KI verursacht nur Tohuwabohu und Ärger

Der Lieferservice Lieferando setzte auf Künstliche Intelligenz bei der Erstellung von Essensbildern. Die Ergebnisse sind jedoch weit von der Realität entfernt. Im Netz häuft sich der Spott. Nun setzt Lieferando seinen KI-getriebenen Bildgenerator aus.

Um bei der Entscheidungsfindung der Kunden zu helfen, nutzte der Lieferservice Künstliche Intelligenz (KI) bei der Erstellung von Produktfotos. Nachdem die KI immer absurdere und realitätsferne Vorschläge gemacht hatte, stoppte Lieferando die irre KI. 

Wie Screenshots u-a- auf der Social Media-Plattform Reddit zeigen, machte die KI  aus einem Jumbo Cheeseburger ein Teller mit Pommes, aus einem Hotdog eine Nudelsuppe und aus einer Pizza einen Salat um nur wwenige Beispiele zu nennen. Die Fotos wurden durch das KI-Tool automatisch erzeugt. Die britische Konzernschwester Just Eat hatte ähnliche negative Erfahrungen gemacht. Wie der „Independent“ schrieb, machte die KI u.a. das irische Frühstück Sausage Soda Bread (ein Gebäck mit Wurst und Ei) zu einem Limonadenglas in dem Wurststücke schwammen. Tigergarnelen erschienen als echte Tigerbabys in einer Suppenschhüssel.  Garlic Bread wurde zu einem Flugzeug aus Brot. Und die Ofenkartoffel, auf Englisch Jacked Potato, wurde den Usern als Jacke mit Kartoffeln präsentiert.

Just Eat hat das Experiment gestoppt und sich mittlerweile bei den Kunden entschuldigt. Dass Künstliche Intelligenz alles andere als gut funktioniert und mehr Probleme als Vorteile verursacht, davon können fast alle Branchen ein Lied singen. Im Fall von Lieferando erzeugte die KI Spott und Beschwerden von Kunden: U.a. ist  von Täuschung die Rede und Schummelei.  Laut einer Studie der Universität Duisburg-Essen  machen die von KI erzeugten Bilder deutlich weniger Lust aufs Essen und wirken sogar unappetitlich. Im sozialen Netz ist unlängst eine Gegenbewegung gestartet. „Wir verzichten auf KI“ werben viele Restaurants, Supermärkte oder Cafés. Quelle: The Independent, Reddit ( CM

In Frankreich und der Schweiz werden Diesel und Benzin knapp

In Frankreich und der Schweiz sind nur Fahrer von Elektroautos fern heraus Alle anderen Fahrer von Verbrennerautos haben ein Problem: In Frankreich und der Schweiz werden Benzin und Diesel knapp.

In Frankreich sind landesweit 15 % der insgesamt 9.900 Tankstellen betroffen, meist gibt es keinen Dieselkraftstoff mehr. Für die Engpässe sind u.a. der niedrige Wasserstand des Rheins und ein ein starker Andrang bei günstigen Tankstellen. In Frankreich kostet der Liter Diesel ab 2,35 Euro, der Liter Bezin ab 2,23 Euro. 

Die Region Grand Est, zu der u.a. das Elsass und Lothringen gehören, meldet mit 22 % den höchsten Anteil betroffener Tankstellen. In der Île-de-France rund um Paris sind es 21  % . Wer aus Deutschland nach Frankreich fährt, sollte den Tank noch vor dem Grenzübertritt füllen. Das Mitführen von 10 Litern und mehr in Reservekanistern ist im Nachbarland verboten. 

Auch in der Schweiz sind die Fahrer von Verbrennerautos die Gelackmeierten. Denn es gibt kaum noch Tankstellen, an denen man Diesel tanken kann. Deshalb bereitet das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung für den Fall einer sich weiter verstärkenden Treibstoffknappheit die Höchstgeschwindigkeit auf allen Autobahnen auf 80 km/h vor. 

Auch bei Kerosin ist die „Versorgung an den Schweizer Flughäfen gefährdet“. Für Kerosin wurden bereits Bezüge aus den staatlich vorgeschriebenen Pflichtlagern bewilligt. Quelle: Blick / CM

Renfe ordert Siemens Velaro Novo-Hochgeschwindigkeitszüge

Das spanische Bahnunternehmen Renfe hat bei Siemens Mobility 30 neue Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro Novo bestellt. Der Vertrag enthäl eine Option auf weitere 10 Einheiten. Die Züge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h ausgelegt und bieten 520 Sitzplätze pro Zug sowie Verbesserungen, die darauf abzielen, den Komfort zu steigern, den Platz besser zu nutzen und die Zuverlässigkeit des Betriebs bei geringerem Energieverbrauch zu erhöhen.

Der endgültige Auftragswert belief sich auf 1.218 Mio. Euro, was diese 30 elektrischen Triebzüge sowie die für deren Wartung erforderlichen Komponenten umfasst.

Der Velaro Novo ist eine technologische Weiterentwicklung der Baureihe 103 (Velaro E), die Renfe bereits sehr erfolgreich seit mehr als zwei Jahrzehnten in Spanien einsetzt, und verfügt über neue technische Entwicklungen sowie Leistungsverbesserungen.

Renfe hat bei Siemens Mobility 30 Hochgeschwindigkeitszüge Velaro Novo bei Siemens Mobility bestellt. Foto Siemens Mobility

Das vorgelegte Angebot vereint drei große Ziele: eine bessere Raumnutzung für die Fahrgäste, die Senkung des Energieverbrauchs und die Erleichterung der Wartung, damit die Züge mit hoher Zuverlässigkeit im Einsatz stehen können.

Die ersten fünf Einheiten müssen innerhalb von 40 Monaten ausgeliefert werden, die restlichen in gleichmäßigen Abständen, bis der Auftrag nach 62 Monaten vollständig abgewickelt ist. In diesem Zusammenhang kann sich Renfe keine erneuten Lieferverzögerungen seitens der Hersteller leisten, wie sie bei jüngsten Anschaffungen der Talgo Baureihe Avril aufgetreten sind.

Die Anschaffung ermöglicht es, die Flotte zu erweitern und zu erneuern, um das Angebot an Sitzplätzen und Dienstleistungen in einem liberalisierten Markt zu erhöhen. 

Die geplante Konfiguration umfasst in den siebenteiligen Triebzügen 520 Sitzplätze auf einer Ebene, verteilt auf zwei Klassen: 404 in der Touristenklasse (78 % der Gesamtzahl) in 2+2-Konfiguration und 116 in der First Class (22 %) in 2+1-Konfiguration. Die Sitze sind in Fahrtrichtung verstellbar, und jeder Platz verfügt über eine Steckdose und einen USB-Anschluss.

Die Gewichtsreduzierung und der geringere Platzbedarf der technischen Ausrüstung im Vergleich zur aktuellen Renfe-Hochgeschwindigkeitsflotte ermöglichen es, die Sitzplatzanzahl bei gleichbleibender Zuglänge zu erhöhen und über großzügigere Multifunktionsbereiche für Gepäck, Fahrräder oder Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität zu verfügen.

Das Design der neuen Drehgestelle soll in Verbindung mit einem geringeren Gewicht und einer verbesserten Aerodynamik für eine leisere Fahrt mit weniger Vibrationen und höherer Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgen. Die Aerodynamik zielt zudem darauf ab, Druckwellen in Tunneln und den Lärm beim Kreuzen zweier Züge zu reduzieren – eine besonders wichtige Verbesserung auf Strecken mit zahlreichen Tunneln.

Die digitale Architektur ist darauf ausgelegt, WLAN mit höherer Kapazität bereitzustellen, Systemaktualisierungen während der gesamten Lebensdauer des Zuges zu erleichtern und sowohl das Bordunterhaltungsmanagement als auch die Fahrgastinformation durch fortschrittlichere und individuellere Optionen zu verbessern.

Der Zug der Zukunft. Der Velaro Novo verfügt über ein Last Mile-System über Hochleistungsbatterien, die die Antriebsaggregate mit Strom versorgen und im Störungsfall die Weiterfahrt des Zuges ermöglichen, auxch wenn er aus der Oberleitung keinen Strom abnehmen kann. Diese Funktion verringert die unmittelbare Abhängigkeit von Rettungslokomotiven oder Einsatzfahrzeugen bei abgeschalteter Fahrleitung. 

Siemens Mobility: Der Bahntechnikhersteller weist ein hohes Maß an unternehmerischer Solvenz auf, da es Teil eines Industrie- und Technologiekonzerns mit einer diversifizierten Finanzlage und der Fähigkeit ist, Großaufträge zu bewältigen.  Siemens Mobility hat kürzlich erst den Zuschlag für einen Auftrag zur Lieferung von zehn Velaro-Novo-Zügen an VinSpeed sowie für die Signal-, Elektrifizierungs- und Kommunikationssysteme für die neuen Strecken Hanoi–Quang Ninh und Ben Thanh–Can Gio in Vietnam erhalten. Zudem wurde das Unternehmen ausgewählt, zehn dieser Hochgeschwindigkeitszüge an Brightline West für die neue Bahnverbindung zwischen Las Vegas und Südkalifornien zu liefern.  Quelle Renfe / CM

Schweres Zugunglück in Spanien

Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge der spanischen Bahngesellschaft Renfe und des privaten Bahnunternehmens Iryo südlich von Madrid sind nach Angaben einer Sprecherin der spanischen Regionalregierung von Kastilien-La Mancha vermutlich 68 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Todesopfer könne steigen, wurde sie im staatlichen TV-Sender RTVE zitiert. Emiliano García-Page, Präsident der Region Kastilien-La Mancha meldete zudem 80 Verletzte, wovon 50 schwer verletzt seien.

Bei dem Unglück auf der 472 km langen und 1992 eröffneten Schnellfahrstrecke Madrid-Sevilla nahe Urda in der Provinz Toledo entgleisten mehrere Waggons eines Frecciarossa 1000 (ital. für Roter Pfeil bzw. ETR 1000) des privaten Bahnunternehmens Iryo . An Bord befanden sich 147 Fahrgäste. Zwei ETR 1000-Waggons stürzten einen Bahndamm hinunter. Der zweite Zug, ein Velaro E (Baureihe 103) von Siemens Mobility stammt von der staatlichen Bahngesellschaft Renfe. In diesem dem deutschen ICE 3 ähnlichen Triebzug befanden sich 397 Reisende. Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, so der spanische Bahnnetzbetreiber Adif. 

Schweres Zugunglück in Spanien am Mittwochmorgen. Foto: Carlos Rosillo

Der Unfall ereignete sich laut spanischen Medien am Mittwochvormittag kurz vor 09 Uhr. Ein Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus Adif-Kreisen. 

Die Ursache ist noch nicht abschließend geklärt. Erste Erkenntnisse lassen auf menschliches Versagen schließen. So standen laut „El País“. den Untersuchungen zufolge acht Highspeed-Züge  am Morgen aufgrund einer Störung nahe dem Bahnhof Urda still. Fast alle erhielten die Freigabe zur Weiterfahrt, nur der Iryo ETR 1000 nicht. Zugleich näherte sich jedoch der AVE-Hochgeschwindigkeitszug von Renfe mit zunächst niedriger Geschwindigkeit. Dieser erhielt soll kurz vor dem Aufeinandertreffen beider Superzüge versehentlich von einem Zugsteuerer aus der Zug-Leitstelle in Madrid die Anweisung, zu beschleunigen, obwohl der Iryo-Zug noch das Gleis belegte, so „El País“ weiter. Der Triebfahrzeugführer des spanischen ICE 103 leitete, als er den roten ETR 1000 vor sich sah, noch eine Schnellbremsung ein, konnte dadurch aber eine Kollision nicht mehr verhindern.

Rafael Escudero, Generalsekretär der Eisenbahnergewerkschaft, mahnte, nicht vorschnell über die Ursache des Unglücks zu spekulieren. Er forderte „dringende Aufmerksamkeit“ für die Eisenbahnstrecke, auf der es zu Beginn des Jahres bereits einen dramatischen Unfall gegeben hatte (wir berichteten). Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug nahe Adamuz (Córdoba) und stieß mit einem entgegenkommenden Zug der Renfe zusammen. Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt.

Escudero vermutet Mängel in der Infrastruktur und betont, dass die Gewerkschaften schon seit Längerem eine Überprüfung der Hochgeschwindigkeitstrasse Madrid-Sevilla fordern.

Betreuungszentren. Im Bahnhof Atocha sowie in Sevilla wurden Betreuungszentren für Angehörige eingerichtet; zudem wurde eine Hotline (900 10 10 20) geschaltet. Die Regierung und die politischen Parteien haben ihre Termine für den heutigen Tag abgesagt.

Am Bahnhof Madrid Atocha werden derzeit Angehörige der Passagiere aus den beiden verunglückten Zügen betreut, erklärte Pascual Galera, stellvertretender Generaldirektor für Zivilschutz der Autonomen Gemeinschaft Madrid. „Die Koordination ist im Moment schwierig; wir stehen zwar in Kontakt mit der Region Kastilien-La Mancha, doch die Koordination vor Ort erfolgt von dort aus. Hier (in Atocha) bieten wir einen psychosozialen Betreuungsdienst für Angehörige an, die sich an uns wenden können. Es kommen bereits einige, aber nur nach und nach“, berichtete er vom Bahnhof aus. Die Anlaufstelle befindet sich an einer der Seiten des Bahnhofs, und zwar an der Seite, die zur Straße „Calle de Méndez Álvaro“ hin liegt.

Dort sind Mitarbeiter des Rettungsdienstes Summa 112 sowie etwa 20 bis 25 weitere Einsatzkräfte anwesend, die bei Bedarf zur Verfügung stehen. Die meisten Angehörigen haben sich jedoch direkt zum Unfallort begeben. „Hier unterstützen wir sie dabei, zum Unfallort zu gelangen, oder bieten ihnen die notwendige Betreuung an. Momentan sind Angehörige von Passagieren beider Züge vor Ort, aber ich kann keine genaue Zahl nennen, da laufend weitere Personen eintreffen“, erläuterte Galera. Er fügte hinzu, dass es sich sowohl um Angehörige aus Madrid als auch aus anderen Städten handelt. Bisher gab es keine Anfragen für einen Transport zum Unfallort. „Die Schwierigkeit besteht darin, zu ermitteln, woher diese Angehörigen kommen. Die Passagiere der beiden Züge waren von Madrid aus gestartet. Wir gehen davon aus, dass die meisten aus Madrid stammen – deshalb haben wir dieses Betreuungszentrum für Angehörige hier eingerichtet –, aber wir wissen nicht genau, woher die Reisenden kommen.“

Auch die Eisenbahnunternehmen Renfe und Iryo haben ihre Notfallprotokolle sowie Maßnahmen zur Betreuung der Betroffenen aktiviert. Renfe hat einen Krisenstab eingerichtet und einen Unterstützungsplan für Unfallopfer und deren Angehörige in Kraft gesetzt. Zur Koordination der Hilfsmaßnahmen hat das Unternehmen die kostenlose Hotline 900 10 10 20 für Betroffene und deren Angehörige freigeschaltet. Iryo hat seinerseits die Nummer 900 001 403 eingerichtet, um Betroffenen bei der Informationssuche zu helfen und die erforderliche Unterstützung zu leisten.

Verletzte in Kliniken gebracht. Wie die Regierung der Region Kastilien-La Mancha mitteilte, befinden sich derzeit 33 Verletzte in verschiedenen Krankenhäusern der Region: 21 in Toledo, 8 im Krankenhaus Mancha Centro in Alcázar de San Juan, 3 in Ciudad Real und 1 in Albacete. In Toledo sind die Zufahrtsstraßen in der Umgebung des Krankenhauses gesperrt.

Iberia reagiert. Infolge des Zugunglücks in Urda (Toledo) hat Iberia die Höchstpreise für alle Flüge von oder nach Andalusien bis zum 8. November begrenzt. Die Flugpreise sind demnach auf maximal 99 Euro pro Strecke in der Touristenklasse und 149 Euro in der Business-Class gedeckelt. Dies bestätigte die Fluggesellschaft, die zudem flexiblere Regelungen für Passagiere eingeführt hat, deren Reisepläne durch den Vorfall beeinträchtigt wurden. Für die Änderung von Flugtickets steht die Telefonnummer 900 111 500 zur Verfügung.

„Ich stehe in ständigem Kontakt mit dem Verkehrsminister und dem Präsidenten von Kastilien-La Mancha. Die Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen und ihre Sicherheit in Abstimmung mit allen zuständigen Behörden zu gewährleisten“, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sei bestürzt und sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus. Regionalpräsident Emiliano García-Page sagte vorerst alle Termine ab und machte sich auf den Weg zum Unglücksort. Quelle: El País“ / CM

Euroairport: Modernisierung und Erweiterung

Die Regierungsräte der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die französische Zivilluftfahrtbehörde DGAC haben der landseitigen Erweiterung des Terminals des Euroairport zugestimmt. Die Terminalerweiterung ist Teil eines mehrjährigen Investitionsprogramms. Der Beginn der Bauarbeiten ist für 2027 vorgesehen.

Im Rahmen eines mehrjährigen Investitionsprogramms investiert der Flughafen über einen Zeitraum von sieben Jahren insgesamt mehr als 600 Mio. Euro in unterschiedliche Infrastrukturprojekte. Rund die Hälfte dieser Mittel ist für Maßnahmen zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität vorgesehen.

Zentrum des Programms bildet die landseitige Erweiterung des Terminals mit einem Investitionsvolumen von gut 157 Mio. Euro. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur zu modernisieren, die betrieblichen Abläufe zu optimieren und die Service- und Aufenthaltsqualität für Passagiere sowie Besucher zu steigern. Mit der landseitigen Terminalerweiterung werden keine zusätzlichen Kapazitäten zur Abfertigung von Flugzeugen geschaffen. Die Finanzierung erfolgt vollständig durch den Euroairport selbst.

Der Euroairport wird erweitert und modernisiert. Foto: Euroiairport

Das Projekt umfasst einen Neubau mit einer Gesamtfläche von rund 14.000 m2 an der öffentlich zugänglichen Ostfassade des Terminals sowie umfassende Renovierungsarbeiten auf rund 15.000 m2 im bestehenden Gebäude.

Künftig sollen die Sicherheitskontrollen in einem neuen Gebäude zusammengeführt und die Passagierwege einfacher und intuitiver gestaltet werden. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen geschaffen, um das gastronomische Angebot und den Duty-Free-Bereich attraktiver zu gestalten. Im Zuge der Arbeiten wird zudem die Zufahrt zum Terminal neu organisiert.

Der Beginn der Bauarbeiten ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen, der Abschluss gegen Ende 2031. Bei Planung und Umsetzung wird Wert auf eine hochwertige und nachhaltige Infrastruktur gelegt. Im Visier sind u.a. eine hohe Energieeffizienz und ein möglichst niedriger CO2-Fussabdruck des Gebäudes gezielt zu minimieren.  Quelle: EuroAirport / CM

Trendreport von BCD Meetings & Events

Geopolitische Unsicherheiten, Klimarisiken, anhaltender Kostendruck und die rasante Entwicklung der KI (Künstliche Intelligenz) verändern die Rahmenbedingungen für Meetings und Events. Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, Veranstaltungen widerstandsfähiger zu gestalten, ihre Wirkung nachzuweisen und Investitionen gezielter zu steuern. Zu diesem Ergebnis kommt die zehnte Ausgabe des jährlichen Trend Reports „Meetings & Events Trends 2027“ von BCD Meetings & Events (BCD M&E). 

Der Report identifiziert vier Entwicklungen, die die Branche im Jahr 2027 besonders prägen werden:

• Resilienz wird zum festen Bestandteil der Planung

•Künstliche Intelligenz entwickelt sich vom Experiment zum Geschäftsnutzen

•Aufmerksamkeit und Vertrauen müssen verdient werden

•Meetings und Events werden zur strategischen Investition

Neben den vier zentralen Trends beleuchtet der Report auch regionale Entwicklungen in den wichtigsten Märkten weltweit:

•APAC: Wachstum in Indien, China und aufstrebenden Destinationen Südostasiens, während Kosten- und Nachhaltigkeitsfragen die Planung zunehmend beeinflussen.

•EMEA: Robuste Nachfrage bei gleichzeitig wirtschaftlicher, regulatorischer und geopolitischer Unsicherheit.

•LATAM: Größere Bedeutung von Flexibilität und erlebnisorientierten Programmen.

•NORAM: Stabile Nachfrage bei gleichzeitig steigendem Druck, den geschäftlichen Nutzen von Veranstaltungen nachzuweisen.

•UK: Fokus auf Effizienz, Flexibilität und den Nachweis des geschäftlichen Mehrwerts von Eventinvestitionen.

Destinationen im Blick für 2027: Der Report hebt zudem fünf Destinationen hervor, die Veranstaltungsplaner im Jahr 2027 besonders beobachten sollten: Phú Quốc (Vietnam), Bilbao und San Sebastián (Spanien), Panama-Stadt (Panama), Big Sky (Montana, USA), Bath (Vereinigtes Königreich).

Download des Reports: https://bcdme.com/de-de/trends-bei-meetings-und-events/ Quelle: BCD Meetings & Events  / CM

Corrado Simontacchineuer Vorsitzender von BT4Europe 

Auf seiner Jahreshauptversammlung hat BT4Europe Corrado Simontacchi zum neuen Vorsitzenden gewählt; sein Mandat beginnt im Januar 2027.  Er folgt auf Patrick Diemer, der während seiner fünfjährigen Amtszeit die gemeinsame Stimme des Verbands für die europäische Geschäftsreisebranche etabliert und gestärkt hat.

Corrado Simontacchi verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung in den Bereichen Finanzen, Strategie, Marketing, Lieferkette und Beschaffung – darunter ein Jahrzehnt in der Leitung eines globalen Geschäftsreiseprogramms.  Als langjähriges Vorstandsmitglied der Belgian Association of Travel Management (BATM) – seit mehr als 20 Jahren – hat er maßgeblich zur Entwicklung von deren Organisationsstruktur, Managementprozessen und Governance beigetragen.

Da Simontacchi BT4Europe bereits seit der Gründungsphase unterstützt, übernimmt er den Vorsitz mit einem klaren Ziel: auf den bisherigen Erfolgen des Verbands aufzubauen, dessen Einfluss in Europa weiter zu stärken und den Mitgliedsverbänden einen noch größeren Mehrwert zu bieten.

Unter der Führung von Patrick Diemer hat BT4Europe die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Verbänden für Geschäftsreisen gestärkt und die Sichtbarkeit des Verbands bei europäischen politischen Entscheidungsträgern sowie Akteuren der Branche erhöht.

Durch die Arbeit des Verbands wurden die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden und Einkäufern von Geschäftsreisedienstleistungen in die europäischen Diskussionen zu Themen wie Verwaltungsvereinfachung, Nachhaltigkeit und die wirtschaftliche Bedeutung von Geschäftsreisen eingebracht. Dazu gehören u.a.  der beharrliche Einsatz für den Abbau von bürokratischem Aufwand im Zusammenhang mit der A1-Bescheinigung, das Eintreten für einheitliche und vergleichbare Emissionsdaten sowie Bemühungen, die wirtschaftliche Bedeutung von Geschäftsreisen für Europa durch fundierte Belege zu untermauern.

Zu den Prioritäten von Corrado Simontacchi gehören die Stärkung der Verbandsstrukturen (Governance), die Förderung einer aktiven Beteiligung der Mitglieder, der Ausbau der Beziehungen zu den verschiedenen Interessengruppen sowie der Aufbau einer nachhaltigen und breit gefächerten Finanzierungsbasis. Quelle: BT4Europe / CM

Neu: C5 Aircross PRIME

Citroën erweitert die Modellpalette des C5 Aircross um das neue Top-Ausstattungsniveau PRIME. Die neue Version positioniert sich neben dem TEAM D Sondermodell und richtet sich an Kunden, die besonderen Wert auf Komfort, hochwertige Materialien und eine umfangreiche Serienausstattung legen. 

Der Citroën C5 Aircross PRIME wurde konsequent auf entspanntes Reisen und höchsten Alltagskomfort ausgelegt. Herzstück des Innenraums ist das hochwertige Ambiente „Hype Grey“ mit Citroën Advanced Comfort Sitzen in einer Kombination aus Kunstleder und Stoff. Fahrer- und Beifahrersitz verfügen über eine elektrische 10-Wege-Verstellung inklusive Memory-Funktion. Ergänzt wird dies durch eine Sitzheizung vorne, Sitzbelüftung sowie eine integrierte Massagefunktion.

Unterschiedliche Fahrerprofile lassen sich bequem speichern, während Massage- und Belüftungsfunktion gerade auf längeren Strecken für zusätzlichen Wohlfühlkomfort sorgen. Die breiten Citroën Advanced Comfort Sitze wurden speziell entwickelt, um Ermüdungserscheinungen auf langen Fahrten zu reduzieren.

Ambientebeleuchtung, ein Air-Quality-System mit Schadstoffsensoren, hochwertige Fußmatten, Alu-Pedale, eine Mittelarmlehne mit kühlbarem Staufach sowie die im Verhältnis 40:20:40 teilbare Rücksitzbank unterstreichen den Anspruch eines besonders komfortorientierten SUV. Zu den PRIME Highlights gehört das serienmäßige Panorama-Schiebedach mit elektrischem Sonnenrollo. 

Serienmäßig an Bord sind ein Head-up-Display, die VisioPark-360°-Kamera sowie das Drive Assist Paket 2.0 mit erweiterten Fahrerassistenzsystemen. Das serienmäßige Connect-Navigationssystem mit hochformatigem 13-Zoll-Touchscreen bietet zusätzlich vernetzte Navigation, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, natürliche Sprachsteuerung sowie einen Sprachassistenten mit ChatGPT-Unterstützung.

Bei den Elektroversionen gehört eine Wärmepumpe serienmäßig zum Lieferumfang. Sie verbessert insbesondere bei kühleren Temperaturen die Energieeffizienz des Fahrzeugs und kann dadurch zur Reichweitenoptimierung beitragen. Quelle: Citroën / CM

Fantastische neue Lounge in Seattle geplant

Der Seattle-Tacoma International Airport (SEA) bzw. Sea-Tac, erhält eine 1.486 m2 große „Chase Sapphire Lounge“. Die Lounge, die auf einer Investition von 70 Mio. US-Dollar durch Chase basiert, wird sich am Ende des Flugsteigs A (Concourse A) direkt neben der erweiterten „Delta One Lounge“ befinden.

Das Projekt „Chase Sapphire Lounge by The Club“ mit einem Investitionsvolumen von 70 Mio. US-Dollar wurde am Dienstag, 27. Oktober 2026, von der „Port of Seattle Commission“ genehmigt. Die unglaublich komfortable Lounge von Chase wird direkt neben dem Lounge-Komplex von Delta liegen – eine erfreuliche Nachricht für Reisende am Flugsteig A. 

Mit der Realisierung der neuen Lounge geht eine größere Umstrukturierung der Lounge-Flächen: Der „United Club“ zieht an den Flugsteig B um, und „The Club at SEA“ übernimmt die dadurch frei werdende Fläche. Chase wird diese Räumlichkeiten – die zuvor von „The Club at SEA“ genutzt wurden – übernehmen und im Rahmen eines 15-jährigen Mietvertrags für die erwähnten 70 Mio. US-Dollar ausbauen und einrichten. Ein konkretes Eröffnungsdatum wurde noch nicht genannt.

Die Chase Sapphire Lounges gehören zu den beliebtesten Lounges in den USA – und das aus gutem Grund. Mit erstklassigen Verpflegungsangeboten, voll ausgestatteten Bars inklusive individueller Cocktails, Kaffee, Desserts, Wellnessbereichen und vielem mehr bieten sie den idealen Rahmen, um vor einem Flug eine entspannte Zeit zu verbringen. Um einer Überfüllung entgegenzuwirken, hat Chase die Zugangsbedingungen verschärft.

Mit den entsprechenden Kreditkarten ist der Zutritt zu den Chase Sapphire Lounges kostenlos; zudem können bis zu zwei Gäste mitgenommen werden. Für weitere Gäste fällt eine Gebühr von 27 US-Dollar pro Person an, während Kinder bis einschließlich zwei Jahre kostenlosen Zutritt haben. Reisende, die über keine der genannten Karten verfügen, können einen Tagespass für 100 US-Dollar erwerben.

Chase ist das Privatkundengeschäft von JPMorganChase & CO. einer weltweit tätigen Bank mit einer Bilanzsumme von 4,9 Billionen US-Dollar (Stand: 31. März 2026). In Deutschland wird Chase von J.P. Morgan SE betrieben. Chase mit Standort in Berlin bietet Kunden in Deutschland digitale Banking-Angebote mit einer speziell für den deutschen Markt angepassten App. J.P. Morgan SE ist eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea), eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main. J.P. Morgan SE ist zugelassen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und gemeinsam beaufsichtigt durch die BaFin, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Deutsche Bundesbank (Bundesbank).

 Chase ist am 20. Mai 2026 auch in Deutschland mit seiner neuen Digitalbank in Deutschland gestartet. Hier zu Lande wird sie von der J.P. Morgan SE betrieben. Das erste Produkt ist ein gebührenfreies Tagesgeldkonto, das einen attraktiven Zinssatz mit einem rein digitalen Banking-Erlebnis verbindet.  Mit den Cahase Kresitkarten , z.B. CHASE SAPPHIRE PREFERRED®, Chase Saphire Reserved u.a. m. kann man die neue Lounge kostenfrei nutzen. Que..e J.P. Morgan SE / Sea-Tac / CM

Lufthansa und Fraport eröffnen „Gate of the Future“ 

Am Frankfurter Flughafen erproben die Lufthansa und der Flughafenbetreiber Fraport das «Gate of the Future». Das Pilotprojekt am Abflug-Gate A16 bricht mit alten Standards.

Ein optisch gänzlich neu gestaltetes Abflug-Gate, Möbel, die an eine Lounge erinnern, flexible Arbeitsbereiche, Live-Updates zum Abflug auf großflächigen Info-Screens, Boarding-Personal, das im Gate unterwegs ist und auf die Kunden zugeht sowie interaktivere digitale Angebote – das ist das „Gate of the Future“ A16 im Terminal 1 am Flughafen Frankfurt.

Es soll kein stundenlanges Anstehen vor verstaubten Schaltern geben, keine unübersichtlichen Durchsagen und sterile Wartebänke: Wer neuerdings im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt am Gate A16 auf seinen Abflug wartet, findet sich in einer völlig veränderten Szenerie wieder.

Gate A16 am Flughafen Frankfurt ist komplett neu gestaltet – als Reallabor. Foto: Fraport

Mit einem komplett neu gestalteten und einzigartigen Gate-Bereich wollen Lufthansa und Fraport gemeinsam erproben, wie sie künftig den Kunden einen noch besseren Service, ein schnelleres und reibungsloseres Boarding und somit ein positiveres Reiseerlebnis beim Abflug bieten können.

Die wohl auffallendste Veränderung betrifft das Boarding-Personal. Der klassische, raumgreifende Gate-Counter gehört weitgehend der Vergangenheit an und wurde auf einen einzigen Arbeitsplatz reduziert. Stattdessen bewegen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frei im Wartebereich und gehen aktiv auf die Passagiere zu. Ausgestattet mit Tablets – auf denen verschiedene Boarding-Systeme unter einer Benutzeroberfläche gebündelt sind – hilft das Team direkt vor Ort bei Umbuchungen, Sitzplatzwünschen, Upgrades oder allgemeinen Fragen. Selbst automatische Gate-Durchsagen lassen sich über die Mobilgeräte zentral und flexibel steuern.

Neue Services und Ausstattung am Gate A16. Das neue „Gate of the Future“ beeindruckt auf den ersten Blick durch großflächige Wandmonitore und 360-Grad-Displays. Dort finden sich Informationen zu Abflugzeit und Boarding-Status sowie Handgepäckhinweise und aktuelle Live-Informationen zu Gate-Änderungen. Ziel ist es, die Gäste umfassend und schnell über alle relevanten Fakten zu informieren, damit sie ihre Zeit am Gate bestmöglich nutzen können. Über QR-Codes erhalten die Flugreisenden zudem direkten Zugang zu allen digitalen Self-Services wie den Link zur Lufthansa App.

Neu ist auch, dass das Boarding-Personal mobil im Gate unterwegs ist und auf die Kunden zugeht, um sie bei Umbuchungen, Sitzplatzreservierungen, Upgrades oder sonstigen Fragen zu unterstützen. Der Counter ist auf einen Arbeitsplatz reduziert. Die mobilen Betreuer sind mit Tablets ausgestattet, über die sich verschiedene Boarding-Systeme gebündelt über eine intuitive Benutzeroberfläche bedienen lassen. So hat das Personal schnell und ohne Umwege alle nötigen Informationen verfügbar, um beispielsweise zentral automatische Ansagen am Gate zu steuern.

Neben den digitalen Angeboten und der persönlichen Betreuung ist auch die Optik des Gate-Bereichs neu gestaltet. Gäste erhalten am Gate A16 die Möglichkeit in flexiblen Working Cubes zu arbeiten, die mehr Privatsphäre und Ruhe ermöglichen. Die Möbelausstattung, zum Beispiel mit gemütlichen Sofas sowie ausgewählte Kunstwerke erinnern eher an eine Lounge, als an einen klassischen Wartebereich. Damit bietet das Gate eine Atmosphäre für einen komfortablen Aufenthalt.

Perspektiven für die Weiterentwicklung am Standort Frankfurt. Mit dem Gate A16 wollen Lufthansa und Fraport testen, welche neuen Services die Kunden besonders begeistern. Die Erfahrungen dienen als wichtige Entscheidungsgrundlage, welche Elemente des neuen Angebots auch in anderen Bereichen und Gates angewendet werden können.

Nach einem Sommer mit den besten Pünktlichkeitswerten seit 2016, den beide Partner gemeinsam gemeistert haben, soll Frankfurt als Hub mit den besten Verbindungen und der größten Konnektivität in Europa weiter wachsen. Innovationen wie das „Gate of the Future“ spielen dabei eine zentrale Rolle. Quelle: Fraport / CM