österreich sowie in Italien. Zum Portfolio gehören Marken wie A-ROSA, aja und HENRI sowie traditionsreiche Einzelhotels wie das Louis C. Jacob und das Hotel NEPTUN. Nach der jüngsten HENRI-Hoteleröffnung in Garmisch-Partenkirchen steht im September die nächste Eröffnung des A-ROSA Hotels am Tegernsee an. 

Die DERTOUR Group übernimmt die DSR Hotel Holding.

Seit 2021 war die DSR Hotel Holding Teil eines Joint Ventures zwischen der Deutschen Seereederei und der DERTOUR Group. Die DERTOUR Group hatte ihre Beteiligung 2024 auf 74,9 % ausgebaut. Mit dem Erwerb der verbleibenden Anteile geht der Konzern den nächsten Schritt der Komplettübernahme. 

Für die DERTOUR Group zählt das Hotelgeschäft zu den zentralen Wachstumsfeldern. Die Sparte wird seit 2021 in einer eigenen Hotel Division gebündelt. Diese umfasst heute 12 Marken mit rund 120 Hotels in 15 Ländern und zählt c. 5.000 Mitarbeitende. 

Zeitgleich stellt sich das Management der DSR Hotel Holding neu auf: Zum 15. August 2026 übernimmt Philipp von Czapiewski den Vorsitz der Geschäftsführung. Er soll die Weiterentwicklung der DSR Hotel Holding vorantreiben. Zudem wird er Mitglied des Hotel Boards der DERTOUR Hotelgesellschaft, in dem die DSR Hotel Holding mit einem eigenen Sitz vertreten ist. Quelle: Dertour / CM

Viel Wirbel in den USA: ICE verhaftete Southwest-Flugbegleiter

Ein Flugbegleiter von Southwest Airlines wurde am Dienstag, 14. Juli 2026, am Nashville International Airport von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE festgenommen. Diese hatten erfahren, dass das auf Jamaika geborene Besatzungsmitglied nach einem Arbeitseinsatz an seine Heimatbasis zurückkehren würde. 

Lorenzo Thompson wurde noch in seiner Uniform als Southwest-Airlines-Flugbegleiter abgeführt und befindet sich weiterhin in ICE-Gewahrsam, während die Bundesbehörden seine Abschiebung aus den USA wegen Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer seines Visums betreiben.

Das beliebte und geschätzte Besatzungsmitglied war 2021 mit einem Sechs-Monats-Visum in die USA eingereist. Freunde berichten, Lorenzo habe über ein gültiges Arbeitsvisum verfügt und ein laufendes Asylverfahren gehabt. Seine Unterstützer machen geltend, dass ihm bei einer Rückkehr nach Jamaika erhebliche Gefahren drohten.
„Trotz seines dokumentierten Status und seines Bestrebens, alles auf dem korrekten Weg zu regeln, wurde Lorenzo unerwartet von der ICE verhaftet, als er von einem Arbeitseinsatz an seine Basis zurückkehrte“, erklärte Kristin Foster, Lorenzos beste Freundin, in einer Nachricht auf einer GoFundMe-Seite, die zur Finanzierung seiner Anwaltskosten eingerichtet worden war.

„Wer Lorenzo kennt, weiß, dass er einen wahrhaft bemerkenswerten Charakter hat. Er ist ehrlich, fürsorglich und loyal – stets bereit, zu helfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Es ist ihm noch nie leichtgefallen, um Hilfe zu bitten, doch diese Situation erfordert genau jene Freundlichkeit und Großzügigkeit, die er so vielen anderen bereits entgegengebracht hat“, fügte Kristin hinzu.

Die Gewerkschaft TWU 556, die die Flugbegleiter von Southwest Airlines vertritt, bestätigte, dass Lorenzo Mitglied der Gewerkschaft ist. In einer Erklärung hieß es: „Jedes Mitglied hat es verdient, mit Würde und Respekt behandelt zu werden, und wir setzen uns dafür ein, dass dieses Mitglied und seine Familie wissen, dass sie in dieser schwierigen Zeit nicht allein sind.“ „Die TWU Local 556 steht mit der Familie des Mitglieds in Kontakt. Zudem arbeitet die US-Flugbegleiter-Gewerkschaft mit dem vom Mitglied beauftragten Anwalt als auch mit dem Rechtsbeistand der TWU Local 556 zusammen, um die Umstände zu klären und angemessene Unterstützung zu leisten.“

Ein Sprecher der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) äußerte sich nicht zu Lorenzos laufendem Asylverfahren, wies jedoch darauf hin, dass die Behörde beabsichtige, ihn während des fortlaufenden Einwanderungsverfahrens in Gewahrsam zu behalten. „Thompson verhielt sich gegenüber den ICE-Beamten kooperativ. Eine derartige Kooperation trägt dazu bei, dass das Verfahren für alle Beteiligten sicher und effizient abgewickelt wird“, heißt es in einer Erklärung der ICE.

Die Nachricht von Lorenzos Festnahme wurde nur einen Tag bekannt, nachdem Southwest Airlines vorgeworfen worden war, an der Festnahme einer Passagierin durch ICE-Beamte „mitschuldig“ gewesen zu sein; die Frau war am Denver International Airport gerade im Begriff, ein Flugzeug zu besteigen.

Zu diesen Vorwürfen äußerte sich ein Sprecher der Fluggesellschaft wie folgt: „Southwest hält sich an die geltenden Gesetze auf Bundes- und Landesebene, wenn das Unternehmen aufgefordert wird, Informationen über Kunden weiterzugeben. Die Fluggesellschaft hat ihre Mitarbeiter angewiesen, darauf zu achten, dass Strafverfolgungsbehörden vor einem Einschreiten im Gate-Bereich die erforderlichen rechtlichen Unterlagen vorlegen.“

Seit seiner Festnahme am 14. Juli wurde Lorenzo von der Einwanderungsbehörde ICE bereits mehrfach verlegt; derzeit befindet er sich im „Central Louisiana ICE Processing Center“ in Jena in Haft. Jena ist eine Kleinstadt und Verwaltungssitz des La Salle Parish im US-amerikanischen Bundesstaat Louisiana. Seit die Nachricht von Lorenzos Inhaftierung für Schlagzeilen sorgte, haben Unterstützer mehr als 40.000 US-Dollar über die GoFundMe-Seite gespendet.  Quelle:  CNN / ICE / CM

British Airways wechselt Crew-Hotel in Hyerabad

British Airways verlegt seine Flugbesatzungen aus dem Hotel, in dem sie während ihres Aufenthalts in der indischen Stadt Hyderabad bisher untergebracht  waren. Grund dafür ist ein Vorfall, bei dem alle drei Piloten eines Rückflugs nach London Heathrow  an einer Lebensmittelvergiftung erkrankten. 

Der Vorfall ereignete sich auf dem British-Airways-Flug BA-276, der mit einer Boeing 777 – einem der bewährten Flugzeugtypen der Airline – durchgeführt wurde. Der Flug dauert normalerweise zehn Stunden und erfordert drei Piloten, damit diese sich abwechselnd in speziellen Ruheräumen für die Besatzung ausruhen können.

Während Fluges zeigten jedoch alle drei Piloten klassische Symptome einer Lebensmittelvergiftung. Einem der drei Flugzeugführer wurde in 10.700 m Reiseflughöhe (35.000 Fuß) so schlecht, dass er fluguntauglich wurde und mit Sauerstoff versorgt werden musste (wir haben darüber berichtet). Glücklicherweise konnten die beiden anderen Piloten das Flugzeug sicher nach London steuern, wo sich schon bei der Landung ihr gesundheitlicher  Zustand ebenfalls verschlechterte.

Der Verdacht hinsichtlich der Ursache der Lebensmittelvergiftung fiel nicht auf eine an Bord verzehrte Mahlzeit, sondern auf das Buffet in der Executive Lounge des Hotels in Hyderabad, in dem British Airways seine Besatzungen während der Aufenthalte in der Stadt unterbringt.

Laut BA war es nicht nicht das erste Mal, dass Piloten und Kabinenpersonal von British Airways nach einem Aufenthalt in diesem speziellen Hotel Symptome einer Lebensmittelvergiftung meldeten. Trotzdem hatten die Verantworlticchen bei BA bisher nichts unternommen. Nach der Geschichte über die drei Piloten, die weltweit für viel Aufsehen gesorgt hat, kam die britische Fluggesellschaft nicht umhin, jetzt endlich einzuschreiten. Piloten sowie Kabinenpersonal werden jetzt in einem anderen Crew-Hotel, einem luxuriösen Fünf-Sterne-Hotel im Herzen des Geschäftsviertels von Hyderabad. Quelle: BA / CM

6.000 Besucher bei der ZEG Bike Show

Mit Rückenwind ins Modelljahr 2027: Die ZEG BIKE SHOW 2026  der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft überzeugte Mitglieder, Industriepartner und Fachbesucher mit einem klar fokussierten Messekonzept, zahlreichen Produktneuheiten und vielen persönlichen Begegnungen.

Über 6.000 BesucherInnen trafen auf rund 100 Aussteller, die eine 16.000 m2 große Ausstellungsfläche sowie eine 5.000 m2 große Außenfläche mit Testparcours bespielten. Mehr als  700 Fahrradfachbetriebe – sowohl ZEG-Mitgliedsbetriebe als auch freie Händler – waren vor Ort, um sich über neue Produkte, Sortimentsentwicklungen und Trends zu informieren. Neben den ZEG-Eigenmarken Bulls und Pegasus präsentierten auch die Verbundmarken Isy, Hercules, Kettler, Flyer, Rotwild und Academy sowie zahlreiche Industriepartner ihre Highlights für das Modelljahr 2027. Erstmals gab es auch eine Panel-Talk-Bühne, auf der Fachvorträge und Produktpräsentationen im Mittelpunkt standen. 

Erfolgreiche Bike-Show 2026. Foto ZEG

Fred Schierenbeck – Vorstandsvorsitzender der ZEG: „Die positive Resonanz auf die Messe und das große Interesse an den Neuheiten für das Modelljahr 2027 bestätigen, wie wichtig eine solche Plattform für unsere gemeinsame Entwicklung ist.“

Mit der ZEG BIKE SHOW 2026 blickt die ZEG(eine Einkaufsgemeinschaft von rund 1.000 Fahrradfachhändlern in Europa, davon rund 600 in Deutschland, 36 in Österreich sowie in Frankreich) auf ein erfolgreiches Messeformat zurück, das in der Vergangenheit eine wichtige Plattform für den Austausch innerhalb der Genossenschaft war. Gleichzeitig richtet die ZEG ihren Blick nach vorne und wird ihre Präsenz künftig im Rahmen der neuen Branchenplattform „Towards Tomorrow / European

Bike Show“ (06.-08. September 2027) weiter ausbauen. Damit entstehen neue Möglichkeiten für den Austausch mit der gesamten Fahrradbranche. Quelle: ZEG

Neu: Breitlings DB5 limitierte Top-Time-Chronographen

Breitling, Schweizer Uhrenhersteller im Luxussegment, und Aston Martin feiern den DB5 mit drei limitierten Top-Time-Chronographen. Im Mittelpunkt stehen Holzdetails, Leder mit Farbverlauf und das Manufakturkaliber B01. 

Breitling  und Aston Martin greifen eine gemeinsame Geschichte aus den 1960er-Jahren auf und übersetzen sie in drei neue Chronographen. Die Top Time B01 Chronograph 41 Tribute to Aston Martin DB5 erinnert an einen der bekanntesten Sportwagen der Automobilgeschichte – und zugleich an einen frühen Auftritt von Breitling im James-Bond-Universum. Denn 1965 trug Sean Connery in „Feuerball“ eine Breitling Top Time Ref. 2002, während der Aston Martin DB5 zur Film- und Designikone wurde. Den neuen Chronograph hat Breitling sichtbar an Details des klassischen Grand Tourers angelehnt: an das Lenkrad, die Armaturen, die Lederpolster und die warme Materialwirkung des Innenraums. Das Ergebnis ist eine moderne Top Time, die Automobilgeschichte auf vergleichsweise subtile Weise ins Uhrendesign überträgt.

Drei Varianten Top Time B01 Chronographen 41 Tribute to Aston Martin DB5. Foto Breitling
 

Drei Varianten, drei Limitierungen. Die Top Time B01 Tribute to Aston Martin DB5 erscheint in drei Ausführungen. Die Version in Edelstahl mit silberfarbenem Zifferblatt ist auf 1.022 Exemplare limitiert und bleibt formal am nächsten an der historischen Top Time Ref. 2002. Sie kombiniert das helle, gebürstete Sonnenschliff-Zifferblatt mit schwarzen Hilfszifferblättern im Panda-Stil, rhodinierten Details und einem hölzernen Innenring.

Etwas zurückhaltender wirkt die Variante aus Edelstahl mit Platinlünette. Sie besitzt ein schwarz lackiertes Zifferblatt mit gebürsteter Oberfläche und ist auf 315 Exemplare limitiert. Die Platinlünette ist ein apartes Detail, das nur dem Nutzer bekannt und von außen kaum von einer Edelstahllünette zu unterscheiden ist.

Die exklusivste Ausführung besteht aus 18 Karat Rotgold und ist auf 250 einzeln nummerierte Exemplare limitiert. Ihr Zifferblatt wird aus natürlichem Onyx gefertigt – laut Breitling das erste Mal, dass die Marke diesen Stein verwendet. Zusammen mit dem Rotgoldgehäuse und den goldfarbenen Ringen um die Totalisatoren entsteht so die edelste und dunkelste Interpretation des DB5-Themas.

Holz, Leder und „Squircle“-Totalisatoren. Bei allen drei Varianten spielt der Innenraum des Aston Martin DB5 eine zentrale Rolle. Besonders auffällig ist der Rehautring aus Holz, der an das Lenkrad des klassischen Sportwagens erinnert. Das braune Kalbslederband ist handkoloriert und besitzt einen Farbverlauf, der die Tiefe und den Charakter edler Fahrzeugpolsterungen aufnehmen soll. Auch die Zifferblattgestaltung folgt diesem Gedanken. Wie man es von anderen Top-Time-Modellen kennt, sind die Hilfszifferblätter sind nicht ganz rund und nicht ganz eckig, sondern in einer sogenannten „Squircle“-Form gestaltet. Damit erinnern sie an die Anzeigen klassischer Armaturenbretter. Hinzu kommen ein kissenförmiges Gehäuse, geriffelte Ecken und pilzförmige Drücker – Elemente, die ein Gefühl der 1960er-Jahre vermitteln. Das kissenförmige Gehäuse misst 41 mm im Durchmesser und ist wasserdicht bis10 bar, also 100 Meter. Über dem Zifferblatt liegt ein bombiertes, beidseitig entspiegeltes Saphirglas; auch der verschraubte Boden besitzt ein Saphirglasfenster. Die Krone ist nicht verschraubt, aber mit zwei Dichtungen ausgestattet. Getragen werden alle drei Versionen an einem braunen Kalbslederband mit Faltschließe.

Manufakturkaliber B01. Im Inneren arbeitet das Breitling-Manufakturkaliber B01. Wie alle Breitling-Werke ist das selbstaufziehende Chronographenkaliber COSC-zertifiziert, dazu bietet es rund 70 Stunden Gangreserve. Die Chronographenkonstruktion verfügt über eine klasssiche Schaltradsteuerung und eine vertikale Kupplung, die ein ruckfreies Anlaufen des Sekundenzählers garantiert. Angezeigt werden Stunden, Minuten und kleine Sekunde; der Chronograph misst Viertelsekunden und bis zu 30 Minuten, die man auf dem Totalisator bei 3 Uhr ablesen kann. Durch den Glasboden ist das Werk sichtbar. Je nach Modell trägt es einen rhodinierten Rotor oder einen Rotor aus 18 Karat Rotgold, jeweils mit Aston-Martin-Gravur. Damit setzt sich der Automobilbezug auch auf der Rückseite fort.

Die Preise. Während die Edelstahlversion mit silberfarbenem Zifferblatt für 10.500 Euro erhältlich ist, muss man für die Variante mit Edelstahlgehäuse, Platinlünette und schwarzem Lackzifferblatt 16.500 Euro bereithalten. Die Rotgoldversion mit Onyx-Zifferblatt liegt bei 40.500 Euro. Quelle: Breitling / CM

Varta ist pleite

Das Ellwanger Traditionsunternehmen Varta hat im 139. Jahr des Bestehens beim Amtsgericht Stuttgart einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Die bisherigen Eigentümer, Porsche sowie der österreichische Unternehmer Michael Tojner, verweigerten Varta das Nachschießen frischen Geldes. 

Varta ist der Markenname für Akkumulatoren und Batterien. Der Markenname wird auch beim jährlich erscheinenden Varta Hotel- und Restaurantführer verwendet.Die Varta AG produzierte an ihren Produktionsstandorten in Ellwangen, Bördlingen und Dischingen sowie im rumänischen Brasov und Batan (Indonesien. 

Der Hersteller hat eine wechselvolle Gesdchichte hinter sich: Zum Ende des Jahres 2000 wurden 92 % der Aktien gegen knapp 300 Mio. Euro von DB Investor (Tochtergesellschaft der Deutschen Bank) übernommen und an die Gopla GmbHweitergereicht, an der die Deutsche Bank zu 39 % und die beiden früheren Hauptaktionäre aus der Familie Quandt zu 25,1 % beteiligt waren. 2001 wurde der Geschäftsbereich Microbatterien ausgegliedert, die entstandene Varta Microbattery wurde eine Tochtergesellschaft der Varta AG in Hannover.

Im Sommer 2002 wurden die beiden größten Arbeitsbereiche von Varta verkauft. Zuerst wurde die Mehrheitsbeteiligung im Bereich der Gerätebatterien an den Batteriehersteller Rayovac abgegeben. Eine Woche später kaufte der Kooperationspartner Johnson Controls für 312,5 Mio. Euro die 80 % von Varta gehaltenen Anteile an der VB Autobatterie GmbH mit der Robert Bosch GmbH und damit den größten Bereich. Varta blieben 1.700 Beschäftigte und rund 30 Mio. Euro Umsatz im Bereich der Mikrobatterien.

2004 wurde die Beteiligung an Microlite, einem brasilienischen Gerätebatteriehersteller, an Rayovac verkauft. Im Juli 2005 kündigte Spectrum Brands, wie sich Rayovac nun nannte, das Joint Venture mit Varta und übernahm den Geschäftsbereich Handelsbatterien komplett. Somit blieb nur der Bereich Microbatterien bei Varta. Dieser wurde im Februar 2007 für einen vorläufigen Kaufpreis von etwa 30 Mio, Euro an die österreichische VEG Beteiligungsgesellschaft und Buy-Out Beteiligungs-Invest, die beide zur Global Equity Partners Gruppe gehören, und schließlich Ende 2007 an die Montana Tech Components verkauft, die ebenfalls eine Beteiligung der Global Equity Partners Gruppe darstellt.

Mit dem Verkauf aller operativen Geschäftsbereiche verabschiedete sich Varta nach über 100 Jahren ganz aus dem Batteriegeschäft. Varta mit Sitz in Hannover bestand weiter und beschäftigte sich mit der Verwaltung eigenen Vermögens sowie der Verwertung und Abwicklung von Vermögensgegenständen, Verträgen, Verbindlichkeiten und Beteiligungen der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Unter dem Dach von Varta befanden sich die Varta-Unterstützungskasse sowie die Immobiliengesellschaft Pertrix.

Die Varta AG wurde im August 2011 vom selben Unternehmenskonsortium aufgekauft, das auch Varta Microbattery übernommen hatte. Nach der Übernahme brachte Montana Tech Components ihre bis dahin direkt gehaltenen Tochtergesellschaften Varta Microbattery GmbH und Varta Storage GmbH in die Varta AG ein.

Im Mai 2019 gab die Varta AG bekannt, den Bereich der Handelsbatterien (Haushaltsbatterien) und Ladegeräte wieder zu übernehmen, da Energizer das europäische Geschäft unter der Marke Varta auf Anordnung der EU-Kartellbehörden abgeben musste. Im Kauf sind die weltweiten Namensrechte der Marke VARTA für Handelsbatterien und Ladegeräte enthalten, sowie das operative Geschäft in der Region EMEA. Die ehemaligen Niederlassungen außerhalb der Region bleiben bei Energizer. 

Durch Umstrukturierung der Varta-Beteiligungen in den 2010er Jahren ist die Varta AG heute wieder die Holding-Gesellschaft der gesamten Varta-Gruppe. Von 2016 an war Herbert Schein Vorstandsvorsitzender der Varta AG, bis er im September 2022 nach einer Gewinnwarnung von seinem Posten zurücktrat. Den Posten des Varta-Vorstandssprechers übernahm Markus Hackstein. 

In der Nacht zum 12. Februar 2024 wurde die Varta AG Opfer einer Cyberattacke, die zu einem wochenlangen Produktionsausfall an den Standorten Ellwangen, Nördlingen, Dischingen,Brasov und Batan führte. Die Auswirkungen der Cyberattacke sowie die erfolglosen Restrukturierungsmaßnahmen führten zu einer Verschlechterung der finanziellen Lage, weshalb die Varta AG am 21. Juli 2024 mitteilte, die Einleitung eines Restrukturierungs-Verfahrens gemäß beim Amtsgericht Stuttgart beantragen zu wollen. Es folgte ein Kapitalschnitt, bei dem das Grundkapital der Varta AG auf Null gesetzt wird, so dass auch die bis dahin in Streubesitz befindlichen Varta-Aktien ihren Wert verloren Auf den Kapitalschnitt folgend haben die MT InvestCo sowie eine Beteiligungsgesellschaft der Porsche AG als neuer Investor Mittel für eine Kapitalerhöhung eingebracht. Die bilanzielle Restrukturierung wurde im März 2025 abgeschlossen. 

Am 19. Mai 2026 gab die Varta AG die Schließung der Tochtergesellschaft Varta Micro Production GmbH in Nördlingen bekannt, in der CoinPower-Zellen hergestellt werden. Hintergrund war der Wegfall des wichtigsten Kunden Apple, der seine Lieferketten auf günstigere Anbieter verlagert hat. Am 01. Juli 2026 verhängte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsichteine Geldbuße in Höhe von insgesamt 620.000 Euro gegen die Varta AG. Nach Angaben der Behörde hatte das Unternehmen gegen die Marktmissbrauchsverordnung sowie das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen. Am 22. Juli 2026 beschlossen die Hauptgläuniger von Varta, die Deutsche Bahnk sowie die Investnentfonds Blantyre, BlueBay und Whitebox, den Konzern aufzuteilen und den Geschäftsbereich Haushaltsbatterien auszugliedern. Anlass waren ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf, Verstöße gegen Finanzierungsauflagen und das Scheitern weiterer Finanzierungszusagen. Damit endeten auch die Pläne des Unternehmens zum Aufbau einer Produktion von Natrium-Ionen-Akkus. Der Geschäftsbetrieb wird zunächst fortgeführt, während die Zukunft der übrigen Geschäftsbereiche und zahlreicher Beschäftigter am Hauptsitz in Ellwangen und am Standort Dischingen offen bleibt. Quelle: Amtsgericht Stuttgart / wikipedia / CM

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder muss gehen

Patrick Schnieder (58) Bundesminister für Verkehr des Bundesrepublik Deutschland, ist auf Geheiß von Bundeskanzler Friedrich Mwerz seinen Posten nach etwas mehr als 1 Jahr wieder los. Für Schnieders Nachfolge war eigentlich der CDU-Politiker Fritz Güntzler im Gespräch. Doch der Wunaschkandidat sagte am frühen Freitagmorge gegen 04 Uhr per SMS ab. 

Schnieder, CDU-Mann aus der Eifel, ist studierter Jurist. Er folgte am 06. Mai 2025 auf den parteilosen (aus der FDP ausgetreten) Volker Wissing, der vom 8. Dezember 2021 bis 06. Mai 2025 das Amt bekleidete. Aber schon bald zeigte sich Schnieder und Merz, das war eine unheilige Allianz. Die anhaltenden Probleme und die große Unpünktlichkeit bei der Deutschen Bahn spielten eine zentrale Rolle bei der Entscheidung des Bundeskanzlers, dem Verkehrsminister den Laufpass zu geben. Patrick Schnieder sollte zusammen mit der neuen Bahnchefin Evelyn Palla dafür sorgen, dass  die Bahn wieder besser performt. Bis jetzt ist das aber nur wenig gelungen, was man Schnieder aber beileinbe nicht in die Schuhe schieben kann.  Denn für  den Neu- und Ausbau von Bahnstrecken und Autobahnen aber fehlen in den kommenden Jahren viele Milliarden Euro. 

War nur 14 Monate im Amt, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Foto: Bundespresseamt

Zudem wird Schnieder der Ärger in der Koalition (im vergangenen Herbst) betreffend Berichte aus dem Bundesverkehrsministerium über drohende Verzögerungen bei Straßen- und Autobahnprojekten durch Milliardenlöcher angelastet. 

Während sich Schnieder bereits bei seinem Team verabschiedet hatte, sorgte Merz‘ Wunschkandidat Fritz Güntzler am Freitagmorgen um 04 Uhr mit einer SMS für eine unangenehme Absage. Was immer die Gründe für das Nein sind: Der 60-Jährige gelernte Wirtschaftsprüfer aus Niedersachsen hat offenbar keine Lust auf den Job. Quelle: CM

Der VW-Konzern hat wenig Grund zur Freude

Trotz eines nahezu stabilen Umsatzes ist Volkswagans Gewinn im 1. Halbjahr 2026 weiter eingebrochen. Die operative Marge bleibt mit 3,8 % klar hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Vor allem das schwache China-Geschäft belastet den Konzern weiterhin. Zudem senkt Volkswagen seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr.

Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr 2026 trotz stabiler Umsätze deutlich weniger verdient. Das operative Ergebnis sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,6 % auf 5,9 Mrd. Euro, die operative Marge fiel von 4,2 auf 3,8 %. Nach Steuern weist der Konzern ein Ergebnis von 3,1 Mrd. Euro aus. Das sind 30,7 % weniger als im Vorjahr. 

Der Umsatz blieb mit 158,1 Mrd. Euro nahezu unverändert (minus 0,2 %). Allerdings nur, weil der starke Anstieg im Bereich Finanzdienstleistungen (+ 7,9 %) den Rückgang im Automobilgeschäft (- 2,1 %) ausgleichen konnte. 

In Sachen Transformation tut sich Erfreuliches: Binnen weniger Wochen wurden mehr als 70.000 Bestellungen für die neue Electric Urban Car Family um den ID. Polo notiert. Und für das zweite Quartal 2026 gingen über 50 % mehr Aufträge für vollelektrische Fahrzeuge in Europa ein. 

Dumm nur, dass der schwache chinesische Markt ,geopolitische Risiken und Handelskonflikte das Geschäft belasten. Im Reich der Mitte brach der Konzernabsatz um 31,6 % ein.  In einem Umfeld, in dem der Gesamtmarkt in China zurückgeht und chinesische Wettbewerber ihre Exporte und dadurch den Wettbewerbsdruck in Europa kräftig erhöhen, reichen die bislang geplanten Sparinitiativen des Konzerns nicht aus, heißt es in Wolfsburg.  

Die Core-Gruppe mit den Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge, Škoda Auto und Seat/Cupra konnte im ersten Halbjahr ihre Rendite geringfügig von 4,8 auf 4,9 % steigern. Die Progressive-Gruppe mit Audi, Bentley und Lamborghini legte von 3,3 auf 3,8 % zu,. Hier wird wie bei der erst genannten Markengruppe die konsequente Kostendisziplin als Hebel angeführt. Auch die schwer gebeutelte Spoartwagenmarke Porsche konnte sich etwas erholen: die Rendite kletterte von 5,2 auf 8 %.  

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konzern mit einem Umsatzrückgang zwischen 0 und 3 %. Am Ausblick für die operative Rendite von 4 bis 5,5 % hält das Unternehmen jedoch fest. Für das Gesamtjahr rechnet Volkswagen mit einem Cashflow zwischen 3 und 6 Mrd. Euro, die Nettoliquidität wird im Bereich Automobile wird mit 32 bis 34 Mrd. Euro eingeplant. 

Volkswagen verweist darauf, dass mögliche zukünftige Auswirkungen der Eskalation im Nahen Osten nicht belastbar eingeschätzt werden können und seien daher nicht berücksichtigt. Der Krieg der USA gegen den Iran hat die Konsequenz, dass Öl immer teurer wird und damit die Benzin- und Dieselpreise weiter kräftig steigen werden, was wiederum den Verkauf von Verbrennerautos massiv erschwert. Quelle: VW / automobilwoche / CM

Škoda Auto legt famoses 1. Halbjahr 2026 hin

Mutterkonzern Volkswagen kann nur neidisch sein über den Erfolg der tschechischen Tochter Škoda Auto . Denn die hat im ersten Halbjahr 2026 ihre starke Position auf dem Weltmarkt bestätigt und weltweit 555.700 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Das ist ein Anstieg um 9,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 

In Europa (EU27+4) blieb der Automobilhersteller die zweitmeistverkaufte Marke und behielt damit die Position, die er bereits nach dem ersten Quartal innehatte. Angetrieben von der wachsenden Kundennachfrage nach Elektrofahrzeugen stiegen die Auslieferungen der vollelektrischen Modelle Elroq und Enyaq im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48,3 % auf 108.200 Fahrzeuge. Mit diesem Ergebnis ist Škoda die viertmeistverkaufte BEV-Marke in Europa. 

Auch die Auslieferungen von Plug-in-Hybridfahrzeugen stiegen um 11,8 % auf 24.100 Fahrzeuge. Damit entschied sich mehr als jeder vierte Škoda Kunde in Europa für ein elektrifiziertes Fahrzeug. Die kürzlich eingeführten vollelektrischen Modelle Epiq und Peaq verdoppeln das Elektroportfolio von Škoda und bieten weiteres Wachstumspotenzial: Für beide Modelle zusammen gingen bereits mehr als 30.000 Bestellungen ein. 

Der Umsatz von Škoda Auto stieg um 6,3 % auf 16,0 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis legte um 6,3 % auf 1,4 Mrd. Euro zu. Die Umsatzrendite blieb bei sehr soliden 8,5 %, und der Netto-Cashflow stieg um 14,3 % auf 1,7 Mrd. Euro. Diese Ergebnisse wurden durch höhere Absatzzahlen, strenge Kostendisziplin und die effektive Nutzung von Synergien innerhalb des Volkswagen Konzerns und der Brand Group Core gestützt.

Die Auslieferungen in Deutschland erreichten mit 120.400 Fahrzeugen einen neuen Rekordwert, was einem Anstieg von 19,6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das machte Škoda zur zweitbestverkauften Marke des Landes. Auch in mehreren anderen wichtigen Märkten stiegen die Auslieferungen, darunter in der Tschechischen Republik (48.900; +6,9 %), in Großbritannien (46.600; +6,6 %), Indien (35.700; +7,4 %) sowie Polen (34.500; +14,2 %). Auch in Frankreich (+9,3 %), Italien (+10,7 %), Österreich (+16,6 %) und Spanien (+9,5 %) verzeichnete Škoda ein deutliches Wachstum.

Auslieferungen von Elektrofahrzeugen um fast 50 % gestiegen. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stieg im ersten Halbjahr 2026 weiter an. Insgesamt wurden weltweit 132.300 elektrifizierte Škoda Fahrzeuge – BEVs und PHEVs – an Kunden ausgeliefert, womit die BEV-Modellpalette maßgeblich zum Erfolg von Škoda beitrug. Die Auslieferungen der vollelektrischen Modelle Elroq und Enyaq stiegen um 48,3 % auf einen Rekordwert von 108.200 Fahrzeugen. Auch die Auslieferungen von Plug-in-Hybriden stiegen um 11,8 Prozent auf 24.100 Fahrzeuge. In Europa (EU27+4) machten elektrifizierte Modelle 27,7 % der Gesamtauslieferungen aus. Das bedeutet, dass mehr als jedes vierte Škoda Fahrzeug mit einem Stecker ausgeliefert wurde.

Der Elroq ist das drittmeistverkaufte Elektromodell in Europa (EU27+4). Er führt den Markt für Elektrofahrzeuge in Deutschland und Dänemark an, belegt in der Tschechischen Republik den zweiten Platz und gehört in Österreich, Estland, der Schweiz und den Niederlanden zu den Top-3. Weltweit wurden 59.900 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit ist der Elroq insgesamt das fünftmeistverkaufte Škoda Modell.

Der Enyaq überzeugte weltweit 48.300 Kunden. In Europa belegte er den vierten Platz unter den meistverkauften BEV-Modellen, wobei er in der Tschechischen Republik die Spitzenposition einnahm und in Österreich, Estland, der Slowakei, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zu den Top-3 gehörte. Zusammengenommen machen diese Ergebnisse Škoda zur viertmeistverkauften BEV-Marke in Europa.

Škoda treibt die Elektrifizierung in Europa voran, wodurch die Marke für größere Kundengruppen noch zugänglicher wird. Nach der Weltpremiere des Epiq im Mai lief die Serienproduktion im Volkswagen Werk Navarra in Pamplona (Spanien), an. Gleichzeitig schafft die Verlagerung weiterer Produktionskapazitäten des Octavia Combi nach Kvasiny Platz im Stammwerk in Mladá Boleslav für das vollelektrische Flaggschiff Peaq. Quelle: Škoda Auto / CM

US-Unfallermittlerin rügt Michael O’Leary

Die Leiterin der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board), Jennifer Homendy, hat Ryanair-Chef Michael O’Leary vorgeworfen, gegen internationales Recht verstoßen zu haben. Grund hierfür sind seine Äußerungen zu einem Vorfall an Bord einer Boeing 737 der Fluggesellschaft über Griechenland Anfang Juli 2026, bei dem ein 61-jähriger Passagier teilweise aus dem Flugzeug gesogen wurde, nachdem ein Fenster herausgebrochen war.

Während einer regulären Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen Anfang dieser Woche erklärte der für seine direkten Worte bekannte Michael O’Leary, er könne zwar nicht „abschließend“ sagen, was die Unfallursache gewesen sei, doch „erste Anzeichen deuten auf einen Schaden am Triebwerk durch einen Fremdkörper hin“.

O’Leary fügte hinzu, der Unfall sei nicht auf das Alter des Flugzeugs oder dessen Wartung zurückzuführen.

Das NTSB hat auf Ersuchen der griechischen Behörden die Untersuchung des Unfalls vom 10. Juli 2026 übernommen. Bei dem Vorfall handelte es sich um eine 18 Jahre alte Boeing 737-800, die den Ryanair-Flug FR-1879 durchführte – eine reguläre Verbindung von Thessaloniki (SKG) nach Memmingen (FMM) in Bayern.

Kurz nach dem Start, noch im anfänglichen Steigflug auf Reiseflughöhe, gab es beim rechten Triebwerk einen unkontrollierten Ausfall, wodurch Trümmerteile in Richtung des Flugzeugrumpfs geschleudert wurden. Einige dieser Trümmer trafen ein Kabinenfenster, durchschlugen die verschiedenen Schichten und verursachten einen explosionsartigen Druckabfall. Der 61-jährige serbische Passagier, der neben diesem Fenster saß, wurde teilweise aus der Kabine gesogen, von seiner Ehefrau und anderen Mitreisenden festgehalten, damit er nicht hinasusdgezogen wird und zu Tode stürzt,  erlitt aber glücklicherweise keine schweren Verletzungen. Nach der Meldung eines Notfalls kehrten die Piloten nach Thessaloniki zurück, wo das Flugzeug ohne weitere Zwischenfälle landete.

In einem neuen Schreiben an Michael O’Leary erinnerte ihn die Vorsitzende des NTSB, Jennifer Homendy, an Ryanairs Verantwortung gemäß Anhang 13 der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), der sich speziell mit der Untersuchung von Flugunfällen befasst. Gemäß Anhang 13 wurde Ryanair als akkreditierter Vertreter und technischer Berater in die vom NTSB geleitete Untersuchung einbezogen. Eine der Voraussetzungen für die Rolle als akkreditierter Vertreter oder technischer Berater bei der Untersuchung eines offiziellen Luftfahrtunfalls ist, dass Informationen nicht ohne die ausdrückliche Genehmigung der Untersuchungsbehörde – in diesem Fall des NTSB – veröffentlicht werden dürfen.

„Das NTSB untersucht den Unfall derzeit; daher ist es akkreditierten Vertretern und ihren technischen Beratern untersagt, sich zur möglichen Ursache des Vorfalls zu äußern oder anderweitig Informationen aus der laufenden Untersuchung weiterzugeben“, erklärte Homendy in ihrem Schreiben vom 22. Juli. Dieses war an das maltesische Verkehrsministerium (MoL) sowie an Capt. Frank Zammit, den Leiter der maltesischen Untersuchungsbehörde für Flugunfälle (Bureau of Air Accident Investigation), gerichtet (das Flugzeug war auf Malta Air registriert, eine 100 %ige Tochtergesellschaft von Ryanair). „Das NTSB hat eine solche Feststellung nicht getroffen, und unsere Ermittler haben noch nicht ausgeschlossen, dass das Alter des Flugzeugs oder Wartungsprobleme zu dem Vorfall beigetragen haben könnten“, hieß es in dem Schreiben weiter.

„Die öffentlichen Äußerungen von Herrn O’Leary verstoßen gegen Anhang 13, da sie eine Meinung und Analyse des Unfalls enthalten und auf potenzielle Schwerpunkte der laufenden Untersuchung hinweisen. Da die Nichteinhaltung der Bestimmungen von Anhang 13, abhängig von der Relevanz und Genauigkeit der Informationen für die Ermittlungen, die Integrität der Untersuchung beeinträchtigen kann, fordere ich Herrn O’Leary dringend auf, während der laufenden Untersuchung keine weiteren öffentlichen Äußerungen dazu abzugeben“, ließ die NTSB-Chefin den Ryanair-CEO wissen.

Das am Unfall vom 10. Juli beteiligte Flugzeug bleibt weiterhin am Boden. Die Ermittler wollen nicht nur feststellen, ob ein Fremdkörper für den Triebwerksausfall verantwortlich war, sondern auch, welche Trümmerteile in Richtung des Rumpfes geschleudert wurden und so das Bersten der Fensterscheibe verursachten. Ein vorläufiger Bericht, der die Ereignisse vom 10. Juli beschreibt, wird voraussichtlich in den nächsten Wochen veröffentlicht, die Erstellung des vollständigen Unfallberichts kann jedoch mehrere Monate dauern. Quelle: NTSB / CM