Mehr Stabilität zwischen München und Mühldorf

Zwischen München und Mühldorfsoll es auf der nicht elektrifizierten und größtenteils eingleisigen und störanfälligen Strecke pünktlichere und verlässlichere Verbindungen geben. Seit Jahrzehnten gibt es um diese wichtige Ausbaustrecke 38 von München über Mühldorf nach Freilassing / Burghausen ein Hin und Her. Sie bekommt irgendwann in den nächsten 100 Jahren in weiten Teilen ein zweites Gleis und soll durchgängig elektrifiziert werden. So hieß es schon vor 30 Jahren.  Umgesetzt worden ist bis heute fast nichts. 

Derzeit beeinträchtigen dort mehrere Langsamfahrstellen aufgrund von Gleisschäden den Zugverkehr. Die längeren Fahrzeiten bringen auf der eingleisigen Strecke zwangsläufig den Fahrplan durcheinander, weshalb zuletzt immer wieder Züge ausfallen mussten – darunter die Expressverbindungen zu den Pendlerzeiten. Damit die Fahrgäste wieder verlässlich an ihr Ziel kommen, hat die DB InfraGO als Infrastrukturbetreiberin dieser Strecke für die Züge der Südostbayernbahn (SOB) einen neuen Fahrplan mit längeren Fahrzeiten erarbeitet. Mit diesen zusätzlichen Fahrzeitreserven soll trotz der Geschwindigkeitsreduzierungen ein möglichst stabiler Zugverkehr angeboten werden. Der neue Fahrplan gilt voraussichtlich bis Anfang Februar.

Die Strecke München-Mühldorf-Freilassing ist seit mehreren Jahrzehnten ein Spielball zwischen Politik und Bahn.Foto: DB

Die Expressverbindungen kehren mit dem angepassten Fahrplankonzept ab 14. September zurück. Bei allen Verbindungen auf der Strecke kommt es zu Fahrzeitverlängerungen sowie veränderten Abfahrts- bzw. Ankunftszeiten. Morgens und nachmittags im Berufsverkehr müssen einzelne Züge entfallen. Seit Jahrzehnten wird geredet und geredet um die Strecke zu modernisieren. Parallel arbeitet die DB InfraGO als Infrastrukturbetreiberin mit Hochdruck daran, die Strecke zu modernisieren und die bestehenden Langsamfahrstellen zu beseitigen. Dazu sind bis Ende des Jahres größere Baumaßnahmen inklusive einer Streckensperrung geplant. 

Ab dem 14. September starten in München Ost die Regionalbahnzüge sowie die Expressverbindungen Richtung Mühldorf bis zu 20 Minuten früher. In der Gegenrichtung kommen die Regionalbahnzüge sowie die Expressverbindungen bis zu 15 Minuten später am Ostbahnhof an. Die ersten Züge frühmorgens starten früher in Mühldorf, um die gewohnten Ankunftszeiten in München sicherstellen zu können. Auch der erste Anschlusszug frühmorgens jeweils aus Simbach sowie aus Burghausen nach Mühldorf muss etwas früher fahren. Quelle: DB / CM

Neues Triebwerksöl erschwert Erkennen ernster Probleme für die Besatzung

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) fordert eine dringende Untersuchung, nachdem bekannt wurde, dass Fluggesellschaften verstärkt ein neues Triebwerksöl einsetzen. Dieses Öl ist so konzipiert, dass es selbst dann, wenn es verdampft und über die Klimaanlage in das Cockpit oder die Passagierkabine gelangt, kaum einen wahrnehmbaren Geruch („unauffälliges Geruchsprofil“) entwickelt. Dennoch vermutlich giftig ist.

Das neue Triebwerksöl mit der Bezeichnung „Turbo Oil 2330“ stammt von der in Tennessee ansässigen Eastman Chemical Company. Laut Hersteller wurde Turbo Oil 2330 speziell entwickelt, um die Leistungsfähigkeit zu steigern und gleichzeitig eines der problematischsten Themen der Luftfahrtbranche anzugehen: Geruchsbelästigungen in der Kabine.

Turbo Oil 2330 ist für den Einsatz im Hilfstriebwerk (APU – Auxiliary Power Unit) von Flugzeugen vorgesehen. Bei der APU handelt es sich im Wesentlichen um ein kleines Triebwerk im Heck eines Verkehrsflugzeugs. Sie dient dazu, das Flugzeug am Boden mit Energie zu versorgen, wenn die Haupttriebwerke nicht laufen, sowie zum Starten der Haupttriebwerke nach dem Zurücksetzen (Pushback) vom Gate.

Gelegentlich kann Öl aus der APU austreten und aufgrund der extremen Hitze in deren Umgebung verdampfen. Bei einigen Flugzeugtypen saugt der Einlass der Klimaanlage diese Öldämpfe an, wodurch Cockpit und Kabine kontaminiert werden.

Verdampftes Triebwerksöl zeichnet sich durch einen extrem beißenden Geruch aus, der oft mit dem von „verschwitzten Socken“ oder einem „nassen Hund“ verglichen wird. Die Dämpfe können Reizungen der Augen und des Rachens, Kopfschmerzen sowie Übelkeit verursachen.

In den meisten Fällen sind die Auswirkungen dessen, was die Luftfahrtbranche vorzugsweise als „Geruchsvorfall“ (odor event) bezeichnet, nur von kurzer Dauer und klingen ohne Langzeitfolgen ab. Es gibt jedoch immer mehr Klagen, in denen behauptet wird, dass diese Vorfälle chronische und stark beeinträchtigende Gesundheitsprobleme verursacht haben, die das Leben der Betroffenen tiefgreifend verändert haben. Gesprochen wird im Allgemeinen von der weitaus treffenderen Bezeichnung: „Toxic Fume Events“ (Vorfälle mit giftigen Dämpfen).

Eastman erklärt, sein „Turbo Oil 2330“ werde dazu beitragen, die Flugzeugauslastung und -effizienz zu steigern, da Fluggesellschaften ihre Maschinen bei einem Geruchsvorfall nicht mehr für Untersuchungen am Boden lassen müssten.

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) kritisiert, dass Eastmans Marketingaussage völlig am Kern der Sache vorbeigehe: Zwar erschwere Turbo Oil 2330 der Besatzung das Erkennen eines Geruchsvorfalls, doch bedeute dies keineswegs, dass ein solcher Vorfall nicht stattgefunden habe.

„Wenn Öl oder dessen erhitzte bzw. zersetzte Bestandteile in die Kabinenluft gelangen, muss das Kabinenpersonal in der Lage sein, den Vorfall zu erkennen und zu melden“, kritisiert die ITF scharf. „Die Einführung von ETO 2330 darf nicht dazu führen, dass weniger Vorfälle gemeldet werden, nur weil sie schwerer zu riechen sind. Wir fordern eine Untersuchung sowie eine Überprüfung der Sicherheits- und Gesundheitsaspekte beim Einsatz von ETO 2330, wobei besonderes Augenmerk auf die möglichen Folgen der verringerten Geruchswahrnehmung gelegt werden muss“, hieß es weiter in der Erklärung des Verbands. „Die Einführung von ETO 2330 darf weder die Gesundheit des Kabinenpersonals noch die wirksame Erkennung, Meldung und Untersuchung von Vorfällen mit kontaminierter Kabinenluft beeinträchtigen.“

Der europäische Flugzeughersteller Airbus sieht sich mit mehreren Klagen von Flugbegleitern konfrontiert, die nach eigenen Angaben langfristige gesundheitliche Schäden durch das Einatmen kontaminierter Kabinenluft – verursacht durch verdampfendes Triebwerksöl – erlitten haben.

Einer dieser Fälle wurde von einer in Phoenix stationierten Flugbegleiterin von American Airlines angestrengt. Sie gibt an, nach einem alarmierenden Vorfall am 14. Januar 2024 dauerhafte neurologische und psychische Schäden davongetragen zu haben. Die Stewardess stand gerade im Gang eines Airbus A319  und begrüßte die Passagiere beim Einstieg am Flughafen Phoenix Sky Harbor, als der Kapitän das Hilfstriebwerk (APU) einschaltete.

Laut der Klageschrift breitete sich innerhalb von Sekunden nach dem Einschalten der APU ein Geruch nach schmutzigen Socken in der Kabine aus. Sie begab sich rasch in den hinteren Teil des Flugzeugs, wo sie eine Kollegin vorfand, die aufgrund des Geruchs husten und würgen musste. Die Flugbegleiterin verständigte den Kapitän, der daraufhin die Evakuierung des Flugzeugs anordnete. Währenddessen begann die Frau zu husten; zudem litt sie unter geistiger Benommenheit und starken Kopfschmerzen. Bis heute konnte das Cabin Crew-Mitglied die Arbeit als Flugbegleiterin nicht wieder aufnehmen. Sie leidet weiterhin täglich unter Kopfschmerzen, und bei jedem Versuch, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, treten Panikattacken auf – Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung.

In ihrer Klage wird ein Schadenersatz in Höhe von 30 Mio. US-Dollar gefordert. Begründung: Airbus sei seit Langem bekannt, dass die Platzierung der APU in der Nähe eines Lufteinlasses die Flugzeuge der A320-Baureihe anfällig für Geruchsvorfälle mache.

Unterstützt wird die Kampagne der ITF von der Association of Flight Attendants (AFA-CWA), der größten Gewerkschaft für Kabinenpersonal in den USA, die sich seit Jahren für eine Verbesserung der Luftqualität an Bord von Verkehrsflugzeugen einsetzt. Quelle:  ITF / CM

Intercity Talgo Madrid – Lissabon 

Statt aufs Abstellgleis sollen die letzten lokbespannten Talgozüge als Vorprogramm für das Prestigeprojekt Madrid – Lissabon auf der Schiene bleiben. Ob und wann dies umgesetzt wird muss noch bestätigt werden. Die Verbindung auf der Schiene wäre eine Alternative für Geschäftsreisende, aufs Flugzeug zu verzichten.

Mitte August kam die Botschaft, wonach it den Hochgeschwindigkeitstriebzügen Talgo Avril S 106 und S 107 in wenigen Jahren durchgehende AVE-Verbindungen zwischen den iberischen Hauptstädten verkehren würden. Das funktioniert aber erst wenn die LAV Extremadura vollständig elektrifiziert ist und nördlich von Toledo mit der Bestandslinie verbunden wird. Alles auf spanischer/portugiesischer Breitspur 1.668 mm) kaum vor 2030. Nun soll’s einen Vorläufer geben.

Die Idee ist naheliegend. Ein Intercity Talgo VI, ab Madrid-Chamartin in Sandwichtraktion mit S 334 anfangs auf der Bestandesstrecke, weiter westlich auf der LAV (soweit betriebsbereit) bis Badajoz, dort Ablösung durch eine CP 5600 – Zulassung auf dem ADIF-Netz fehlt noch – direkt nach Evora und weiter bis Lissabon. Reisezeit: maximal 7,5 Stunden. Heute gibt’s drei Alvia Verbindungen Madrid – Badajoz mit Talgo Bimode S 730, die entweder Plasencia oder Merida bedienen, dort verbunden mit Spitzkehre. Aktuell gibt es noch eine klassische Talgo-Verbindung. Valencia – Cartagena. Bis Alicante elektrisch mit S 252 unterwegs, ab dort mit S 334 im Sandwich-Betrieb wegen der Spitzkehre in Murcia. Für den IC Lissabon braucht es zwei Garnituren plus Reserve. Quelle: Trenvista / CM

ČD hat die 50. Vectron-Lok von Siemens Mobility übernommen 

Die České dráhy (ČD) hat auf der Drehscheibe in Prags Stadtteil Vršovice symbolisch die letzte, insgesamt bereits 50. Siemens Vectron-Hochgeschwindigkeitslokomotive von Siemens Mobility übernommen. Damit wurde die Lieferung der Flotte von Mehrsystem-Lokomotiven mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h gemäß dem Vertrag aus dem Jahr 2022 abgeschlossen. Die neuen Vectron-Lokomotiven werden von den Tschechischen Bahnen schrittweise auf inländischen und internationalen Strecken in Betrieb genommen.

„Mit der Übergabe der 50. und zugleich letzten Vectron-Lokomotive der Baureihe 384 schließen wir eine wichtige Etappe der Modernisierung unserer Lokomotivenflotte ab. In weniger als einem Jahr seit der Ankunft der ersten Lok ist es uns gelungen, sie voll in den Betrieb zu nehmen, und zwar nicht nur auf inländischen Strecken, sondern auch im Ausland. Wir fahren mit ihnen von Budapest bis Hamburg und wollen in Zukunft noch weiter fahren, bis nach København. Die Vectron-Lokomotiven haben sich bei uns als zuverlässige und schnelle Lokomotiven bewährt. Sie haben ältere E-Lok-Typen verdrängt und sind zum Rückgrat unseres Triebfahrzeugparks geworden“, sagt Jiří Ješeta, stv. Vorstandsvorsitzender und stv. Generaldirektor der Tschechischen Bahn für den Personenverkehr Er bedankte sich bei Siemens Mobility für die hervorragende Zusammenarbeit bei der Umsetzung des gesamten Auftrags. Allerdings stünden noch einige Schritte bei der Inbetriebnahme der modernen Fahrzeuge bevor, beispielsweise die Aufnahme des Push-Pull-Betriebs gemeinsam mit den ComfortJet-Zügen, die u.a. auf den Strecke von Prag über Dresden, Berlin, Hamburg bis Kopenhagen eingesetzt werden und schon heute bei zig Tausendnen Geschäftsreisenden höchst beliebt sind. .

„Das ist für uns ein weiterer sehr bedeutender Moment in der langjährigen Partnerschaft zwischen Siemens Mobility und den Tschechischen Bahnen. Die ČD waren der erste Kunde für Vectron-Lokomotiven mit dieser Geschwindigkeit. Wir schätzen ihr Vertrauen in unsere Fahrzeuge sehr und legen zugleich großen Wert auf die Zusammenarbeit und die im täglichen Betrieb gewonnenen Erfahrungen, die uns helfen, die Vectron-Plattform weiterzuentwickeln und zu optimieren. Die Vectron-Lokomotiven stellen ihre Qualitäten bereits heute im internationalen Betrieb unter Beweis. Ein ebenso wichtiger Teil ihres Erfolgs ist jedoch auch ein hochwertiger Service-Support. Ich freue mich, dass es uns in der Tschechischen Republik gelungen ist, ein erstklassiges Team von Service-Spezialisten aufzubauen, das für eine maximale Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Betrieb sorgt. Bei diesen neuen Lokomotiven wurde zudem das Intervall für die vorbeugende Wartung von ursprünglich 30.000 auf 37.500 km verlängert, was den Verkehrsunternehmen eine höhere Verfügbarkeit der Fahrzeuge bei gleichbleibend höchsten Standards in Bezug auf Sicherheit und Betriebsqualität bringt“, sagt Roman Kokšal, Geschäftsführer von Siemens Mobility Tschechische Republik.

Der Einsatz der neuen Vectrons – die mit den wichtigsten europäischen Stromversorgungssystemen  3 kV Gleichstrom, 25 kV 50 Hz Wechselstrom und 15 kV 16,7 Hz Wechselstrom zurecht kommen – wird weiter ausgebaut. ČD plant im Fahrplan 2027 ihren Einsatz u.a. nach Hamburg, Budapest, Wien und Linz, Kraków und Przemyśl. Vorläufig wird mit dem turnusmäßigen Einsatz von bis zu 43 der 50 Lokomotiven gerechnet, deren jährliche Laufleistung 14 Mio. km übersteigt.

Bei den anderen Vectron-Lokomotiven der Baureihe D-193 sollen dann bis zu 46 von 61 Lokomotiven mit einer jährlichen Laufleistung von über 12,5 Mio. km zum Einsatz kommen. Insgesamt sollen beide Vectron-Baureihen den Bedarf der Tschechischen Bahn an Elektrolokomotiven zu etwa 70 % decken und rund 80 % ihrer Leistung in zurückgelegten Kilometern erbringen.

Die 6,4 MW starken Vectron-Lokomotiven gehören zu den beliebtesten und meist verbreiteten Elektrolokomotiven in Europa. Sie sind für den Betrieb unter der Kontrolle des Zugsicherungssystems ETCS ausgerüstet und vorbereitet, das ab Januar 2025 auf ausgewählten Abschnitten der tschechischen Korridore vorgeschrieben ist und von den Lokomotiven auch auf einigen ausländischen Strecken genutzt wird. Quelle: ČD / Siemens Mobility / CM

Golf-Airlines mit milliardenschweren Verlusten

Die seit Ende Februar 2026 andauernden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel, den USA und dem Iran stürzten die Luftfahrtindustrie der Region in eine schwere Krise.  Während der Krieg im Nahen Osten diverse Routen der Airlines aus den Golfstaaten lahmlegte, war dies für die europäische Konkurrenz eine Möglichkeit, wenigstens ein bisschen aufzuholen. 

Über 2.000 Flüge pro Tag haben Emirates und Co. bis 27. Februar 2026 durchgeführt. Tags darauf sind dann die Lufträume in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und weiteren Ländern geschlossen worden und der Flugbetrieb km weitgehend zum Erliegen. Nachdem man in Dubai, Abu Dhabi und auch Doha auf die Airlines angewiesen ist, waren die dortigen Regierungen natürlich sehr bemüht, den Flugbetrieb so schnell wie möglich wieder hochzufahren. Über mehrere Monate wurden Emirates, Qatar Airways und Etihad durch gesperrte Lufträume, beschädigte Infrastruktur und teure Umwege ausgebremst.Doch Emirates-Präsident Sir Tim Clark sieht darin keine Schwäche, sondern nur eine Unterbrechung. Seine Botschaft an Europas Airlines war  unmissverständlich: Emirates werde „hart und schnell“ zurückkommen.

Riesige <Verluste schreiben die drei großen Golfcarrier 2026. Foto: DBX

Fakt ist: Der Nettogewinn von umgerechnet  7,2 Mrd. US-Dollar der Fluggesellschaften im Nahen Osten im Jahr 2025 wird sich für 2026 in einen Nettoverlust von 4,3 Mrd.  US-Dollar verkehren, prognostiziert die International Air Transport Association (IATA). Seit den ersten Angriffen des Iran auf Israel und den darauf erfolgten Gegenschlägen von Israel mussten die Lufträume wegen zahlreicher Raketen und Drohnen des Mullah-Regimes sowie Militärjets der US Airforce sowie der israelischen Luftwaffe großräumig gesperrt werden. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) rät weiterhin von Überflügen bestimmter Regionen ab.

Üner Monate, bis ca. Mitte Juni, rieten europäische Regierungen von nicht dringenden Reisen in die VAE ab. Diese Warnung beinhaltete auch reine Umsteigeverbindungen via Dubai, Abu Dhabi und Qatar Richtung Asien, Indischer Ozean, Afrika etc..

Die zeilweise Sperrung der Lufträume, die Reisewarnungen und die generelle Verunsicherung der Reisemärkte sind ein ganz dickes Problem des ‘Hub-and-Spoke – Systems’ von Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways. Dieses System über Dubai, Abu Dhabi und Qatar Airways funktioniert nur bei maximaler Effizienz und Sicherheit. Die Passagiernachfrage im Nahen Osten fiel im Juni um fast 14 %, während der Direktverkehr zwischen Europa und Asien um 11% zunahm.

Viele europäische und asiatische Airlines haben ihre Flüge in die Region bis weit in den Herbst oder sogar bis 2027 (z.B. Air Canada) ausgesetzt, was die Auswahl für Geschäftsreisende drastisch einschränkt und die Preise für die verbleibenden Verbindungen in die Höhe treibt. Quelle: Middle East Eye

100 Jahre Flugplatz St. Gallen-Altenrhein

Mit spektakulären Flugshows und zahlreichen Schaulustigen hat der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein am Wochenende sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Höhepunkt war einer der letzten Auftritte der Patrouille Suisse.

Der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein (IATA Code ACH) ist ein Regionalairport in der Ostschweiz in Altenrhein SG, Gemeinde Thal, rund 20 km nordöstlich von St. Gallen am Ufer des Bodensees und unmittelbar an der Grenze zu Österreich gelegen. Der Flugplatz ist u.a. für den geschäftlichen und privaten Flugverkehr von Bedeutung. Insbesondere während des Weltwirtschaftsforums in Davos wird er von Privat- bzw. Businessjets angeflogen.

Während drei Tagen vom 28. Bis 30. August 2026 blickte der Flugplatz am Bodensee gemeinsam mit rund 40.000 Besuchern und mit einem vielseitigen Programm auf zehn Jahrzehnte Luftfahrtgeschichte zurück. Unter ihnen waren auch zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Insbesondere am Samstag und Sonntag strömten die Menschen in großer Zahl nach Altenrhein. Maßgeblich dazu beigetragen haben dürfte einer der letzten Auftritte der Patrouille Suisse, die Ende 2027 aufgelöst wird.

Die Flugzeug-Fans mussten sich in Geduld üben: Massive Verkehrsüberlastungen und Staus in der Region führten zu langen Wartezeiten. Viele, die kein Ticket mehr ergattern konnten, verfolgten die Flugshow deshalb außerhalb des offiziellen Geländes.

Wenn die Patrouille Suisse mit ihren präzisen Formationen und perfekt choreografierten Manövern über dem Flugplatz ihre Kreise zog, blieb den Zuschauern buchstäblich der Atem weg, zogen die Verantwortlichen Bilanz zum Highlight des Wochenendes. Die Patrouille Suisse sorgt mit ihrem Auftritt über Altenrhein für einen der Höhepunkte des Jubiläumswochenendes. 

Zu sehen waren aber nicht nur die Northrop F-5 Tiger II, sondern auch die North American P-51 Mustang und die kunstflugfähige Bo 105. Ebenfalls für Begeisterung sorgte die Classic Formation mit der legendären DC-3 und drei Beechcraft Model 18. Viele der historischen Maschinen, die normalerweise nur im Fliegermuseum in Altenrhein zu sehen sind, waren beim Jubiläum in der Luft zu erleben. Quelle: ACH / CM

ÖBB wegfinder wächst weiter

Die Mobilitäts-App wegfinder der ÖBB-Tochter iMobility GmbH, baut ihr Angebot aus und verbindet immer mehr Verkehrsmittel und Regionen auf einer Plattform. Neu hinzugekommen ist jetzt das E-Bike-Sharing-Angebot S-bike in Salzburg, das direkt über den wegfinder gebucht werden kann.


Eine App für alle Wege. wegfinder ist besonders für jene attraktiv, die regelmäßig zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln wählen und flexibel sein möchten. Gerade in den Städten geht es oft nicht darum, verschiedene Angebote zu kombinieren, sondern je nach Anlass, Wetter und persönlichen Vorlieben das passende Angebot zu wählen. Aber auch jene die über Stadt- und Bundeslandgrenzen hinweg unterwegs sind erhalten mit wegfinder ein durchgängiges Mobilitätsangebot von der ersten bis zur letzten Meile.
Anders als viele Mobilitätsplattformen beschränkt sich wegfinder nicht auf einzelne Verkehrsmittel oder Regionen. Stattdessen bündelt die App österreichweit Car- und Bikesharing, E-Scooter, On-Demand-Dienste und öffentliche Verkehrsmittel unterschiedlicher Anbieter in einer Anwendung. Zudem erhalten Nutzer verkehrsmittelübergreifende Routenvorschläge, Tarifauskünfte, Echtzeitinformationen zu Verspätungen und Störungen sowie die Möglichkeit, Tickets und Mobilitätsangebote unterschiedlicher Anbieter direkt in der wegfinder-App zu buchen.

Mehr Regionen, mehr Verkehrsmittel, mehr Nutzer – eine App. Immer mehr Verkehrsverbünde, Städte und Mobilitätspartner setzen auf wegfinder. In Tirol, Oberösterreich und Salzburg wird wegfinder bereits als gemeinsame Plattform genutzt. In Innsbruck hat wegfinder unlängst die bisherige ÖPNV (Öffi)-App der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) abgelöst. Und auch in Wiener Neustadt ist wegfinder seit Anfang Juni 2026 die zentrale Mobilitätsplattform. 
Das Angebot wird laufend gemeinsam mit den Partnern weiterentwickelt und wächst stetig: Allein im Bereich „Fahrrad” sind mittlerweile sieben unterschiedliche Bike-Sharing-Angebote über wegfinder buchbar. Gleichzeitig wächst auch die Zahl der NutzerInnen, die bequem und flexibel, je nach Anlass, unterschiedliche Mobilitätsarten nutzen und kombinieren wollen. Mit mittlerweile über 2 Mio. App-Downloads auf Android und iOS hat sich wegfinder als eine der führenden Mobilitätsplattform in Österreich etabliert. Besonders im laufenden Jahr verzeichnete die Plattform ein starkes Wachstum: Sowohl die Zahl der Nutzer:innen legte deutlich zu, als auch die Nutzung der App. Diese war im ersten Halbjahr um 50 % höher als im Vergleich zum Vorjahr.

Neu in Salzburg: S-bike direkt über wegfinder buchbar. Jüngster Ausbauschritt ist die Integration von S-bike in Salzburg. Das neue E-Bike-Sharing-Angebot mit künftig mehr als 600 Rädern an über 60 Stationen kann direkt über die wegfinder-App gebucht werden: Station suchen, Bike auswählen, QR-Code scannen und losfahren. Für Nutzer mit hinterlegtem KlimaTicket Salzburg, KlimaTicket Österreich oder einer S-bike Jahreskarte sind die ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenlos und danach zum halben Preis. Der Umstieg von Bus und Bahn auf das S-bike ist damit besonders attraktiv und zeigt die flexiblen Möglichkeiten der wegfinder App. 
Mit jeder neuen Partnerschaft und jedem zusätzlichen Mobilitätsangebot wächst wegfinder weiter zur österreichweiten Plattform für nahtlose, nachhaltige Mobilität von der ersten bis zur letzten Meile. Quelle: ÖBB / CM

Streckenschädem sorgen für den Entfall von IC-Halten

Mehrere kurzfristig eingerichtete Langsamfahrstellen auf der IC-Strecke zwischen Stuttgart und Nürnberg führen zu großen Verspätungen. Um diese zu reduzieren und die Anschlüsse der Reisenden, insbesondere in Stuttgart und Karlsruhe sicher zu stellen, muss die DB die Halte der Züge der IC-Linie 61 Karlsruhe – Stuttgart – Aalen – Nürnberg (- Leipzig) vorübergehend reduzieren.

Die vorübergehenden Haltausfälle auf der IC-Linie zwischen Karlsruhe und Nürnberg dauern über Ende August hinaus an. Die Halte der IC2-Garnituren (5 Doppelstockwagen + Lokomotive) in Crailsheim, Ellwangen sowie Schwäbisch Gmünd entfallen. Für Geschäftsreisende aus diesen drei Städten bedeutet das, auf der Regionalverkehr oder das Auto umzusteigen. und damit längere Reisezeiten in Kauf zu nehmen. Zwischen Crailsheim und Ansbach aufgetretene Schäden an der IC-Linie  führen zu zusätzlichen Fahrplanänderungen. Die Änderungen werden sukzessive in die Fahrplanmedien eingepflegt.

Die DB bittet für die anhaltenden Einschränkungen um Entschuldigung. Sobald die notwendigen Baumaschinen zur Verfügung stehen und die Strecke wieder in Ordnung gebracht ist, werden die Städte wieder bedient. Quelle: Deutsche Bahn / CM

Flughafen Nashville bestätigt Pläne zur Umbenennung in „Dolly Parton“-Airport

Nur wenige Tage nach dem Tod des beliebten Country-Stars Dolly Parton hat der internationale Flughafen Nashville angekündigt, sich ihr zu Ehren umzubenennen. Dies soll „ihr unvergängliches Vermächtnis und die Generationen von Menschen, die sie in Tennessee und weltweit inspiriert hat, dauerhaft würdigen“.

Die Pläne wurden am Freitag von Tennessee‘s Gouverneur Bill Lee vorgestellt. Dieser erklärte, es sei nur angemessen, dass der internationale Flughafen Nashville „den Namen der beliebtesten Tochter unseres Bundesstaates trägt und Reisende mit dem bleibenden Vermächtnis von Dollys Musik, Großzügigkeit, Glauben und Freundlichkeit begrüßt“. Die Entscheidung über die Umbenennung des Flughafens liegt jedoch nicht allein bei Gouverneur Lee und dem Vorstand des Flughafens Nashville. Letztendlich wird die Familie der verstorbenen Sängerin über eine mögliche Benennung des Flughafens nach Dolly Parton entscheiden.

Am Freitag bestätigte Gouverneur Lee, dass er bereits mit Dollys trauernder Familie gesprochen habe. Diese habe ihre Dankbarkeit für die außerordentliche Anteilnahme an der Ehrung von Dolly zum Ausdruck gebracht und erklärt, von der Idee berührt zu sein und offen für weitere Gespräche. 

Der internationale Flughafen Nashville gehört der Metropolitan Nashville Airport Authority und wird von ihr betrieben. Diese vermarktet den Flughafen derzeit unter dem dreistelligen IATA-Code BNA.

In vielen Fällen entspricht der dreistellige Code dem Städtenamen, wie beispielsweise SFO für San Francisco, ATL für Atlanta und DUB für Dublin. BNA folgt dieser Konvention jedoch nicht. Der Flughafen erhielt seinen dreistelligen Code, weil er ursprünglich Berry Field hieß, benannt nach Colonel Harry S. Berry, einem Abgeordneten aus Tennessee, der maßgeblich am Bau des Flughafens beteiligt war. Sollte sich der internationale Flughafen Nashville nach Dolly Parton umbenennen, könnte er auch eine offizielle Änderung seines IATA-Flughafencodes beantragen. Derzeit gibt es Bestrebungen, den Code in DPI zu ändern, da dieser von der IATA aktuell nicht verwendet wird.

Dolly Partons Tod wurde am 25. August bekannt gegeben. Bereits vor fast zwei Jahren war eine Online-Petition gestartet worden, um den internationalen Flughafen Nashville (BNA) ihr zu Ehren umzubenennen. Die von Lydia Popovich auf Change.org initiierte Petition sammelte innerhalb von zwölf Monaten zunächst rund 40.000 Unterschriften. Nur wenige Tage nach Dolly Partons Tod verzeichnete sie bereits über 162.000 Unterschriften. Popovich erklärte ihre Beweggründe für die Umbenennung, es sei nur angemessen, dass eine so bedeutende Institution wie der internationale Flughafen Nashville den Namen einer so außergewöhnlichen Frau trägt.

Der Vorstand des Flughafens Nashville wird sich voraussichtlich am 17. September treffen, um die Pläne zur Umbenennung des Flughafens formell zu erörtern. Quelle: BNA / CM

Selbst zum Karten lesen sind viele zu dumm

Zum Bahnhof, zum Flughafen, zum Geschäftstermin oder zur Verabredung – Wer sich heute von A nach B bewegt, verlässt sich meist auf digitale Navigation – mit einer gedruckten Karte können hingegen nur noch wenige umgehen. Lediglich 30 % der Deutschen ab 16 Jahren finden sich mit einer gedruckten Karte zurecht, besagt eine Untersuchung von die Bitkom Research (befragt wurden 1.006 Personen ab 16 Jahren in Deutschland). .

11 % schätzen ihre Fähigkeiten dabei als sehr gut ein, weitere 19 % als eher gut. Eher schlecht schätzen sich 19 % ein, weitere 17 % könnten sich mit gedruckten Karten nach eigener Einschätzung nur sehr schlecht orientieren. 26 % können dies nicht beurteilen – mutmaßlich, weil sie noch nie mit einer gedruckten Karte unterwegs waren und sie ihre entsprechenden Fähigkeiten nicht einschätzen können. Wie sicher sich Menschen mit gedruckten Karten fühlen, ist auch eine Generationenfrage. Unter den 16- bis 29-Jährigen trauen sich lediglich 20 % zu, sich gut damit orientieren zu können. Bei den Menschen ab 65 Jahren sind es mit 41 % mehr als doppelt so viele. 

Dabei hält eine deutliche Mehrheit die Fähigkeit zur analogen Orientierung weiterhin für wichtig: 61 % sind der Meinung, jede und jeder sollte auch heute noch lernen, sich im Zweifel mit einer Papierkarte zurechtzufinden. Denn z.B. bei einem militärischen Konflikt könnten z.B. die Amerikaner das Internet und damit auch die elektronische Wegweisung für westliche Systeme komplett abschalten. 

„Digitale Navigation hat unseren Mobilitätsalltag wesentlich vereinfacht. Navigationsapps sind auf dem Smartphone oder im Auto jederzeit verfügbar, berücksichtigen aktuelle Verkehrsinformationen und berechnen in Sekunden die passende Route. Für viele Menschen sind sie zu einem selbstverständlichen Begleiter geworden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

„Trotzdem kann es in Einzel- oder Notfällen helfen, sich auch ohne digitale Navigation orientieren zu können. Ist der Akku leer oder sind die Netze gestört, kommt man digital nicht weiter.“ Tatsächlich nutzen 28 % der Deutschen nach eigenen Angaben noch gedruckte Stadtpläne, Straßen- oder Wanderkarten oder Atlanten – allerdings selten. Jeweils 1 % greift wöchentlich bzw. mehrmals im Monat darauf zurück, weitere 26 % einmal im Monat oder seltener. 

Navigationsapps sind für viele unverzichtbar – aber verschlechtern den Orientierungssinn. Demgegenüber nutzen insgesamt 84 % der Deutschen im Alltag Navigationsapps, etwa auf dem Smartphone, im Auto oder am Computer. Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es mit 95 % nahezu alle, in der Altersgruppe ab 65 Jahren sind es 65 %. Dabei werden Navigationsapps nicht unbedingt täglich benötigt: 1 % nutzt sie jeden Tag, 11 % mehrmals pro Woche und 16 %  etwa einmal pro Woche. Weitere 23 % verwenden sie mehrmals im Monat, 33 % einmal im Monat oder seltener. 

Navigationsapps haben für viele eine hohe Bedeutung: Die Hälfte der Deutschen (50 %) sagt, sie wäre ohne Navigationsapp im Alltag aufgeschmissen. Unter den 16- bis 29-Jährigen trifft das auf 60 % zu, unter den Menschen ab 65 Jahren auf 36 %. Im Urlaub 

(ob im Inlnd oder Ausland) ist die Abhängigkeit noch größer: Insgesamt 58 % hätten dort ohne Navigationsapps erhebliche Probleme – unter den Jüngeren wären dort 67 % aufgeschmissen, unter den Älteren 43 %. 

Der Komfort digitaler Navigation hat aus Sicht vieler Menschen also auch eine Kehrseite: Zwei Drittel (66 %) berichten, ihr Orientierungssinn habe sich durch Navigationsapps verschlechtert. Unter den 16- bis 29-Jährigen teilen 71 % diese Einschätzung, bei den Menschen ab 65 Jahren sind es 53 %. Immerhin knapp ein Fünftel der Deutschen (18 %) würde den Anweisungen einer Navigationsapp nach eigenen Angaben selbst dann folgen, wenn sie unlogisch erscheinen. Zwischen den Generationen gibt es hier vergleichsweise geringe Unterschiede: Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es 18 %, unter den Menschen ab 65 Jahren 15 %. Quelle: Bitkomm Research / CM