Die Deutsche Bahn hat seit Jahren und im zunehmenden Maße Probleme mit alkoholisierten Fahrgästen und Personen in Zügen und an Bahnsteigen. Daher plant der Staatskonzern ein absolutes Alkoholverbot mit Wirkung ab 15. Oktober 2026 an sämtlichen 5.400 Bahnhöfen deutschlandweit. Bundespolizei und DB-Sicherheitskräfte überwachen das Verbot.
Bahnkonzernchefin Evelyn Palla hat die Nase voll von den ständigen Übergriffen auf Personal und Fahrgäste durch alkoholisierte Personen. Zuletzt war vor wenigen Tagen erst ein erneuter Fall bekannt geworden, bei dem es nach einer Rangelei zwischen einem betrunkenen männlichen Fahrgast und einen Zugbegleiter dazu gekommen, dass der Bahnbedienstete aus dem fahrenden Zug stürzte und lebensgefährlich verletzt wurde. Dwnnoch wurde der Täter von einem Richter auf freien Fuß gesetzt, was so ziemlich einmal in der Welt sein dürfte. Unter Palla’s Leitung soll ab sofort härter durchgegriffen werden. Es soll mehr Ordnung und Sicherheit auf den Bahnhöfen und in den Zügen geben. Für sie, so Palla, zähle nur eines: der Schutz der Kollegen und aller Reisenden.
Ein Alkoholverbot kann Palla als Hausrecht durchsetzen ujd entsprechend sanktionieren lassen. Das Konsumverbot alkoholischer Getränke gilt bis dato nur an ca. 30 größeren Bahnstationen , z.B. in München, Nürnberg, Frankfurt, Hamburg und Köln. Die lokalen Hausordnungen werden dazu in den kommenden Wochen in Abstimmung mit Kommunen und Behörden angepasst.
Ausgenommen von der Verbotsregelung ist der Ausschank innerhalb der lizenzierten Bahnhofsgastronomie. Auch das Mitführen von originalverschlossenen alkoholischen Getränken, mitgeführt in Taschen, soll weiterhin gestattet bleiben.
Wer beim illegalen Alkoholkonsum erwischt wird, wird sofort des Platzes verwiesen; bei wiederholten Verstößen droht Tätern nicht nur ein dauerhaftes Hausverbot. Quelle: DB / CM
Der Italienische private Hochgeschwindigkeitsbetreiber Italo will gegen alle Widerstände aus Deutschland sich einen Teil des Fernverkehrsmarkts auf der Schiene sichern. Deutsche <Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL fürchten die künftige Konkurrenz wie der Teufel das Weihwasser. Denn Italo will nur prestigeträchtige profitable Linien bedienen, etwa die von München nach Berlin oder ins Ruhrgebiet. Für den Geldbeutel von geschäftlich und privat Reisenden kann das aber nur gut sein.
Siemens Mobility hat einen Vertrag mit dem italienischen Hochgeschwindigkeits-bahnbetreiber Italo Holding unterzeichnet. Dieser umfasst die Lieferung von 26 achtteiligen Velaro-Mehrsystem-Hochgeschwindigkeitszügen mit einer Option auf 14 weitere Fahrzeuge sowie einen 30-jährigen Full-Service-Vertrag. Die Fertigung der Velaro-Züge erfolgt am Siemens-Mobility-Standort Krefeld. Der Auftragswert für Siemens Mobility liegt bei rund 3 Milliarden Euro.
„Die Entscheidung von Italo Holding unterstreicht das Vertrauen in Siemens Mobility und den Velaro – eine der weltweit erfolgreichsten Hochgeschwindigkeits-plattformen. Mit Einsätzen in zahlreichen Ländern, mehr als drei Milliarden zurückgelegten Kilometern und Millionen beförderten Fahrgästen weltweit setzt der Velaro Maßstäbe für zuverlässigen und effizienten Hochgeschwindigkeits-zugverkehr. Diese langfristige Partnerschaft, die sowohl die Züge als auch einen 30-jährigen Full-Service-Vertrag umfasst, ist ein wegweisendes Projekt und ein starkes Bekenntnis zu industrieller Wertschöpfung und Innovation made in Germany“, sagt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.
Die Velaro-Züge bestehen aus acht Wagen und bieten jeweils rund 440 Sitzplätze. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h. Dank ihrer Mehrsystemtechnik können die Züge unter vier unterschiedlichen Stromsystemen verkehren: mit 1,5 und 3 Kilovolt (kV) Gleichstrom sowie 15 und 25 kV Wechselstrom. Die neuen Züge werden mit integrierten Starlink-Antennen ausgestattet und ermöglichen den Fahrgästen so eine leistungsfähige satellitengestützte Internetverbindung.
Der 30-jährige Full-Service-Vertrag umfasst die Instandhaltung der Flotte im eigenen Depot von Siemens Mobility in Dortmund. Digitale Services, darunter die Railigent X-Plattform und Lösungen zur Flottenüberwachung, unterstützen während des gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge eine vorausschauende Instandhaltung und einen effizienten Betrieb. Quelle: Siemens Mobility / CM
Während sich die politische Debatte in Europa seit Jahren vor allem auf die Elektromobilität konzentriert, gibt es vereinzelt Zeichen für einen technologieoffenen Ansatz seitens der Autoindustrie.
In der vergangenen Woche haben BMW, Toyota, Bosch und Repsol ein gemeinsames Pilotprojekt gestartet, bei dem Serienfahrzeuge erstmals unter Alltagsbedingungen mit dem zu 100 % erneuerbaren Kraftstoff Nexa 95 betrieben werden. Parallel halten führende Hersteller an der Entwicklung von Wasserstofffahrzeugen fest. BMW plant gemeinsam mit Toyota den Marktstart eines Brennstoffzellenfahrzeugs ab 2028, allerdings zu irre hohen Listenpreisen. Noch dazu gibt es deutschlandweit so gut wie keine Möglichkeiten, Pkw mit Wasserstoff zu betanken.
Auch Lexa 85 ist ein aussichtsloses Vorhaben, den Verbrenner zu retten..
Das Pilotprojek soll das Potenzial von Fahrzeugen, die ausschließlich mit zugelassenen Kraftstoffen betrieben werden (VEEF: Vehicles runningExclusively on Eligible Fuels), unter realen Bedingungen demonstrieren. Im Rahmen der Initiative wird eine Flotte von rund 20 Fahrzeugen der Marken Toyota und BMW eingesetzt, die mit dem zu 100% erneuerbaren Benzin von Repsol (Nexa 95) betrieben und durch die fortschrittliche digitale Kraftstoff-Verfolgungs-Technologie von Bosch unterstützt werden.
Der Haken: Nexa 95 wird aus recycelten Produkten wie Speiseöl, landwirtschaftlichen Abfällen und anderen organischen Abfällen hergestellt. Und davon gibt es noch nicht einmal einen winzigen Bruchteil der Menge, die weltweit benötigt würde, um herkömmliches Benzin zu ersetzen. Außerdem ist die Herstellung von täglich mehreren Milliarden Liter des angeblich umweltfreundlichen Treibstoffs um ein Vielfaches teurer als die Produktion von Strom. Auch bleibt die Effizienz der damit betriebenen Automobile weit unter der der batterieelektrischen Autos.
Das Pilotprojekt konzentriert sich auf drei Hauptziele: -Verfügbarkeit von erneuerbarem Benzin auf dem Markt – unter Nutzung der Infrastruktur von Repsol, dem derzeit einzigen Anbieter von 100 % erneuerbarem Benzin an öffentlichen Tankstellen in Spanien -Einsatzbereitschaft digitaler Nachverfolgungs- und Zertifizierungstechnologien – ermöglicht durch das „Digital Fuel Twin“-System von Bosch, das die Nutzung erneuerbarer Kraftstoffe über den gesamten Lebenszyklus hinweg zertifiziert -Operativer Einsatz von VEEF-Flotten – um zu demonstrieren, dass bestehende Fahrzeuge bereits heute mit 100% erneuerbaren Kraftstoffen unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur betrieben werden können
Aus Sicht des Automobilclub von Deutschland (AvD) zeigen diese Entwicklungen vor allem eines: Der Weg zur klimaneutralen Mobilität wird vielfältiger, was aus Sicht der Wissdchenschasft freilich stark bezweifelt wird. Elektromobilität ist eine große Chance für die Zukunft, aber Klimaschutz darf sich deshalb nicht auf eine einzige Technologie beschränken, meint der Autoclub. Entscheidend ist vielmehr, welche Lösungen möglichst schnell, wirtschaftlich und in großem Maßstab CO2 einsparen können. Das aber ist mit Nexa 95 unmöglich, so die Wissenschaft.
In Deutschland sind fat 50 Mio. Pkw zugelassen. Laut Kraftfahrtbundesamt sind aktuell weniger als 5 % Prozent davon rein elektrisch unterwegs. Allerdings ändert sich das derzeit ganz stark. Inzwischen werden deutschlandweit mehr Elektroautos zugelassen als Benziner oder Diesel. Mit einem stetig steigenden Durchschnittsalter von derzeit 10,9 Jahren bei den Verbrennern wird aber trotz dynamischem Hochlauf der Elektromobilität, ein erheblicher Teil dieser überwiegend massiv umweltschädlichen herkömmlich angetriebenen Fahrzeuge noch lange Zeit auf den Straßen unterwegs sein. Wer die Klimaziele ernst nimmt, sollte deshalb nicht ausschließlich auf den Austausch der Fahrzeugflotte setzen, sondern auch Lösungen fördern, mit denen bestehende Fahrzeuge klimafreundlicher betrieben werden können, sagt der AvD. Moderne Biokraftstoffe, höhere Ethanolbeimischungen wie E20, synthetische Kraftstoffe sowie Wasserstoff können hierzu einen Beitrag leisten, die erheblich effizientere und umweltfreundlichere Elektromobilität in Bruchteilen ergänzen.
Bereits heute ermöglicht der Kraftstoff E10 nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen von 6 bis 9 % gegenüber rein fossilem Benzin. Mit einer weiteren Anhebung auf E20 könnten bestehende Verbrennungsmotoren einen zusätzlichen, wenn auch nur winzigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sofern Fahrzeugverträglichkeit und Kraftstoffnormen entsprechend weiterentwickelt werden. Der Vorteil liegt darin, dass die bestehende Tankstelleninfrastruktur weitgehend erhalten bleibt und Millionen Bestandsfahrzeuge unmittelbar profitieren könnten.
Ein weiteres Zukunftsfeld sind synthetische Kraftstoffe (E-Fuels). Sie werden mithilfe von erneuerbarem Strom, Wasser und CO2 hergestellt. Stammt der benötigte Strom vollständig aus erneuerbaren Energien und wird das verwendete Kohlendioxid der Atmosphäre oder unvermeidbaren Industrieprozessen entnommen, können E-Fuels bilanziell nahezu CO2-neutral hergestellt werden. Zwar ist ihr energetischer Wirkungsgrad um ein Vielfaches geringer als bei batterieelektrischen Fahrzeugen, dennoch sehen Wissenschaftler u.a. des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt(DLR) insbesondere im Luftverkehr und der Schifffahrt, nicht aber für Pkw/SUV sinnvolle Einsatzmöglichkeiten.
Auch Wasserstoff bleibt ein wichtiger Bestandteil einer klimaneutralen Mobilität. Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse aus Wasser hergestellt, wobei ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt wird. In Brennstoffzellenfahrzeugen entsteht während des Fahrbetriebs lediglich Wasserdampf. Gleichzeitig wird Wasserstoff auch als Kraftstoff für speziell entwickelte Verbrennungsmotoren erprobt. Zahlreiche Hersteller entwickeln ihre Technologien konsequent weiter und angesichts der seit Monaten hohen Spritpreise wird auch der Einwand der viel zu teuren Herstellungskosten relativiert. Ziel ist es, nachzuweisen, dass sich klimafreundlichere Kraftstoffe ohne technische Änderungen am Fahrzeug und ohne neue Tankstelleninfrastruktur einsetzen lassen.
Kosten-Nutzen-Verhältnis Die Bundesregierung verfolgt mit der Nationalen Wasserstoffstrategie sowie ihrer Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie selbst einen technologieoffenen Ansatz und sieht erneuerbare Kraftstoffe als Ergänzung zur Elektromobilität vor. Dies aber nur, um die heimische Automobilindustrie zu schützen. Quelle: AvD / CM
Das US-Finanzministerium hat den Eigentümer zweier Frankfurter Hilton-Hotels, Ansari, als Geldgeber für Irans Obersten Führer eingestuft. Bis Anfang August muss der US-Hotelkonzern die Managementverträge abwickeln, sprich beenden. Das meldet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.
Betroffen sind das Hilton Frankfurt City Centre und das Hilton Frankfurt Gravenbruch im Neu-Isenburger Ortsteil Gravenbruch. Laut Bloomberg stehen beide Hotels letztlich im Eigentum der auf St. Kitts und Nevis registrierten Smart Global Ltd., die Ali Ansari über über Scheinfirmen und Bankkonten zugerechnet werden.
Das US-Finanzministerium hatte den langjährigen Eigentümer der Immobilien, Ali Ansari, auf die Sanktionsliste gesetzt und ihn als „wichtigen Geldgeber“ für dem derzeitigen Obersten Führer, des Iran, Modschtaba Chamenei, bezeichnet. Zahlungen aus dem Chamenei-Netzwerk an internationale Unternehmen – darunter Hilton – waren ins Blickfeld des US-Justizministeriums geraten, das daraufhin reagierte.
Hilton hat nun einige Wochen Zeit, die Geschäftsbeziehungen geordnet zu beenden, ohne gegen US-Recht zu verstoßen. Ansari selbst hat über seinen Anwalt jede Verbindung zu Chamenei bestritten und angekündigt, gegen bereits Ende vergangenen Jahres verhängte britische Sanktionen Berufung einzulegen. Quelle: Bloomberg / CM
Während die private Nachfrage nach Neuwagen anzieht, setzt sich im Mai der Absturz des Flottenmarkts fort. Marktbeobachter Dataforce sah es zum Jahreswechsel sehr viel optimistischer. Er sprach von einem klaren Aufwärtstrend bei den deutschen Fuhrparks.
Treiber sollten vor allem die fortschreitende Elektrifizierung der Fuhrparks sein, sowie zahlreiche auslaufende Verträge, die noch im Umfeld des Auslaufens des Umweltbonus für gewerbliche Kunden 2023 abgeschlossen wurden, so Dataforce. Für 2026 wird insgesamt ein Wachstum von 9,9 % im Flottenmarkt erwartet, was einem zusätzlichen Volumen von rund 86.000 Pkw entspricht. Den größten Beitrag leisten batterieelektrische Fahrzeuge: Mit einem Plus von rund 65.000 Einheiten wachsen BEVs um etwa 31 % und erreichen einen Marktanteil von 28,4 %. Damit werden sie erstmals zur stärksten Antriebsart in deutschen Flotten und überholen das erste Mal die Diesel.
VW hat bei den Fuhrparkzulasungen nicht mehr so viel Glück wie früher. Foto: VW
Vor wenigen Tagen aber wurden die Vorhersagen des Automobilmarktexperte Dataforce gecancelt, nachdem sie von der Realität überholt wurden. Dataforce musste seine Flottenprognose für das Jahr 2026 nach unten korrigieren. Während die Marktexperten zu Jahresbeginn noch von einem deutlichen Wachstum im relevanten Flottenmarkt ausgegangen waren, zwangen die Entwicklungen des ersten Halbjahres das Unternehmen dazu, die Erwartungen zu kappen.
Die wichtigsten Gründe für die Korrektur mit dem Rotstift:
Sparkurs der Unternehmen: Fuhrparkverantwortliche versuchen verzweifelt, den allgemeinen Kostenanstieg zu dämpfen
Längere Haltedauern: Fahrzeuge werden in den Fuhrparks länger gefahren als ursprünglich geplant, was die Zahl der Neuanschaffungen bremst.
Gebrauchtwagen-Trend: Unternehmen weichen bei Bedarf zunehmend auf junge Gebrauchtwagen aus, statt Neuwagen zu bestellen.
Schwaches erstes Halbjahr: Der relevante Flottenmarkt verzeichnete in den ersten sechs Monaten ein Minus von 1 % auf rund 415.000 Pkw. [1]
Trotz der Gesamtkorrektur gibt es innerhalb des Flottenmarktes eine klare Verschiebung bei den Antriebsarten:
Elektroautos (BEVs) legten im ersten Halbjahr um 32 % auf 123.500 Einheiten zu und sind mit knapp 30 Prozent Marktanteil die stärkste Kraft vor Diesel und Benziner.
Marken-Verschiebung: Die VW-Tochter Škoda gehört zu den großen Gewinnern (+23 % im Halbjahr). Sie stellt mit dem Octavia nicht nur den Spitzenreiter, sondern besetzt mittlerweile die Hälfte der Top-Ten-Flottenmodelle. Die Kernmarke VW verlor hingegen 9 %.
Es wurde also nichts aus der vollmundigen Ankündigung der Maintaler. Das angeblich positives Momentum wird zwar von einer Vielzahl neuer spannender Modelle begleitet, nur will die kaum ein Mobilitätsmanager haben. Quelle: Dataforce / CM
Das ist tatsächlich ein historischer Moment in der Automobilgeschichte: Zum ersten Mal hat die US-Marke Tesla den traditionsreichen deutschen Hersteller Mercedes-Benz bei den globalen Fahrzeugverkäufen übertroffen.
Im zweiten Quartal 2026 meldete dieMercedes-Benz Group weltweit 441.500 verkaufte Modelle, Tesla legte eine Schippe drauf mit 497.099 Auslieferungen. Damit hat der Elektropionier Tesla 55.599 Fahrzeuge mehr verkauft – ein Vorsprung von 12,6 % gegenüber der Marke mit dem Stern. Während die Untertürkheimer mit rückläufigen Verkaufszahlen kämpft, steigert Elon Musk seine Auslieferungen weiter – und das trotz zunehmenden Wettbewerbs und eines anspruchsvollen Marktumfelds.
Tesla hat Mercedes bei den Verkaufszahlen überholt.
Der Unterschied verdeutlicht den strukturellen Wandel der Automobilbranche:
Teslas Absatzwachstum wird vor allem durch das Model Y und das neue Model 3 Standard getrieben.
Mercedes verzeichnet Rückgänge insbesondere in China und Europa, wo die Nachfrage nach Verbrennern weiter sinkt. Ola Kälenius hat den Trend der Zeit ebenso verschlafen wie manch‘ andere europäische Hersteller auch. Als die Stuttgarter wie andere deutsche Hersteller den Newcomer Tesla noch belachelten, mauserte der sich zum Technologieführer.
Mercedes-Benz baute sein erstes Auto bereits 1901, also vor 125 Jahren. Tesla begann die Produktion erst 2004 – und hat nun, nur zwei Jahrzehnte später, den Pionier der Automobilgeschichte bei den Stückzahlen überholt. Was früher undenkbar schien, ist heute Realität: Der Newcomer aus Kalifornien verkauft mehr Autos als der deutsche Premiumhersteller, der das Automobil einst erfunden hat. Die Zahlen zeigen nicht nur Teslas dynamisches Wachstum, sondern auch den unumkehrbaren Wandel hin zur Elektromobilität.
Als Elon Musk im März 2016 das Tesla Model 3 präsentierte, versprach er ein erschwingliches Elektroauto mit einem Einstiegspreis von 35.000 US-Dollar. Dieses Ziel galt damals als revolutionär und legte den Grundstein für Teslas Mission, Elektromobilität massentauglich zu machen. Mit dem jetzt vorgestellten Model 3 Standard RWD erfüllt Tesla ein Versprechen: Das neue Basismodell startet bei 36.990 US-Dollar (unsubventioniert) und liegt damit 22 % unter dem inflationsbereinigten Zielwert.
Trotz höherer Rohstoffpreise, gestiegener Löhne und komplexerer Fertigungsprozesse hat Tesla seine Produktionskosten massiv gesenkt. Das Ergebnis: ein Fahrzeug, das leistungsstärker, effizienter und günstiger ist als alles, was 2016 vorstellbar schien. Das Model 3 Standard RWD beweist eindrucksvoll, dass E-Mobilität in der Breite angekommen ist – nicht mehr als Zukunftsvision, sondern als reale, bezahlbare Alternative.
Der weltweite Absatz der Autohersteller hat sich im ersten Halbjahr 2026 auf breiter Front verringert. Nach einer Datenauswertung des Center of Automotive Management (CAM) bei den 20 größten Autobauern gingen die Auslieferungen auf rund 37,3 Mio. Fahrzeuge zurück. Das sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2,8 % oder 1,1 Mio. Einheiten weniger. 14 der 20 Konzerne verzeichnen rückläufige Volumina. Quelle: CAM / Tessysupply.com / CM
BMW hat einen Wechsel im Vorstand angekündigt: Dorothea von Boxberg folgt auf Ilka Horstmeier Während Horstmeier seit Jahrzehnten für den Konzern tätig ist, kommt ihre Nachfolgerin aus der Luftfahrt – einer Branche, in der hoher Kostendruck seit Langem zum Alltag gehört.
Der Aufsichtsrat der BMW AG hat Dorothea von Boxberg mit Wirkung zum 01. September in den Vorstand des Konzerns berufen und zur Arbeitsdirektorin ernannt. Sie folgt auf Ilka Horstmeier (57), die im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat und im gemeinsamen Interesse einer frühzeitigen Nachfolgeregelung ihr Amt als Mitglied des Vorstands, zuständig für Personal und Immobilien, übergibt, wie der Autokonzern blumig umschreibt.
Dorothea von Boxberg (52) ist noch Chief Executive Officer bei der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines, wo sie aber nicht weitermachen wollte. Brussels Airlines zählt seit Langem in der Lufthansa Group nicht zu den erfolgsverwöhnenden Mitgliedern. Zuvor war sie in mehreren Leitungsfunktionen bei der Deutschen Lufthansa AG und der Lufthansa Cargo AG aktiv – darunter als Vorstandsvorsitzende und Chief Financial Officer von Lufthansa Cargo. Nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und der Betriebswirtschaftslehre in Berlin und Paris arbeitete sie zudem mehrere Jahre in der Unternehmensberatung.
Dr. Nicolas Peter, Vorsitzender des Aufsichtsrats der BMW AG, erhofft sich von Von Boxberg, dass sie erforderliche strukturelle Transformation der BMW Group in den kommenden Jahren vorantreiben kann. „Ilka Horstmeier hat dem Personalwesen der BMW Group entscheidende Impulse gegeben und damit wesentlich dazu beigetragen, dass die BMW Group heute als einer der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland gilt. Quelle: BMW / CM
Mit „Project Fox” will Lufthansa den Service auf Langstreckenflügen grundlegend verbessern. Doch ausgerechnet in ihren Dreamlinern B 787-9 bringt das neue Konzept ein Problem mit sich, das aber laut Lufthansa keines sein soll.
Die Buchstaben FOX stehen für Future Onboard Experience. Doch das neuartige Flugerlebnis hat Nebenwirkungen: Während der Vorbereitung des ersten Essensservices kommt es in den LH-Dreamlinern auf Langstrecken zu Einschränkungen bei den Toiletten in der Business Class. Da nämlich bereiten die Cabincrew Gerichte aufwändiger und benötigen deutlich mehr Platz und Zeit als bisher. Die Bordküchen in den Dreamlinern bieten offenbar nicht genug Raum. Und weil das so ist, können BC-Kunden zumindest eine der beiden Bord-WCS dieses Premiumbereichs in der Zeit des Service nicht aufsuchen. Die Waschräume bleiben zu. Die Lufthansa bestätigt Einschränkungen. Beschwerden von Gästen seien nicht bekannt, so der Netzcarrier. Quelle: Lufthansa / CM
Hyatt Hotels Corp. und Air Canada haben eine Partnerschaft ihrer Treueprogramme geschlossen, die es Mitgliedern von „World of Hyatt“ und „Aeroplan“ ermöglicht, Prämien im Reisebereich zu sammeln, umzuwandeln und einzulösen.
Aeroplan-Mitglieder können ihre Punkte nun für kostenlose Übernachtungen bei „World of Hyatt“ in teilnehmenden Hotels einlösen – beginnend bei 25.000 Punkten. „World of Hyatt“-Mitglieder können ihre Punkte gegen einen Aeroplan-Flugprämiengutschein im Wert von 30.000 Punkten eintauschen, der für Flugprämien bei Air Canada und deren Airline-Partnern genutzt werden kann.
Mitglieder, die ihre Konten miteinander verknüpfen, können „World of Hyatt“-Punkte im Verhältnis 2:1 in Aeroplan-Punkte umwandeln; berechtigte Aeroplan-Elite-Mitglieder können ihre Punkte ebenfalls im Verhältnis 2:1 in „World of Hyatt“-Punkte tauschen.
Die Partnerschaft bietet zusätzliche Vorteile für Elite-Mitglieder, darunter neue Wege für Inhaber eines Aeroplan-Elite-Status sowie für berechtigte Inhaber von Premium-Kreditkarten, einen „World of Hyatt“-Status zu erlangen. Zudem erhalten Karteninhaber, die ihre Konten verknüpfen, einen Status sowie Gutschriften für Bonusübernachtungen.
Durch die Zusammenarbeit erweitern sich die Mitgliedervorteile in einem gemeinsamen Netzwerk, das mehr als 1.300 Reiseziele und 1.500 Hotels umfasst. Sowohl „World of Hyatt“ als auch Air Canada hatten ihre Treueprogramme bereits zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr neu gestaltet. Quelle: Hyatt / Air Canada / CM
Airbus hat bestätigt, dass der A350-1000ULR im Rahmen seines laufenden Testflugprogramms einen epischen Nonstop-Flug von Toulouse nach Melbourne antreten wird. Der Ultralangstreckenjet, vorgesehen bei Qantas für das Project Sunrise, wird am Freitag, 24. Juli 2026, in Melbourne landen (die genaue Landezeit steht noch nicht fest). Der Testflug soll den A350-1000ULR an die Grenzen seiner 22-Stunden-Reichweite bringen und beweisen, dass er dank eines zusätzlichen 20.000-Liter-Treibstofftanks auch nonstop von Sydney nach London fliegen kann.
Das A350-1000ULR-Testflugzeug ist mit fünf Tonnen speziell angefertigter Überwachungsausrüstung ausgestattet, die über kilometerlange orangefarbene Kabel mit mehr als tausend Sensoren verbunden ist. Diese ermöglichen es Airbus, wichtige Messwerte – wie Kraftstoffdurchfluss, Druck, Temperatur, Belüftung und strukturelles Verhalten – in jeder Flugphase zu erfassen. Die Sitze sind mit Heizsystemen versehen, die die Körperwärme von Passagieren simulieren, um die Leistungsfähigkeit der Klima- und Kühlsysteme zu überprüfen.
Das gesamte Vorhaben zielt darauf ab, einen Testflug so durchzuführen, dass er sich „aus Sicht des Flugzeugs“ weitgehend wie ein echter Flug verhält. „Die Flugerprobung eines Serienflugzeugs bringt zusätzlichen Druck mit sich“, sagt Laurent Rossignol, Testflugingenieur bei Airbus. „Man sitzt im eigentlichen Produkt. Der Kunde vertraut uns sein künftiges Flaggschiff an.“
Nach Abschluss dieser Testreihe wird die betreffende A350 vollständig umgebaut und in ein für den Passagierbetrieb bereitstehendes Qantas-Flugzeug verwandelt – ausgestattet mit Suiten in der First und Business Class sowie verstellbaren Sitzen in der Premium Economy und Economy Class. Zudem wird der A350-1000 über eine einzigartige „Wellbeing Zone“ verfügen, in der sich Passagiere während der Nonstop-Langstreckenflüge von Sydney nach London oder New York hinstellen und dehnen können.
Das erste Flugzeug der „Project Sunrise“-Flotte von Qantas soll im April 2027 eintreffen; bis Oktober werden dann drei dieser A350 mit dem charakteristischen roten Leitwerk täglich Nonstop-Verbindungen zwischen Sydney und London bedienen.
In den Monaten zwischen April und Oktober wird die A350 jedoch zunächst deutlich kürzere und weniger anspruchsvolle Flüge absolvieren, damit sich Piloten, Kabinenpersonal und Bodencrews mit dem neuen Flugzeugtyp der Qantas-Flotte vertraut machen können.
Zunächst wird die A350 auf der Strecke zwischen Sydney und Melbourne (ein 90-Minuten-Flug) im Einsatz sein. Diese kurzen Etappen bieten den Qantas-Piloten die ideale Gelegenheit, wichtige Erfahrungen im Cockpit zu sammeln – sei es beim Rollen am Boden, bei Start und Landung oder natürlich während des Fluges selbst.
Qantas hat bereits angedeutet, dass der A350 auch Passagierflüge nach Auckland und möglicherweise nach Los Angeles durchführen wird. Die Fluggesellschaft hat die ersten sechs Maschinen ihrer ursprünglichen Bestellung von zwölf Airbus A350-1000ULR für die Strecken Sydney–London und Sydney–New York vorgesehen, die ab Oktober 2027 aufgenommen werden sollen.
Die weiteren sechs Flugzeuge – deren Auslieferung zwischen Anfang 2028 und Ende 2029 erfolgen soll – sind nun dafür vorgesehen, zwei der Qantas-Routen mit der größten Reichweite zu übernehmen, die derzeit mit der Boeing 787 bedient werden.
„Die Planung sieht vor, einige der A350 auf den Strecken Perth–London und Auckland–JFK einzusetzen, da diese die Grenzen der 787 ausreizen“, hieß es bei einem Pressegespräch im Juni am Airbus-Hauptsitz in Toulouse. Dadurch werden die 787-Maschinen frei, was der Fluggesellschaft eine breitere Ausweitung des Streckennetzes ermöglicht
„Die A350 wird laut Qantas ein Flugzeug sein, das Melbourne bedient, denn der Carriwer weiß, dass dies ein unglaublich wichtiger Markt für ihn ist. Da die A350 aber auf der Strecke Perth–London eingesetzt werden soll, ist davon auszugehen, dass diese Route erneut in Melbourne beginnen wird – genau wie es seinerzeit bei der 787 der Fall war. Dies würde natürlich die Möglichkeit für einen kleinen Abstecher von Melbourne nach Perth eröffnen – ein Erlebnis, das für Vielflieger mit Platin-Status bereits in der Qantas First Lounge in Melbourne beginnt.
Eine weitere Möglichkeit: Sobald Qantas ab Ende 2027 Nonstop-Flüge mit der A350 von Sydney nach New York anbietet, könnte die derzeitige Route Sydney–Auckland–New York nach Süden verlagert werden und zur Verbindung Melbourne–Auckland–New York werden – zunächst mit der Boeing 787, später dann mit der A350.
Zudem erwartet Qantas ab 2028 die zweite Tranche von zwölf A350-1000-Maschinen; diese werden zwar nicht über den zusätzlichen Treibstofftank oder die „Wellbeing Zone“ verfügen, aber die Vier-Klassen-Konfiguration beibehalten – in einer Ausführung, die Qantas als A350-1000LR (für „Long Range“ bzw. Langstrecke) bezeichnet.
Obwohl sie gemeinsam mit einem Dutzend Boeing 787 bestellt wurden, um die alternden Airbus A330 von Qantas zu ersetzen, ist es durchaus denkbar, dass einige der A350-1000LR-Jets auf Premium-Routen wie etwa nach Los Angeles zum Einsatz kommen. Der Reiz liegt darin, dass die A350-1000LR nicht nur über mehr Sitzplätze verfügt als die Boeing 787-9 – die sich zum Arbeitstier von Qantas im Transpazifikverkehr entwickelt –, sondern auch eine größere Anzahl an Premium-Sitzen bietet; dies gilt insbesondere dann, wenn sich Qantas dazu entschließen sollet, die Kabinenaufteilung der A350-1000LR um eine First Class zu erweitern. Mehr Premium-Sitze bedeuten einen größeren Anteil am margenstarken Markt für Premium-Reisen – und genau diese Richtung schlägt Qantas, ebenso wie viele andere Fluggesellschaften, derzeit und auch in Zukunft ein. Quelle: Airbus / Qantas / CM