BDL spricht von Nachhaltigkeit, fordert aber das genaue Gegenteil

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) ist nur am Heulen und Betteln. Beim „Abend der Luftfahrt“ in Berlin sind mehr als 500 Gäste aus Luftfahrt und Politik in Berlin zusammengekommen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und BDL-Präsident Lars Redeligx eröffneten den Abend mit ihren Grußworten.

Redeligx machte deutlich, dass der weltweite Luftverkehr weiter zunehmen werde – laut IATA ist derzeit das Gegenteil der Fall – wie die Rekordbestellungen bei Airbus und Boeing zeigten. Doch während das Flugangebot in vielen europäischen Märkten wachse, falle Deutschland immer weiter zurück. Grund dafür seien vor allem die staatlichen Belastungen, die doppelt so hoch lägen wie im europäischen Durchschnitt. Das bedeute zwei Mrd. Euro Mehrkosten pro Jahr für die Branche. Der BDL-Präsident betonte, dass Luftverkehr essenzielle Infrastruktur für Wohlstand, Resilienz und Freiheit ist. „Konnektivität ist für Deutschland genauso wichtig wie bezahlbare Energie und Fachkräfte.“ Worauf Redeligx mit keiner Silbe einging, die Luftfahrt ist ganz maßgeblich an den Klimakatastrophen mit schuld. 

Die Rücknahme der letzten Erhöhung der Luftverkehrsteuer würdigte Redeligx als wichtiges Signal. Die Entlastung um 2,50 Euro pro Passagier reiche jedoch nicht aus: Um auf europäisches Niveau zu kommen, seien insgesamt 15 Euro nötig. Dass sich das lohne, zeigten die Zahlen: Jedes zusätzlich in Deutschland stationierte Flugzeug bedeute im Schnitt 170 Arbeitsplätze und 70 Mio. Euro Wertschöpfung. „Die deutsche Luftfahrt war einmal europäische Spitze. Sie kann es wieder sein“, sagte Redeligx.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat der BDL der Politik einen Zukunftspakt für Wachstum, Innovation und Nachhaltigkeit (von Nachhaltigkeit kann überhaupt keine Rede sein) angeboten. Dieser umfasst drei Schritte:

  • Halbierung der staatlichen Steuern und Gebühren für Luftverkehr auf europäisches Niveau
  • Schnellere Verfahren, Bürokratieabbau und Verzicht auf „Gold-Plating“ bei der Umsetzung europäischer Regeln in deutsches Recht
  • Bezahlbare und wettbewerbsneutrale Dekarbonisierung, finanziert aus den steigenden Einnahmen des Emissionshandels

Mit diesen Maßnahmen könne auch der Luftverkehrsstandort Deutschland wieder durchstarten, betonte Redeligx. Der BDL-Präsident verwies auf das Beispiel Schweden. Nach der Abschaffung der Luftverkehrsteuer wuchs das Angebot innerhalb eines Jahres um 9 %. „Das kann auch bei uns gelingen“, sagte er. Nur nutzen die Skandinavier Passagierflüge immer weniger. Skandinavier fliegen nachweislich weniger als viele Menschen im Rest Europas, was stark mit dem Phänomen der Flugscham (Flygskam) zusammenhängt. Quelle: BDL / CM

Pkw-Firmenflotten treiben die Elektrifizierung voran 

Firmen-Pkw-Flotten bleiben ein wesentlicher Treiber der Elektromobilität in Deutschland. BEV werden im gewerblichen Einsatz intensiv genutzt, regelmäßig unterwegs geladen und zunehmend als vollwertige Arbeitsmittel eingesetzt.  Das zeigt die Shell Elektromobilitätsstudie 2026.

ienstwagennutzer gehören überdurchschnittlich häufig zu den Nutzern von Elektrofahrzeugen. Gleichzeitig legen sie deutlich höhere Fahrleistungen zurück als viele private Nutzer. Bereits heute fährt gut jeder vierte elektrische Flottenfahrer mehr als 20.000 km pro Jahr.

Die Untersuchung zeigt weiterhin, dass E-Mobilität im Flottenbereich längst über reine Image- oder Nachhaltigkeitserwägungen hinausgeht. Für Unternehmen zählen vor allem Betriebskosten, Fahrzeugverfügbarkeit und Produktivität. D sind die BEV hundertmal besser als Verbrennnerautos. 

Zu den wichtigsten Einsatzgebieten elektrischer Flottenfahrzeuge gehören Kunden- und Lieferantenbesuche sowie Serviceeinsätze.

Auffällig ist die Bedeutung des Ladens am Arbeitsplatz. Fast zwei Drittel der Firmen-BEV-Nutzer laden mindestens einmal pro Woche am Unternehmensstandort und nutzen damit Workplace Charging deutlich häufiger als der Durchschnitt aller E-Auto-Fahrer. Zugleich spielt öffentliches Laden im Flottenalltag eine zentrale Rolle. Die Fahrer sind auf ein verlässliches Zusammenspiel aus Heimladen, Arbeitsplatzladen und öffentlicher Ladeinfrastruktur angewiesen. Dabei gewinnen Zuverlässigkeit und Servicequalität zunehmend an Bedeutung.

Bei der Auswahl von Ladepunkten spielen für mehr als 40 % der Nutzer vor allem die Kosten, für je rund 20 % aber auch das Vorhandensein einer App und die Zahl der Zahlungsoptionen sowie für weitere 10 % auch Prämien oder Treuevorteile für Fahrer eine Rolle. 

Zentrale Ergebnisse der Shell Elektromobilitätsstudie 2026 im Flottensektor: 

  • 33 % der E-Auto-Fahrer sind Flottenfahrer; bei den Nicht-EV-Fahrern liegt der Anteil bei 21 %.
  • 24 % der elektrischen Flottenfahrer fahren mehr als 20.000 Kilometer pro Jahr.
  • Die wichtigsten Einsatzfelder elektrischer Flottenfahrzeuge sind Kunden- und Lieferantenbesuche (54 %) sowie der Transport von Equipment (51 %).
  • Die wichtigsten Vorteile von Elektromobilität aus Sicht elektrischer Flottenfahrer sind niedrigere Kraftstoff- bzw. Energiekosten (33 %), Umweltaspekte (31 %) und 
    Fahrspaß (32 %).
  • 65 % der elektrischen Flottenfahrer laden mindestens einmal pro Woche am Arbeitsplatz.
  • Die Akzeptanz der Elektromobilität steigt deutlich, wenn zuverlässige Ladeinfrastruktur mit einfachen Bezahl- und Abrechnungsprozessen kombiniert wird: 32 % der elektrischen Flottenfahrer nennen die Zuverlässigkeit eines Ladepunktes als wichtiges Auswahlkriterium;
    73 % würden für einen zuverlässigeren Ladepunkt sogar einen Umweg in Kauf nehmen.
    43 % der elektrischen Flottenfahrer nennen Ladetarife bzw. Kosten als wichtiges Auswahlkriterium für einen Ladepunkt.
  • 21 % berücksichtigen die Nutzbarkeit per App bei der Wahl eines Ladeanbieters.
  • 17 % der elektrischen Flottenfahrer nennen die Anzahl der verfügbaren Bezahlmöglichkeiten als wichtiges Kriterium bei der Wahl eines Ladepunktes.
  • Fehlende Ladeinfrastruktur (28 %) und hohe Anschaffungskosten (25 %) sind die größten Hindernisse für Nicht-EV-Flottenfahrer beim Umstieg auf Elektromobilität.

Für die Elektromobilitätsstudie wurden insgesamt 7.400 Interviews in den USA, China, Singapur und Europa geführt. Darunter waren 1.500 in Deutschland. Befragt wurden sowohl private als auch gewerbliche Nutzer, jeweils mit Fahrern von Elektrofahrzeugen und Verbrennern. Quelle: Shell Fleet Solutions / CM

Tankrabatt wird nicht komplett weitergegeben

Die Kraftstoffpreise sind seit Inkrafttreten des Tankrabatts zum 01. Oktober deutlich gesunken – ein Liter Super E10 kostet aktuell 2,126 Euro und damit 13,2 Cent weniger als vergangene Woche. Gleichzeitig ist auch der Preis für einen Liter Diesel gesunken und liegt bei 2,233 Euro, ein Rückgang von 17,6 Cent binnen Wochenfrist.

Zwar hat der Eurokurs zuletzt weiter nachgegeben und kürzlich den schwächsten Stand seit Mai 2025 verzeichnet. Im selben Zeitraum ist der Ölpreis jedoch ebenfalls leicht gesunken: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Dienstag, 06. Oktober 2026, zum Handelsschluss rund 100 US-Dollar, etwa drei US-Dollar weniger als in der Vorwoche.

Nach den bisherigen Auswertungen des ADAC kommt die steuerliche Entlastung vor allem beim Diesel zu einem großen Teil bei den Verbrauchern an. Bei Super E10 sieht der ADAC noch eine deutlichere Lücke gegenüber dem rechnerisch möglichen Preisrückgang von rund 17 Cent je Liter. 
Das ohnehin hohe Preisniveau und der im Wochenvergleich gefallene Rohölpreis lassen aus Sicht des ADAC trotz des schwächeren Eurokurses weiterhin Spielraum für niedrigere Preise. Die Mineralölunternehmen sind aufgefordert, die steuerliche Entlastung vollständig weiterzugeben.

Der ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr zu tanken, denn dann sind die Spritpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen anschließend langsam wieder. Quelle: ADAC / CM

British Airways präsentiert die weltweit größte Business-Class-Kabine

British Airways hat soeben die weltweit größte Business-Class-Kabine vorgestellt. Beeindruckende 106 Suiten erstrecken sich über das gesamte Oberdeck des A380-Superjumbos. 

British Airways stellte die Ankündigungen unter das Motto „Travel. Reimagine.“ (Reisen neu gedacht). 

Indes knüpft vieles von dem, was nun bekannt gegeben wurde, kan bereits bekannte Informationen an. So ist es nichts Nweues, dass British Airways ihre A380-Flotte mit neuen Kabinen ausstattet, dass das gesamte Oberdeck der aus zwölf Maschinen bestehenden Superjumbo-Flotte ausschließlich der „Club World“-Business-Class vorbehalten sein wird, und dass die Fluggesellschaft ein umfangreiches Modernisierungsprogramm für ihr Lounge-Netzwerk in Heathrow plant.

Sowohl die Umrüstung der A380 als auch die Modernisierung der Lounges sind überfällig. Wenn BA die Superjumbos weiterhin einsetzen will, ist eine grundlegende Erneuerung dringend erforderlich; da keine baldige Ausmusterung geplant ist. Für den Doppelstöcker wird in allen Kabinenbereichen ein neues Design eingeführt. Für die Club World Business Class hat British Airways eine verfeinerte Version ihrer bestehenden Suite entwickelt. Die Fluggesellschaft behält die „Super Diamond“-Business-Class-Suite von Collins Aerospace bei, setzt jedoch auf neue Stoffe, Farben und Oberflächen – darunter eine Holzoptik für die verschiebbaren Sichtschutz-Türen. Die Kabine wird sich vom vorderen bis zum hinteren Bereich des Oberdecks erstrecken. Mit insgesamt 106 Club Suites entsteht die mit Abstand größte Business-Class-Kabine der Welt.

Auf dem Hauptdeck, hinter den 12 First-Class-Suiten (statt bisher 14), wird sich eine großzügig bemessene Kabine mit 84 Sitzen der Premium Economy Class („World Traveller Plus“) befinden. Dabei handelt es sich um dieselben Sitze, die bereits in der Boeing-787-9-Flotte eingeführt werden. Es handelt sich um einen Standard-Recaro-Sitz für die Premium Economy auf Langstreckenflügen, ausgestattet mit seitlichen Sichtschutzblenden („Privacy Wings“). British Airways hat zudem die Stoffe und Oberflächen überarbeitet; so gibt es nun dunkelblaue Leder-Kopfstützen und Cocktailtische in Holzoptik. Ein ähnliches Bild bietet sich in der Economy-Klasse („World Traveller“): Zum Einsatz kommen dieselben Sitze wie in anderen Langstreckenflugzeugen, jedoch mit aktualisierten Farben und Bezugsstoffen.

CEO Sean Doyle zeigte sich begeistert von den Neuerungen: „Wir haben das Kundenerlebnis völlig neu gestaltet und in allen Kabinen neue sowie überarbeitete Sitze eingeführt – alles mit dem Ziel, mehr Komfort und ein erstklassiges Reiseerlebnis zu bieten. Im Mittelpunkt dieser Transformation steht unsere brandneue First-Class-Suite, doch die Investition geht weit über eine einzelne Kabine hinaus.“ Doyle weiter: „Von der neu gestalteten Kabinenausstattung und dem verbesserten Verpflegungsangebot bis hin zu neuen Annehmlichkeiten und optimierten Serviceabläufen wurde jedes Detail sorgfältig und mit Blick auf unsere Kunden konzipiert, um ihnen ein reibungsloses und unvergessliches Reiseerlebnis zu ermöglichen.“

Auch wenn es nicht ungewöhnlich ist, hat British Airways bisher keine Absicht geäußert, dieses Design in naher Zukunft auch auf andere Flugzeuge auszuweiten.

Zudem gibt es neue Details zu den Plänen von BA, das Lounge-Netzwerk am Flughafen London Heathrow auszubauen. Die wichtigste Nachricht: British Airways wird erstmals eine Lounge im Terminalbereich 5C eröffnen. Offenbar war der Platz für eine Lounge in Terminal 5C von Anfang an vorhanden; beim Bau des Flughafens entschied sich British Airways jedoch dagegen, diesen Bereich tatsächlich mit einer Lounge auszustatten. Dies wird nun bis Ende 2028 durch die neue Lounge nachgeholt, die unter anderem über einen eigenen „Concorde Room“, eine 17 Meter lange Bar und einen „weitläufigen“ Blick auf das Vorfeld verfügen wird. Die Lounge wird die gleiche Designsprache aufgreifen, die bereits in Miami eingeführt wurde; dies gilt auch für eine neue Ankunfts-Lounge, deren Bauarbeiten Anfang 2027 beginnen sollen. Was die übrigen Lounge-Bereiche von BA im Terminal 5 betrifft, so bleibt abzuwarten, wie es weitergeht. Quelle; BA / CM

Gebrauchte Verbrenner bleiben immer öfter „Standuhren“

Seit Ausbruch des Kriegs zwischen den USA und dem Iran sinkt das Interesse an Benzinern und Dieseln nicht nur in Deutschland deutlich. Die Spritpreise beeinflussen die Auto-Nachfrage.Verbrennerautos werden zu immer stärkeren Sorgenkindern beim Handel. Inzwischen stehen Benziner und Diesel als Gebrauchtwagen wie Blei auf den Höfen der Autohäuser.  

Seit Ende Februar die USA und Israel den Iran angegriffen haben, erreichen die Preise an den Zapfsäulen immer neue Höchststände. Der Preisschock hat unmittelbare Folgen auf das Verbraucherverhalten: Die Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotor ist deutlich gesunken. Seit März boomen Elektroautos auf Kosten von Verbrennern. Dadurch fließen Benziner und Diesel nur noch schlecht ab. Die für die Verbrenner eingepreisten hohen Restwerte lassen sich nicht mehr erzielen. Bei den meisten Händlern in Deutschland verkaufen sich gebrauchte BEV schneller als die Verbrenner. 

Inzwischen haben auch die Hersteller das Thema auf der Agende. Sie haben den Hochlauf der BEV-Restwerte bei gleichzeitigem Absinken der Verbrennerrestwerte eingeplant. Trotzdem setzen die deutschen Autobauer noch auf den Verbrenner, wohl wissend, dass die sich verschärfende ökonomische Unsicherheit und weiter steigende Kraftstoffpreise die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennermotor immer stärker belastet.  U.a. bei den VW-Händlern löst das große Sorgen aus. Denn die Verbrennerbestände sind immer weniger wert, noch dazu da demnächst gut 1,5 Mio. Verbrenner-Leasingrückläufer die Gbrauchtwagenstandplätze der Autohändler fluten werden.

Das Dilemma: Selbst aus dem Ausland komme keine guten Nachrichten: Denn Länder, in die traditionell ältere <Gebrauchtwsgen aus Deutschland in der Vergangenheit abgeflossen sind, elektrifizieren ihre Bestände. Heißt auf gut deutsch: ihre Nachfrage nach gebrauchten Verbrennerautos aus sinkt spürbar. .Damit ist klar, dass die Restwerte der Benziner und Diesel ins Bodenlose fallen werden. Schon in wenigen Jahren werden die Verbrenner so gut wie unverkäuflich werden, warnen Experten, erst recht, wenn die ohnehin schon hohen Spripreise weiter steigen werden. Quelle: CM 

Stadler liefet Batterie-Triebzüge nach Illinois

Stadler und Metra präsentierten auf der APTA EXPO 2026 (American Public Transportation Association) den ersten für den US-Markt entwickelten batterieelektrischen FLIRT-Zug. Dessen Technologie stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung eines nachhaltigen, emissionsfreien Personenverkehrs in Nordamerika dar. „Uns geht es darum, die Zukunft des Verkehrs in Nordamerika mitzugestalten“, sagte Martin Ritter, CEO von Stadler North America. 

Der auf der US-ÖPNV.Messe vorgestellte batteriebetriebene FLIRT-Zug, der für Metra, den Nahverkehrsbetreiber von Chicago, gebaut wurde, steht für eine neue Generation emissionsfreier Schienenverkehrstechnologie. Er soll Verkehrsbetrieben dabei helfen, ihren Betrieb zu modernisieren, ohne dass eine vollständige Elektrifizierung der Strecken im Großraum von Chicago  erforderlich ist. Metra hat acht Einheiten des batteriebeelektrischen Zugs bestellt, als Teil seines Engagements für sauberere, effizientere und flexiblere Lösungen im Personenverkehr. Die neuen Batteriezüge sollen voraussichtlich bis 2028 den Personenverkehr aufnehmen. 

Bei diesem Projekt geht es um mehr als nur einen neuen Zug. Es geht darum zu zeigen, was möglich ist, wenn Verkehrsbetriebe und Hersteller mit einer gemeinsamen Vision zusammenarbeiten. Es geht darum, bewährte Technologie in neue Märkte zu bringen.  

Der batteriebetriebene FLIRT basiert auf der bewährten FLIRT-Plattform von Stadler und nutzt Lithium-Ionen-Batterien an Bord, um den Betrieb auf nicht elektrifizierten Bahnlinien zu ermöglichen und dabei lokal emissionsfrei zu fahren. Der Zug kann über die vorhandene 480-V-Verkabelung in Rangierbahnhöfen und Terminals, über eine spezielle Ladeinfrastruktur sowie durch Energierückgewinnung mittels regenerativem Bremsen Strom nachladen. Diese Flexibilität ermöglicht es Bahnbetreibern, den elektrischen Betrieb auf Strecken einzusetzen, auf denen eine herkömmliche Elektrifizierung wirtschaftlich möglicherweise nicht realisierbar ist. 

„Dieser Kauf unterstreicht das Engagement von Metra für sauberere Energie, leisere Züge und unkonventionelles Denken bei der Planung unserer Zukunft“, sagte Jim Derwinski, Geschäftsführer und CEO von Metra. „Wir freuen uns sehr, diese Technologie mit ihrer Effizienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit nach Chicago und zu unseren Fahrgästen zu bringen.“ 

„Diese neuen Züge kommen genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Tom Kotarac, Vorsitzender der Northern Illinois Transit Authority (NITA). „Da die NITA nun damit beginnt, ein einheitlicheres und nutzbringendes öffentliches Verkehrssystem im Nordosten von Illinois aufzubauen, freuen wir uns über das Potenzial dieser neuen Triebzüge, das Angebot zu erweitern und die regionale Anbindung zu verbessern, während gleichzeitig die regionale Umweltbelastung und der Lärm reduziert werden.“ 

Die batteriebetriebene Schienenverkehrstechnologie liefert in Europa bereits gute Ergebnisse. Die FLIRT-Akku-Züge von Stadler wurden 2023 in Deutschland in den Personenverkehr aufgenommen, wo sie auf teilweise elektrifizierten Regionalnetzen verkehren und dieselbetriebene Züge ersetzen. Der Einsatz hat gezeigt, wie Batteriezüge die Dekarbonisierungsziele unterstützen und gleichzeitig einen zuverlässigen Personenverkehr gewährleisten können. 

Für US-amerikanische Verkehrsbetriebe bieten batteriebetriebene Züge eine überzeugende Möglichkeit, Emissionen zu reduzieren, den Lärmpegel der meist von umweltschädlichen Dieselloks beförderten Züge zu senken und die Flexibilität des Angebots zu verbessern, ohne dass umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur erforderlich sind. Moderne Triebzüge bieten zudem betriebliche Vorteile wie schnellere Beschleunigung, verbesserte Energieeffizienz und ein besseres Fahrgasterlebnis. Quelle:  Stadler / CM

EU-Abgeordnete drücken auf mehr Tempo beim künftigen Europäischen Schnellfahrnetz

Die Europaabgeordneten fordern ein echtes europäisches Hochgeschwindigkeitsbahnnetz, das interoperabel, innovativ, barrierefrei und intermodal ist. Es soll sowohl für die Bürger als auch für die öffentlichen Investitionen einen echten Mehrwert bieten. 

Mit 34 Ja-Stimmen, keiner Gegenstimme und sieben Enthaltungen verabschiedete der Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN) seine Empfehlungen zur Beschleunigung des Ausbaus des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes, die sich an den im vergangenen Jahr vorgelegten Aktionsplan der Kommission anlehnen. Superschnelle Züge seien ein strategischer Vorteil für die Ziele der EU in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, territorialer Zusammenhalt, Verkehrsverlagerung, Klimaneutralität und strategische Autonomie, so die Europaabgeordneten.

Die Europaabgeordneten fordern einen „Netzwerk-First“-Ansatz, der die Planung der Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur mit regionalen und städtischen Mobilitätsnetzen, dem öffentlichen Nahverkehr, aktiver Mobilität und wichtigen multimodalen Verkehrsknotenpunkten verbindet. Sie bestehen darauf, dass das Netz nicht nur die EU-Hauptstädte, sondern auch wichtige städtische Knotenpunkte in allen europäischen Regionen und wichtigen Nachbarländern verbinden sollte, entweder durch direkte Hochgeschwindigkeitszugverbindungen oder durch effektive Anbindungen an das künftige gesamteuropäischen Schnellfahnetz. Der Ausbau würde somit dazu beitragen, territoriale Ungleichheiten zu verringern und die Anbindung von Randgebieten und weniger entwickelten Regionen zu stärken, fügen die Europaabgeordneten hinzu.

Der Bericht plädiert für die Fertigstellung des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) und die Ermittlung fehlender Verbindungen, aufgegebener oder unterversorgter Abschnitte sowie grenzüberschreitender Verbindungen mit hohem Mehrwert.

Zweckgebundene Finanzierung. Die Europaabgeordneten wollen die Nutzung bestehender und künftiger EU-Mittel für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes maximieren. Sie fordern, dass der „Mehrjährige Finanzrahmen 2028–2034“ eine angemessene und zweckgebundene Finanzierung für den Sektor gewährleistet, u.a. durch die Beibehaltung und Stärkung der Fazilität (Finanziwerungsvereinbarung) „Connecting Europe“ (CEF) sowie durch die fortgesetzte Unterstützung von Investitionen, die den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt durch die nationalen und regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) fördern.

Transparenz der Fahrpreisgestaltung. Der verabschiedete Text fordert zudem mehr Transparenz bei der Fahrpreisgestaltung und begrüßt die laufenden Gesetzgebungsarbeiten zum Passagierpaket, das zur Entwicklung eines transparenten und interoperablen europäischen Fahrkarten-Ökosystems beitragen soll. Über die nicht bindende Entschließung muss nun das gesamte Parlament während der zweiten Oktober-Sitzung abstimmen. Quelle: TRAN / CM

Infrastrukturplan als Einstieg in den Systemwechsel 

Am Dienstag, 06. Oktober 2026, hat das Bundesministerium für Verkehr (BMV) den sogenannten „Infraplan“ an die DB InfraGO AG übergeben. Das Dokument umfasst die Maßnahmen, die die DB InfraGO in den nächsten fünf Jahren im deutschen Schienennetz umsetzen soll und welche Vorhaben darüber hinaus vorbereitet werden.

Zwei Jahre nach der Ankündigung haben Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium (BMV), und Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, den Infraplan vorgestellt. Die Aufgabenträger fordern nun ein konsequentes Monitoring und den angekündigten überjährigen Schieneninfrastrukturfonds.

Der Infraplan ist ein wichtiger Meilenstein der Bahnpolitik dieser Bundesregierung. Zum ersten Mal gibt es ein Steuerungsinstrument, das konkrete Maßnahmen der Infrastrukturentwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren rollierend darstellt. 

Der Infraplan wird seine volle Wirkung insbesondere für die Fahrgäste aber nur entfalten können, wenn seitens des Bundes eine angemessene Finanzierung für Erhalt und Ausbau des Netzes bereitgestellt wird. In en vergangegen 50 Jhren haben Politik und unfähige Bahnchefs die Bahn fast an die Wand gefahren, in dem sie die Infrastruktur vernachlässigt haben, dass es nicht schlimmer geht. Jetzt bedarf es eines riesigen Nachbesserungsbedarfs.

„Der Infraplan war eines der zentralen Versprechen zur Gründung der InfraGO, das jetzt eingelöst wird. Er muss nun mit Leben gefüllt, anhand der Kennzahlen nachvollziehbar überprüft und regelmäßig fortgeschrieben werden. Nun braucht es aber auch das bereits im Koalitionsvertrag verankerte überjährige Finanzierungsinstrument eines Fonds, um langfristige Planungen zu ermöglichen,“ fordert Peter Panitz, Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr.

„Der heute vom Bundesverkehrsministerium veröffentlichte „Infraplan“ bietet eine verlässliche Basis für eine bundesweit durchdachte und solide Schienenverkehrsplanung. Für langfristige Planungssicherheit wird es auch auf eine entsprechende Finanzierung ankommen: verbindlich, überjährig, angemessen. Langjährige Schienenprojekte können nicht länger nur von Haushaltsjahr zu Haushaltsjahr budgetiert werden. Es braucht, wie für 2028 angekündigt, den Eisenbahninfrastrukturfonds.“, sagte VDB-Hauptgeschäftsführerin Sarah Stark. Quelle: Verband der Bahnindustrie / Bundesverband SchienenNahverkehr / CM

BEV-Neuzulassungen haben die Verbrenner bereits überholt

In Deutschland verschieben sich mit dem Übergang der Elektromobilität von der Nische zum Massenmarkt zunehmend die Kräfteverhältnisse zwischen den Automobilherstellern. Von Januar bis September 2026 konnten insbesondere chinesische Automobilhersteller und Tesla erheblich an Marktanteilen gewinnen, während etablierte Automobilhersteller aus Deutschland und Japan im wachsenden Gesamtmarkt Marktanteile verlieren. Die Südkoreaner können sich so halbwegs stabilisieren. 

Der Volkswagen-Konzern bleibt mit Abstand Marktführer. Allerdings sinken sowohl der Marktanteil (von 41,7 auf 39,5 %) als auch das Absatzvolumen (-0,4 %). Deutlich verliert die Kernmarke VW (-5,7 %), während vor allem Skoda (+12,8 %) zulegen kann. Besonders stark gewinnen da-gegen die chinesischen Hersteller, deren gemeinsamer Marktanteil nach drei Quartalen des Jahres 2026 um 2,4 Prozentpunkte auf jetzt 6,7  % steigt. Mit 148.102 Neuzulassungen liegen sie inzwischen nahezu gleichauf mit der Gruppe der japanischen Hersteller (148.403). Zu den Absatzgewinnern aus China zählt vor allem BYD, das mit 42.788 Pkw (+262 %) bereits Volvo mit 38.454 Neuzulassungen (-14,4 %) überholt hat. Auch MG, Leapmotor und Xpeng legen deutlich zu. Zu den Gewinnern zählt auch der amerikanische Elektrofahrzeuganbieter Tesla, der mit 44.810 Pkw (+202 %) insgesamt noch vor BYD rangiert.

Der Stellantis-Konzern kann als zweitgrößter Anbieter seinen Marktanteil in Deutschland leicht auf 11,6 % (+0,2 Prozentpunkte) erhöhen, wozu vor allem Opel als absatzstärkste Marke (+6,1 %) und Fiat (+22,1 %) beitragen. Leichte Zugewinne des Marktanteils erzielt auch BMW mit einem Plus von 0,2 Prozentpunkten auf nunmehr 10,0 %, während Mercedes trotz eines Absatzplus von 2 % leicht Marktanteile verliert (8,8 %; -0,3 Prozentpunkte).

Die chinesischen Marken setzen vor allem den deutschen und japanischen Herdtellern stark zu. Grafik: CAM

Die japanischen Hersteller verlieren deutlich: Ihr Marktanteil sinkt von 7,7 auf 6,7 %, das Absatzvolumen um 8,6 %. Der Rückgang umfasst fast alle Marken; Toyota muss als volumenstärkster Anbieter ein Minus von 19,2 % verkraften. Mazda ist mit einem Plus von 22,8 % die positive Ausnahme im japanischen Lager.

Die südkoreanischen Hersteller Hyundai und Kia können ihren Marktanteil bei 5,6 % stabilisieren. Die Renault-Gruppe steigert ihren Marktanteil leicht auf 4,7 % (+0,1 Prozentpunkte), getragen von der Kernmarke Renault (+19,5 %). Dagegen verliert Ford im wachsenden deutschen Markt nach neun Monaten 10,1 % an Absatzvolumen.

Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt für batterieelektrische Pkw (BEV). Von Januar bis September 2026 wurden 604.144 BEV neu zugelassen – das sind 58 % mehr als im Vorjahreszeitraum und bereits mehr als im gesamten Jahr 2025 (545.142). Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg von 18,1 % auf 27,2 %. Im Jahresverlauf kletterte der monatliche BEV-Anteil von 22,0 % im Januar auf den Rekordwert von 34,5 % im September. Mit 88.599 Einheiten (+94,7 %) war der September zugleich der zweitstärkste BEV-Monat überhaupt; mehr waren es nur im Dezember 2022 (104.325), als Käufer vor der Kürzung des Umweltbonus Zulassungen vorzogen. Dagegen stagniert der Marktanteil von Plug-in-Hybriden bei rund 11 % (Jan–Sept: 11,1 %). Im September wurden 27.861 PHEV neu zugelassen, was einem Marktanteil von 10,8 % entspricht. Gemeinsam kommen BEV und PHEV damit auf 45,4 % der Pkw-Neuzulassungen. Gleichzeitig verlieren klassische Verbrennungsmotoren erheblich an Bedeutung. Die Neuzulassungen von Benzinern gingen im September um 29,2 % auf 44.632 Fahrzeuge zurück, Diesel um 20,1 % auf 23.058 Einheiten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zusammen erreichten Benzin und Diesel nur noch einen Marktanteil von 26,4 % – deutlich weniger als die BEV allein.

Hierzu Studienleiter Prof. Dr. Stefan Bratzel: „Das Elektroauto ist in Deutschland im Massenmarkt angekommen: Im September war mehr als jeder dritte Neuwagen ein reines E-Auto, und nach neun Monaten sind bereits mehr BEV neu zugelassen als im gesamten Jahr 2025. Getragen wird der Hochlauf vor allem vom deutlich breiteren 

Angebot attraktiver E-Modelle, aber auch von der staatlichen Förderung und den hohen Kraftstoffpreisen. Zugleich verschieben sich die Kräfteverhältnisse nachhaltig: Tesla und die chinesischen Hersteller gewinnen mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis Marktanteile. Der Elektromarkt wächst – aber nicht automatisch für die deutschen Hersteller. Sie müssen den Hochlauf jetzt mit wettbewerbsfähigen Kosten und bezahlbaren Modellen in eigene Marktanteile und Skaleneffekte übersetzen. Wer hier nicht mithalten kann, gehört mittelfristig zu den Verlierern. Die Politik sollte den Markthochlauf mit verlässlichen Rahmenbedingungen absichern, vor allem bei Ladeinfrastruktur und den Strompreisen. Für das Gesamtjahr erwarten wir 825.000 bis 850.000 neue Elektroautos – das obere Ende der Spanne wird immer wahrscheinlicher.“ Quelle: CAM | KBA I CM

Aus Lufthansa Seeheim wird Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim

Das Konferenzhotel Lufthansa Seeheim heißt ab sofort Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim. Der neue Markenauftritt betont, was den Tagungsstandort bereits heute auszeichnet: Moderne Hospitality, ausgezeichnete Veranstaltungsbedingungen an einem naturnahen Standort in der Mitte von Deutschland und ein Umfeld, das Begegnung, Austausch, Zusammenarbeit und neue Ideen ermöglicht. 

Darüber hinaus verfügt das Haus über 483 Hotelzimmer sowie ein gastronomisches Angebot mit Restaurant, mehreren Bars und Terrasse mit einem einmaligen Blick entlang der hessischen Bergstraße.

Neuer Name, neuer Markenauftritt: Am 5. Oktober 2026 wurden erstmals die Fahnen des Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim gehisst.

Die Zugehörigkeit zur Lufthansa Group und die Offenheit für externe Kunden bilden dabei zwei Seiten desselben Profils. Das Lufthansa Group Hotel & Campus ist ein Veranstaltungsort für Mitarbeitende aus der Lufthansa Group und zugleich ein Partner für Unternehmen, Eventplaner und Gäste von außerhalb.

Seeheim blickt auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Was als Lufthansa Schulungszentrum begann, entwickelte sich über das Lufthansa Training & Konferenzcenter und Lufthansa Seeheim zu einem der führenden Tagungs- und Konferenzhotels in Deutschland und Europa. 

Hotel & Campus: mehr als ein Tagungsort. „Hotel“ steht dabei für persönliche Gastfreundschaft und zeitgemäße Hotelstandards. „Campus“ erweitert den klassischen Hotel- und Konferenzgedanken: Zusammenarbeit findet nicht nur im Tagungsraum statt, sondern in unterschiedlichen Bereichen des Hauses.

Die Verbindung zur Welt der Aviation prägt Seeheim seit seiner Entstehung und inspiriert bis heute das Verständnis von Gastfreundschaft. „Der neue Name steht auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Hauses. Unser Anspruch ist es, Angebot, Qualität und Leistungsfähigkeit an den Anforderungen unserer Gäste und Kunden auszurichten und Seeheim als modernen Hotel-, Tagungs- und Veranstaltungsort weiterzuentwickeln“, sagt Patrick Jonas, Geschäftsführer des Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim. Quelle:  LH Group Hotel & Campus Seeheim / CM