Der Umsatz der britischen InterContinental Hotels Group PLC (IHG Hotels & Resorts) mit Einzelübernachtungen stieg im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 4 %. Haupttreiber war ein Anstieg des durchschnittlichen Tagespreises um 3,9 %, wie das Unternehmen mitteilte. Während die Geschäfte, insbesondere mit Firmenkunden in den meisten Regionen gut laufen, kann man dies von den GCC-Ländern und Großbritannien nicht sagen.
IHG-CEO Elie Maalouf bezeichnete die Nachfrage nach Geschäftsreisen als „stark“, insbesondere in Nord- und Südamerika. Dort stieg der Umsatz mit Einzelübernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 6 %, das Gruppengeschäft legte um 12 % zu. Maalouf führte das Wachstum auf Investitionen US-amerikanischer Unternehmen in Technologie, Rechenzentren, Energie, Pharmazeutika, Fertigung und Bauwesen sowie auf Investitionen der US-Regierung in die Verteidigung zurück.

„Die Stimmung im Bereich Geschäftsreisen ist allgemein positiv, und davon profitieren wir“, sagte er während einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen.
Das Unternehmen meldete einen Anstieg des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr für sein gesamtes globales Portfolio. Die stärkste Wachstumstreiber war die Nachfrage von Gruppenbuchungen mit einem Plus von 10 % gegenüber dem dritten Quartal 2025. Maalouf erklärte, dass Tagungen und Veranstaltungen für Unternehmen die Hälfte der gesamten Gruppennachfrage von IHG ausmachen.
IHG-Finanzchef Michael Glover fügte hinzu, dass das Gruppengeschäft „sehr stark“ sei und weiterhin im mittleren einstelligen Bereich wachse. „Es sieht so aus, als würden weiterhin Gruppenbuchungen eingehen, und zwar branchenweit und in allen Regionen“, sagte er.
IHG-Kennzahlen für das dritte Quartal: Der unternehmensweite RevPAR stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 % auf 97,16 US-Dollar. Dies ist auf einen Anstieg des durchschnittlichen Tagespreises (ADR) um 3,9 % auf 134,92 US-Dollar und eine um 0,9 Prozentpunkte höhere Auslastung auf 72 % zurückzuführen.
In Nord- und Südamerika stieg der RevPAR im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 % auf 108,36 US-Dollar. Der ADR erhöhte sich um 3,9 % auf 146,64 US-Dollar, während die Auslastung um 2,1 Prozentpunkte auf 73,9 % zunahm.
In Europa, dem Nahen Osten und Afrika stieg der RevPAR im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 5 %auf 153,86 US-Dollar. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) erhöhte sich um 4,1 % auf 153,86 US-Dollar, während die Auslastung um 0,6 Prozentpunkte auf 75,5 % zulegte.
In Großbritannien stieg der RevPAR um 2,8 % und in Kontinentaleuropa um 3,8 %. In Ostasien und im Pazifikraum legte er um 8,4 % zu, während er im Nahen Osten nach einem Rückgang von 19 % im Vorquartal weitgehend stagnierte. Die sechs GCC-Staaten (Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain) verzeichneten hingegen aufgrund ihrer Nähe zum Iran, das sich im Krieg mit den USA befindet, einen RevPAR-Rückgang von 12 %. In Großchina sank der RevPAR im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % auf 41,73 US-Dollar. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) ging um 0,8 % auf 67 US-Dollar zurück, während die Auslastung um 1,6 Prozentpunkte auf 62,3 % sank.
„Der Konflikt im Nahen Osten ist zwar nicht mehr so angespannt wie im März oder April, aber er ist noch nicht beigelegt“, sagte Maalouf im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen. „Die Region macht nur 5 % unseres Geschäfts aus … und wir freuen uns, dass 95 % unseres Geschäfts sehr gut laufen und dies kurzfristig kompensieren. Wir sind fest davon überzeugt, dass der Nahe Osten nach einer Lösung wieder auf seinen Wachstums- und Erfolgskurs zurückkehren wird.“
Viele Neueröffnungen und Pläne. IHG eröffnete im dritten Quartal 92 Hotels und unterzeichnete Verträge für weitere 164 Hotels mit insgesamt 21.100 Zimmern. Die Entwicklung verteilte sich laut Maalouf „weitgehend gleichmäßig“ auf Neubauten und Umwandlungen bestehender Hotels. Zum Ende des dritten Quartals umfasste das weltweite Portfolio des Unternehmens 7.186 Hotels mit mehr als 1 Mio. Zimmern. Die Projektpipeline belief sich zum 30. September auf 2.426 Hotels mit 353.000 Zimmern, ein Plus von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Quelle: IHG / CM






