Škoda läuft allen anderen beim IfA-MarkenMonitor den Rang ab

Seit mehr als 25 Jahren untersucht das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) mit dem MarkenMonitor die Beziehungen zwischen Herstellern und Händlern. Für das Resultat vergeben die Händler nach dem Schulnotensystem Bewertungen von eins bis sechs. Škoda erreicht mit einem Wert von 2,44 das beste Ergebnis aller 32 überprüften Händlernetz.

Die Beziehung der deutschen Autohändler zu ihren Herstellern hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Im aktuellen Marken-Monitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) erreicht sie die Durchschnittsnote 3,06 (2025: 3,26 nach dem Schulnotensystem). Von einer echten Zufriedenheit kann nach Einschätzung des IfA jedoch noch keine Rede sein. Zum Spitzenwert aus dem Jahr 2018 (Note: 2,51) ist noch viel Luft.

Im Bild: Der IfA MarkenMonitor 2026 bescheinigt Škoda die beste Zusammenarbeit von Hersteller und Handelsbetrieben sowie die nachhaltigste Entwicklung. Die Auszeichnungen nahmen Peter Kühl, Leiter Handelsnetz Škoda Auto Deutschland (2. von links) und Kersten Borst, 1. Stellvertreter Verband Deutscher Škoda Vertragspartner e.V. (2. von rechts), entgegen.  Foto: Škoda

Hinter Škoda folgen Subaru und Porsche. Bei den sogenannten „New Brands“ liegt BYD vorn knapp vor MG, Xpeng und GWM

Besonders positiv bewerteten die Handelsunternehmen beim Gesamtsieger den Bereich ‚Produkt & Marke‘ mit einer Note von 2,08. Für die kontinuierliche Entwicklung seit 2023/2024 wurde Škoda zudem mit dem ‚Nachhaltigkeitspreis‘ ausgezeichnet und verbessert sich von Rang elf auf den ersten Platz.

Frank Barwasser, Sprecher der Geschäftsführung Škoda Auto Deutschland: „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis des ‚IfA MarkenMonitor 2026‘. Die Auszeichnung bestätigt unseren eingeschlagenen Kurs: Attraktive Produkte und ein vertrauensvolles Miteinander von Hersteller und Handel – der direkten Schnittstelle zum Kunden – sind zentrale Erfolgsfaktoren für unsere Marke.“

Die jährliche Untersuchung der Handelsbeziehungen zwischen Hersteller und Händlern durch das Institut für Automobilwirtschaft fand im Zeitraum vom 16.3.2026 bis 11.6.2026 statt. Sie richtete sich an rund 1.300 Inhaber und Geschäftsführer von Automobilhandelsunternehmen. Aus 40 Einzelkriterien entwickelt der IfA MarkenMonitor die Gesamtzufriedenheit der Handelsunternehmen mit dem Hersteller. Diese umfassen die Bereiche ‚Produkt & Marke‘, ‚Vertriebspolitik‘, ‚Gebrauchtwagen‘, ‚Aftersales‘ sowie ‚Netzpolitik & Zusammenarbeit‘. Der IfA MarkenMonitor ist damit ein bedeutendes Instrument zur Analyse und Steuerung dieser für den Markenerfolg wichtigen Beziehung.

Mit der Note von 2,44 erreichte Škoda das beste Resultat aller Hersteller – inklusive der starken heimischen und der Premium Anbieter – und setzte sich auch bei den ‚Großen Importeuren‘ durch. Die beste Bewertung vergaben die Händler für den Bereich ‚Produkt & Marke‘ (Gesamtnote 2,08). Besonders positiv fielen hier die Noten für die Unterpunkte ‚Qualität der Fahrzeuge‘ (1,83), ‚Image der Marke‘ (1,89), ‚Attraktivität der angebotenen Produkte‘ (1,85) sowie das ‚aktuelle und das künftig erwartbare Absatzpotenzial der Marke‘ (jeweils 1,91) aus. Dass sich die Erfolge nicht auf kurzfristige Maßnahmen stützen, belegt der ‚Nachhaltigkeitspreis‘, der ebenfalls an Škoda geht. Quelle: IfA / Škoda Auto / CM

Hitze und Lkw-Flut zerstören unser Azutobahnnetz

11 Autobahnen sind in Deutschland inzwischen wegen starker Hitzerschäden gesperrt bzq. Dürfen nur mit vermindertem Tempo befahren werden. Das Problem: Geplatzter Asphalt,  Fahrbahnaufwölbungen und Risse, so genannte Blowups, können zu schweren Unfällen führen. Rund 30 % des 13.000 km umfassenden Autobahnnetzes in Deutschland bestehen aus Betonplatten.

  • Der ADAC hat Informationen der Autobahn GmbH des Bundes ausgewertet : Danach kommt es in ganz Deutschland zu Einschränkungen auf dem 13.200 km langen Fernstraßennetz, insbesondere zu Sperrungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Betroffen sind u.a.  
  • die A1 zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe
  • die A2 zwischen Ziesar und Wollin sowie zwischen Lehrte und Lehrte-Ost
  • die A3 zwischen dem Mönchhofdreieck und Wiesbaden (Nur Tempo 80 km/h erlaubt)
  • die A6 zwischen dem Autobahnkreuz Mannheim und Mannheim/Schwetzingen
  • die A7 nahe Marmstorf
  • die A9 bei Ingolstadt in beiden Richtungen
  • die A 10 zwischen Berlin-Marzahn und Hohenschönhausen sowie Hellersdorf-Dreieck-Spree sowie zwischen Potsdam Nord und Dreieck Havelland
  • die A13 zwischen Rastanlage Bersetal und zwischen Staakow und Am Burggraben
  • die A48 auf der Rheinbrücke bei Bendorf ist nur mir 60 km/h befahrbar
  • die A66 zwischen Wiesbaden-Biebrich und Eiesbaden-Frauenstein
  • die A93 zwischen Weiden-Süd und Luhe-Wildenau

Ob man auf einer dieser Beton-Fahrbahnen unterwegs ist, lässt sich anhand der Beschaffenheit der Straße erkennen: Die Betonfahrbahn besteht aus aneinandergelegten Platten, dazwischen befinden sich Nähte, die auch beim Darüberfahren spürbar sind. Aber auch diese Strecken sind weitestgehend saniert und mit Entlastungsstreifen versehen.

Da vor allem der schwere Straßengüterverkehr mit mehr als 8 Mio. Lkw pro Tag nicht nur die Asphaltfahrbahnen in Grund und Boden fährt, spricht zerstört, kommt es bei den momentanen Temperaturen auch bei Betonfahrbahn zu hitzebedingte Spannungsspitzen. Im Extremfall entstehen plötzliche Fahrbahnaufwölbungen, also Blow-ups, bei denen die Straße aufbricht. Und das ist vor allem für FahrerInnen von Pkw und MotorradfahrerInnen höchst gefährlich.

Um die Verkehrsteilnehmenden besser zu schützen, wurde jetzt für bestimmte Autobahnabschnitte in Deutschland laut ADAC eine Geschwindigkeitsbegrenzungeingeführt.

Tempolimits bei Straßenschäden. Auf den betroffenen Autobahnabschnitten gilt von Mai bis September ein einheitliches Tempolimit von 120 km/h für alle Verkehrsteilnehmenden mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen. Teilweise gilt Tempo 80 und sogar 60 km/h. Schwerere Fahrzeuge dürfen generell nur mit 80 km/h unterwegs sein. Das aber ist nach unseren Beobachtungen nur ein frommer Wunsch: Die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer hält sich nicht an die Tempolimits, auch und vor allem nicht die Brummi-Kapitäne. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind beschildert. Quelle: ADAC / CM

BEV bleiben steuerlich attraktiv

Das Bundeskabinett hat die Kfz-Steuerbefreiung für BEV um fünf Jahre verlängert. Ursprünglich sollte die Regelung zum 01. Januar 2026 auslaufen, nun gilt sie für Neuzulassungen und Umrüstungen bis Ende 2030.

Das bedeutet für gewerbliche wie private Betreiber von batterieelektrischen Modellen mit Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2030, dass diese E-Autos bis zum 31. Dezember 2035 steuerfrei bleiben.

„Das hilft allen, die auf E-Autos umsteigen, und es unterstützt die Automobilindustrie“, so Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Für viele Firmen ist das ein doppelter Vorteil: wesentlich geringere Fixkosten pro Fahrzeug im Vergleich zu Verbrennerautos und ein Signal, dass sich der Umstieg auf elektrische Dienstwagen langfristig mehr als rechnet.

Zusätzlich hat das Kabinett eine Sonderabschreibung für E-Dienstwagen beschlossen. Firmen, die ein Elektroauto bis zu einem Anschaffungspreis von 100.000 Euro kaufen, können künftig 75 %  der Kosten im Jahr der Anschaffung abschreiben. Das verschafft Betrieben Liquidität und macht Investitionen in elektrische Flotten wirtschaftlich attraktiver. Laut Bundesfinanzministerium beläuft sich die Entlastung durch die verlängerte Kfz-Steuerbefreiung 2026 auf rund 50 Mio. Euro – bis 2030 sollen es bereits bis zu 380 Mio. Euro pro Jahr sein.

Weiterer Vorteil für Nutzer von Geschäftswagen: Wer Letztere auch privat nutzt, muss nur einen reduzierten geldwerten Vorteil versteuern: 0,25 % des Bruttolistenpreises bei Fahrzeugen bis 100.000 Euro, 0,5 % bei teureren Autos. Quelle: Bundesfinanzministerium / CM

Leo Express: Erster Zug aus Bohumín in Frankfurt eingetroffen 

Der erste Fernzug des tschechischen privaten Bahnunterhehmens Leo Express von Bohumín nach Frankfurt ist erfolgreich am Frankfurter Flughafen Fernbahnhof angekommen! Am Nachmittag trat er die Rückfahrt über Dresden, Prag und weiterer Städte entlang der Strecke an. 

An sich verkehren die neuen Fernzüge von Leo Express auf der Strecke Frankfurt – Prag – Przemyśl (nahe der Grenze zur Ukraine) und zurück. Bis zur Genehmigung durch die polnischen Behörden bleibt die Route auf den Abschnitt Bohumín – Frankfurt Flughafen Fernbahnhof beschränkt. 

Der erste Leo Express ist von Bohumín kommend in Frankfurt eingetroffen. Foto: Leo Express

Der Betreiber setzt moderne, für den internationalen Verkehr bestimmte RIC-Wagen ein, die mit Klimaanlage und WLAN ausgestattet sind. Fahrgäste können zudem Erfrischungen und weitere Bordservices nutzen. In einer späteren Phase plant Leo Express, das Angebot um eine Business Class sowie Liegewagen zu erweiternIn der Anfangsphase werden jeweils drei ehemalige 1. Klasse Abteilwagen mit jeweils 54 Sitzplätzen eingesetzt, die Leo Express als Economy Class betreiben wird. Im Laufe des Sommers wird das Angebot um zusätzliche Business ClassWagen sowie Schlafwagen erweitert. Leo Express ist bereit, die Anzahl der Wagen je nach Nachfrage weiter zu erhöhen. Das Bordpersonal wird auf Polnisch, Tschechisch, Englisch und Deutsch kommunizieren können. Tickets sind ab 9,9 Euro erhältlich.  

Vorläufig betreibt das Unternehmen eine Busverbindung auf dem Abschnitt Bohumín – Kraków – Tarnów – Rzeszów – Przemyśl und umgekehrt. „Eines der Ziele von Leo Express ist es, große europäische Ballungsräume zu verbinden und komfortable Reisemöglichkeiten auf Strecken anzubieten, auf denen bisher keine Direktverbindungen verfügbar waren. Das Potenzial der neuen Linie liegt darin, die wahrgenommene Barriere zwischen Ost- und Westeuropa zu überwinden, indem wichtige wirtschaftliche und kulturelle Zentren bis an die Grenze mit der Ukraine miteinander verknüpft werden. Unsere langfristige Strategie ist der Aufbau transeuropäischer Verkehrskorridore, die eine umweltfreundlichere Mobilität ermöglichen und eine komfortable Alternative zum Flug-, Bus- und Individualverkehr bieten“, sagt Peter Köhler, CEO von Leo Express. 

Aktueller Fahrplan. Der Zug fährt am Nachmittag in Bohumín ab, erreicht am Abend den Prager Hauptbahnhof und setzt seine Fahrt über Nacht bis zum Flughafen Frankfurt fort. In der Gegenrichtung fährt der Zug um 14:39 Uhr vom Flughafen Frankfurt ab, erreicht Prag in der Nacht und hält anschließend um 6:01 Uhr morgens in Bohumín. In Deutschland hält der Zug außerdem in Leipzig, Fulda, Hanau, Offenbach und Frankfurt (Süd). 

  • Bohumín 17:45 – Prag 22:32 – Dresden 1:38 – Frankfurt Flughafen 8:06 
  • Frankfurt Flughafen 14:39 – Dresden 22:30 – Prag 1:17 – Bohumín 6:01 

Der aktuelle Fahrplan stellt einen Kompromiss dar, der Streckensperrungen und Bauarbeiten in Deutschland sowie die Anpassung der Abfahrtszeit in Frankfurt berücksichtigt. Sobald der Betreiber die Fahrpläne für den folgenden Zeitraum erhält, werden diese schrittweise in das Reservierungssystem aufgenommen. Aufgrund von Bauarbeiten im gesamten Linienverlauf durch Deutschland kann es an einzelnen Tagen zu Verspätungen und/oder Haltausfällen kommen. Leo Express empfiehlt Fahrgästen, die konkreten Abfahrtszeiten im Reservierungssystem zu überprüfen.  

Der mit LE232 bezeichnete Zug fuhr am ersten Betriebstag zunächst ohne Verspätung. Später kam es in Děčín zu einer Verspätung von über einer Stunde, weil dort auf das Zugpersonal aus Deutschland gewartet werden musste. Der Betreiber musste die Fahrpläne aufgrund von Sperrungen in Deutschland in letzter Minute ändern. Ursprünglich sollte er wenige Minuten nach der Ankunft aus Prag von Frankfurt zurückfahren, nun wird er erst nach einem sechsstündigen Aufenthalt zurückkehren. Die Fahrt von Bohumín nach Frankfurt dauert knapp 15 Stunden. 

Leo Express will wichtige europäische Ballungsräume miteinander verbinden und komfortables Reisen auf Strecken ermöglichen, auf denen bisher keine direkten Verbindungen üblich waren. Die neue Strecke bietet einzigartige Reisemöglichkeiten quer durch Europa und verbindet wichtige wirtschaftliche und kulturelle Zentren.  Fahrkarten nicht nur nach Frankfurt sind ab 239 Kronen auf le.cz und in der Leo Express-App erhältlich.   

Angebot für Firmenkunden/Geschäftsreisende. Leo Express Global a.s., mit dem Sitz in Prag iat auch für Firmen bzw. Geschäftsreisende attraktiv. Um sich für eines oder beide Unternehmensprogramme anzumelden, müssen sie zunächst ein Konto im Smile-Club-Treueprogramm erstellen, wo sie sich dann im Bereich Unternehmenskonto anmelden. Das Treueprogramm Corporate ermöglicht en Kauf von Tickets zu vergünstigten Konditionen. Automatisch gibt es einen Rabatt von 5 % mit der Chance einer umsatzabhängigen Erhöhung. In Kategorie II erhält man 7,5 % Nachlass, in Kategorie III 10 %.  Quelle: Leo Express / CM 

Wegen Hitze: National Expresse stellt RRX-Linien am Samstag, 27. Juni ein

Aufgrund der anhaltenden extremen Hitze stellt National Express am Samstag, 27. Juni 2026, den Betrieb der Rhein-Ruhr-Express-Linien RE 1, RE 4, RE 5, RE 6 und RE 11 im Zeitraum von 13:00 Uhr bis voraussichtlich 19:00 Uhr vorübergehend ein. 

Es handelt sich um eine präventive Maßnahme, um Risiken für Fahrgäste und Fahrpersonal zu minimieren. Insbesondere soll vermieden werden, dass Züge unter den derzeit gesundheitlich stark belastenden Witterungsbedingungen ungeplant auf freier Strecke zum Stillstand kommen und Evakuierungen erforderlich werden.

„Die anhaltend extremen Temperaturen stellen die Fahrzeuge aktuell vor außergewöhnliche technische Herausforderungen. Die temporäre Betriebseinstellung ist eine vorsorgliche Entscheidung, um den verlässlichen Schutz und das Wohlergehen der Fahrgäste sowie Mitarbeitenden jederzeit zu gewährleisten. Uns ist bewusst, welche Auswirkungen dies auf viele Reisende hat – umso wichtiger ist es, in dieser Situation verantwortungsvoll zu handeln“, erklärt Andreas Leue, Chief Operating Officer (COO) von National Express Rail.

National Express bittet alle betroffenen Fahrgäste um Verständnis für diese Maßnahmen. Reisende werden dringend gebeten, sich vor Fahrtantritt über die bekannten Auskunftsmedien zu informieren und – soweit möglich – während der extremen Wetterlage von Zugreisen abzusehen.

Mit dem derzeit prognostizierten Temperaturrückgang am Sonntag rechnet National Express mit einer schrittweisen Entspannung der Fahrzeugverfügbarkeit. Die Entwicklung der Lage wird weiterhin fortlaufend bewertet. Anpassungen im Betriebsablauf erfolgen in Abstimmung mit den zuständigen SPNV-Aufgabenträgern und werden entsprechend kommuniziert. Zusätzlich können die für das Wochenende angekündigten Gewitterlagen den Betrieb weiter beeinflussen. Quelle: National Express Rail / CM

Bosch: CEO wirft überraschend hin

Dr. Stefan Hartung (60) legt zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit den Gesellschaftern sein Mandat als Vorsitzender der Geschäftsführung nieder. Damit scheidet er aus dem Gremium und der Robert Bosch Industrietreuhand KG aus. Sein Nachfolger wird zum 1. Juli 2026 Dr. Christian Fischer. Zu Stellvertretern ernannt werden Dr. Markus Forschner und Dr. Markus Heyn.

In sehr anspruchsvoller Zeit hat Stefan Hartung unter schwierigen Rahmenbedingungen wichtige Meilensteine für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erreicht. Er will sich künftig neuen gesellschaftlichen und unternehmerischen Aufgaben außerhalb der Bosch-Gruppe widmen. 

Dr. Christian Fischer wird zum 01. Juli 2026 neuer CEO von Bosch. Foto: Bosch

Der promovierte Maschinenbau-Ingenieur Hartung gehört seit dem Jahr 2013 der Bosch-Geschäftsführung an, seit dem 1. Januar 2022 als Vorsitzender der Geschäftsführung. Er trat 2004 in die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München, ein. Zuvor war er u.a. bei der Fraunhofer-Gesellschaft tätig.

Die Nachfolge tritt zum 1. Juli 2026 Dr. Christian Fischer (58) an. Als stv. Vorsitzender der Geschäftsführung und Kommanditist der Robert Bosch Industrietreuhand KG hat er die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren bereits mitgestaltet. Neben seiner Verantwortung für den Unternehmensbereich Consumer Goods war Fischer u.a. für die zentralen Wachstumsinitiativen des Unternehmens, das Portfolio-Management sowie die Entwicklung der obersten Führungskräfte des Unternehmens zuständig. Fischer soll die Umsetzung der Strategie vorantreiben, um das Unternehmen in Zeiten multipler Herausforderungen in seinen Märkten zukunftsfest zu machen. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler startete seine berufliche Laufbahn im Jahr 1996 bei Bosch als Trainee. Vor seiner Rückkehr ins Unternehmen und seinem Eintritt in die Bosch-Geschäftsführung im Jahr 2018 hatte er verschiedene Führungsrollen außerhalb des Unternehmens inne. 

Um die Transformation von Bosch zukunftsorientiert fortzusetzen, werden im Zuge des Wechsels an der Spitze die Zuständigkeiten in der Geschäftsführung neu geordnet. Die beiden Geschäftsführungsmitglieder Dr. Markus Forschner (59) und Dr. Markus Heyn (61) werden zum 1. Juli 2026 zu stv. Vorsitzenden der Bosch-Geschäftsführung ernannt.

Forschner ist seit dem Jahr 2022 Finanzchef (CFO) des Unternehmens und seit 1996 bei Bosch. Der studierte Informatiker und Betriebswirt promovierte am Lehrstuhl für Forschungs- und Entwicklungsmanagement der Universität Stuttgart. 

Markus Heyn ist seit dem Jahr 2022 Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility – er hat die Neuaufstellung des Sektors Mobility vorangetrieben und soll  den Bereich weiter auf die Zukunft ausrihten. Der promovierte Maschinenbauer trat 1999 in die Bosch-Gruppe ein und ist seit 2015 Mitglied der Geschäftsführung. Quelle: Bosch / CM

Erstes EU-Pilotprojekt für neue Bahnverbindungen über Grenzen hinweg: im Zug ohne Umstieg von Prag über Berlin nach Kopenhagen

Das erste EU-Pilotprojekt für neue grenzüberschreitende Bahnverbindungen ist erfolgreich in Betrieb gegangen: Seit dem 14. Juni sind Prag, Berlin und Kopenhagen auf der Schiene mit zwei täglichen Zugpaaren (Hin- und Rückfahrt) sowie einer saisonalen Verbindung über Nacht direkt miteinander verbunden. Das neue Angebot der Deutschen Bahn (DB) wird in Kooperation mit der Tschechischen Bahn (ČD) und der Dänischen Staatsbahn (DSB) betrieben. 

Mit diesem Angebot wird die erste komplett neue grenzüberschreitende Direktverbindung aus insgesamt zehn von der Europäischen Kommission unterstützten Pilotprojekten realisiert. Prag – Berlin – Kopenhagen zählt damit zu den ausgewählten Vorhaben, mit denen die EU-Kommission Hindernisse im internationalen Schienenverkehr überwinden, die Marktbedingungen verbessern und attraktive, nachhaltige Mobilität in Europa entwickeln will. Die trinationale Verbindung ermöglicht es Fahrgästen, klimafreundlich und ohne Umstieg von Prag über Berlin nach Kopenhagen zu reisen. Gleich drei Hauptstädte Europas sind damit direkt auf der Schiene miteinander verbunden. 

Mit Europas modernster Zuggarnitur der CS hat eine neue Bahn-Ära begonnen. Foto: DB

Die Inbetriebnahme des EU-Pilotprojekts würdigen feierlich DB-Vorstand Personenfernverkehr Michael Peterson, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde sowie die CEOs von ČD, Michal Krapinec, und DSB, Flemming Jensen, heute Nachmittag am Berliner Hauptbahnhof. 

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Europa wächst auf der Schiene noch enger zusammen. Mit dieser neuen Direktverbindung setzen wir unsere Strategie zum Ausbau grenzüberschreitender Verkehre fort. Dank der Unterstützung aus Brüssel bekommt der boomende internationale Bahnverkehr weiteren Schub.“ 

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Drei Hauptstädte, drei Länder, eine durchgehende Verbindung – das ist ein starkes Signal für klimafreundliche Mobilität, für komfortables Reisen und für einen leistungsfähigen Bahnverkehr im Herzen von Europa. Ich danke der tschechischen, dänischen und natürlich auch der Deutschen Bahn, dass sie die Idee eines geeinten Europas hier in der Praxis auf der Schiene in die Tat umsetzen und mit Leben füllen.“ 

Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus: „Heute feiern wir in Berlin einen wichtigen Meilenstein für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Europa. Diese neue Verbindung ist ein konkretes Beispiel dafür, was ein besser vernetztes, widerstands- und wettbewerbsfähigeres Europa seinen Bürgern bieten kann. Durch die bessere Anbindung von drei bedeutenden Hauptstädten entlang des transeuropäischen Verkehrsnetzes bringen wir die Europäer einander näher und stärken grenzüberschreitende Mobilität. Seit 2023 unterstützt die Europäische Kommission diese Initiative im Rahmen ihres Aktionsplans zur Förderung des europäischen Fernverkehrs. Mit der Connecting Europe Facility werden wir weiterhin in wichtige Infrastrukturprojekte entlang der Strecke investieren. Mit dem Abbau von Engpässen und kürzeren Reisezeiten werden wir so zu einer stärkeren, besser vernetzten Europäischen Union beitragen.“ 

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Berlin ist nicht nur deutsche Hauptstadt – Berlin ist auch ein pulsierendes Herz des europäischen Bahnnetzes. Dass wir heute Prag, Berlin und Kopenhagen direkt auf der Schiene miteinander verbinden, ist ein starkes Signal: für klimafreundliches Reisen, für ein Europa, das zusammenwächst. Und für Berlin als Drehscheibe des internationalen Bahnverkehrs. Wer heute in unserer Stadt in den Zug steigt, kann ohne Umstieg bis an den Öresund oder bis in die böhmische Metropole fahren. Das ist Europa.” 

Michal Krapinec, CEO České dráhy: „Die Eisenbahn bringt Europa näher zusammen als je zuvor. Die Direktverbindung zwischen Prag, Berlin und Kopenhagen zeigt, wie Bahnunternehmen gemeinsam attraktive und nachhaltige Reisemöglichkeiten schaffen können. Ich freue mich sehr, dass unsere modernsten ComfortJet-Züge auf dieser Strecke im Einsatz sind.“ 

Flemming Jensen, CEO Danske Statsbaner: „Es ist eine große Freude zu sehen, wie wir als grenzüberschreitende Bahnbetreiber dazu beitragen können, die Europäer einander näherzubringen. Wir freuen uns darauf, auf weiteren Verbindungen zusammenzuarbeiten, um der wachsenden Nachfrage nach Bahnreisen gerecht zu werden.“ 

Auf der neuen Verbindung verkehren seit dem 14. Juni zwei tägliche Zugpaare (Hin- und Rückfahrt) ganzjährig – mit Reisezeiten im Regelfahrplan von rund sieben Stunden zwischen Kopenhagen und Berlin sowie elf Stunden zwischen Kopenhagen und Prag. Die Züge Richtung Kopenhagen fahren u.a. über Hamburg, Schleswig, Kolding und Odense, in Richtung Prag u.a. über Dresden, Bad Schandau, Děčín und Ústí nad Labem.  

In Berlin Hauptbahnhof starten die Züge um 10:34 Uhr und 14:34 Uhr und erreichen Kopenhagen Hauptbahnhof um 18:16 Uhr und 22:16 Uhr, im Regelfahrplan um 17:38 bzw. 21:38 Uhr. In der Gegenrichtung geht es im Regelfahrplan um 06:22 Uhr und 10:22 Uhr in Kopenhagen Hauptbahnhof los mit Ankünften um 13:23 Uhr bzw. um 17:24 Uhr am Berliner Hauptbahnhof. Hinzu kommt eine saisonale Nachtverbindung. Diese verkehrt bis Ende August zwischen Kopenhagen und Prag über Hamburg, Berlin und Dresden. 

Als Zuggarnitur kommt der ComfortJet der ČD zum Einsatz. Die neuen, Europas modernste lokbespannte Züge können mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h fahren und verfügen über 555 Sitzplätze, davon 99 in der 1. Klasse. Sie bieten ein erstklassiges Reiseerlebnis – u.a. durch ein Bordrestaurant (Tip: Auf der tschechiscen Seite kostetn Speisen und Getränke nur die Hälfte), mobilfunkdurchlässige Scheiben, WLAN, ein Kinderkino und verstellbare Sitze. An Bord gibt es Platz für zwölf Fahrräder. Für Reisende im Rollstuhl ist ein Hublift vorhanden. 

Die DB beteiligt sich an drei der von der EU-Kommission unterstützten Pilotprojekte für neue grenzüberschreitende Fernverkehrsverbindungen: Neben Prag – Berlin – Kopenhagen ist ein weiteres Projekt die neue Direktverbindung von München nach Mailand und Rom, die im Fahrplan 2027 in Betrieb gehen wird. Zum Einsatz kommen ETR 1000 Frecciarossa-Triebzüge der FS. Das dritte ist die Mitte 2028 startende neue Direktverbindung Berlin – Hamburg – Kopenhagen – Oslo mit dem ICE L. Quelle: DB / CM

Stuttgart 21: Kosten steigen auf 14,5 Mrd. Euro

Die von Bahnchefin Evelyn Palla beauftragte Konzernrevision hat in ihrem Bericht zu Stuttgart 21 erhebliche Projekt-Versäumnisse offengelegt. Der Bericht zeigt gravierende Defizite in Planung, Steuerung und Risikomanagement. Das bisherige Prozessmanagement hat nicht ausgereicht, um ein Großprojekt dieser Komplexität sicher zu steuern. Die DB zieht daraus harte Konsequenzen – organisatorisch, personell und in der weiteren Projektführung. Zugleich hat sie den Inbetriebnahmeplan neu aufgestellt: Das Projekt wird im Zeitraum 2027 bis 2033 in Stufen an den Start gehen. 

Die Konzernrevision hat wesentliche Mängel und Verbesserungsbedarfe festgestellt. Nach den Erkenntnissen aus dem Revisionsbericht war der Inbetriebnahme-Termin Ende 2026 auf Basis der zugrunde gelegten Prämissen und der identifizierten Risiken aus heutiger Sicht realistisch betrachtet nicht erreichbar. Der Bericht weist insbesondere auf organisatorische Defizite in Prozessen und Kontrollen, auf mangelhafte Abstimmungen an zentralen Schnittstellen sowie auf Verbesserungspotenziale in der vorausschauenden Steuerung hin.  

Erst Ende 2033 soll das gesamte Bauvorhaben S21 fertig sein und dann 14,5 Mrd. Euro gekostet haben. Foto: DB

Durch das Projekt soll die oberirdische, ursprünglich 17-gleisige Kopfbahnhofanlage des Stuttgarter Huptbahnhofs ersetzt werden, durch einen unterirdischen, achtgleisigen und gegenüber den bisherigen Anlagen um etwa 90 Grad gedrehten Durchgangsbahnhof. Die darunterliegende zweigleisige S-Bahn-Station soll erhalten bleiben und von Norden über eine neue unterirdische Strecke erschlossen werden. Ursprünglich waren die Gesamtbaukosten mit 2,6 Mrd. Euro veranaschlagt worden. Unsägliches Missmanagement aller beteiligten Planer und Parteien haben dazu geführt, dass die Gesamtinbetriebnahme inclusive der Anschluss-Strecken um beinahe 14 Jahre verzögert und die Kosten sich um  mehr als das Fünffache erhöhen. 

Klare Worte von Evelyn Palla. DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla: „Um es klipp und klar zu sagen: Ich bin erschüttert über die Ergebnisse der Konzernrevision. Die Ergebnisse erschüttern nicht nur mich, sondern auch die Öffentlichkeit, insbesondere die Menschen in Stuttgart und alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die an jedem Tag ihr Bestes für unsere Kunden geben.“ 

Auf Basis der Erkenntnisse des Revisionsberichts und einer vertieften Überprüfung der Projektplanung haben die neuen Verantwortlichen der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (PSU) in den vergangenen Monaten einen aktualisierten Stufenplan mit Etappen von Dezember 2027 bis 2033 erarbeitet. Schon ab 2027 wird es deutliche Verbesserungen für die Reisenden in Stuttgart geben. Täglich zehntausende Menschen profitieren ab Ende 2027 von kürzeren Wegen durch den Bonatzbau (Gebäude des bisherigen Kopfbahnhofs) und über das Dach des Durchgangsbahnhofs. 

Berücksichtigt sind in der neuen Projektplanung auch die vielschichtigen Wirkzusammenhänge zwischen Stuttgart 21 und den damit verbundenen Projekten Digitaler Knoten Stuttgart, Gäubahnausbau sowie Sanierung des Bonatzbaus. Die PSU wird sich als Inbetriebnahmeorganisation aufstellen und kann so die komplexen Prozesse verlässlich steuern. 

Bahnchefin Evelyn Palla sagte, die Entscheidung zur neuen Inbetriebnahmeplanung sei der DB „außerordentlich schwergefallen“. Man wisse um die Hoffnungen, die viele Menschen in das Projekt setzen. „Wir haben die Erwartungen an frühere Termine nicht erfüllt, das bedaure ich sehr“, so Palla. „Das neue Management bei S21 hat nun einen Plan erarbeitet, der sich von unrealistischen Prämissen verabschiedet hat. Risiken wurden umfassend analysiert und neu bewertet. Ehrlichkeit und Realismus sind im Projekt eingezogen. Nur so können wir verlorengegangenes Vertrauen wieder zurückgewinnen.“   

Kern des neuen Konzepts ist eine stufenweise Inbetriebnahme in fünf großen Schritten:   

  1. Dezember 2027: Reisende profitieren von deutlich kürzeren Wegen dank einer direkten Verbindung zwischen Innenstadt und altem Kopfbahnhof durch den Bonatzbau und über das Dach des künftigen Hauptbahnhofs. 2028 eröffnen die Läden und Serviceeinrichtungen im Bonatzbau, auch das Bahnhofsumfeld wird schrittweise attraktiver. 
  2. Dezember 2030: Inbetriebnahme des Fernbahnhofs am Flughafen. Zunächst fahren voraussichtlich Regionalzüge aus und in Richtung Reutlingen, Tübingen und Ulm. Der Anschluss aus und in Richtung Hauptbahnhof erfolgt 2031 mit dessen Eröffnung. 
  3. Dezember 2031: Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs in Stuttgart. Der Fernverkehr und große Teile des Regionalverkehrs halten im Durchgangsbahnhof. Lediglich Züge aus und in Richtung Bad Cannstatt können erst ab 2032 in den Durchgangsbahnhof einfahren. Für diese wird bis Jahresmitte 2032 der alte Kopfbahnhof weiterbetrieben. Ab diesem Zeitpunkt wird der Kopfbahnhof nicht mehr benötigt. Bereits im Frühjahr 2032 endet die Gäubahn in Stuttgart-Vaihingen, um den neuen Teil der S-Bahn-Stammstrecke an die bestehenden Gleise anschließen zu können. 
  4. Juli 2032: Digitalisierte und verlängerte S-Bahn-Stammstrecke und S-Bahn-Haltestelle Mittnachtstraße/Rosenstein nehmen den Betrieb auf. Die S-Bahn wird dadurch deutlich zuverlässiger.   
  5. Dezember 2033: Inbetriebnahme des Pfaffensteigtunnels. Der Tunnel schließt die Gäubahn über den Flughafen an die Infrastruktur von Stuttgart 21 an. Der Pfaffensteigtunnel trägt wesentlich zu einer rund 15 Minuten kürzeren Reisezeit zwischen Stuttgart und Zürich bei.  

Auswirkungen auf Kosten des Projekts.  Die Verschiebungen wirken sich auch auf den Finanzierungsrahmen aus. Für das Projekt Stuttgart 21 rechnet die DB mit zusätzlichen Kosten von rund 3 Mrd. Euro, die Gesamtwertprognose beträgt nun 14,5 Mrd. Euro. Der Großteil der Mehrkosten entsteht aus den für die Inbetriebnahme noch notwendigen Arbeiten.    

Hauptursachen für den neuen Inbetriebnahme-Stufenplan sind:   

  • Die Digitalisierung des Bahnknotens hat sich als deutlich anspruchsvoller erwiesen als vor einigen Jahren absehbar war.  
  • Planungsprozesse hatten nicht den erforderlichen Reifegrad erreicht.  
  • Das Technikgebäude aus dem Jahr 2013 ist nicht mehr passend für den heutigen Bedarf.  
  • Eine zu späte Reaktion auf eine Normänderung bei der Stromversorgung, die eine vollständige Neuplanung erfordert. 

Projektorganisation neu aufgestellt . Als Konsequenz aus den Erkenntnissen der Revision stellt die DB die Projektorganisation sowohl organisatorisch als auch personell neu auf. Als Inbetriebnahmeorganisation bündelt die PSU künftig Verantwortung und Steuerung. Das Risikomanagement wird neu aufgesetzt – mit klaren Eskalationswegen und engmaschiger Kontrolle. Engpassressourcen werden konzernweit gesteuert, um Verzögerungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Die Abstimmung mit der InfraGO und den Projektpartnern wird weiter verdichtet.     

Digitaler Knoten Stuttgart in allen drei Ausbaustufen . Die Deutsche Bahn wird das Pilotprojekt Digitaler Knoten Stuttgart weiterhin in allen drei Ausbaustufen realisieren. Um die dafür auch weiterhin leider unvermeidlichen Streckensperrungen so gering wie möglich zu halten, wird die DB die Baumaßnahmen bündeln. Ein optimierter Schienenersatzverkehr soll zudem die Beeinträchtigungen für die Reisenden reduzieren.  

Die DB investiert dafür in enger Abstimmung mit dem Verband Region Stuttgart (VRS) und dem Land in:  

  • hochwertige Busse
  • stabile und verlässliche Echtzeitinformationen    
  • den Probebetrieb ohne Fahrgäste vor Betriebsaufnahme (für bessere Ortskenntnis der Fahrerinnen und Fahrer)
  • Bereitschaftsbusse zur Abfederung von Störgeschehen  
  • Bus-Koordinatoren an den Haltestellen  
  • eine Aufstockung des Einsatzes von Reisendenlenkern  
  • eine gute Ausstattung der Ersatzhaltestellen und Wegeleitung

Bahnchefin Evelyn Palla sagte, sie habe ihren persönlichen Anspruch an alle beteiligten DB-Gesellschaften deutlich adressiert: „Die kommenden Jahre bis zur Inbetriebnahme der wesentlichen Bestandteile von S21 werden sich für die Menschen in Stuttgart nicht so anfühlen wie die letzten Jahre. Es muss Erleichterungen geben. Darum werden wir uns kümmern.“    

Ziel bleibt unverändert . Trotz der harten Einschnitte und der erneuten Verschiebung bleibt das Ziel unverändert: Stuttgart 21 wird den Bahnknoten Stuttgart leistungsfähiger machen, Reisenden bessere Verbindungen bieten und die Schiene in Baden-Württemberg stärken. Mit der Neuausrichtung der Inbetriebnahme und den Konsequenzen aus dem Revisionsbericht verbindet die DB den Anspruch, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und die verabredeten Termine künftig belastbar einzuhalten. Quelle: DB / CM 

ÖBB: Reisewarnung wegen Hitze

Aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen sprechen die ÖBB für heute und die kommenden Tage eine Hitzewarnung aus. Es kann zu Einschränkungen im Bahnverkehr kommen, da die hohen Temperaturen auch die Bahninfrastruktur erheblich belasten.

Insbesondere kann es bei extremer Hitze zu sogenannten Gleisverwerfungen kommen: Dabei dehnen sich die Schienen aus, was im Falle ungewöhnlich hoher thermischer Belastung zu Verformungen führen kann und kurzfristige Streckensperren und Geschwindigkeitsreduktionen zur Folge hat. Die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeiter:innen hat immer oberste Priorität, deshalb müssen bei extremen Temperaturen Maßnahmen gesetzt werden, die sich auch auf den Fahrplan auswirken können. 

Die ÖBB ersuchen die Fahrgäste um Verständnis und erhöhte Aufmerksamkeit sowie darum, nicht unbedingt notwendige Bahnfahrten nach Möglichkeit zu vermeiden oder zu verschieben. Für unbedingt notwendige Reisen empfehlen die ÖBB: 

  • Sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren
  • Mehr Zeit für die Reise einzuplanen
  • Genügend Trinkwasser mitzunehmen und auf entsprechenden Sonnenschutz zu achten

Aktuelle Informationen zum Zugverkehr sind jederzeit über die ÖBB App, die Website sowie die Servicehotline verfügbar. 

ÖBB setzen auf Prävention. Die ÖBB investieren laufend in Maßnahmen zur Erhöhung der Hitzebeständigkeit des Schienennetzes, darunter moderne Baustoffe und kontinuierliche Überwachungssysteme. Dennoch lassen sich extreme Wetterereignisse nicht vollständig kompensieren. Die ÖBB betreiben ein eigenes Wetterwarnsystem (infra:wetter) mit 55 Wetterstationen, das zeitgerechte, streckenbezogene Wetterinformationen liefert.

Um beispielsweise Gleisverwerfungen zu vermeiden, werden bei Hochleistungsstrecken ausschließlich Betonschwellen verbaut. Diese sind schwer genug, um eine ausreichend hohe Sicherheit gegen Verwerfungen zu gewährleisten. Zusätzlich werden regelmäßig, auf Hochleistungstrecken viermal jährlich, Messfahrten durchgeführt und präventive Schwachstellen entfernt. Durch die Hitze werden nicht nur die Gleise, sondern auch die Oberleitungen stark beansprucht. Daher setzen die ÖBB auf Komponenten, die den erhöhten Anforderungen – insbesondere durch hohe Temperaturen – standhalten. So soll verhindert werden, dass es durch den Stromfluss zu einer Überhitzung über die zulässige Maximaltemperatur hinaus kommt. Quelle: ÖBB / CM

VW: weitere Massenentlassungen und Aus von 4 Werken geplant  

Weltweit will der Volkswagenkonzern in den kommenden Jahren bis zu 100.000 Jobs dem Rotstift opfern. Allein in Deutschland sollen zusätzliche 50.000 Stellen entfallen. Volkswagen-CEO Oliver Blume, der in einer vormaligen Doppelfunktion u.a. auch Porsche fast an die Wand gefahren hat, will den Jobabbau massiv verschärfen. Zu allem Übel soll auch die Fahrzeug-Produktion in vier deutschen Werke auslaufen. Und VW soll ein neues Unternehmen werden.

Dem Managermagazin bzw. VW-Insidern zufolge plant der VW-Vorstand im Zuge eines Sanierungskonzepts weltweit bis zu 100.000 Stellen zu streichen und mittelfristig vier Werke in Deutschland zu schließen. Dabei handelt es sich um die Fabikationsstätten in Hannover, Zwickau-Mosel, Emden sowie den Audi-Standort Neckarsulm. Im westsächsischen Zwickau-Mosel werden derzeit die Modelle Cupra Born und VW ID.3 gefertigt, In Hannover betrifft es die Nutzfahrzeuge wie z.B. den Bulli, im niedersächsischen Emden laufen ID.4 und ID.7 von den Bändern.  Im Audi-Werk Neckarsulm werden aktuell schwerpunktmäßig die Audi A5-Familie (inklusive S5) und verschiedene Varianten des Audi A6 gefertigt. Zudem läuft im angeschlossenen Industriegebiet Böllinger Höfe der Audi e-tron GT vom Band.

Hintergrund der radikalen Sparkur sind die drastischen Gewinneinbrüche des Konzerns infolge der Absatzkrise. Insbesondere in China hat VW massiv verloren. Dort lassen sich Verbrenner überhaupt nicht mehr verkaufen. Und bei den Elektroautos sind die Chinesen den VW-Modellen weit voraus, weshalb z.B. der VW ID.3 im Reich der Mitte die Hälfte dessen kostet, was in Deutschland verlangt wird. Und auxch das chinesische Audi A6-Derivat von AUDI kostet ca. 60 % weniger als der vergleichbare A6 e-tron. Porsche läuft inzwischen in China unter ferner liefen, sprich, so gut wie gar nicht. Das letzte Wort habe nun der Aufsichtsrat, der am 09. Juli darüber beraten solle. 

Bis mindestens 2030 gilt an den deutschen Konzernstandorten eine Beschäftigungssicherung, die mit der IG Metall vereinbart wurde. Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen angekündigt, davon 35.000 bei der Kernmarke VW.

Betriebsrat und IG Metall laufen Strum. Sie wollen die beispiellose Radikalkur nicht akzeptieren.  Beide fordern den mit zig Millionen Euro bezahlten Vorstand auf, sich mehr auf seine Arbeit zu konzentrieren, wettbewerbsfähige Produkte zu schaffen und die Arbeitsplätze zu sichern. Quelle: Manager Magazin / CM