Ein wahrer Held der Deutschen Bahn

Ein nagelneuer ICEL war am Samstag, 11. Juli 2026 von Westerland auf Sylt nach Berlin unterwegs als es plötzlich ein ziemlich unangenehmes Problem gab: Das Klopapier war in den Bordtoiletten ausgegangen. Statt die Fahrgäste mit dieser misslichen Lage alleine zu lassen, entschied der Zugchef, das Problem selbst und sofort zu lösen.

Der Bahnbedienstete ließ den Zug außerplanmäßig in Hamburg-Bergedorf stoppen. Dann stieg er selbst aus und ging schnell in einen nahen Supermarkt. Dort kaufte er Toilettenpapier. Er brachte drei große Packungen in den Zug – erst dann fuhr der ICE L weiter. Nach DB-Informationen war infolge eines Personalwechsels bzw. -ausfalls vergessen worden, den Fernzug vor der Abfahrt in Westerland richtig zu beladen, auch mit WC-Papier. .

Die Bahn hat den Vorfall inzwischen bestätigt. Eine Sprecherin sagte dem Nachrichtenportal Tag24, dass es einen kurzfristigen Ausfall gegeben habe und der Zug deshalb nicht richtig – zum Beispiel mit Toilettenpapier – beladen wurde. Und: Der Zugchef soll das Geld für den spontanen Toilettenpapier-Einkauf zurückbekommen.

In einem Instagram-Video wird der Zugchef als Mitarbeiter des Monats gefeiert. Auch in den Kommentaren gibt es unglaublich viele positive Kommentare. Der Zugchef wird als „Ehrenmann“ und „wahrer Held“ bezeichnet. Außerdem wird eine Gehaltserhöhung für ihn gefordert. Und – auch andere Bahn-Mitarbeiter bekommen Lob: „Die Zugbegleiter können für die wenigsten Probleme etwas und versuchen immer aus jeder Situation das beste rauszuholen ❤️ Vielen Dank für euer Engagement, das ihr jeden Tag an den Tag legt 👍“ nicolasimeono. Der ICE hatte am Ende übrigens fast 45 Minuten Verspätung. Aber: Bei dieser Story verzeiht man das doch gerne.

Übrigens: Wir hatten vor Jahren auf einer Geschäftsreise ins kanadische Calgary ein ganz ähnliches Problem: Auf dem Flug nach Frankfurt waren kurz nach dem Start in Kanada sämtliche Bord-WVCs ausgefallen. Anstatt umzudrehen – wir waren ca. 30 Minuten in der Luft – hieß es einfach, es würden keine Getränke auf dem gut zehnstündigen Flug mehr ausgeschenkt. Der Flug mit einer sehr namhaften Airline wurde so für die allermeisten Passagiere zum wahren Höllentrip… Quelle: SWR / DB / CM

Sixt: Meilen für Treueprogramm American AAdvantage und SIXT ONE

Kunden der Autovermietung Sixt können ab sofort bei weltweiten Anmietungen Meilen für das Treueprogramm AAdvantage von American Airlines sammeln. 

Wie der Münchner Mobilitätsanbieter mitteilte, erhalten AAdvantage-Mitglieder zwei Meilen für jeden Dollar, der für eine Sixt-Anmietung ausgegeben wird (ausgenommen Steuern und Gebühren). Mitglieder können Sixt-Fahrzeuge über die Website oder die App des Unternehmens buchen und dabei ihre AAdvantage-Nummer angeben, um die Meilen zu sammeln. 

SIXT ONE: Da<s Bonusprogramm ist auch in Europa verfügbar. Foto: Sixt

SIXT ONE.  Das neue Bonusprogramm SIXT ONE des internationalen Premium-Mobilitätsanbieters SIXT ist – nach dem erfolgreichen Start in den USA – ab sofort auch in Europa mit Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Der Roll-out in den weiteren europäischen Märkten ist inzwischen auch erfolgt. 

Das Programm ist vollständig digital in die SIXT App integriert und richtet sich gleichermaßen an Geschäfts- und Privatreisende. Mit der Einführung von SIXT ONE stärkt das Unternehmen die Kundenbindung in seinen Kernmärkten und setzt seine internationale Wachstumsstrategie fort. In den USA wurde das Programm bereits Ende 2025 getestet und verzeichnete in den ersten Wochen Hunderttausende Anmeldungen.

SIXT ONE basiert auf einem vierstufigen Statussystem (Silver, Gold, Platinum, Diamond). Mitglieder sammeln bei Anmietungen Statuspunkte, die ihren Status erhöhen und Vorteile freischalten. Zu den Vorteilen zählen u.a. eine schnellere Fahrzeugabholung, exklusive Mitgliederangebote sowie die Möglichkeit auf kostenfreie Fahrzeugupgrades. Zusätzlich erhalten Kunden Mietpunkte, die für künftige private Buchungen flexibel als Rabatt eingesetzt werden können. Zudem können Kunden mit bestehendem Status bei ausgewählten Partnerprogrammen von Autovermietern, Kreditkarten-, Airline- oder Hotelanbieter nach Registrierung in einen vergleichbaren SIXT ONE Status eingestuft werden.

Alexander Sixt, Co-CEO der Sixt SE: „Mit SIXT ONE führen wir erstmals ein globales Loyalitätsprogramm ein, das weit über ein klassisches Bonusprogramm hinausgeht. Für unsere Kunden bedeutet SIXT ONE ein deutlich einfacheres und komfortableres Mobilitätserlebnis: Sie profitieren von schnelleren Abläufen, exklusiven Vorteilen und einem transparenten digitalen System aus Status und Punkten, das vollständig in die SIXT App integriert ist. Gleichzeitig schaffen wir für SIXT eine skalierbare Plattform, die langfristige Kundenbeziehungen stärkt und wiederkehrende Nutzung fördert. Unser Ziel ist klar: Wir wollen nicht nur einzelne Anmietungen belohnen, sondern eine nachhaltige Verbindung zu unserer Marke aufbauen – und unseren Kunden weltweit ein durchgängig hochwertiges Mobilitätserlebnis bieten.“

So funktioniert SIXT ONE. Bei jeder qualifizierenden* Anmietung sammeln Mitglieder zwei Arten von Punkten: Statuspunkte und Mietpunkte. Für jeden Euro wird jeweils ein Statuspunkt und – abhängig vom Status – mindestens ein Mietpunkt gutgeschrieben. Statuspunkte dienen dazu, eine höhere Statusstufe und die damit verbundenen Vorteile zu erreichen. Ein erreichter Status ist jeweils bis zum Ende des Folgejahres nach Erreichen gültig. Beispiel: Wer im März 2026 den Gold-Status erreicht, behält diesen bis Dezember 2027.

Neben den Statuspunkten erhalten Mitglieder bei jeder qualifizierenden Anmietung ebenfalls Mietpunkte, die für künftige private Anmietungen als Rabatt eingelöst werden können. Silver-Mitglieder erhalten einen Mietpunkt pro qualifiziertem Euro. Mit steigendem Status erhöht sich die Gutschrift: Gold-Mitglieder erhalten 10 % zusätzliche Mietpunkte, Platinum-Mitglieder 20 % und Diamond-Mitglieder 30 % zusätzliche Mietpunkte. Mietpunkte sind 24 Monate gültig – jeweils bis zum Ende des Quartals, in dem sie gesammelt wurden. Die Punkteberechnung erfolgt auf Basis des Mietpreises (ohne Steuern und Gebühren). Quelle: Sixt / CM

Ellbogen-Sitzplätze bei United

United Airlines wird in ihren neuen Airbus A321XLR-Flugzeugen Sitze mit mehr Platz für die Ellbogen anbieten, wie die Fluggesellschaft bekannt gab.

Um diesen zusätzlichen Raum zu schaffen, wird die Airline eine Reihe von „Economy Plus“-Sitzen reservieren und den Mittelsitz blockieren. Laut United erhalten die Passagiere auf diesen Plätzen zudem Zugang zu einem gemeinsamen Tisch, der über dem blockierten Mittelsitz angebracht ist; dieser wird speziell angefertigt und verfügt über einen lederartigen Bezug sowie zwei Vertiefungen für Getränkebecher.

Der Verkauf der neuen Sitze soll voraussichtlich im Laufe dieses Jahres starten, und sie sollen „kurz darauf“ auf Flügen verfügbar sein. United plant, diese Sitze in allen 50 bestellten Airbus A321XLR-Maschinen anzubieten, und prüft zudem, „diese Art von Sitzen künftig auch in anderen Flugzeugen einzuführen“.

Die Ankündigung erfolgt wenige Monate, nachdem United die „United Relax Row“ vorgestellt hat – eine Sitzreihe, die sich in eine Couch umwandeln lässt und ab Anfang 2027 in den Großraumflugzeugen der Typen Boeing 787 und 777 zum Einsatz kommen soll. Quelle: United Airlines / CM

BCD startet Datenanalyse-Plattform für Tripsource

BCD Travel hat im Rahmen seiner Plattform Tripsource ein neues Analyse-Framework entwickelt. Das ermöglicht Kunden, mithilfe natürlicher Sprache mit Programm-, Zahlungs- und Risikodaten zu arbeiten; 

Laut dem US-Travel-Management-Unternehmen führt „Tripsource Insights“ Daten aus den verschiedenen Systemen und von den Anbietern von BCD auf einer einzigen Benutzeroberfläche zusammen und macht sie über einen KI-basierten Analyse-Assistenten zugänglich. Die Plattform bietet BCD zufolge dynamische Visualisierungen auf einen Blick sowie die Möglichkeit, Abfragen in natürlicher Sprache zu stellen, um so Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen.

Für Mobilitäts- bzw. Travel Manager liefert Tripsource Insights Echtzeitdaten zu Leistungskennzahlen, Nutzungsraten und CO2-Emissionen. Finanzteams können die Plattform nutzen, um Ausgaben nach Kategorien zu analysieren und die Nutzung virtueller Kreditkarten auf „granulärer Ebene“ (kleinst mögliche Einheiten) zu verfolgen, so BCD. Zudem umfasst die Plattform ein Dashboard zur Sicherheit der Reisenden, das Informationen zum Reiseziel sowie Risikowarnungen anzeigt. Quelle: BCD / CM

Benziner und Diesel auf dem Weg ins Abseits

Im ersten Halbjahr 2026 legte der Markt für alternative Antriebe (reiner E-Antrieb, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gasantrieb) um 21,7 % auf 966.085 Fahrzeuge zu, wobei Internationale Marken etwa 44 % ausmachten. 

Der Anteil der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben am Gesamtmarkt lag in diesem Zeitraum bei 65,1 %, rund 8,5 Prozentpunkte höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im Juni 2026 wurden 201.706 Pkw mit alternativen Antrieben neu zugelassen, das sind rund 36,8 % mehr als im Vorjahresmonat.Das Geros machten dabei batterieelektrische Modelle aus.

Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) erreichten in den ersten sechs Monaten 2026 368.006 Einheiten und machten so rund 24,8 % des Pkw-Gesamtmarktes aus, das sind 7,1 Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Im Juni wurde dabei der historisch dritthöchste BEV-Marktanteil bzw. der mit Abstand höchste Anteil seit Ende der gewerblichen E-Kaufförderung im August 2023 festgestellt: 28,4 % aller Pkw-Neuzulassungen hatten im zurückliegenden Monat einen rein batterieelektrischen Antrieb. Die BEV-Neuzulassungen lagen im ersten Halbjahr 2026 rund 48 % über dem Vorjahresniveau, die von Internationalen Marken lagen sogar mit 62,1 % im Plus. Im BEV-Markt hatten Internationale Marken somit einen Marktanteil von 44,6 %, im Juni waren es sogar 46,9 %. Im Juni 2026 wurden insgesamt 84.057 BEV-Pkw neu zugelassen, 78,2 % mehr als im Vorjahresmonat.

Die Liebe zu PHEV nimmt ab. Zweistellige Wachstumsraten verzeichneten im ersten Halbjahr auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV). 163.793 PHEVs rollten in diesem Zeitraum neu auf die Straßen und damit 17,9 % mehr als in den ersten sechs Monaten 2025. Der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag damit bei 11,0 %, gut 1,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum. Der PHEV-Marktanteil der internationalen Marken lag in diesem Zeitraum bei ca. 40,7 %. Im Juni wurden 32.212 neue PHEV-Pkws zugelassen (+25,8 %), sodass diese einen Marktanteil von 10,9 % hatten.

Zusammen kommen die Elektrofahrzeuge (BEVs, Plug-In-Hybride und einige wenige Brennstoffzellenfahrzeuge) im ersten Halbjahr 2026 damit auf einen Marktanteil von 35,8 % bei 531.808 Neuzulassungen. Das entspricht einem Anstieg um 37,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Juni 2026 lag der Elektromarkt bei 116.270 Neuzulassungen mit 59,7 % im Plus.

Die Neuzulassungen vonHybrid-Fahrzeugen ohne Stecker stiegen in den ersten sechs Monaten 2026 um 6,9 %. 427.633 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Neuzulassungen von 28,8 %. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag in dieser Zeit bei 43,8 %. Im Juni wurden etwa 13,6 % mehr Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker neu zugelassen als im Vorjahresmonat.

Die Neuzulassungen von reinen klimaschädlichen Verbrenner-Pkw erreichten in den ersten sechs Monaten 2026 518.237 Einheiten, davon 325.080 Benziner (-18,2 %) und 193.157 Diesel (-8,6 Prozent). Der Benziner-Anteil an den Pkw-Zulassungen lag bei 21,9 %, Diesel erreichten einen Anteil von 13,0 %. Quelle: VDIK / CM

Aufgewerteter neuer Audi Q3

Der Audi Q3 fährt mit mehr Ausstattung ab Werk, frischen digitalen Features und einer neuen Paketstruktur ins Modelljahr 2027. 

Zum Modelljahr 2027 umfasst die Serienausstattung des Audi Q3 erstmals Komfortschlüssel, Sitzheizung, 2-Zonen-Klimaautomatik und Rückfahrkamera. Die drei Tech-Pakete – Tech, Tech plus und Tech pro – verfügen nun über mehr frei wählbare Einzeloptionen. Dazu zählen u.a. Fahrwerksoptionen, Akustikverglasung, ein Sonos-Soundsystem, Lendenwirbelstütze sowie der Halteassistent als Erweiterung der elektromechanischen Parkbremse. 

Cockpit des neuen Audi Q3 Foto Audi

Der adaptive Fahrassistent erhält ebenfalls ein Upgrade: Mit dem Modelljahr 2027 lassen sich nun auch Onlinedaten nutzen, um Geschwindigkeit und Abstände anzupassen. Dafür greift das System für die Längs- und Spurführung erstmals auf Schwarmdaten zu. So kann der Q3 beispielsweise die durchschnittlich auf einer Straße gefahrene Geschwindigkeit berücksichtigen.

Der Parkassistent pro sowie das trainierte Parken lassen sich über die myAudi App ferngesteuert via Smartphone bedienen. Der neue Valetmode sperrt Bildschirm und Tasten bei der Fahrzeugübergabe an Dritte – etwa beim Parkservice – und schützt so persönliche Daten zuverlässig.

Die digitalen Matrix LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Technologie passen die Lichtverteilung dynamisch an und blenden andere Verkehrsteilnehmende zuverlässig aus. 

Die Anhängelast des Q3 e-hybrid steigt auf bis zu 2.000 kg – ein Zuwachs von 600 kg gegenüber dem Vorgängermodell. 

Das neue Infotainmentsystem auf Basis von Android Automotive stellt zahlreiche Apps wie Microsoft Teams bereit, die direkt über das MMI steuerbar sind – ein Smartphone wird dafür nicht mehr benötigt. 

Die kabellose Smartphone-Ladestation in der Mittelkonsole unterstützt ab Modelljahr 2027 den Magnetic Power Profile-Standard mit 25 statt mit bisher 15 Watt. Die überarbeitete Lenkradbedienung kombiniert Touch-Flächen mit haptischen Walzen. Im Fond stehen drei USB-C-Anschlüsse mit bis zu 100 Watt Ladeleistung zur Verfügung. Der Serienanlauf erfolgt Anfang September 2026. Quelle: Audi / CM

Weniger Bürokratie für den Luftverkehr

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts zum Bürokratierückbau im Verkehrsbereich. Das Gesetz und die dazugehörige Verordnung greifen Vorschläge der Luftverkehrswirtschaft auf und setzen ein wichtiges Signal gegen immer neue Nachweis-, Dokumentations- und Verfahrenspflichten. 

Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des BDL: „Die Kehrtwende ist eingeleitet. Nach vielen Jahren, in denen die Zahl und Komplexität der Vorschriften stetig gewachsen sind, nimmt die Bundesregierung den Bürokratierückbau endlich in Angriff. Das ist ein wichtiges Signal für die deutsche Luftverkehrswirtschaft und für den gesamten Wirtschaftsstandort.“ 

Der BDL bewertet insbesondere den Abbau nationaler Zusatzanforderungen und die Vereinfachung bestehender Verfahren positiv. Dazu gehören u.a. die Abschaffung einer zusätzlichen nationalen Prüferlaubnis für Luftfahrtgerät, die Anpassung von Meldepflichten bei Unfällen an europäische Vorgaben sowie der Wegfall von Lkw-Fahrverboten an nicht bundeseinheitlichen Feiertagen. Letzteres erleichtert die Anlieferung und den Weitertransport von Luftfracht und verbessert die Verlässlichkeit bundesweiter Lieferketten, sorgt aber für ein massives Gefahrenpotenzial für alle anderen Straßenverkehrsteilnehmer. Immerhin sind Lkw für jährliche Schäden allein an der Infrastruktur von mehr als 500 Mrd. Euro verantwortlich. 

Der Handlungsbedarf bleibt jedoch groß. Der Luftverkehr ab Deutschland entwickelt sich weiterhin schwächer als in anderen europäischen Ländern. Während das Sitzplatzangebot an deutschen Flughäfen im Sommer erst 89 % des Niveaus von 2019 erreicht, liegt das übrige Europa bereits bei 116 %. Der Abbau unnötiger Bürokratie kann dazu beitragen, dass Deutschland nicht weiter zurückfällt. 

„Damit der Luftverkehrsstandort Deutschland wieder aufholen kann, müssen schnell weitere Maßnahmen folgen“, sagt Lang. „Besonders wichtig ist, europäische Vorgaben künftig ohne zusätzliche nationale Sonderregelungen umzusetzen. Dieses ‚Gold-Plating‘ belastet Unternehmen in Deutschland stärker als ihre europäischen Wettbewerber – ohne erkennbaren Mehrwert.“ 

Nach Einschätzung des BDL bleiben die beschlossenen Regelungen etwa bei der Luftsicherheit und der Digitalisierung von Verwaltungsverfahren hinter den Möglichkeiten zurück. Notwendig sind u.a. der konsequente Ersatz von Schriftform- und Originaldokumentpflichten durch digitale Verfahren, eine vollständig elektronische Kommunikation mit den Behörden sowie einfachere und schnellere Genehmigungsprozesse beim Luftfahrt-Bundesamt. Quelle: BDL / CM

Kraftstoffpreise klettern stark

Pünktlich zum Start der heißen Phase des Sommerreiseverkehrs sind die Kraftstoffpreise noch einmal massiv gestiegen. 

Laut aktueller ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 2,083 Euro und damit 5,9 Cent mehr als in der Vorwoche. Fast doppelt so stark verteuerte sich Diesel-Kraftstoff: Der Preis für einen Liter liegt im Schnitt bei 2,070 Euro und damit um 11,7 Cent über dem Preis der Vorwoche. Beide Kraftstoffsorten sind somit wieder deutlich über der Marke von zwei Euro angelangt. Diesel ist aktuell nur noch 1,3 Cent günstiger als Super E10.

Laut ADAC ist die jüngste Verteuerung beim Tanken vor allem auf den in den vergangenen Tagen deutlich gestiegenen Ölpreis infolge der erneuten Eskalation im Nahen Osten zurückzuführen. Aktuell notiert Brent-Öl bei rund 85 US-Dollar, in der Vorwoche waren es etwa 75 US-Dollar. Dass der Preisaufschlag bei Diesel fast doppelt so stark ausfällt, liegt u.a. daran, dass Diesel zu großen Teilen importiert werden muss und sein Preis in Krisenzeiten generell deutlich volatiler ist. 

Wer beim Tanken sparen will, sollte nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren, denn dann sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen danach langsam wieder ab. Quelle: ADAC / CM

Belgien führt Pkw-Maut ein

Deutschland war zu dumm, eine eigene Autobahnmaut einzuführen. Die Belgier drehen uns nun wie schon vorher die Österreicher und viele weitere europäische Länder eine Nase.  Ab 01. Mai 2027 müssen alle Autofahrer in Belgien eine digitale Maut entrichten. De gilt auch für Ausländer, z.B. automobile Geschäftsreisende. 

Die drei Regionen Flandern, Wallonien und Brüsdsel haben sich auf eine gemeinsame Maut geeinigt. Die Pflicht gilt für Fahrzeuge bis 3,5 t. Die Gebühr gilt für alle Hauptverkehrswege, nicht für das lokale Straßennetz, so wie es z.B. auch in Österreich der Fall ist.  Zu  erwerben ist die digitale Vignette über eine Internetplattform oder an Tankstellen erwerben. Das Ticket ist fest an das jeweilige Kennzeichen gebunden. Die Jahrespreise stehen fest: Für Elektroautos werden 90 Euro fällig. Für Verbrenner fallen je nach Euro-Norm bis zu 125 Euro. Und wie beim Vorbild Österreich wird es auch Kurzzeittarife von einem Tag bis zu zwei Monaten geben. 

Ebenfalls wie beim Vorbild Österreich überwachen die Behörden sämtliche mautpflichtigen Strecken digital mit einer automatischen Kennzeichenerkennung. Nach dem Start am 1. Mai 2027 tritt eine zweimonatige Toleranzphase in Kraft, in der Verstöße straffrei bleiben. Danach gilt: Wer ohne gültige Vignette fährt, zahlt mindestens 70 Euro Bußgeld. Quelle: De Tijd  / CM

Erlebnisprämien

Vor allem in Hotelprogrammen findet man mehr und mehr Erlebnisprämien. Die stellen zumindest auf dem Papier eine interessante Alternative dar, haben aber oftmals einen weniger interessanten Gegenwert pro Punkt.

Deswegen ist der Ansatz der Langham Hotels mit ihren neuen Erlebnisprämien über fünf Kategorien durchaus interessant: Preise für Prämiennächte im Brilliant by Langham-Programm sind dynamisch gestattet und kosten in der Regel mindestens 100.000 Punkte, oftmals aber sogar deutlich mehr.

Programm der Langham Hotels

Die ersten veröffentlichten Erlebnisprämien kosten jedoch nur 1.000 oder 3.000 Punkte und sind so deutlich rascher erreichbar. Um 1.000 Punkte zu sammeln, muss man in dem Programm 35 USD in Langham Hotels ausgeben. Auch wenn es oft schwer ist, diesen Prämien einen monetären Wert entgegenzustellen, kann dies so durchaus eine lohnenswerte Alternative zur Punktenutzung darstellen.

Die Langham-Erlebnisprämien sind stets wechselnde Angebote, die jeweils nur zu bestimmten Terminen in bestimmten Hotels angeboten werden. Quelle: Langham / CM