Leo Express expandiert in Deutschland 

Seit Anfang August 2026 bietet Leo Express eine direkte Zugverbindung von Frankfurt/M. über Tschechien bis ins polnische Przemyśl (an der Grenze zur Ukraine) an. Es handelt sich um eine der längsten Direktzugverbindungen Europas und zugleich um eine Verbindung, die Deutschland, Tschechien und Polen mit nur einem Zug miteinander verknüpft. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem deutschen Markt wird ab 13. Dezember 2026 die neue Verbindung zwischen München und Prag sein.

Derzeit nutzen etwas mehr als 100 Fahrgäste täglich die Verbindung von Frankfurt bis Przemyśl; ihre Zahl wächst dynamisch. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, bis zu 400 Fahrgäste pro Zug zu befördern.

Fahrkarten in Deutschland ab fünf Euro. Ein wichtiger Bestandteil des Angebots von Leo Express auf dem deutschen Markt sind attraktive Ticketkosten. Die Preise für internationale Fahrkarten in der Economy Class beginnen je nach konkreter Verbindung in der Regel bei rund zehn Euro. Für innerdeutsche Fahrten zwischen deutschen Städten bietet Leo Express vergünstigte City-Hopper-Tarife ab fünf Euro. 

 
Auf dieser Linie können Fahrgäste zwischen Economy und Business Class wählen. Die Züge sind mit WLAN, Klimaanlage und einem Bistro ausgestattet.  Die Langstreckenverbindung richtet sich nicht nur an Reisende zwischen Frankfurt und Prag. Durch die größere Zahl an Zwischenhalten entstehen neue Direktverbindungen zwischen zahlreichen deutschen Städten und Zielen in Tschechien und Polen. Zwischen Frankfurt und Prag hält der Zug insgesamt 18-mal, u.a. in Fulda, Erfurt, Weimar, Dresden und Bad Schandau.

Die Expansion in Deutschland ist Teil der umfassenderen Wachstumsstrategie des Unternehmens. Nach Angaben von CEO Peter Köhler hat sich Leo Express als Unternehmen in den vergangenen drei Jahren verdoppelt und erwartet für dieses Jahr ein weiteres Wachstum von mindestens 50 %. Dabei legt das Unternehmen großen Wert auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. 

Ab Dezember auch München–Prag. Ein weiterer wichtiger Schritt von Leo Express auf dem deutschen Markt wird die neue Verbindung zwischen München und Prag sein, die am 13. Dezember aufgenommen werden soll. Den Zugbetrieb übernimmt Leo Express in Tschechien von České dráhy (ČD), nachdem Leo Express eine Ausschreibung des tschechischen Verkehrsministeriums gewonnen hat. In Deutschland werden die Züge u.a. in Furth im Wald, Schwandorf, Freising, Landshut und Regensburg halten. In Tschechien sind neben Prag auch Halte in Domažlice, Holýšov und Plzeň vorgesehen.

Nach den Planungen von Leo Express soll die Fahrt zwischen München und Prag rund 5:20 Stunden dauern. Die Züge verkehren achtmal täglich je Richtung im Zwei-Stunden-Takt. Auf deutschem Gebiet können Fahrgäste neben anderen Fahrausweisen auch das Deutschland-Ticket nutzen. Leo Express will zugleich sein Angebot an günstigen Tarifen ausweiten und möglichst viele Reisende dazu bewegen, auf dieser Strecke die komfortablere und umweltfreundlichere Reise mit der Bahn zu wählen. Quelle: Leo Express

SBB schreibt Beschaffung von bis zu 40 Highspeed-Zügen aus

Die Zahl der Zugreisenden zwischen der Schweiz und dem Ausland wächst. Die SBB will ihr Angebot in diesem Bereich ausbauen und strebt den Einsatz von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen im grenzüberschreitenden Personenverkehr an. Die Finanzierung ist über Leasing geplant. Die Ausschreibung ist auf Ende 2026/ Anfang 2027 geplant.

Die Nachfrage nach internationalen Verbindungen im Personenverkehr ist im ersten Halbjahr 2026 auf über 6 Mio. Fahrgäste gestiegen und liegt damit 1,3 % über der Vorjahresperiode. Dies teilte CEO Vincent Ducrot an der Medienkonferenz zu den Halbjahreszahlen mit.

Die SBB strebt weiterhin den Einsatz von neuen Hochgeschwindigkeitszügen an. Derzeit klärt die SBB die Finanzierung dafür ab und ist im Austausch mit Herstellern und Leasinggebern. Zu den Herstellern für derlei Superzüge zählen Siemens Mobility, Alstom, Stadler und Hitachi. Die Ausschreibung ist per Ende 2026/Anfang 2027 geplant.

Die SBB hatte im November vier Leasingfirmen vorselektiert, die für das angestrebte Operating Lease von Hochgeschwindigkeitszügen infrage kommen. Die Zahl der Zugreisenden zwischen der Schweiz und dem Ausland wächst. Die SBB will ihr Angebot in diesem Bereich ausbauen und strebt den Einsatz von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen im grenzüberschreitenden Personenverkehr an. Die Finanzierung ist über ein Leasing geplant. Nun hat die SBB vier Leasinggeber ausgewählt, die ein Angebot einreichen können. Bis dato fahren bereits die Stadler-Giruno-Hochgeschwindigkeitszüge der SBB von Basel über Frankfurt/m. nach Hamburg, sowie nach Mailand. Seit Ende 2025 bilden die 41 jeweils elfteiligen Superzüge das Rückgrat des internationalen Personenverkehrs der SBB. Die modernen Renner sind auch bei deutschen Geschäftsreisenden höchst beliebt. 

Die Giruno-Züge verkehren auf der Nord-Süd-Achse von Hamburg über Basel bis Mailand. Foto: SBB

Die SBB hat vier Leasingfirmen vorselektiert, die für das angestrebte Operating Lease von Hochgeschwindigkeitszügen infrage kommen. Die Auswahl wurde auf der Beschaffungsplattform SIMAP bekannt gegeben. Alle Firmen – AlphaTrains, Beacon Rail, Rock Rail und Willow Group – haben bereits Erfahrung im Leasing von Zügen und erfüllen die wirtschaftlichen Anforderungen und die definierten Qualitätsstandards.

In er zweiten Stufe des Verfahrens können die vier Leasingfirmen ihre Angebote einreichen. Zeitgleich sollen auch die Züge ausgeschrieben werden. Quelle: SBB /CM

Was Airlines aus ihren Passagieren herausholen

Welche europäischen Airlines holen besonders viel aus ihren Passagieren heraus? Ein Vergleich von 23 Fluggesellschaften zeigt, wo Airlines stehen und weshalb hohe Werte nicht automatisch hohe Ticketpreise bedeuten.

Die Unterschiede zwischen Europas Airlines sind beträchtlich – auch bei den Einnahmen, die sie mit ihren Passagieren erzielen. Das Portal Air Advisor (Sitz in Lewes US-Bundesstaat Delaware) hat 23 europäische Fluggesellschaften miteinander verglichen.

Grundlage ist der sogenannte RASK, der „Revenue per Available Seat Kilometre“. Vereinfacht ausgedrückt zeigt die Kennzahl, wie viel Umsatz eine Airline pro angebotenem Sitzplatz und geflogenem Kilometer erzielt. Berücksichtigt werden dabei neben den Flugtickets auch Zusatzerlöse, etwa aus Gepäck- oder Sitzplatzgebühren.

Je höher der RASK, desto höher ist also der durchschnittliche Ertrag der Airline pro Sitzkilometer. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, dass eine Fluggesellschaft für Reisende generell teurer ist. Streckenlänge, Geschäftsmodell, Anteil der Premium-Passagiere und Wettbewerb auf den einzelnen Routen beeinflussen die Kennzahl.

An der Spitze steht die norwegische Regionalairline Widerøe mit einem RASK von 32 Eurocent. Ihr großer Abstand zum restlichen Feld zeigt gleichzeitig die Grenzen des Vergleichs: Widerøe bedient zahlreiche kurze Regionalstrecken und kleinere Flughäfen, auf denen teilweise wenig Konkurrenz herrscht.

Unter den großen Netzwerk-Airlines liegt British Airways mit 8,88 Cent vorne. Dahinter folgen Air France und Austrian Airlines mit jeweils 8,5 Cent. Lufthansa kommt auf 8,45 Cent, KLM auf 8,37 Cent. Die Swiss belegt mit 8,3 Cent den neunten Rang unter den 23 untersuchten Fluggesellschaften. Unter den klassischen Netzwerk-Airlines hat Finnair mit 6,22 Cent den niedrigsten Wert.

Am anderen Ende der Tabelle stehen vor allem Billigflieger. Wizz Air weist mit 4,33 Cent den niedrigsten RASK auf, gefolgt von Easyjet mit 5,21 und Ryanair mit 5,56 Cent. 

Für Reisende ist das Ranking deshalb eher ein Hinweis auf die Ertragsstruktur der Airlines als ein offizieller Preisvergleich. Wer wissen möchte, welche Fluggesellschaft für eine bestimmte Reise tatsächlich am günstigsten ist, kommt um einen Vergleich der konkreten Tarife und enthaltenen Leistungen nicht herum. Quelle: Air Advisor / CM

Erfolgsstory Octavia

Škoda Auto feiert das 30-jährige Jubiläum der Octavia-Generation, die am 03. September 1996 in Produktion ging. Seitdem spielt das Modell nach der Integration des in Mladá Boleslav ansässigen Automobilherstellers in den Volkswagen Konzern eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Marke. 

Das Modell steht für die Verbindung aus Qualität und Praktikabilität mit bewährter Technologie des Volkswagen Konzerns. Heute wird die vierte Generation dieses Bestsellers in Mladá Boleslav, Kvasiny und Kostanay (Kasachstan) produziert. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden fast 7,9 Mio. Einheiten hergestellt. Der Octavia ist insbesondre beim Firmenkunden höchst beliebt. 

Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto: „Der Octavia ist seit drei Jahrzehnten eine Ikone der Marke Škoda. Ob als Combi oder Limousine – er hat stets das geboten, was Kunden schätzen: herausragende Geräumigkeit, Praktikabilität, Sicherheit und Ausstattung zu einem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. In vielerlei Hinsicht hat der Octavia den Anspruch von Škoda geprägt, mehr zu bieten als erwartet. Dies hat dazu geführt, dass der Octavia unser internationales Wachstum vorangetrieben hat, indem er das Vertrauen von Generationen von Kunden gewonnen hat.“

Erfolgreiche Wiederbelebung eines historischen Modellnamens. Die Entscheidung, den historischen Namen ‚Octavia‘ – der ursprünglich für ein zwischen 1959 und 1971 produziertes Modell verwendet wurde – wiederzubeleben, fiel während der Entwicklung eines neuen Fahrzeugs. Die Arbeiten begannen 1992, ein Jahr nachdem Škoda Auto dem Volkswagen Konzern beigetreten war. Der Zugang zur Technologie des Konzerns unterstützte die Entwicklung eines praktischen Autos, das von Dirk van Braeckel, dem damaligen Designchef von Škoda, entworfen wurde. Gleichzeitig erhöhte eine neue Produktionsstätte in Mladá Boleslav die Jahreskapazität von 90.000 auf 350.000 Fahrzeuge.

Die Škoda Octavia Limousine der ersten Generation mit einem Kofferraumvolumen von 528 Litern wurde am 4. April 1996 vorgestellt; die Serienproduktion begann am 3. September desselben Jahres. Der Octavia Combi folgte im März 1998, und 1999 kam eine Allradversion hinzu, die die Vielseitigkeit des Modells weiter erweiterte. Im Jahr 2000 feierte der erste Octavia RS sein Debüt. Diese Octavia Generation erwies sich als echte Erfolgsgeschichte: Insgesamt wurden 1,44 Mio.  Einheiten produziert, und ausgewählte Varianten blieben bis 2010 in Produktion, obwohl die zweite moderne Octavia-Generation bereits 2004 vorgestellt worden war.

Generation 2. Die zweite Generation baute auf den bewährten Stärken des Octavia auf und bot noch mehr Platz im Innenraum, ein um 32 Liter vergrößertes Kofferraumvolumen sowie verbesserte Praktikabilität und neue Technologien wie das DSG Doppelkupplungs-Getriebe. Bis zum Produktionsende im Jahr 2013 wurden 2,6 Mio. Einheiten dieser Generation gebaut.

Generation 3. Die von 2012 bis 2020 gebaute dritte Generation des Škoda Octavia erreichte ein ähnlich hohes Produktionsvolumen und führte fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und Technologien ein, die zuvor Fahrzeugen höherer Segmente vorbehalten waren. Gleichzeitig verfügte sie über eine leichtere Karosserie, optimierte TSI- und TDI-Motoren sowie eine GreenLine-Version. Diese umfasste Technologien zur Senkung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen, darunter spezielle Unterbodenverkleidungen, Bremsenergie-Rückgewinnung und Reifen mit geringem Rollwiderstand. Die dritte moderne Octavia-Generation erhielt 2017 ein umfangreiches Facelift mit einer neu gestalteten Frontpartie mit geteilten Scheinwerfern, Infotainment-Bildschirmen in Glasoptik und verbesserten Assistenzsystemen.

Vierte Generation. Die aktuelle, vierte Generation des Octavia feierte im November 2019 als Limousine und Combi ihr Debüt. Nach einer Modellpflege Anfang 2024 bietet sie nun weiter verbesserte Konnektivität und Sicherheit mit bis zu zehn Airbags. Hinzu kommen Fahrerassistenzsysteme wie der Aufmerksamkeits- und Müdigkeitsassistent. Ein neuer Algorithmus hilft dabei, den Ermüdungsgrad des Fahrers genauer einzuschätzen.

Der Octavia ist nach wie vor eine beliebte Wahl bei Privat- und Geschäftskunden auf den internationalen Märkten und wurde mit zahlreichen renommierten internationalen Auszeichnungen geehrt. Quelle: Škoda Auto / CM

Qantas A380 fliegen 2028 in den Sonnenuntergang 

Qantas wird die Ausmusterung ihrer Airbus A380 beschleunigen. Die unwirtschaftlichen Doppelstöcker  fallen den anhaltend hohen Treibstoffpreisen infolge des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran zum Opfer, heißt es in der Qantas-Zentrale.

Die aus zehn Maschinen bestehende Superjumbo-Flotte wird ab 2028 „schrittweise ausgemustert“ – rund vier Jahre früher als ursprünglich geplant (ab dem Geschäftsjahr 2032). Qantas erhielt die erste Airbus A380 im September 2008; die letzte Maschine wurde im Dezember 2011 ausgeliefert.

Vanessa Hudson, CEO der Qantas Group, erklärte, die A380 spiele „derzeit noch eine wichtige Rolle – auch aktuell für die Gruppe –, um auf die Auswirkungen und den Nachfrageanstieg zu reagieren, die wir infolge des Nahostkonflikts verzeichnen.“ Der Riesenvogel war und ist auch bei den Passagieren sehr beliebt. Allerdings mache sich bei der A380 – deren Produktion Airbus 2021 eingestellt hat – auch das Alter bemerkbar, während „die Betriebs- und Wartungskosten weiter steigen“.

Ersetzt werden die A380 durch Airbus A350-1000, jenen Flugzeugtyp, der ab Ende 2027 Nonstop-Flüge von Sydney nach London und New York durchführen soll. Diesen zusätzlichen A350 – von Qantas als „Long-Range 1000LR“ bezeichnet – wird der zusätzliche Treibstofftank fehlen, der den A350-1000ULR-Jets des „Project Sunrise“ ihre Flugreichweite von 22 Stunden verleiht. Ebenfalls entfallen wird die einzigartige „Wellbeing Zone“, in der sich Passagiere während dieser extrem langen Flüge hinstellen und dehnen können.

Qantas behält die Vier-Klassen-Konfiguration der „Project Sunrise“-A350 bei: Sie umfasst sechs private First-Class-Suiten sowie die gleichen Business-Class-Suiten mit Tür, Premium-Economy-Sitze und verstellbare Sitze in der Economy Class.

Allerdings wird es eine zeitliche Lücke zwischen der Ausmusterung des ersten A380 und dem Start des ersten A350-Ersatzflugzeugs geben. Qantas teilt mit, dass man weiterhin mit Airbus über die Umwandlung bestehender Kaufoptionen für Großraumflugzeuge in Festbestellungen verhandelt. „Diese Flugzeuge benötigen wir jedoch erst für den Zeitraum nach 2030“, erklärte Vanessa Hudson bei einem Pressegespräch im Anschluss an die Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse für das Geschäftsjahr 2026. Qantas setzt auf die Auslieferung der zwölf für „Project Sunrise“ vorgesehenen A350-1000 – von denen einige die Strecken Perth–London und Auckland–New York übernehmen werden –, um dadurch mehrere Boeing 787 freizusetzen; der erste von zwölf neuen  Dreamlinern soll 2027 eintreffen, „um die Kapitaleffizienz zu optimieren und gleichzeitig die Reichweite des Streckennetzes innerhalb der neuen Großraumflugzeug-Flotte zu wahren“.

Die A350-1000LR werden die aktuellen A380-Flaggschiffrouten von Sydney nach Singapur, London und Los Angeles übernehmen, wobei die Fluggesellschaft bereits angedeutet hat, dass die Boeing 787 – zumindest kurzfristig – die A380 auf den Strecken von Sydney nach Dallas-Fort Worth und Johannesburg ersetzen sollen.

Obwohl zwischen der A380 (485 Sitzplätze) und der A350-1000LR (rund 250 Sitzplätze) eine deutliche Kapazitätslücke besteht, geht Qantas davon aus, dass die „Project Sunrise“-Flüge nach London und New York – sowie der Einsatz derselben Flugzeuge auf den Routen Perth–London und Auckland–New York – dazu beitragen werden, das Passagieraufkommen zu verteilen.

Die A350 verfügen zudem über einen höheren Anteil an Premium-Sitzen – darunter Business- und Premium-Economy-Klasse –, die wiederum höhere Ticketpreise ermöglichen und mehr Umsatz generieren.

„Die neuen Flugzeuge sind äußerst leistungsfähig“, so Hudson, „weisen aber im Vergleich zur A380 und A330 auch eine höhere Dichte an Premium-Sitzen auf. Es ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie, das jeweils passende Flugzeug mit der richtigen Konfiguration auf der richtigen Strecke einzusetzen. Diese Flugzeuge bieten uns deutlich mehr Flexibilität als die A380-Modelle, die über eine sehr große Economy-Kabine verfügen.“

Untermauert wird diese Zuversicht hinsichtlich der Aufwertung des Reiseerlebnisses (Premiumisierung) durch die Tatsache, dass die Umsätze aus den Premium-Kabinen im internationalen Streckennetz von Qantas inzwischen doppelt so schnell wachsen wie die in der Economy-Klasse.

Qantas ist nicht die einzige Fluggesellschaft, die sich von der A380 verabschiedet. Mehrere Airlines, die den Superjumbo einst betrieben haben, haben die vierstrahligen Riesenjets bereits ausgemustert; andere – darunter Korean Air und Qatar Airways – dürften in den kommenden Jahren folgen.

Lufthansa und Etihad Airways planen hingegen, ihre A380-Flotten bis in die frühen 2030er Jahre weiter zu betreiben. Und British Airways rüstet ihre Superjumbos mit neuen First-Class-Suiten aus, während Emirates beabsichtigt, seine A380-Maschinen bis ins Jahr 2040 im Einsatz zu behalten. Quelle: Qantas / CM

United UA222 versus LH222

United Airlines führt eine tägliche Nonstop-Verbindung von Washington Dulles nach Toulouse unter der Flugnummer UA222 ein. Man kann wohl sagen, dass Deutsche nicht gerade für ihren Humor bekannt sind; die Fluggesellschaft Lufthansa gilt zudem als besonders förmlich und steif. Doch hin und wieder beweist Lufthansa, dass Deutsche durchaus humorvoll sein und die heiteren Seiten des Lebens genießen können.

Ein besonders anschauliches Beispiel hierfür ist die Flugnummer, die Lufthansa für eine ihrer täglichen Verbindungen von München in die südfranzösische Metropole Toulouse – den Sitz des europäischen Flugzeugbauers Airbus – verwendet. Die Flugnummer lautet nämlich LH2222. 

Wenn das Bodenpersonal den Flug ankündigt, heißt es also: „Lufthansa-Flug LH zwei, zwei, zwei, zwei nach Toulouse.“ Ein Beispiel dafür ist in dem kurzen Video einer aufgezeichneten Durchsage am Gate zu sehen. Es ist eine unterhaltsame und originelle Art, etwas Humor in einen ansonsten eher langweiligen Teil der Flugreise zu bringen – und sie zaubert den Passagieren, die am Gate auf das Boarding warten, stets ein Lächeln ins Gesicht.

Nun kündigte der US-Partner der Lufthansa, United Airlines, an,  ab dem 26. April 2027 eine tägliche Nonstop-Verbindung zwischen ihrem Drehkreuz Washington Dulles und Toulouse einzurichten. Die Flugnummer nach Toulouse lautet UA222. Passenderweise plant der US-merikanische Carrier die Verbindung nach Toulouse mit dem neuen Airbus A321XLR zu bedienen – einem Schmalrumpfflugzeug (Narrowbody) mit großer Reichweite. Dies geschieht nicht nur, um der Nachfrage auf der Route gerecht zu werden, sondern auch als nette Geste an den größten Arbeitgeber der Region. Airbus Industries. .

Die Verbindung von Washington Dulles nach Toulouse war jedoch nicht die einzige neue Route, die United am Dienstag ankündigte. Tatsächlich gab die Fluggesellschaft gerade ihre bislang größte internationale Expansion bekannt: 2027 werden zehn neue Städte in Übersee in das Streckennetz aufgenommen. Entgegen anderslautender Berichte, wonach die große Begeisterung der US-Amerikaner für den „Euro-Sommer“ bereits abgeklungen sei, führen die meisten der neuen United-Routen in europäische Städte. Neben Toulouse wird United auch Luxemburg, Marseille, Ibiza, Valencia, Terceira, Ljubljana, Olbia und Catania anfliegen. Dies vermutlich „zur Freude“ der europäischen Konkurrenz.  

Der Airbus A321XLR macht viele dieser Verbindungen erst möglich; er erlaubt es United, auch kleinere Städte mit geringerem Passagieraufkommen zu bedienen, für die der Einsatz eines Großraumflugzeugs (Widebody) wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen wäre.

Von Newark aus wird United die A321XLR für Flüge nach Luxemburg, Toulouse, Ibiza, Valencia und Marseille einsetzen, während Terceira auf den Azoren aufgrund der kürzeren Flugstrecke mit einer Boeing 737 MAX-8 bedient wird. Unterdessen werden Ljubljana, Olbia und Catania mit der Boeing 767 angeflogen; zudem startet United von San Francisco aus eine neue Verbindung nach Okinawa (Japan) mit drei Flügen pro Woche.

Die neue Ankündigung von United entspricht genau dem, was erwartet wurde, als US-Fluggesellschaften – darunter American Airlines – die treibstoffeffiziente Airbus A321XLR bestellten. Anstatt Passagiere an europäische Fluggesellschaften zu verlieren, die ihre Heimatdrehkreuze für Anschlüsse an kontinentale Kurzstreckennetze nutzen können, ist United nun in der Lage, Passagiere direkt und ohne Zwischenstopp an ihr Ziel zu bringen – ein Angebot, das höhere Ticketpreise rechtfertigt.

Patrick Quayle, Senior Vice President für globale Netzwerkplanung und Allianzen bei United. „Ob Geschäftsreise, traumhafte Flitterwochen, ein lang ersehntes Abenteuer oder der Besuch bei der Familie in der Heimat – wir lassen die Welt kleiner erscheinen und verbinden Kulturen in einem Ausmaß, das keine andere Fluggesellschaft der Welt erreicht.“

Die neue Flugverbindung von United nach Ibiza gilt als großer Erfolg für die Inselregierung und die zuständige Tourismusbehörde; beide hatten sich Berichten zufolge um Nonstop-Flüge aus den USA bemüht und entsprechende Gespräche mit der Fluggesellschaft geführt. Ursprünglich hatte die Regierung von Ibiza lediglich eine wöchentliche Verbindung ins Auge gefasst, doch United startet sein saisonales Sommerangebot für die beliebte Baleareninsel nun mit vier Flügen pro Woche ab dem Drehkreuz Newark. Quelle United Airlines / CM

Eurowings Komfort-Offensive: Premium BIZ Seat 

Eurowings, Günstig-Tochter der Lufthansa, wird auf innereuropäischen Kurzstreckenflügen echte First-Class-Sitze mit Liegefunktion (Recliner) anbieten. Vorausgegangen war ein erfolgreicher Markttest auf einer Mittelstreckenverbindung zwischen Berlin und Dubai Ende letzten Jahres, der die Airline-Verantwortlichen überzeugte.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings führt echte First-Class-Recliner-Sitze auf innereuropäischen Flügen nach London, Mallorca und Málaga sowie nach Dubai ein. Business-Class-Komfort, mehr Freiraum und ein neues, rundum entspanntes Reiseerlebnis: Mit der Wiederaufnahme der Direktverbindungen nach Dubai mit Beginn des Winterflugplans 2026/27 startet Eurowings den Ticketverkauf für den Premium BIZ Seat. Auch auf Strecken nach London, Mallorca und Málaga können Gäste  ab 01. Dezember 2026 das Komfort-Upgrade buchen 

Der Eurowings Premium BIZ Seat kommt gezielt dort zum Einsatz, wo der Wunsch nach entspanntem Reisen am größten ist:

Eurowings baut in ihre A320neo superkomfortable Sitze ein, die gegen Aufpreis hinzugedacht werden können. Foto Eurowings
  • Die Komfort-Offensive erreicht Mallorca – mit täglichen Flügen ab der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf sowie bis zu viermal wöchentlich ab Berlin.
  • Vier wöchentliche Flüge von Düsseldorf nach Málaga ergänzen das neue Komfort-Angebot.
  • Bis zu 28 wöchentliche Flüge nach London Heathrow (LHR)ab Düsseldorf – darunter mindestens eine tägliche Verbindung – sowie alle wöchentlichen Flüge ab Berlin sind fest in den neuen Komfort-Standard integriert.
  • Auf allen Eurowings Flügen nach Dubai ist der Premium BIZ Seat verfügbar – täglich ab Berlin, viermal wöchentlich ab Stuttgart und dreimal wöchentlich ab Köln/Bonn.

In den ersten beiden Reihen der A320neo ersetzt ein großzügiges 2×2-Layout mit acht exklusiven Plätzen den klassischen 2×3-Standard: Aus bisher 18 Sitzen werden acht Plätze mit deutlich mehr persönlichem Raum. Für dieses neue Kabinenversprechen setzt Eurowings auf das Modell „Comoda“ des italienischen Herstellers Geven.  Das Modell Comoda wurde ursprünglich als Premium-Economy-Sitz für die Langstrecke konzipiert und bietet einen Verstellbereich von 8 Zoll (ca. 20 cm), Staufächer für persönliche Gegenstände, einen Cocktailtisch sowie Flaschen- und Becherhalter.

Hinter den beiden fest installierten Reihen der Premium-BIZ-Sitze bietet Eurowings weiterhin eine flexible Kabinenkonfiguration für die Business Class an; dabei handelt es sich um das Standard-„Euro-Business“-Konzept, bei dem der Mittelsitz einer regulären Economy-Sitzreihe freigehalten wird.

Die Fluggesellschaft betreibt derzeit acht A320neo-Maschinen; Pläne, die Recliner auch in anderen Flugzeugen zu installieren, bestehen aktuell nicht. 

Gäste profitieren von einer weiter zurückstellbaren Rückenlehne, einer breiteren Sitzfläche, mehr Beinfreiheit, verstellbare Beinablage sowie USB-Ladeanschlüssen. Auf allen Strecken erwarten Fluggäste Catering, ein Welcome-Drink, ein Erfrischungstuch und Nüsse. Auf der Mittelstrecke nach Dubai kommen zusätzlich Kissen und Decke, ein hochwertiges Amenity Kit sowie der Bordservice auf echtem Porzellan hinzu.

„Mit dem Premium BIZ Seat bringen wir als eine der ersten Airlines weltweit echten Kabinen-Komfort zurück auf die kontinentale Kurzstrecke: auf längeren Mittelstrecken, im Europaverkehr – und damit für alle Fluggäste, die sich mehr Leichtigkeit beim Fliegen wünschen. Während andere Airlines immer mehr Sitze in ihre Flugzeuge packen, geben wir unseren Fluggästen das zurück, was Reisen leichter macht: Platz, Ruhe und ein Erlebnis, das sich wirklich nach etwas anfühlt. Das ist unsere Antwort als Europas führende Value Airline“, sagt Max Kownatzki, CEO von Eurowings.

Positives Feedback. Die Entscheidung, den neuen Sitzstandard auf die gesamte Airbus A320neo-Flotte auszuweiten, basiert direkt auf den Wünschen und Rückmeldungen der Eurowings Fluggäste. Nach einem erfolgreichen Markttest, der im November 2025 auf der Route Berlin-Dubai startete, fiel das Urteil der Reisenden eindeutig aus: Der spürbare Raumgewinn und das persönliche Servicekonzept an Bord wurden außerordentlich positiv bewertet. Daraufhin entschied die Eurowings Geschäftsführung, die Komfort-Offensive im Winterflugplan 2026/27 auf die gesamte A320neo-Flotte auszuweiten.

Der Einbau der neuen Sitze ist im Laufe des Novembers 2026 geplant, sodass die ersten Flugzeuge im neuen Premium-Standard pünktlich zur Wintersaison ab 1. Dezember abheben.

Der Premium BIZ Seat ist ab sofort über die Eurowings Website, die App sowie über alle gängigen Vertriebskanäle buchbar. Je nach Strecke ist der Premium BIZ Seat als Add-on buchbar oder bereits im BIZclass-Tarif enthalten. Der Premium BIZ Seat kann auf den Dubai-Flügen zusätzlich als Add-on ab 300 Euro hinzugebucht werden. Nach London beträgt der günstigste Aufpreis für den Sitz 60 Euro. Auf Flügen nach Mallorca und Málaga ist der Premium BIZ Seat im BIZclass-Tarif ab 199,99 Euro enthalten.

Es bleibt abzuwarten, ob der Vorstoß von Eurowings hin zu echter First-Class-Bestuhlung das Reiseerlebnis auf innereuropäischen Flügen grundlegend verändern wird. Bemerkenswert an diesem Schritt ist, dass die Muttergesellschaft Lufthansa auf Premium-Strecken zwischen ihren deutschen Drehkreuzen und wichtigen Hauptstädten wie London weiterhin die übliche Euro-Business-Bestuhlung einsetzen wird.

Vielflieger werden zweifellos darauf hoffen, dass konkurrierende Fluggesellschaften mit einem ähnlichen Produktangebot nachziehen. Quelle: Eurowings / CM

VDR-Geschäftsreiseanalyse 2026

Die VDR‑Geschäftsreiseanalyse 2026 zeigt ein deutliches und zugleich überraschendes Bild der sich aktuell im Tief befindlichen deutschen Wirtschaft: Trotz zweier Rezessionsjahre in Folge steigt die Zahl der Geschäftsreisen spürbar an. 2025 wurden 116,1 Mio. dienstliche Reisen unternommen – ein Plus von 8,3 % zum Vorjahr. Gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Kosten pro Reise um 4,8 % auf 418 Euro. Das heißt:  Unternehmen reisen damit häufiger, aber effizienter.

Christoph Carnier, Präsident des VDR,: „Dass die Reisetätigkeit ausgerechnet in zwei Rezessionsjahren gewachsen ist, zeigt: Unternehmen investieren nicht weniger in Beziehungen, sie investieren selektiver. In einem Markt voller Unsicherheiten wird der persönliche Austausch zum strategischen Faktor.“

Besonders kleine und mittlere Unternehmen prägen die Entwicklung. Über drei Viertel aller Geschäftsreisen entfallen auf Firmen mit 10 bis 500 Beschäftigten. Ihre Reisetätigkeit wächst mit 5,6 % fast fünfmal so stark wie bei Großunternehmen, während ihre Ausgaben nur moderat steigen. Das zeigt, wie stark der Kostendruck im Mittelstand ist – und wie konsequent Unternehmen auf effiziente betriebliche Mobilität setzen.

Auch die geografische Ausrichtung verschiebt sich. Der Zuwachs kommt ausschließlich durch Europa. Der Anteil an Geschäftsreisen ins europäische Ausland steigt von 24 auf 30 %, während Reisen in den Rest der Welt auf dem Vorjahresniveau bleiben. Europa wird damit zum erweiterten Heimatmarkt deutscher Geschäftsbeziehungen. Parallel verändert sich die Verkehrsmittelwahl: Die Schiene überholt das Flugzeug auf Inlandsstrecken deutlich und erreicht einen Nutzungsanteil von 52 %, während die klimaschädlichen Inlandsflüge auf 13 % zurückgehen. Gleichzeitig steigen die Kostenanteile für Hotel und Verpflegung spürbar an, während Transportkosten leicht sinken.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der messbare Wertbeitrag eines professionellen Travel Managements, das freilichnur ein winziger Bruchteil der gut 3,5 Mio. deutschen Firmen hat. 59 % der Unternehmen erzielen durch strukturierte Prozesse Einsparungen zwischen 6 und 10 %, weitere 11 % erreichen sogar zweistellige Werte. Bei einem Marktvolumen von 48,6 Mr. Euro entspricht dies einem jährlichen Potenzial von rund 3,9 Mrd. Euro.

VDR‑Vizepräsidentin Inge Pirner betont die Bedeutung für Unternehmen und Beschäftigte: „Reisen wird für viele Mitarbeitende relevanter Bestandteil für Beziehungspflege und Innovationsmotor. Gleichzeitig brauchen Unternehmen klare Regeln, damit Fürsorgepflicht, Sicherheit und Flexibilität zusammenpassen. Professionelles Travel Management schafft genau diesen Rahmen und sorgt dafür, dass Reisen effizient, sicher und verantwortungsvoll gestaltet werden.“

Blended Travel – die Verbindung von Dienstreise und privaten Anteilen – ist in der Unternehmenspraxis längst etabliert, aber rechtlich kaum geregelt. Die Mehrheit der für die Studie befragten Unternehmen toleriert oder fördert Bleisure und Workation, doch 72 % haben diese Formate noch nicht in ihren Reiserichtlinien verankert. Damit entstehen Graubereiche bei Haftung, Versicherung und arbeitsrechtlichen Anforderungen.

Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nimmt zu. Drei Viertel der befragten Unternehmen nutzen KI bereits in der Reisekostenabrechnung, fast ebenso viele in der Reiserichtlinie. Die größten Hürden liegen in der Systemintegration, im Datenschutz und in der Frage nach klaren Business Cases.

Die Analyse zeigt zudem Handlungsbedarf für die Politik. Die seit 2020 unveränderten Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen decken die realen Kosten nicht mehr ab. Gleichzeitig braucht es verlässliche Bahnkapazitäten, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen im Luftverkehr und klare arbeitsrechtliche Regeln für Blended Travel. 

Trotz aller Herausforderungen blicken die Unternehmen optimistisch nach vorn. 62 %  erwarten für das laufende Jahr 2026 ein weiteres Wachstum der Geschäftsreisen, nur 4 % rechnen mit einem Rückgang. Damit bestätigt die Studie den Trend, dass Geschäftsreisen in vielen Unternehmen wieder als strategischer Teil von Zusammenarbeit und Geschäftsentwicklung gelten.

Zu berücksichtigen ist, dass die Erhebung der Daten für die Geschäftsreiseanal<se vor Ausbruch des Kriegs der USA mit dem Iran stattfand. Das heißt, deutliche Veränderungen in der Geschäftsreisebranche sind für 2026 möglich. Quelle: VDR / CM

Polen: Ab 2027 fahren Züge bis 250 km/h schnell

Auf der polnischen Eisenbahnmagistrale (Centralna Magistrala Kolejowa, CMK) hat ein Hochgeschwindigkeitszug der PKP während Testfahrten 250 km/h erreicht. Laut PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. sollen die Züge italienischer Bauart 2027 mit einer planmäßigen Geschwindigkeit von 250 km/h auf dieser Strecke unterwegs sein. 

Premier Donald Tusk will in Polen eine „Revolution auf der Schiene“: „Wir werden die schnellsten Eisenbahnen Europas haben“, kündigte er an und versprach ein Schienennetz, das alle Regionen und Landkreise erreicht. Herzstück des Vorhabens ist der Neubau einer Hochgeschwindigkeitsneubeustrecke, die Warschau, Łódź, Posen und Breslau, also die größten Städte des Landes verbinden soll. Geplante Höchstgeschwindigkeit: 350 km/h, deutlich mehr als beim deutschen ICE. Fertigstellung: 2035. Abzweigungen nach Danzig und Krakau könnten später noch dazukommen. Von Posen könnten die Züge in Zukunft außerdem nach Berlin weiterfahren, von Breslau – nach Leipzig und Prag.

Die y-förmige Neubaustrecke soll Warschau über den im Bau befindlichen neuen  Zentralflughafen (CPK) mit Łódź, Poznań (Posen) und Wrocław (Breslau) verbinden. In Zukunft sollen die Züge die beiden Städte Warschau und Łódź in rund 45 Minuten verbinden- Nach Poznań (früheres Posen) soll die Fahrtzeit auf unter 100 Minuten gedrückt werden. Der erste Abschnitt von Warschau über den Megaflughafen nach Łódź soll voraussichtlich 2032 in Betrieb gehen, die Verzweigungen nach Poznań und Wrocław sind bis 2035 anvisiert.  

Neben den Neubaustrecken sind landesweit Tausende Kilometer an Streckenausbauten und Modernisierungen geplant, um auch kleinere Regionen wieder besser anzubinden. Eine davon ist die Centralna Magistrala Kolejowa (CMK) von Warschau nach Krakau und weiter nach Kattowitz. Dazu bereitet Polskie Linie die Strecke Nr. 4 schrittweise auf die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vor.  So soll die Reisezeit zwischen Warschau und Südpolen um bis zu 25 Minuten verkürzt werden. Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitungen für die CMK ist die Einführung moderner Steuerungs- und Kommunikationssysteme. Die Fertigstellung des GSM-R-Systems auf der CMK war für die Inbetriebnahme des ETCS-Systems der Stufe 2 unerlässlich. Es gewährleistet eine kontinuierliche Überwachung der Zugführung und ist für Fahrten mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h erforderlich. 

Die Erhöhung der Geschwindigkeit auf der CMK wird vor allem für die Verbindungen zwischen Warszawa und Kraków sowie Katowice von Bedeutung sein, aber auch für weitere Strecken, die über diese Linie bedient werden. 

Das staatliche Bahnunternehmen PKP Intercity hat bereits Ausschreibungen für 20 neue, mindestens 320 km/h schnelle Triebzüge auf den Weg gebracht. Die Beschaffung erfolgt im Rahmen eines wettbewerblichen Dialogs. Hersteller, darunter auch Siemens Mobility, mussten sich zunächst für dieses Verfahren qualifizieren. Nach dem vorläufigen Zeitplan von PKP Intercity soll die Entscheidung über den Lieferanten bis August 2027 fallen. Die Ausschreibung beinhaltet zudem eine Option auf weitere 35 Hochgeschwindigkeitstriebfahrzeuge. Darüber hinaus muss ein Bewerber im Falle eines Zuschlags 30 Jahre lang Wartungsarbeiten übernehmen und hierfür eine entsprechende Anlage in Polen errichten.  Quelle: PKP 

Esso wird neuer Partner in der ADAC Vorteilswelt

Der ADAC und die Esso Deutschland GmbH haben eine mehrjährige Kooperation im Rahmen der ADAC Vorteilswelt vereinbart. Esso wird somit neuer Vorteilspartner beim ADAC Tankrabatt. 

Ab 01. September 2026 können ADAC Mitglieder an rund 1.100 Esso Tankstellen in Deutschland günstiger tanken. Die bisherige Kooperation mit dem Tankpartner Shell endet zum 31. Dezember 2026. Bis dahin sind für ADAC Mitglieder beide Vorteilsangebote parallel verfügbar. Auch an Enilive, Eni und Agip Service-Stationen erhalten ADAC Mitglieder weiterhin Vergünstigungen. 

Mehr als 22 Mio. ADAC Mitglieder können den Tankrabatt an den teilnehmenden Esso Tankstellen nutzen. Zusätzlich sind im Rahmen der Partnerschaft weitere digitale Angebote vorgesehen. Ziel ist es, Mitgliedern im Alltag einen zusätzlichen Einkaufsvorteil beim Tanken zu bieten und den Zugang zu weiteren Vorteilen an möglichst vielen Tankstellen zu ermöglichen. Zum Start der Kooperation bieten der ADAC und Esso bis einschließlich 15. Oktober 2026 einen Tankrabatt von zwei Cent pro Liter Kraftstoff. Danach beträgt der Rabatt 1  Cent pro Liter.

„Mit Esso gewinnen wir einen starken und bundesweit präsenten Partner für die ADAC Vorteilswelt. Das große Esso Netzwerk ermöglicht vielen unserer Mitglieder, den Tankvorteil einfach in ihren mobilen Alltag zu integrieren. Gleichzeitig entwickeln wir die ADAC Vorteilswelt konsequent weiter“, sagt Joost Greve, Ressortleiter Loyalty & Customer Engagement beim ADAC. Die Esso Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg gehört zur globalen ExxonMobil Organisation, einem der weltweit größten Energieunternehmen.

Tim Paulsen, Leiter des Tankstellengeschäftes von Esso: „Kundentreue ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Tankstellengeschäfts. Mit der neuen Partnerschaft verbinden wir die Stärke der Marke Esso mit der Reichweite und dem Vertrauen in den ADAC. Gemeinsam möchten wir unseren Kunden attraktive Vorteile bieten, neue Zielgruppen erreichen und die Bindung zu unseren bestehenden Kunden weiter stärken.“

Nutzung des Tankrabatts im Alltag. 
Für den Tankrabatt genügt das Vorzeigen der ADAC Mitgliedskarte in physischer oder digitaler Form („Show your Card“). Eine zusätzliche Registrierung oder die Übermittlung persönlicher Daten sind nicht erforderlich. In der ADAC Drive App können Mitglieder teilnehmende Tankstellen in der Nähe oder entlang einer Route finden und dort ihre digitale Mitgliedskarte vorzeigen. Die App zeigt zudem aktuelle Kraftstoffpreise an. Weitere Informationen zur ADAC Vorteilswelt und zum Esso Tankrabatt unter adac.de/vorteile. Quelle: ADAC / CM

Nach dem Aus der Zusammenarbeit mit Aral folgt nun die Kooperation des ADAC mit ESSO. Foto: Esso