Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) erweitert sein digitales Serviceangebot: Ab sofort können Passagiere über die Kanäle des Flughafens unkompliziert eine eSIM für ihre Auslandsreise buchen. Gemeinsam mit dem eSIM-Anbieter Airalo wird die mobile Internetnutzung im Nicht-EU-Ausland deutlich einfacher.
Die Buchung ist nahtlos in die Planung des Passagiers integriert – gebucht werden kann die eSIM bereits vor Beginn der Reise über die BER-Website oder in der BER App. Reisende können ihre eSIM in wenigen Schritten aktivieren und sind direkt nach der Landung online, ohne SIM-Karten-Wechsel oder Roamingkosten.
Geschäftsresende, die im Ausland unterwegs sind, kennen das Problem: Mitunter hohe Roamingkosten, der umständliche Kauf einer lokalen SIM Karte oder unsichere, langsame WLAN-Verbindungen machen es oft schwierig, jederzeit online zu sein. Gerade nach der Landung möchte man sofort navigieren, Nachrichten schreiben oder wichtige Informationen abrufen – ohne Aufwand und ohne versteckte Kosten. Mit der BER eSIM gehört das der Vergangenheit an.
Preisbeispiel USA: 30 Tage, 20 GB, € 33,00. 2 GB und 15 Tage € 6,50. Preisbeispiel UK: 7 Tage, 1 GB, € 4,00. 3 GB und 30 Tage € 8,50. Quelle: BER / CM
Bei Audi scheint man die Zeichen der Zeit nicht verstanden zu haben. Warum noch ein Q7 der dritten Generation mit Antrieben von Vorgestern? Und wer bitteschön soll das Riesenteil kaufen oder leasen, zumal Dieselkraftstoffe alles andere als en vogue sind, sündhaft teuer werden und irgendwie aus der Zeit gefallen sind.
Mag sein, dass der neue Q7 bei Raumgefühl, Fahrdynamik, Komfort und Technologie (außer den Antrieben) richtungsweisend ist. Auch das Exterieurdesign ist ganz ordentlich. Als wahlweise fünf-, sechs- oder siebensitzige Konfiguration bietet der Q7 maximale Variabilität und Alltagstauglichkeit. Mit seinem großzügigen Innenraum inklusive Panorama-Schiebedach mit schaltbarer Transparenz und Lichtinszenierung will der Wagen seine Passagiere begeistern.
Dn neuen Audi Q7 gibt es nur mit zu vergessender Altantriebstechnologie. Foto: Audi
Als vollkommen daneben aber meinen wir, dass es den Q7 nur Alttechnologie ohne Zukunft geben wird, sprich, Antrieb durch einem 3,0-Liter-V6-Dieselmotor mit wahlweise 220 kW (299 PS) oder 180 kW (245 PS) mit MHEV plus-Technologie inklusive Triebstranggenerator, der den Antrieb temporär mit bis zu 18 kW (24 PS) zusätzlicher Leistung unterstützt. Ein elektrisch angetriebener Verdichter sorgt zudem für eine starke Anfahrperformance.
Unverwechselbar ist die Präsenz des neuen Q7 auf der Straße. Dafür sorgen seine repräsentativen Proportionen, die hohe Schulterlinie und die prägnante Front mit markentypischem Singleframe.
Im Interieur erwartet die Passagiere ein großzügiges Raumangebot. Serienmäßig bietet der Q7 fünf Sitzplätze, optional stehen erstmalig auch zwei Einzelsitze in der zweiten Sitzreihe zur Verfügung. Gemeinsam mit den zwei Plätzen in der dritten Sitzreihe verwandeln sie den Q7 in einen Sechssitzer – und unterstreichen so nochmals denBusiness-Charakter und Langstreckenkomfort des Modells. Weiterhin steht optional die siebensitzige Konfiguration zur Wahl. Sie bietet die Möglichkeit, drei Kindersitze zu montieren. Alle Sitze lassen sich elektrisch ansteuern. Ein weiteres Highlight in der höchsten Ausstattungsvariante: das große Panorama-Schiebedach mit schaltbarer Transparenz und Lichtinszenierung.
Ablageflächen in den Türen sowie in der neuen Mittelkonsole erhöhen die Praktikabilität. Die neue Mittelkonsole zeichnet sich durch großzügige Dekorflächen aus. Sie bietet Raum für kabelloses Laden von zwei Mobiltelefonen nach Qi2.2-Standard und Platz für sehr große Getränkebecher. Das Kofferraumvolumen beträgt beim Fünfsitzer bis zu 806 Liter. Bei umgeklappter zweiter Sitzreihe wächst der Stauraum auf bis zu 2.075 Liter an. Der Siebensitzer bietet bis zu 722 Liter Gepäckraum hinter der zweiten Sitzreihe und 1.980 Liter maximales Volumen hinter der ersten Sitzreihe.
Licht spielt beim Auftritt des neuen Q7 eine besondere Rolle. Hinter den optionalen digitalen Matrix LED-Scheinwerfern mit Mikro LED-Modul steckt eine Technologie, die dank der direkten Projektion hochaufgelöster Lichtbilder zahlreiche Möglichkeiten der adaptiven Lichtverteilung und Lichtassistenz eröffnet. Am Heck finden sich die digitalen OLED-Heckleuchten der 3. Generation mit Kommunikationslicht und aktiver digitaler Lichtsignatur.
Wichtige Informationen der Assistenzsysteme werden im direkten Blickfeld vor dem Fahrzeug angezeigt – beispielsweise mit dem Spur- oder Orientierungslicht. Ein Novum ist das erweiterte Blinklicht: Synchron zum dynamischen Blinker wird es in Front und am Heck bei Nacht stilisiert auf den Boden abgebildet. Das weist andere Verkehrsteilnehmende, etwa Radfahrende, frühzeitig auf einen Spurwechsel oder einen Abbiegevorgang hin. Zudem verfügt das Modell über viele Fahrassistenzfunktionen incl. Trainiertes Parken.
Das serienmäßige Stahlfederfahrwerk sorgt für ein gehobenes Fahrerlebnis. Auf Wunsch machen die Luftfederfahrwerke adaptive air suspension oder adaptive air suspension sport mit geregelter Dämpfung den Q7 noch agiler.
Der neue Q7 wird in Bratislava gebaut – ebenso wie die beiden Vorgängergenerationen. Im September erfolgt der Marktstart.
CM-Meinung: Der neue Q7 ist nur etwas für Menschen, die vom Thema Klima und Umwelt noch nichts gehört haben. Quelle: Audi / CM
Das US-Bahnunternehmen Sound Transit, das u.a. die S-Linie im Bundesstaat Washington im Raum Seattle aktiv ist, hat neue Sounder-Doppelstock-Reisewaggons von Alstom in Betrieb. genommen. Sie sollen dazu beitragen, den Sommerandrang bei Fußball- und Baseballspielen in Griff zu bekommen.
Die Waggons sind Teil einer vom Sound Transit-Vorstand im Jahr 2020 genehmigten Bestellung von insgesamt 11 Wagen, bestehend aus drei Steuerwagen und axht normalen Reisezugwagen. Die Waggons wurden von Alstom USA im Rahmen eines Auftrags im Wert von 46,5 Mio. USD (40 Mio. Euro) hergestellt. Fahrgäste kommen ab sofort in den Genuss der hochkomfortablen Wagen als Teil des Zuges 1507, der in Seattle um 14:25 Uhr von der King Street Station startet und als Zug 1520 um 15:52 Uhr von Lakewood nach Seattle zurückkehert.
Die neuen Wagen verfügen im Vergleich zur aktuellen Flotte über USB- und Steckdosen an jedem Sitzplatz, mehr Sitze im Theaterstil, zusätzlichen Beinfreiheit bei einigen Sitzen und ein neues Fahrradträger-Design. Darüber hinaus sind alle angeschafften Wagen mit den neuesten Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, die als Crash Energy Management (CEM) bekannt sind.
Sound Transit hat sich für den Kauf der neuen Wagen mit mit der kalifornischen San Joaquin Regional Rail Commission und dem North County Transit District zusammengetan, um durch eine größere Bestellung den Stückpreis für jeden Wagen zu senken.
Der Sounder-S-Line-Zugverkehr von Sound Transit bietet den Einwohnern von Pierce County und South King County unter der Woche sowie bei ausgewählten Sonderveranstaltungen am Wochenende eine zuverlässige, verkehrsfreie Verbindung von und nach Seattle. Die Sounder-N-Line bietet dasselbe von Everett nach Seattle mit Haltestellen in Mukilteo und Edmonds. Quelle Sound Transit / CM
Im Raum Seattle sind neuartige hoch komfotablöe Doppelstockzüge unterwegs. Foto: Alstom USA
Wie wählen Veranstalter künftig Destinationen, Locations und Dienstleister aus – und welche Kriterien gewinnen dabei an Bedeutung? Mit dieser Frage befasst sich das Research Centre for Future Meeting Studies (rcfms), eine Initiative des GCB German Convention Bureau und des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Ziel der Forschung ist es, Auswahlprozesse für Business Events transparenter, vergleichbarer und belastbarer zu machen.
Gemeinsam mit einem Partner-Netzwerk aus Wirtschaft, Verbänden, Agenturen, Destinationen, Locations und Technologie untersucht das rcfms, wie sich Entscheidungsprozesse unter dem Einfluss von steigender Komplexität, neuen Nachhaltigkeitsanforderungen, technologischer Entwicklung und angepassten Erwartungen der Teilnehmenden verändern. Auch aktuelle geopolitische Entwicklungen sowie Erwägungen im Zusammenhang mit Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sind Faktoren, die im Kontext der Forschung berücksichtigt werden.
Business-Events soll zukunftsfähig werden. Rendering GCB
Partner wie Bayer, Roche, SAP, Siemens, das Deutsche Zentrum für Luft‑ und Raumfahrt (DLR), die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), das Centre for Convening Minds, DER BUSINESS Solutions sowie die Agenturen makeBelieve und MCI Deutschland helfen dabei, reale Entscheidungslogiken, Zielkonflikte und Priorisierungen sichtbar zu machen.
Destinationen erhalten durch die rcfms-Forschung Erkenntnisse darüber, welche Standortfaktoren künftig entscheidungsrelevant sind. Gemeinsam mit Partnern wie den Convention Bureaus aus Berlin, Bonn/Rhein‑Sieg/Ahrweiler, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Görlitz, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Köln, Leipzig und Ludwigsburg, den Landestourismusorganisationen aus Baden-Württemberg und Bayern sowie dem Luxembourg Convention Bureau untersucht das rcfms, wie Destinationen ihr Profil im Auswahlprozess klarer, vergleichbarer und wirksamer positionieren können.
gewinnen Orientierung darüber, welche Anforderungen Veranstalter – d.h. ihre Kunden – künftig an Veranstaltungsorte stellen. Messegesellschaften und Locations wie Deutsche Messe, Hamburg Messe und Congress, Messe Berlin, Messe Frankfurt, Messe München, Messe Essen, NürnbergMesse, Messe Erfurt, H World International, der Heilbronn Bildungscampus sowie das Wissenschafts‑ und Kongresszentrum Darmstadt bringen ihre Praxiserfahrung ein. Ergänzt wird diese Perspektive durch den Europäischen Verband der Veranstaltung-Centren EVVC. Die Forschungsergebnisse werden dazu beitragen können, Entscheidungen über Investitionen, künftige Angebote und die Differenzierung im Markt zu treffen.
Mit Cventist zudem ein zentraler Technologiepartner in das Research Centre eingebunden, um etwa die Rolle von Plattformen, Datenverfügbarkeit und der Vergleichbarkeit von Angeboten im Auswahlprozess der Zukunft zu analysieren.
Durch die Bündelung all dieser Perspektiven entsteht ein ganzheitliches Bild der zukünftigen Auswahlmechanismen im Business‑Event‑Ökosystem. „Während sich traditionelle Geschäftsreisen laut jüngsten Erkenntnissen von IPK International rückläufig entwickeln, bleiben anlassbezogene Reisen zu Business Events stabil“, denkt Matthias Schultze, Managing Director des GCB. „In diesem dynamischen und insgesamt anspruchsvollen Umfeld ist es für den Tagungs- und Kongressstandort Deutschland umso bedeutender, die eigenen Angebote strategisch und evidenzbasiert zu positionieren.“ Dr. Stefan Rief, Leiter des Forschungsbereichs Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung am Fraunhofer IAO: „Gleichzeitig helfen die Ergebnisse Veranstaltern, in einer von geopolitischen Herausforderungen geprägten Welt passende Veranstaltungsorte zu identifizieren. Die Forschung unterstützt somit letztlich alle Stakeholder dabei, fundierte und datenbasierte Entscheidungen zu treffen und somit ihre Rolle im Markt zukunftsfähig auszurichten.“ Quelle: GCB / CM
Flughafenbetreiber Fraport hat das Terminal 2 am Rhein-Main-Airport planmäßig aus dem Passagierbetrieb genommen. Hintergrund ist eine umfassende technische Sanierung und Modernisierung des 1994 eröffneten Flugabfertigungstrakts. Das modernisierte Terminal 2 soll künftig ein zentraler Baustein des künftigen Hub-Systems sein – mit modernen Abläufen, hoher Flexibilität und einem deutlich verbesserten Reiseerlebnis für die Gäste.
Das Terminal 2 am Frankfurter Flughafen wird frühestens Mitte der 2030er Jahre wieder in Betrieb gehen. Foto: Fraport
Bisher konnten entsprechende Maßnahmen nur im laufenden Betrieb umgesetzt werden. Nach der kürzlichen Eröffnung von Terminal 3 und den dadurch zur Verfügung stehenden zusätzlichen Kapazitäten ist jetzt der ideale zeitliche Rahmen für eine grundlegende und effiziente Erneuerung. Durch die vorübergehende Terminal-Schließung schafft der Flughafenbetreiber die Voraussetzung, die Infrastruktur des Airports maßgeblich weiterzuentwickeln.
Alle bislang im Terminal 2 ansässigen Fluggesellschaften sind vor der Schließung schrittweise in das neue Terminal 3 umgezogen. Einzelne, wichtige Infrastrukturbereiche wie Vorfeldpositionen, die Gepäckförderanlage, die Tiefgarage und die Sky Line-Station bleiben in Betrieb. Die Anbindung zwischen den Terminals bleibt weiterhin bestehen.
Die Modernisierung umfasst die vollständige Erneuerung zentraler sicherheitsrelevanter Systeme und die technische Gebäudeausstattung, darunter Brandmelde- und Entrauchungsanlagen, Energie- und Klimatechnik sowie die Gebäudeautomation. Parallel dazu werden wesentliche Bereiche der bestehenden Infrastruktur überarbeitet, etwa Förderanlagen wie Aufzüge und Fahrtreppen sowie Sanitär- und Büroflächen.
Die Fraport AG nutzt die Gelegenheit, funktionale Abläufe im Terminal neu zu strukturieren und an zukünftige Anforderungen eines internationalen Drehkreuzes anzupassen. Dazu gehören u.a. optimierte Sicherheitsprozesse durch die Zentralisierung der Sicherheitskontrollen, eine effizientere Passagierführung sowie eine flexiblere Nutzung der Retail-Flächen für unterschiedliche Verkehrsströme. Insgesamt plant die Fraport AG, rund 1,5 Mrd. Euro in das Gesamtprojekt zu investieren.
Zunächst finden vorbereitende Maßnahmen für die Sanierung statt. Für die detaillierte Bauplanung ist ein Zeitraum von gut drei Jahren beabsichtigt. Der Start der Hauptbaumaßnahmen ist für das Jahr 2030 angesetzt. Die Wiederinbetriebnahme von Terminal 2 mit einer Kapazität von mehr als 10 Mio. Fluggästen pro Jahr soll Mitte der 2030er Jahre stattfinden. Quelle: Fraport / CM
Der Kanadier Ben Smith, seines Zeichens Chef von Air-France-KLM, ist offen für Zusammenarbeit mit der US-Investmentfirma Castlelake in Sachen Übernahme des britischen Billigfliegers EasyJet. Angesichts der Auswirkungen, die der starke Anstieg der Ölpreise in den letzten Monaten auf den Aktienkurs von EasyJet hatte, könnte der Zeitpunkt für Castlelake kaum günstiger sein.
Am Rande der Jahreshauptversammlung des Weltluftfahrtverbands IATA in Brasilien stellte Ben Smith klar, dass die Air-France-KLM-Gruppe zwar derzeit keine aktiven Gespräche führe, er aber „absolut“ bereit wäre, einen Anruf von Castlelake (ein weltweit tätiges Unternehmen für alternative Investments mit einem verwalteten Vermögen von rund 38 Milliarden US-Dollar, Hauptsitz Minneapolis)) bezüglich eines möglichen gemeinsamen Angebots zur Übernahme von EasyJet entgegenzunehmen.
Die US-Investmentfirma Castlelake hatte Ende Mai 2026 erstmals ihr Interesse an einer Übernahme von EasyJet bekundet und mitgeteilt, man befinde sich in einem frühen Stadium der Prüfung eines möglichen Angebots für die Fluggesellschaft – auch wenn man zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal an den Verwaltungsrat von EasyJet herangetreten war. Castlelake hält derzeit EasyJet-Anteile im Umfang von rund 2,14 % des Unternehmens. Sollte die Firma ein Übernahmeangebot für EasyJet unterbreiten, müsste sie mindestens 403,23 Pence pro Aktie bieten.
Der Verwaltungsrat von EasyJet reagierte auf die Nachricht mit der Erklärung, man sei zur „Maximierung des Aktionärswerts“ verpflichtet und werde jeden Vorschlag prüfen; zugleich äußerte das Gremium jedoch Bedenken hinsichtlich des „opportunistischen“ Zeitpunkts des Vorstoßes von Castlelake sowie der erheblichen regulatorischen Hürden, die es zu überwinden gälte.
Das Interesse der Amerikaner an EasyJet ist ziemlich offensichtlich: Das Unternehmen ist auf den Erwerb von Vermögenswerten spezialisiert, und EasyJet ist derzeit weniger wert als die Summe der Einzelwerte der Flugzeuge, Triebwerke und sonstigen Vermögensgegenstände, die sich im Besitz der Lowcost-Airline befinden.
Aufgrund der europäischen Wettbewerbsvorschriften kann Castlelake jedoch keine Mehrheitsbeteiligung an EasyJet erwerben, da das Unternehmen seinen Sitz außerhalb der EU hat. Stattdessen müsste Castlelake einen Partner mit Sitz in Europa finden, wie etwa die Air France-KLM-Gruppe. Die hat bereits bei der Übernahme von SAS Scandinavian Airlines mit Castlelake zusammengearbeitet. Castlelake hatte zunächst einen Anteil von 32 % an SAS erworben und diesen später an Air France-KLM veräußert.
Die französisch-niederländische Gruppe gilt derzeit als Spitzenkandidat bei der Übernahme von TAP Air Portugal und betreibt bereits die Billigflugmarke Transavia. Dass sich die Geschäftstätigkeit von Air France-KLM nicht mit den Märkten überschneidet, in denen EasyJet eine marktbeherrschende Stellung innehat – insbesondere in Großbritannien –, könnte das Unternehmen jedoch zu einem potenziellen Interessenten für die in Luton ansässige Fluggesellschaft machen.
Hingegen dürften die Wettbewerbsbehörden kaum eine gemeinsame Übernahme durch Castlelake und die IAG (Muttergesellschaft von British Airways) rechtfertigen können; eine solche Transaktion würde der in Madrid ansässigen Airline-Gruppe eine marktbeherrschende Stellung in Schlüsselmärkten wie London-Gatwick verschaffen.
Ryanair-Chef Michael O’Leary hat eine Übernahme einer Fluggesellschaftsmarke bereits ausgeschlossen, wenngleich er Interesse daran bekundet hat, Vermögenswerte von Airlines zu erwerben, die infolge hoher Treibstoffpreise in die Insolvenz geraten. Quelle: Castlelake / Air Franxce-KLM / CM
Gut möglich, dass EasyJet unter den Fittichen von Air France-KLM landet. Foto: zic
„Züge sollen Orte der Sicherheit und des Respekts im öffentlichen Raum sein – für Mitarbeitende und Fahrgäste“, so Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG, zum aktuellen Stand der Sicherheitsmaßnahmen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn
2025 gab es allein bei der DB über 3.000 Übergriffe auf Mitarbeitende. Der tödliche Angriff auf den Zugbegleiter Serkan Çalar während der Fahrausweiskontrolle ist Ausdruck dieser hemmungslosen Gewalt. Im bundesweiten Regionalverkehr gingen die körperlichen Übergriffe im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 7 % zurück. Zugleich zeigt sich regional ein differenziertes Bild. In der Region Mitte, also in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und im nordbadischen Raum, stiegen körperliche Übergriffe beispielsweise im selben Zeitraum um 15 %. Auch dank einer Übereinkunft mit den Aufgabenträgern und Verkehrsverbünden sowie in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen erprobt die DB genau hier neue Sicherheitskonzepte, die schnell mehr Sicherheit für Fahrgäste und Mitarbeitende schaffen.
Dazu gehören die sogenannte 1/1-Begleitung, bei der KundenbetreuerInnen durch eine weitere Person mit Sicherheitskenntnissen begleitet werden, sowie Doppelbesetzungen im Kundenservice. „Beide Ansätze haben gezeigt, dass konflikt- und emotionsgeladene Situationen besser bewältigt werden können und bereit für den Einsatz über die Region hinaus sind. Das im RMV-Gebiet umgesetzte Pilotprojekt ‚Tandemstreife‘ hat gezeigt, dass das Einsetzen von Sicherheitsmitarbeitenden an der Seite der KundenbetreuerInnen der Schritt in die richtige Richtung ist. Das Projekt darf Ende Juni nicht enden, vielmehr ist es in die Regelorganisation zu überführen und muss unter der Federführung der EVU laufen.
Neu hinzu kommt ab Juli ein Trageversuch mit stichfesten Westen zur Erweiterung der persönliche Schutzausstattung. Zudem erweiterte DB Regio das verpflichtende Deeskalationstraining bundesweit um das Modul „Selbstbehauptung im Zug“. Auch haben sich Bodycams als wirksame Präventionsmaßnahme bewährt. Von über 500 Vorfällen, bei denen die Bodycams eingeschaltet werden mussten, kam es lediglich in einem Fall zu einem schweren Übergriff. Das Tragen der Bodycam ist für die Mitarbeitende bei DB Regio freiwillig. Alle, die eine Bodycam haben möchten, erhalten diese auch. Aktuell wird zudem daran gearbeitet, dass künftig neben Bild- auch Ton-Aufnahmen möglich werden, wodurch sowohl die präventive Wirkung als auch die Aufklärung von Straftaten deutlich verbessert wird.
Neben der Einführung von Tonaufzeichnungen bei Aktivierung der Bodycam und der Vernetzung von Prio-Ruf (Alarmsystem per Knopfdruck am Armband) und Bodycam, wird derzeit auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) geprüft. Künftig könnten die Aufnahmen der Kameras in den Zügen in Echtzeit an die Verkehrszentrale weitergeleitet werden. Die KI wertet die Aufnahmen dann aus und meldet Konflikte, etwa einen Streit unter Fahrgästen oder Randalierer. Im Zweifelsfall können schnell Einsatzkräfte alarmiert werden. Quelle: Deutsche Bahn & CM
In Italien ist am 111. und 12. Juni ein neuer landesweiter Streik im Schienenverkehr geplant. Betroffen sind das Personal der FS-Gruppe, von Trenitalia, Trenitalia Tper und Trenord. Der Streik erstreckt sich jedoch auch auf die Beschäftigten privater Eisenbahnunternehmen und ihrer Auftragnehmer.
Der offizielle Beginn des Ausstands ist für Donnerstag, 11. Juni 2026, um 03:00 Uhr morgens angesetzt. Die Arbeitsniederlegung wird insgesamt 23 Stunden dauern und am Freitag, 12. Juni, um 02:00 Uhr enden. Innerhalb dieses Zeitraums findet auch ein zweiter Protest von acht Stunden statt, der von 09:00 bis 17:00 Uhr geplant ist und speziell das Personal der Subunternehmer und der damit verbundenen Dienstleister betrifft.
Das letzte Wort ist jedoch noch nicht gefallen, da die Gewerkschaften vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr am 09.06.2026 um 17 Uhr zu einem Gespräch eingeladen wurden.
Die Streik-Mobilisierung wurde gemeinsam von den Branchengewerkschaften Filt-Cgil, Fit-Cisl, Uiltrasporti, Ugl Ferrovieri, Fast Confsal und Orsa Trasporti ausgerufen. Der Protest folgt auf einen heftigen Konflikt mit dem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr über die künftigen Modalitäten der Vergabe der Intercity-Bahnverkehrsdienste. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren die Entscheidung des Ministeriums, die Ausschreibungen in drei getrennte und nicht gleichwertige Lose aufzuteilen, und drängen stattdessen auf die Wahl eines einzigen nationalen Loses, um die Integrität des Dienstes zu wahren.
Nach Ansicht der Gewerkschaften gewährleistet ein einziges Los die flächendeckende Versorgung und die Qualität des IC-Service, den Erhalt von Arbeitsplätzen und den territorialen Zusammenhalt und sichert dank eines integrierten Angebots das Recht auf Mobilität auch in Gebieten, die nicht vom Hochgeschwindigkeitsnetz abgedeckt sind. Dies wäre nicht der Fall – so die Kritik der Gewerkschaften –, wenn dieser Dienst aufgeteilt würde, was zu Lasten der Qualität, der Dienstleistungen, der Arbeitsplätze und des territorialen Zusammenhalts ginge.
Am Streiktag gelten die Garantiezeiten, in denen Zugverbindungen gewährleistet sind. Für die Nahverkehrszüge von Trenord, Trenitalia und Trenitalia Tper zwischen 06:00 und 09:00 Uhr morgens sowie zwischen 18:00 und 21:00 Uhr. Bei Trenord verkehren die Züge, die in der Liste der „garantierten Mindestdienste“ aufgeführt sind: www.trenord.it/trenigarantiti. Für die Flughafenverbindungen werden Ersatzbusse eingesetzt. Um sicherzugehen, dass man eine Bahnreise antreten kann, ist es ratsam, stets die Websites der Bahnbetreiber zu konsultieren, auf denen die garantierten Züge aufgeführt sind. Quelle: Filt-Cgil, La Presse, Lokreport / CM
Die nächste Generation des Opel Astra, die auf der neuen STLA ONE Stellantis-Plattform basieren wird, soll wieder am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim gebaut werden. Laut Opel CEO Florian Huettl plant der deutsche Hersteller bis 2030 die Einführung von mindestens vier neuen Opel-Modellen.
Zu den Newcomern gehören die jeweils nächste Generation von Astra und Corsa sowie das kürzlich angekündigte neue SUV im C-Segment, das in Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor entsteht. Darüber hinaus will Opel in weitere Modelle des bestehenden Portfolios investieren.
Wie der zukünftige Astra wird auch die nächste Corsa-Generation auf der neuen STLA ONE Stellantis-
Plattform basieren und einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer erschwinglicheren und noch relevanteren Elektromobilität darstellen. Das komplett neue C-SUV soll das Angebot im C-Segment neben dem Frontera und Grandland vervollständigen. Das neue Modell, das Teil der erweiterten Partnerschaft mit Leapmotor ist und in Saragossa vom Band laufen wird, dient als Blaupause für eine effiziente globale Zusammenarbeit im Rahmen der Erweiterung der Partnerschaft mit Leapmotor. Das neue C-SUV wird bei in Rüsselsheim entworfen und erschaffen und von internationalen Teams in Deutschland und China entwickelt. Produktionsstart des Newcomers soll 2028 sein.
Opel und Stellantis Germany bauen aktuell an der neuen, hochmodernen Zentrale, dem grEEn-campus Rüsselsheim. Die neue Zentrale wird hochmoderne Arbeitsplätze bieten, die auf flexibles Arbeiten und gemeinschaftliche Zusammenarbeit ausgelegt sind. Zudem werden nachhaltige Baustoffe eingesetzt, um eine gute Innenraumatmosphäre zu gewährleisten. Die Energieversorgung erfolgt durch eine Photovoltaikanlage, die in ein Gründach integriert ist. Dieses leistet nicht nur einen Beitrag zur Artenvielfalt, sondern sorgt zugleich für ein angenehmes Mikroklima und trägt zur Kühlung des Gebäudes bei, die parallel über eine bodennahe Geothermieanlage gewährleistet wird. Quelle Stellantis / CM
Die nächste Astra-Generation kommt wieder aus Rüsselsheim. Foto: Opel
Die Serienproduktion des Škoda Epiq, des erschwinglichsten Elektromodells der Marke, hat im Volkswagen Werk Navarra im spanischen Pamplona begonnen
Die Serienproduktion des Epiq, neues vollelektrisches Einstiegsmodell von Škoda, hat im Volkswagen Werk Navarra in Pamplona begonnen. Als strategischer Eckpfeiler bringt der Epiq Elektromobilität in das dynamische Einstiegssegment und bietet Kunden noch mehr Auswahlfreiheit. Er ist das erste Fahrzeug der tschechischen VW-Tochter, das auf der neuen MEB+-Plattform basiert. Außerdem ist es das erste Modell, das die Designsprache ‚Modern Solid‘ vollständig verkörpert.
Die Produktion des Kleinwagens in Spanien ermöglicht es, Synergien innerhalb der BGC zu nutzen und europäischen Kunden Elektrofahrzeuge anzubieten, die sowohl in technologischer als auch in preislicher Hinsicht gegenüber der superstarken chinesischen Konkurrenz wettbewerbsfähig sein sollen.
Das Volkswagen Werk Navarra am Stadtrand von Pamplona in Nordspanien ist einer der wichtigsten Produktionsstandorte des Konzerns. Es wurde 1965 gegründet und hat seit seiner Zugehörigkeit zur Volkswagen Gruppe im Jahr 1984 mehr als 10 Mio. Fahrzeuge produziert. Seine fast 5.000 Mitarbeitenden bauen täglich mehr als 1.400 Autos.
Mit seinem Preis ist der Neuling das günstigste Elektromodell der Marke und der Einstieg in das Elektroportfolio. Mit kompakten Abmessungen und einem geräumigen Innenraum nutzt das Fahrzeug die Vorteile der neuen MEB+-Plattform voll aus und ist das erste Škoda Modell, das alle Elemente der Designsprache ‚Modern Solid‘ vollständig umsetzt. Es steht eine Reihe fortschrittlicher Sicherheits- und Assistenzsysteme zur Verfügung, ebenso verschiedene Antriebsbatterieversionen und Leistungsvarianten von 85 bis 155 kW. Maximale Reichweite: 440 km. Quelle: Škoda Auto / CM