USA: Streit um Privatisierung der Flughafensicherheit

Die größte Flugbegleitergewerkschaft der Vereinigten Staaten – Association of Flight Attendants (AFA-CWA) –  lehnt die Ernennung von David Cummins zum Leiter der Transportsicherheitsbehörde (TSA), einem ehemaligen Vizepräsidenten des britischen Outsourcing-Riesen Serco, weiterhin entschieden ab.

Cummins befürwortet die Ausweitung der Privatisierung wichtiger TSA-Funktionen an Flughäfen im ganzen Land, u.a. durch das bestehende Screening Partnership Program (SPP) und das TSA Gold+ Programm. Derzeit nutzen nur etwa 20 bis 22 Flughäfen in den USA das SPP-Programm. Anfang des Jahres kündigte die Trump-Regierung jedoch an, durch die Ausweitung des SPP-Programms auf weitere Flughäfen Millionen von Dollar im TSA-Budget einsparen zu wollen.

Obwohl die SPP-Sicherheitsdienstleister weiterhin vom Bund finanziert werden, stammen die Gelder aus bestehenden Bundesverträgen und nicht aus direkten jährlichen Haushaltsmitteln. Das bedeutet, dass Flughäfen mit SPP-Sicherheitspersonal von Haushaltssperren nicht betroffen sind. Dies bedeutet auch, dass die von SPP-Auftragnehmern beschäftigten Sicherheitskräfte nicht von der TSA-Gewerkschaft, der American Federation of Government Employees (AFGE), vertreten werden.

In den USA ist ein Streit um die Privatisierung der Flughafensicherheit entbrannt. Foto: TSA

San Francisco, Kansas City und Orlando gehören zu den größten Flughäfen, die derzeit private Sicherheitsdienste anstelle von TSA-Beamten einsetzen. Der Flughafen Atlanta Hartsfield, verkehrsreichster Airport der Welt, wurde kürzlich nach einem Beschluss des Stadtrats von Atlanta angewiesen, einen Wechsel zu privaten Sicherheitsdiensten zu prüfen.

„Vor 25 Jahren wurde die TSA unmittelbar nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 gegründet. Ich war dabei. Ich habe meine Freunde verloren“, schrieb Sara Nelson, Präsidentin der Association of Flight Attendants (AFA-CWA), in einem Brief an den Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr, der für die Bestätigung von Cummins zuständig ist.

„Mehrere der von Herrn Cummins während seiner Anhörung am 16. Juli 2026 geäußerten Positionen untergruben die öffentliche Sicherheit und die nationale Sicherheit“, fuhr Nelson fort. „Seine Ansichten, die eine Privatisierung der TSA durch den Ausbau des Screening Partnership Program und die Abschaffung des Tarifverhandlungsrechts befürworten, drohen insbesondere, jahrzehntelange, entscheidende Fortschritte im Bereich der Flugsicherheit zunichtezumachen. Diese Fortschritte sind grundlegend für den Schutz der US-amerikanischen Luftfahrt und der von uns betreuten Gemeinden.“

„Wir erinnern uns noch gut an die gefährliche Realität der Flugsicherheit vor dem 11. September, die auf einem uneinheitlichen Netzwerk privater Sicherheitsdienstleister beruhte. In diesem privatisierten Modell variierten die Kontrollstandards von Flughafen zu Flughafen enorm, getrieben von wirtschaftlichen Interessen und Kostensenkungsmaßnahmen statt von nationalen Sicherheitsrichtlinien.“ Nelson fügte hinzu: „Die Privatisierung der Flughafenkontrollen durch das Screening Partnership Program (SPP) bringt Gewinnstreben in ein System ein, das absolute öffentliche Rechenschaftspflicht erfordert. Die Rückkehr zu privaten Sicherheitsdiensten gefährdet die Passagiersicherheit und führt zu inakzeptablen Schwachstellen in unserer nationalen Verteidigung.“ Die AFA lehnt jede Form der Privatisierung der Flughafensicherheit, sei es eine Teil- oder eine vollständige Privatisierung, entschieden ab.

Anfang dieser Woche reichte die AFGE im District of Columbia Klage ein, um die TSA zur Beantwortung einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (Freedom of Information Act, FOIA) bezüglich SPP und TSA Gold+ zu zwingen. Die Klage wirft der TSA vor, die gesetzliche Frist für die Anfrage ignoriert und gleichzeitig weiterhin Flughäfen von der Privatisierung ihrer Sicherheitsdienste überzeugt zu haben.

Die AFGE behauptet, die Trump-Regierung versuche, private Anbieter mit lukrativen Sicherheitsverträgen zu überhäufen, während sie ihre eigenen Beamten im Dunkeln lasse.

Wie funktioniert die Flughafensicherheit in anderen Ländern? International ist es nichts Ungewöhnliches, dass private Sicherheitsfirmen mit der Durchführung der Sicherheitskontrollen an Flughäfen beauftragt werden. Private Sicherheitsdienste sind an Airports in ganz Europa, Großbritannien und sogar im Kanada weit verbreitet. Obwohl die privaten Unternehmen die Sicherheitskräfte beschäftigen und die Kontrollgeräte bezahlen, müssen sie strenge, kontinuierlich überprüfte Standards einhalten. Nationale Sicherheitsbehörden legen die Regeln fest, und es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den Regierungsbehörden.

In vielen Ländern mit strengen Arbeitsgesetzen sind auch private Sicherheitskräfte gewerkschaftlich organisiert und können, ähnlich wie die Mitglieder der TSA über die Gewerkschaft AFGE, die Arbeit niederlegen, um bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu erreichen. In vielerlei Hinsicht nehmen die Vereinigten Staaten eine Sonderstellung ein, da die Flughafensicherheit auf Bundesebene organisiert ist. Es gibt keine überzeugenden Beweise dafür, dass dieses System besser oder sicherer ist als die Beauftragung privater Unternehmen für dieselbe Aufgabe. Quelle: AFA-CWA / CM

Ex-Flugbegleiter erschlich sich zig Freiflüge

Ein ehemaliger Flugbegleiter hat sich schuldig bekannt, drei große US-Fluggesellschaften betrogen zu haben. Er benutzte einen gefälschten Pilotenausweis, um Hunderte von Freiflügen durch sogenannte „Non-Rev“-Privilegien zu erhalten. 

Der 33-Jährige DK wurde im Januar von einer Grand Jury in Hawaii angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, sich als Pilot ausgegeben zu haben, um mit einer „Catch Me If You Can“-Masche kostenlos um die Welt zu reisen.

Laut Gerichtsakten arbeitete DK bis 2019 als Flugbegleiter für eine Fluggesellschaft mit Sitz in Toronto. Während seiner Zeit als Mitglied des Kabinenpersonals hatte er legalen Zugang zu kostenlosen oder vergünstigten Tickets, die in der Branche als „Non-Rev“-Vergünstigungen (nicht umsatzabhängig) bekannt sind, da die Fluggesellschaften mit diesen Tickets keinen Gewinn erzielen. Nach seiner Kündigung als Flugbegleiter nutzte DK angeblich sein Wissen über die Funktionsweise dieser Vergünstigungen, um sich als Pilot auszugeben und weiterhin kostenlose Flüge von drei großen US-amerikanischen Fluggesellschaften zu erhalten. Obwohl die Staatsanwaltschaft die Namen der drei von Dallas betrogenen Fluggesellschaften bewusst zurückhält, geben die Gerichtsakten deren Sitze preis.       1. Die erste Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Honolulu, dem Heimatflughafen von Hawaiian Airlines. 2. Die zweite Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Chicago, dem Hauptsitz von United Airlines. 3. Die dritte Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Fort Worth, dem Hauptsitz von American Airlines.

Um Freiflüge von diesen Fluggesellschaften zu erhalten, soll DK angeblich auch einen Jumpseat im Cockpit beantragt haben – ein besonderes Privileg, das normalerweise nur aktiven Piloten vorbehalten ist.

2024 legte DK jedoch einem Flughafenmitarbeiter einer der von ihm betrogenen Fluggesellschaften den gefälschten Pilotenausweis vor. Der Mitarbeiter hegte Zweifel an dessen Echtheit, fotografierte den Ausweis und meldete seinen Verdacht. Nachdem festgestellt worden war, dass DK tatsächlich kein Pilot der Fluggesellschaft war, für die er vorgab zu arbeiten, wurden die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. DK wurde schließlich in Panama aufgespürt, wo ein Haftbefehl gegen ihn erlassen und er an die Vereinigten Staaten ausgeliefert wurde.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich „hunderte Freiflüge“ erschlichen zu haben. Zwar weiß niemand, wie lange die Gaunereien schon währten,  gab DK at Dallas an, dass sie von Januar 2020 bis Oktober 2024 stattfanden.

„Reisesicherheitsbestimmungen tragen zur Sicherheit unserer Bürger und Besucher bei, und jeder, der gegen diese Bestimmungen verstößt, muss mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen“, kommentierte US-Staatsanwalt Ken Sorenson, nachdem DK sich des Betrugs schuldig bekannt hatte. „Wir danken unseren Partnern bei den Strafverfolgungsbehörden, insbesondere bei Homeland Security Investigations und im Ausland, für ihre Unterstützung bei der Überführung dieses Betrügers“, fügte Sorenson hinzu. Dem Ex-Flugbegleiter drohen nun bis zu 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar. Die Urteilsverkündung ist für den 8. Dezember 2026 angesetzt. Im Rahmen seiner Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft hat der Täter zugestimmt, den drei betroffenen Fluggesellschaften eine Entschädigung zu zahlen. Die Höhe der Entschädigung wird in der Urteilsverkündung festgelegt. Quelle: CM

CUPRA Born 170 kW mit 79 kWh-Akku im CM-Test

Der spanische Seat- Performance-Ableger Cupra hat seinen kompakten Stromer Born aufgewertet. Neben einer attraktiveren Optik bietet das Modell mehr Reichweite, Matrix-LED-Licht, ein größeres Fahrerdisplay und mehr haptische Tasten. Der Born ist schon lange ein höchst beliebtes Elektroauto in Deutschland, bei privaten wie gewerblichen Haltern. Wir fuhren den Das Born-Update mit 170 kW (231 PS) und 79 kWh-Akku. Der spanische Bruder des ID.3 ist im Grunde genommen die sportlichere aber auch attraktivere Variante. 

Im vorigen Jahr wurden deutschlandweit laut KBA 18.847 Cupra Born  der Vorgängergeneration zugelassen, weltweit verkauft wurden vom nobleren ID.3-Bruder 41.800 Einheiten. Gebaut im westsächsischen Werk Zwickau-Mosel erfuhr der Cupra Born in 2026 ein Update, das neben optischen Anpassungen auch einen weiterentwickelten Antrieb inklusive erhöhter Reichweite enthält. Unter der Motorhaube verrichtet zudem ein neuen APP-350-E-Motor die Arbeit. 

Exterieur. Unser Testmodell der „neuen Generation 2026 ff“ verfügt beim Exterieurdesign über attraktivere Front- und Heckschürzen sowie ein geändertes Scheinwerferdesign. Die „Sharknose“-Front, mach schon etwas her ebenso wie das beleuchtete Markenlogo am Heck. Von der Seite betrachtet +wirkt er in Bezug auf den VW-Bruder wie ein Ei dem anderen, also kaum ein Unterschied. Die Außenabmessungen sind wohl identisch mit dem Vorgänger. Identisch sind auch das Kofferraumvolumen (385 bis 1267 Liter) und die Zuladung (456 kg).

Interieur. Der Innenraum hinterlässt einen angenehmen Eindruck, wofür die hochwertigen und sehr ordentlich verbauten Materialien sorgen. Die Platzverhältnisse sind zumindest vorne auch für groß gewachsene Personen ausreichend. Die Sitze sind bequem und auch bei längeren Strecken ermüdungsfrei. Die Türgriffe sind beleichtet, ebenso die Slider zur Einstellung von Temperatur und Lautstärke unter dem Touchdisplay, die Lüftungsdüsen sind neu und, aufgepasst, am Lenkrad sind physische Bedientasten verbaut statt der vorherigen Touch- bzw. Haptik-Flächen. Die Fahrerinformationsanzeige ist klar und übersichtlich. Mit dem Knopf an der linken Seite des Lenkrads lassen sich die Fahrprogramme Comfort, Performance und Cupra einstelllen. Auffallend: Die Stufe Eco gibt es nicht. Man muss sie aber auch nicht vermissen, wenn man weiß, wie selbst sportliche BEV vom Schlage Cupra ökonomisch zu bewegen sind. Sprich, gefühlvoll starten, nicht ständig  die Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h auf der Autobahn ausreizen. 

Verbesserungswürdig erschien uns hingegen die Spiegeleinstellung. Denn der Einstellungsknopf  lässt sich komplett im Kreis drehen. Das Lichten als Anzeige wirkt wenig praktisch. Das ist es aber auch schon mit unserer Kritik.

Losfahren. Den Born starten wir am rechts an der Lenksäule, befindlichen An-Aus-Knopf (mit CUPRA-Logo), den es eigentlich gar nicht braucht; denn nach dem Anschnallen und Drücken des Bremspedals sowie der Wahl der Fahrstufe fährt der Wagen schon.  Übrigens jetzt auch mit One-Pedal-Driving und, man staune, auch mit Vehicle-to-Load-Funktion ((V2L), mit der externe Geräte wie E-Bikes oder Laptops mit Strom versorgt werden können. Eingeführt wurde der mobile Fahrzeugschlüssel (für bis zu vier Anwender), womit das Auto auch mit dem Smartphone entriegelt oder gestartet werden kann.sowie überarbeiteten Assistenzsystemen. 

Antrieb und Laden. Unser Testwagen Mit Heckantrieb soll laut Hersteller etwas sparsamer beim Stromverbrauch sein. Wir kamen mit ca. 15 kWh hin, ein wirklich guter Wert.  Fragezeichen gibt es natürlich, wie bei vielen anderen BEV auch, i n Sachen Reichweite , Die soll laut Hersteller soll bis zu 627 km betragen. Grund hierfür ist der effizientere APP350-Elektromotor auf der Hinterachse, der mehr Spitzendrehmoment liefert. Naja, bei der Reichweite ziehen wir mal mindestens 150 km ab. Wir kamen zwar auf mehr als 450 km bei sommerlich brutaler Hitze (teils Außentemperaturen > 40° C!), aber das sind nun mal keine 600 km. Die Ladeleistung gibt Cupra bei: AC mit 11 kW an, bei DC mit 183 kW.

In Bezug auf DC-Schnellladen gibt Cupra beim 79 kWh-Akku  eine Ladezeit (von 10 auf 80 % ) von 29 Minuten an, aber die Ladekurven sagen etwas anderes, denn der Verlust an Ladeleistung des Akkus bzw. der Stromfluss an Schnellladesäulen sprechen eine andere Sprache. Da kann man nach unserer Erfahrung schon ein Viertel Stündchen drauflegen.   

Preis: 45.990 Euro als Einstiegspreis für unseren gelifteten Cupra Born sind nicht gerade wenig. Aber das geht ja noch etwas ab. Denn die Bundesregierung fördert den Kauf oder das Leasing von rein batterieelektrischen Neufahrzeugen mit einer sozial gestaffelten Prämie von bis zu 6.000 Euro. Das Programm gilt rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026, und Anträge können online gestellt werden.

Antragsberechtigt sind aber nur Privatpersonen, die über ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von maximal 80.000 Euro verfügen. Die Einkommensgrenze verschiebt sich für bis zu zwei Kinder (unter 18 Jahren) um 5.000 Euro je Kind nach oben. Sie liegt bei Familien mit zwei oder mehr Kindern damit bei maximal 90.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für BEV. Für Familien erhöht sich die Förderung pro Kind um 500 Euro, bis zu 2 Kinder werden berücksichtigt. Erforderlich sind zur Online-Antragstellung jeweils die zwei aktuellsten Einkommensteuerbescheide für jede zum Haushaltsjahreseinkommen beitragende Person. Die Bescheide dürfen maximal drei Jahre alt sein. Maßgeblich hierfür ist das geprüfte Steuerjahr und nicht der Ausstellungszeitpunkt des Bescheides. Für Jahre, in denen eine gemeinsame steuerliche Veranlagung durchgeführt wurde, genügt jeweils der gemeinsame Einkommensteuerbescheid für beide Partner.

Wie fährt sich der Born?  Der Wagen bereitet im Alltagsbetrieb viele Fahrfreude. Er ist agil, sehr spurtreu und bietet guten Federungskomfort. Die Lenkung wirkt präzise, das Handling ist ein Kinderspiel. Auch auf langen Strecken ermüdet man dank der rückenfreundlichen Sitze nicht. Bei vernünftiger Fahrweise kommt man auf mehr als 450 km Reichweite. Wo Energie nachzuladen ist, erfährt man rechtzeitig und lässt sich im Display auch anzeigen. Alles in allem eine gute Empfehlung.  Schließlich noch das: Die Garantie für den Cupra Born beträgt fünf Jahre bzw.  max 150.000 km. Quelle: CM

Extrem-Hitze: Weiterhin Zugausfälle möglich

Die Hitzewelle Ende Juni 2026 hat gezeigt, wie stark extreme Wetterlagen den Bahnbetrieb beeinträchtigen können. Um die Stabilität des Gesamtsystems künftig besser zu sichern, wird die Betriebsführung bei angekündigten Hitzewellen mit Temperaturen über 35° C  frühzeitig eine allgemeine Empfehlung an betroffene Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) aussprechen, die Herausnahme von Verkehren abhängig von der regionalen Wetterlage und den betrieblichen Auswirkungen zu prüfen.

Die Entscheidung über konkrete Maßnahmen treffen Aufgabenträger und EVU eigenverantwortlich. Dieses Verfahren wird erstmals seit Donnerstag, den 30. Juli 2026, bundesweit angewendet. Die vorerst bis Donnerstag, 06. August 2026 geltende Regelung wird bis Freitag,  14. August 2026, verlängert. Ziel ist es, durch ein frühzeitiges, abgestimmtes Vorgehen Fahrzeuge, Personal und Betriebsabläufe besser planbar zu machen, den Zugbetrieb möglichst stabil und verlässlich aufrechtzuerhalten.. Die Regelung gilt für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV), den Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) sowie den Schienengüterverkehr (SGV). 

Die Entscheidung über notwendige Angebotsanpassungen treffen die jeweils zuständigen Aufgabenträger bzw. die EVU. So können die Maßnahmen abhängig von den regionalen Temperaturverhältnissen und der jeweiligen betrieblichen Auswirkungen gezielt umgesetzt werden. Quelle: DB InfraGo / CM

Aus START wurde DB Regio

Nach einem Vorstandsbeschluss der DB Regio AG wurde die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH zum 01. August 2026 vollständig in die DB Regio AG integriert. Der Betrieb soll dadurch zukünftig stabiler, wirtschaftlicher und zukunftsfähiger werden. 

Bestehende Verkehrsverträge wurden von der DB Regio AG übernommen und weitergeführt. Seit August 2026 läuft der Verkehr dann einheitlich unter dem Namen von DB Regio.

Für Fahrgäste bedeutet das: Züge fahren wie gewohnt, Leistungen bleiben bestehen und die erfahrenen Mitarbeitenden sind weiterhin im Einsatz. Die Mitarbeitenden der regionalen Geschäftseinheiten der Start werden 1:1 durch die jeweiligen Bereiche der DB Regio AG übernommen. Damit will DB Regio Wissen, Erfahrung und Kompetenzen erhalten und einen betrieblich stabilen Übergang sicherstellen.

Gleichzeitig nutzt DB Regio die Integration, um die Betriebsqualität zu verbessern. Schon während der vergangenen Monate liefen in einzelnen Regionen Maßnahmen an, um den Betrieb weiter zu stabilisieren. Beispielsweise unterstützt DB Regio mit zusätzlichen Lokführer:innen. Quelle: DB / CM

ICE Berlin-Paris-Berlin derzeit nicht möglich

Die Deutsche Bahn gab am Freitag, 07. August 2026, bekannt, dass die schnelle Direktverbindung von Berlin nach Paris und umgekehrt aufgrund technischer Probleme bis auf Weiteres nicht möglich is.t Reisende müssen in Deutschland (Frankfurt/M. Hbf oder Mannheim umsteigen. 

„Derzeit ist die ICE-Direktverbindung (Intercity-Express) Berlin–Frankfurt–Paris nicht vollständig verfügbar“, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn ohne anzugeben, wann die ICE-Verbindung zwischen beiden europäischen Hauptstädten wieder normal laufen könnte.

Nach Angaben des Bahnkonzerns sind diese Störungen auf „technische Probleme im Zusammenhang mit dem von Alstom gelieferten europäischen Zugsteuerungssystem“ zurückzuführen, das „für die ICE auf dieser Direktverbindung Berlin–Paris erforderlich ist“. Die Deutsche Bahn hat den französischen Bahntechnikhersteller Alstom aufgefordert, die Fehler unverzüglich zu beheben. (Geschäfts)Reisende können die ICE von Berlin nach Frankfurt nehmen und dort umsteigen in ICE nach Paris. Quelle: DB / CM

Škoda Auto  hat Peaq-Produktion gestartet

Škoda Auto hat in seinem Stammwerk in Mladá Boleslav die Serienproduktion des neuen elektrischen Škoda Peaq aufgenommen. Das große SUV wird auf derselben Produktionslinie gefertigt wie die vollelektrischen Škoda Elroq und Enyaq sowie der Verbrenner-Octavia.  

Diese Flexibilität ermöglicht eine hocheffiziente Produktion und erlaubt es dem Unternehmen, schnell auf sich ändernde Kundennachfrage zu reagieren. Der Peaq stößt seit seiner Markteinführung im Juni auf großes Interesse; bis Ende Juli gingen beim Automobilhersteller fast 8.500 Bestellungen ein. In den Top-Spezifikationen ist der Peaq mit der größten Batterie ausgestattet, die jemals in einem Škoda Fahrzeug verbaut wurde. Mit einer Bruttokapazität von 91 kWh bietet sie eine Reichweite von mehr als 640 km Škoda Auto produziert außerdem die Batteriesysteme für den Peaq in seinem neuen Montagewerk in Mladá Boleslav. Die Batteriezellen selbst kommen, wie niht anders zu vermuten, aus China. 

Der Peaq ist das vierte Modell, das derzeit auf der Produktionslinie im Stammwerk des Unternehmens in Mladá Boleslav gebaut wird. Die drei vollelektrischen Modelle werden zusammen mit dem Verbrenner Octavia Combi gebaut. Seit Mai dieses Jahres wird der Octavia Combi außerdem im Werk Kvasiny produziert, zusammen mit der Octavia Limousine. So kann Škoda Auto auf die Marktnachfrage und Störungen in den globalen Lieferketten reagieren, indem es den Produktionsmix zwischen Mladá Boleslav und Kvasiny flexibel anpasst.

Durch diesen Schritt wurden zudem Kapazitäten im Werk Mladá Boleslav für die wesentlich beliebteren und auch effizienteren Elektrofahrzeuge frei, die im ersten Halbjahr 2026 schon 23 %  aller in den tschechischen Werken produzierten Škoda Fahrzeuge ausmachten.

Der Peaq ist das größte Fahrzeug, das Škoda Auto seit seinem Beitritt in den Volkswagen Konzern produziert. Seine Einbindung in die bestehende Fertigungslinie erforderte erhebliche technische Anpassungen: Es wurden neue, größere Fertigungsschienen eingeführt, um die Ergonomie und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu verbessern, und für den Einbau der dritten Sitzreihe kam ein neuer Manipulator hinzu.

Das Presswerk, der Karosseriebau und die Lackiererei wurden gezielt modernisiert, um einen reibungslosen Materialfluss während des gesamten Produktionsprozesses zu gewährleisten. Der Škoda Peaq basiert wie der Enyaq und Elroq auf dem bewährten Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB+), was Produktionssynergien mit beiden bereits in Mladá Boleslav gebauten Modellen ermöglicht.

In den Top-Spezifikationen ist der neue Peaq mit der größten Batterie ausgestattet, die jemals in einem Škoda Elektrofahrzeug verbaut wurde. Die Batterie wird ebenfalls im Werk Mladá Boleslav produziert. Mit einer Bruttokapazität von 91 kWh (86 kWh netto) ermöglicht sie eine Reichweite von mehr als 640 km. Eine 63-kWh-Version (59 kWh netto) ist ebenfalls erhältlich. Kunden können zwischen drei Leistungsstufen von 150 kW bis 220 kW wählen, wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb. (Škoda Peaq 60 150 kW (204 PS): Stromverbrauch (kombiniert): 14,9 – 17,6 kWh/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km; CO2-Klasse: A; Škoda Peaq 90 210 kW (286 PS): Stromverbrauch (kombiniert): 15,1 – 17,7 kWh/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km; CO2-Klasse: A; Škoda Peaq 90x 4×4 220 kW (299 PS): Stromverbrauch (kombiniert): 16,0 – 18,6 kWh/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km; CO2-Klasse: A)

Mit einer Länge von 4,87 Metern und einem Radstand von fast 3 Metern ist der Peaq das größte und geräumigste SUV von Škoda und das erste Modell der Marke im Segment der großen SUVs. Als neues SUV-Flaggschiff von Škoda führt der Peaq mehrere für die Marke neue Merkmale ein, darunter bündig eingelassene Türgriffe und ein Panoramadach mit Dynamic Shade Control. Darüber hinaus bietet er bidirektionales Laden. 

Der neue Peaq ist ein wahrer Riese Fotos: Škoda Auto


Neben dem Peaq hat der tschechische Automobilhersteller den Epiq vorgestellt, einen urbanen Crossover in der Einstiegsklasse, der im spanischen Pamplona im Rahmen des Projekts ‚Electric Urban Car Family‘ der Brand Group Core des Volkswagen Konzerns produziert wird. Quelle: Škoda Auto / CM

Atemberaubend schöne A350-1000 von Starlux

Die taiwanesische Fluggesellschaft präsentiert sich stilvoll mit zwei Airbus A350-1000-Sondermodellen, die eine schimmernde „Liquid-Metal“-Lackierung (Flüssigmetall-Optik) des japanischen Künstlers Hajime Sorayama tragen.

Starlux baut ihr Langstreckennetz aus. Als Teil der wachsenden A350-1000-Flotte werden sie an Flughäfen in ganz Europa und Nordamerika für Aufsehen sorgen. Im Airbus-Werk Toulouse zeigten der Flugzeugbauer und die Airline die beiden Jets – „AIRSORAYAMA Silver“ und „AIRSORAYAMA Gold“. Anschließend ging es auf dem 14-stündigen Überführungsflug nach Taipeh.

Was auf Bildern glänzend und poliert wirkt, entfaltet in der Realität einen edlen Schimmer mit zusätzlicher Tiefenwirkung. So erinnert die „AIRSORAYAMA Silver“ weniger an spiegelndes Chrom als vielmehr an ein zurückhaltendes, gedämpftes Metallic-Grau – fast wie bei einem Stealth-Flugzeug der US-Airforce oder der Lackierung eines deutschen Premium-Autos. 

Starlux hatte Hajime Sorayama für dieses besondere Projekt zur Zusammenarbeit eingeladen; nach Angaben der Fluggesellschaft verbindet es zeitgenössische Kunst mit Industriedesign. Sorayama ist vor allem für seine verchromten, hochglanzpolierten Figuren bekannt, die er seit Jahrzehnten malt und als Skulpturen erschafft – stets geprägt von einer Ästhetik, die er selbst als „Liquid Metal“ (Flüssigmetall) bezeichnet.

Die AIRSORAYAMA-A350-Maschinen dienen Sorayama als 72 Meter lange Leinwand und stellten eine besondere Herausforderung dar. Bei der Lackierung handelt es sich um eine mehrfache Beschichtung auf Basis hochkonzentrierter Glimmerpigmente. Die  wurde von Airbus gemeinsam mit dem deutschen Lackhersteller Mankiewicz und dem Farbspezialisten Pantone entwickelt, um die fließende Optik von Flüssigmetall lebendig wirken zu lassen.

Jeder der beiden supermodernen Widebodies trägt eine individuelle Lackierung: Das eine ist überwiegend silberfarben mit goldenen Akzenten, das andere goldfarben mit silbernen Elementen.

Das Interieur der Starlux AIRSORAYAMA A350. Jede Starlux A350-1000 ist für vier Reiseklassen konfiguriert.

Die First Class. In der ersten Reihe befinden sich vier First-Class-Suiten, die zwar in derselben Kabine wie die Business Class untergebracht sind, sich jedoch durch die spezifische Ausstattung des Sitzbereichs abheben. Jede Suite ist geräumiger als die jeweilige Business-Class-Suite und verfügt über eine größere Schiebetür sowie höhere Trennwände, wodurch ein deutlich höheres Maß an Privatsphäre geboten wird. Zur Ausstattung gehören ein persönlicher Schrank sowie eine Minibar, ein 32-Zoll-4K-Bildschirm mit Bluetooth-Audiofunktion sowie eine kabellose Lademöglichkeit ergänzend zu den üblichen Anschlüssen für Netzstrom und USB. Die vier First-Class-Suiten teilen sich zudem eine eigene Toilette und eine Bordküche im vordersten Bereich des Flugzeugs.

Die Business Class. Alle 40 Business-Class-Sitze verfügen über Schiebetüren, eine 1,20 Meter hohe Trennwand und direkten Zugang zum Gang – die Ausstattung steht der besten heute verfügbaren Business Class anderer Airlines  in nichts nach. Der Sitz selbst ist 58 cm breit und lässt sich in ein fast zwei Meter langes, flaches Bett verwandeln; für zusätzlichen Schlafkomfort steht zudem eine Auflage zur Verfügung. Das Interieur wurde vom deutschen Unternehmen BMW Designworks individuell gestaltet, wobei die Liebe zum Detail deutlich erkennbar ist. Die elegante Farbgebung in Grautönen mit goldenen Akzenten hebt sich deutlich von herkömmlichen Business-Class-Sitzen ab. Vor dem Passagier befindet sich ein großer 24-Zoll-4K-Touchscreen mit Bluetooth-Anbindung für eigene Kopfhörer; zudem steht in der gesamten Kabine WLAN zur Verfügung. Der Fußraum ist geräumiger als bei den meisten Sitzen in „Reverse-Herringbone“-Anordnung – ein Detail, das vor allem Seitenschläfer sofort bemerken. Auch der Stauraum ist großzügig bemessen und umfasst ein seitliches Fach, eine flache Schublade für Reisepass und Smartphone sowie einen Kosmetikspiegel. Die Sitzsteuerung erfolgt über ein digitales Bedienfeld mit voreingestellten Positionen, darunter eine „Zero-G“-Relax-Position: Diese basiert auf NASA-Forschungsergebnissen und stützt den Körper optimal, indem die Beine angehoben und die Wirbelsäule in eine neutrale Haltung gebracht wird. Dies sorgt für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung, entlastet den unteren Rücken und fördert die Durchblutung auf Langstreckenflügen. Starlux hat sogar die Darstellung des Flugzeugmodells im In-Flight-Entertainment-System an die „AIRSORAYAMA“-Lackierung angepasst. Das Amenity-Kit in der Starlux-Business-Class stammt von der japanischen Hautpflegemarke Three.

Die Premium Economy erfreut sich bvor allem bei Geschäftsreisenden wachsender Beliebtheit; Starlux bietet hier 36 Sitze mit verstellbarer Rückenlehne in einer 2-4-2-Konfiguration an. Mit einer Breite von 47 cm, einem Sitzabstand von 101 cm und einer Neigung von 20 cm bieten sie mehr Platz als die meisten Premium-Economy-Sitze auf Langstreckenflügen. Hier ist die Position mit maximaler Neigung, demonstriert von unserem 180 cm großen Model … … und wie man sieht, bleibt reichlich Beinfreiheit – ganz gleich, ob man die Fußstütze nutzt oder nicht. Starlux plant, bis Ende dieses Jahres sechs A350-1000 zu betreiben; weitere 12 Maschinen sollen bis 2031 ausgeliefert werden. Diese ergänzen die bewährten A350-900 und die A330neo-Jets für die Kurz- und Mittelstrecke, wobei Letztere ab 2027 die Flüge von Starlux nach Sydney und Auckland bedienen sollen. Quelle: Starlux / CM

Hertz steigert Umsatz  dank deutlicher Zuwächse im Geschäftskundenbereich

Der Umsatz von Hertz Global Holdings im zweiten Quartal 2026 stieg im Jahresvergleich um 10 % – ​​das zweite Quartal in Folge mit einem zweistelligen prozentualen Zuwachs. Dies war u.a. auf die steigende Nachfrage von Geschäftskunden zurückzuführen, so das Management des Autobermieters. 

Hertz erzielte im zweiten Quartal „deutliche Zuwächse bei Firmen- und Behördenkunden“, so Chief Commercial Officer Sandeep Dube. Der Umsatz pro Tag (RPD) des Unternehmens stieg im Quartal im Jahresvergleich um 9 %; an den US-Flughafenstandorten – einem wichtigen Indikator für die Entwicklung im Geschäftsreiseverkehr – legte der RPD sogar um 12 %  zu.

Hertz gweht es offensichtlich wieder besser. Foto: Presse-Box

Der Umsatz von Hertz im zweiten Quartal stieg auf 2,4 Mrd. US-Dollar. CEO Gil West betonte, dass dieses Ergebnis trotz einer im Jahresvergleich um 1 & kleineren Flotte erzielt wurde. Der Anstieg um 10 % folgt auf ein Plus von 11 % im ersten Quartal. Der Nettogewinn des Unternehmens im zweiten Quartal belief sich auf 64 Mio. US-Dollar, verglichen mit einem Nettoverlust von 294 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Die durchschnittliche Anzahl der vermietbaren Fahrzeuge stieg im Quartal im Jahresvergleich um 1 % auf rund 517.800. Die Anzahl der Miettage (38,6 Mio. blieb auf dem Niveau des Vorjahres, und der Gesamtumsatz pro Tag lag bei 61,98 US-Dollar.

In der Region Amerika stieg der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 10 % auf 1,9 Mrd.  US-Dollar, wobei der RPD ebenfalls um 10 % auf 62,11 US-Dollar zulegte. Die durchschnittliche Anzahl der vermietbaren Fahrzeuge erhöhte sich um 1 % auf 410.800. Die Anzahl der Miettage blieb mit rund 30,9 Mio.  stabil.

Im internationalen Segment von Hertz stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 7 % auf rund 478 Mio.  US-Dollar. Der RPD erhöhte sich um 3 % auf 61,49 US-Dollar. Die durchschnittliche Anzahl der vermietbaren Fahrzeuge stieg um 1 % auf 107.000. Die Anzahl der Miettage blieb mit 7,8 Mio. nahezu unverändert.  Quelle: Hertz / CM

EasyJet schlüpft unter das Dach der US-Investmentfirma Apollo

EasyJet hat einer Übernahme durch die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management im Wert von 5,7 Mrd. Pfund (6,65 Mrd. Euro) zugestimmt, nachdem der konkurrierende Bieter US-amerikanische Bieter Castlelake am Donnerstag, 06. August 2026  erklärt hatte, seine Übernahmepläne für die Fluggesellschaft nicht weiter zu verfolgen.

Im Rahmen der Transaktion wird Eagle Bidco – ein Unternehmen, das sich indirekt im Besitz der Apollo-Fonds befindet – die in Großbritannien ansässige Billigfluggesellschaft übernehmen. Bidco legte am Donnerstag ein formelles Barangebot von 7,15 Pfund pro Aktie vor. Diese Offerte war bereits im Juli unterbreitet worden, nachdem Castlelake mehrfach Offerten für die Fluggesellschaft abgegeben hatte.

Die Einigung erfolgt nur 24 Stunden vor Ablauf der Frist zur Abgabe verbindlicher Angebote, wobei sich Castlelake stattdessen für einen Rückzug entschied.

Stephen Hester, nicht geschäftsführender Vorsitzender (Chairman) von EasyJet: „Der Verwaltungsrat von EasyJet hat den Vorschlag von Apollo sorgfältig geprüft und dabei auch die eigenständigen Zukunftsaussichten von EasyJet berücksichtigt. Auch wenn wir weiterhin von der Stärke unseres Unternehmens und den vor uns liegenden Chancen überzeugt sind, sind wir der Ansicht, dass dieses Angebot die Qualität des von uns aufgebauten Unternehmens angemessen würdigt und den Aktionären einen sofortigen, sicheren und attraktiven Mehrwert bietet.“

EasyJet ist jetzt in amerikanischen Händen. Foto: EasyJet

Im Rahmen der Vereinbarung erhalten die EasyJet-Aktionäre die Möglichkeit, Anteile zu verkaufen oder zu übertragen, sodass eine Gesamtbeteiligung von bis zu 49,9 % am Unternehmen entsteht. Dies schließt den EasyJet-Gründer Stelios Haji-Ioannou und seine Familie ein, die ihre Beteiligung unter der neuen Eigentümerstruktur behalten werden. Apollo wird bis zu 49,9 % halten, während bis zu 5 % von einem EU-Trust gehalten werden, der mit einem Anreizprogramm für das Management verknüpft ist.

Für europäische Fluggesellschaften gilt derzeit die Vorschrift, dass sie mehrheitlich im Besitz von EU-Staaten oder EU-Bürgern sein und von diesen kontrolliert werden müssen. Dies betrifft auch Airlines mit Sitz im Vereinigten Königreich, wie EasyJet, die Flüge ausschließlich innerhalb der EU durchführen. Im Rahmen der Vereinbarung erklärte die Apollo-Gesellschaft Bidco, sie werde „alle erforderlichen Schritte“ unternehmen, um die geltenden EU-Vorschriften einzuhalten.

Apollo und Bidco äußerten sich „sehr positiv“ zur Strategie des EasyJet-Managements und sehen „eine bedeutende Chance, die operativen und kommerziellen Ambitionen der EasyJet-Gruppe zu beschleunigen und letztlich das Wachstumsprofil des Unternehmens zu stärken.“

Beide Unternehmen fügten hinzu, dass angesichts der anhaltenden Unsicherheiten am Markt und im makroökonomischen Umfeld die nächste Wachstums- und Entwicklungsphase von EasyJet am besten als nicht börsennotiertes Unternehmen (in privater Hand) bewältigt werden könne. Denn „ein Eigentum in privater Hand würde den Zugang zu zusätzlichem Kapital ermöglichen und eine langfristige geschäftliche sowie strategische Planung erlauben. Dies würde dem Management gestatten, flexibler zu investieren und Chancen zu verfolgen, deren Umsetzung mehr Zeit in Anspruch nehmen kann, als an den öffentlichen Kapitalmärkten üblich ist. Dieser Ansatz steht im Einklang mit der langfristigen Investitionsphilosophie von Apollo und der Erfahrung des Unternehmens bei der Unterstützung von Betrieben während Phasen transformativen Wachstums“, heißt es in einem Statement der Amerikaner. Quelle: EasyJet / Apollo / CM