Lufthansa liebäugelt mit Teilhabe an TAP Air Portugal

Die Lufthansa Group hat in Angebot im Bieterprozess um TAP Air Portugal bei Parpública, der portugiesischen Gesellschaft für Staatsbeteiligungen, eingereicht. Mit dem Erwerb zunächst einer Minderheitsbeteiligung soll eine langfristige Partnerschaft zwischen der Lufthansa Group und TAP Air Portugal begründet werden, um die Zukunft von TAP als nationale Fluggesellschaft Portugals zu sichern.

Carsten Spohr, CEO der Lufthansa Group: „Unser Interesse an einer Beteiligung an unserem Star Alliance Partner TAP Air Portugal ist ein logischer Schritt. Wir wollen die nationale Airline Portugals als Teil der Lufthansa Gruppe und führende Fluggesellschaft für den Südatlantik mit Lissabon als strategischem Drehkreuz stärken. Mit SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und ITA Airways haben wir unter Beweis gestellt, wie die Europäisierung unserer Lufthansa Group Perspektiven und Wachstum für unsere Heimatmärkte und Drehkreuze sichert.“ Freilich gibt es bei der Lufthansa wieder mall Massenentlassungen. Aktuell sieht ein Sparprogramm den Abbau von 4.000 Jobs vor.

Neben der Lufthansa bietet auch Air France-KLM für die TAP. Foto: TAP Air Portugal

Die Lufthansa Group ist seit mehr als 70 Jahren in Portugal aktiv. Aktuell bieten die Airlines der Gruppe 353 wöchentliche Flüge von und nach Portugal an. Das Unternehmen beschäftigt über 500 Fachkräfte im westlichsten Land Europas. Mit dem Bau eines neuen Lufthansa Technik Standorts für Reparaturen von Triebwerksteilen und Flugzeugkomponenten in Santa Maria da Feira bei Porto soll diese Zahl bis 2030 auf über 1.000 steigen. 

Das Angebot der Lufthansa Group an Portugal geht daher über ein finanzielles Engagement hinaus. Es bündelt sieben Jahrzehnte industrieller Präsenz mit steigenden Beschäftigtenzahlen und wachsenden Investitionen, ergänzt durch gesellschaftliches Engagement. Nicht zuletzt die jüngst vollzogene Gründung der help alliance Portugal als erstem europäischen Standort der Hilfsorganisation außerhalb Deutschlands zeigt die große Bedeutung Portugals für die Lufthansa Group. 

Der Konzern bietet als größte Airline-Gruppe außerhalb der USA die notwendige Größe, Erfahrung und finanzielle Stabilität, um nachhaltig Werte zu schaffen und die Rolle von TAP Air Portugal als Botschafterin des Landes in der ganzen Welt zu festigen. Durch die Kooperation würde Lissabon als strategisch wichtiges atlantisches Drehkreuz im Netzwerk der Lufthansa Group gestärkt. Die Konnektivität zwischen Europa und anderen Regionen wie Lateinamerika, Afrika oder Nordamerika könnte ausgebaut werden. 

AP Air Portugal (Transportes Aéreos Portugueses) ist eine 1945 gegründete, mehrheitlich staatliche portugiesische Fluggesellschaft mit Sitz in Lissabon und Drehkreuz auf dem dortigen Flughafen Humberto Delgado Lissabon sowie Mitglied der Star Alliance. Der Carrier hat in den letzten Jahrzehnte heftige wirtschaftliche Turbulenzen durchgemacht. Zuletzt hat der portugiesische Ministerrat Ende September 2023 ein Dekret verabschiedet, mit dem die TAP wieder privatisiert wird. Dabei soll es ein Investor aus dem Luftfahrtsektor und nicht ein Finanzinvestor sein, neben der Veräußerung von 51 % der Anteile sind 5 % für die Arbeitnehmer reserviert. Quelle: Lufthansa / CM

Lufthansa: 4.000 müssen gehen

Im vergangenen Herbst kündigte Lufthansa an, bis 2030 insgesamt 4.000 Stellen in der Verwaltung abzubauen. Jetzt wird klar, wie der Konzern den Personalabbau bei der Kernmarke und in zentralen Bereichen angehen will. Im Mittelpunkt steht zunächst ein Freiwilligenprogramm.

Die deutsche Lufthansa konkretisiert die Umsetzung ihres in 2025 angekündigten Sparprogramms. Damit sollen zunächst bis zu 550 Vollzeitstellen in der Kernmarke Lufthansa Airlines sowie in zentralen Konzernbereichen abgebaut werden.

In einem internen Schreiben an die Beschäftigten startet der Konzern bei der Deutschen Lufthansa AG das Freiwilligenprogramm ‘New Ways’. Mitarbeitenden werden klassische Aufhebungsverträge mit Abfindungen angeboten. Alternativ können sie sich für eine bezahlte, unwiderrufliche Freistellung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses entscheiden. Während dieser Zeit ist auch eine Tätigkeit außerhalb des Lufthansa-Konzerns möglich. Zudem sollen etwa 1.500  Vollzeitstellen an internationale Standorte des Konzerns verlagert werden

Das Programm ist Teil des bereits im vergangenen Herbst angekündigten Restrukturierungsvorhabens. Bis 2030 will Lufthansa konzernweit rund 4.000 Stellen in der Verwaltung abbauen. Ziel ist es, Kosten zu senken. Währenddessen genehmigen sich die Vorstände weiterhin riesige Gehälter. Anstatt selbst Vorbilder beim Sparen sein zu wollen. 

Gleichzeitig plant die Lufthansa Group, verschiedene Funktionen wie Vertrieb oder Netzwerkplanung stärker zu bündeln und zentral für mehrere Konzerngesellschaften zu steuern. Quelle: LH / CM

Zehn Fakten zur E-Mobilität

Die Elektrozulassungen steigen auch in Deutschland und immer mehr. Während in Skandinavien schon über 45 % aller Neuwagen BEV sind, in Norwegen sogar 100 %,  wollen sich auch hier zu Lande Kaufinteressenten ein vollelektrisches Auto anschaffen. De Grund: E-Autos sind den Verbrennern inzwischen weit überlegen, was die Fahrleistungen betrifft, die Effizienz sowieso und auch den Unterhalt betreffend. Und sie sind unterm Strich auch finanziell überlegen. Schließlich sind es die Preise für Benzin und Diesel, die den Kaufinteressenten Verbrennerasutos vergällen. Mobilitätsmanaher haben mehrheitlich schon erkannt, dass sie keine Verbrenner mehr in ihre Fuhrparks einstellen.

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sagt: „Die E-Mobilität wird immer beliebter, immer mehr Menschen in Deutschland fahren ein E-Auto – und sind vom Fahrerlebnis begeistert. Gleichzeitig sind leider viele trotzdem noch skeptisch und unsicher, ob sie sich ein E-Auto anschaffen sollen. Dies hat mitunter mit mangelnder Erfahrung mit der E-Mobilität zu tun, oder mit der praktischen Frage, wie die spezifischen Ladebedingungen sind. Es gibt aber auch den ein oder anderen Irrglauben, der sich hartnäckig hält. Ich bin daher überzeugt: Aufklärung und Fakten helfen, um noch mehr Menschen von der E-Mobilität zu überzeugen. Das ist unser Ziel. Gleichzeitig gilt: Es gibt natürlich auch berechtigte Bedenken, zum Beispiel bezüglich des Ladeangebots oder der Ladestrompreise. Hier braucht es mehr Engagement insbesondere der Politik und z.B. der Energiewirtschaft. Besonders wichtig: öffentliche Lademöglichkeiten müssen ausgebaut, die Stromnetze ertüchtigt und der Preis für Ladestrom gesenkt werden.“

Die wichtigsten Fakten und Daten pro BEV

1. Viele Strecken lassen sich problemlos mit dem E-Auto zurücklegen. Die Reichweite eines E-Autos ist abhängig von der Batteriegröße, die je nach Fahrzeugklasse zwischen weniger als 30 kWh und mehr als 100 kWh variieren kann. Damit lassen sich Reichweiten bis über 700 km erreichen. Dank technologischer Fortschritte werden immer höhere Reichweiten erreicht. Aktuelle Spitzenmodelle haben sogar Reichweiten von bis zu 900 km und, je nach Fahrweise, sind bei einigen Modellen mit nur einem Ladestopp über 1.000 Kilometer auf der Autobahn möglich (Quelle: Deutsche Automobil Treuhand).

Darüber hinaus gilt, dass die Reichweite – wie beim Verbrenner auch – von Faktoren wie Fahrstil, Außentemperatur, Klimatisierungsanforderung oder Beladung abhängig ist. Viele Menschen schätzen auch ihren Bedarf falsch ein. 95 % aller Strecken, die im motorisierten Individualverkehr zurückgelegt werden, sind unter 50 km lang – eine Distanz, die sich mit praktisch allen E-Modellen problemlos zurücklegen lässt. Und bei langen Fahrten, z.B. auf längeren automobilen Geschäftsreisen oder dem Weg in den Urlaub, kann man mit einer Planung der Reise für Sicherheit sorgen.

2. Spitzenmodelle sind in maximal 20 Minuten fast voll geladen. Die Dauer des Ladevorgangs hängt beim öffentlichen Laden wesentlich vom zur Verfügung stehenden Ladepunkt ab. An einer AC-Ladesäule (bis 22 kW) dauert der Ladevorgang – je nach Modell – in der Regel zwischen 2 bis 5 Stunden. Hier lässt sich das E-Auto also bequem über Nacht laden oder während der Arbeitszeit. Doch nicht immer hat man so viel Zeit. DC-Ladesäulen (50-400 kW) ermöglichen deshalb das Schnellladen, hier ist der Pkw in unter einer Stunde zu 80 % geladen, wenn er vorher komplett leer war. Gute Nachrichten: Mit den neuesten Modellen lädt man sogar in unter 20 min die Batterie zu etwa 80 % auf (Quelle: EV Database).

Und auch wenn beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland noch viel zu tun ist, gilt: Es gibt hierzulande immer mehr öffentliche Ladepunkte. Rund 206.000 sind es aktuell (Stand 01. Juni 2026). Davon sind gut 53.000 Schnellladepunkte. Und wer zu Hause, auf der Arbeit oder beim Einkaufen laden kann, lädt quasi nebenbei und ohne Zeitverlust.

3. Batterien halten lange. Moderne Batterien für Elektrofahrzeuge sind so konzipiert, dass sie hunderte, teils tausende Ladezyklen überstehen können, ohne dass ihre nutzbare Kapazität und damit ihre Reichweite signifikant sinkt. Das bedeutet, dass Fahrer ihr Elektroauto viele Jahre lang nutzen können, ohne die Batterie austauschen zu müssen. Bereits heute gilt: I.d.R. sind in Europa Batteriegarantien von mindestens 70 P% der ursprünglich nutzbaren Kapazität nach 8 Jahren Nutzung oder 160.000 km Laufleistung üblich. In der Praxis haben E-Autos aber auch nach dieser Zeit meist eine höhere Kapazität zwischen 80 und 90 %. Künftig gilt zudem eine EU-Richtlinie: Gemäß Euro-7-Norm müssen Batterien nach fünf Jahren oder 100.000 km Laufleistung mindestens 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität aufweisen und nach acht Jahren oder 160.000 km mindestens 72 %.

Ohnehin zeigen aktuelle Studien (Quelle: P3-Studie), dass die Batterien – abhängig vom individuellen Nutzungsverhalten – auch deutlich länger halten. Die meisten getesteten Batterien weisen selbst nach mehr als 200.000 km Laufleistung noch eine Restkapazität von über 80 % auf. Und selbst bei hohen Laufleistungen, die 200.000 Kilometer übersteigen, bleibt die nutzbare Restkapazität stabil. Das gilt übrigens auch bei der Nutzung des sog. bidirektionalen Ladens. Die Technik ermöglicht es E-Autos, nicht nur Strom aufzunehmen, sondern auch wieder abzugeben. So kann zum Beispiel nicht benötigte Energie aus der Batterie ins Hausnetz des Nutzers eingespeist werden.

4. E-Autos verursachen über den gesamten Lebenszyklus deutlich weniger Treibhausgase als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge. Tatsächlich entstehen bei der Produktion von E-Autos zunächst höhere CO2-Emissionen als bei vergleichbaren Verbrennern. Hintergrund ist, dass die Produktion der Batterie energie- und ressourcenintensiv ist. Über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs ändert sich das Bild aber. Wissenschaftliche Untersuchungen/Studien (Quelle: Batterien für Elektroautos: Antworten auf die wichtigsten Fragen – Fraunhofer ISI) zeigen, dass Elektroautos in Deutschland heute über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Herstellung über die Nutzung bis zum Recycling – rund 40 % weniger Treibhausgase verursachen als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge. Wer sein Fahrzeug mit Grünstrom lädt, verbessert die Bilanz noch weiter und kann die Emissionen um bis zu 70 % reduzieren. Das Gute: Die Umweltbilanz von E-Autos wird mit jedem Fortschritt in der Batterieproduktion, beim Recycling und durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien in der Stromproduktion immer besser.

5. Ohne Werkstattbesuch: Over-the-air-Software Updates und halten Fahrzeuge auf dem neuesten Stand. Es ist richtig, dass die technische Entwicklung bei E-Autos besonders schnell voran geht. Manche befürchten deshalb, ein E-Auto könnte bereits wenige Jahre nach dem Kauf digital veraltet sein. Es stimmt zwar, dass die Digitalisierung im Fahrzeug seit Jahren immer bedeutsamer wird – das gilt aber unabhängig vom Antrieb. Das Gute: Sogenannte Over-the-air-Software Updates ermöglichen drahtlose Software-Aktualisierungen ohne Werkstattbesuch und halten Fahrzeuge auf dem neuesten Stand. Egal, ob es sich um ein Elektrofahrzeug oder ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor handelt. Damit bleiben gebrauchte E-Fahrzeuge ebenso auf dem Stand der Technik wie vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

6. Mit dem E-Auto lässt sich sogar Geld verdienen. Das bidirektionale Laden steigert die Attraktivität der E-Mobilität durch niedrigere Ladekosten, hebt Erlöspotenziale an den Strommärkten und kann die Netzstabilität erhöhen. Für die deutsche Automobilindustrie gilt: Wir haben den Anspruch, beim bidirektionalen Laden Vorreiter und Technologieführer zu sein und die Unternehmen investieren erhebliche Summen, um das bidirektionale Laden flächendeckend im Markt zu etablieren. Im laufenden Jahr 2026 werden seitens der deutschen Hersteller bereits 20 verfügbare Fahrzeugmodelle für die Rückspeisung in das Stromnetz vorbereitet sein. Und in den kommenden Jahren erwarten wir eine weitere deutliche Steigerung der im Markt verfügbaren Fahrzeugmodelle – vorausgesetzt, die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen. Wir sind überzeugt: Gelingt eine entsprechende Flankierung durch Regulierung, kann sich Deutschland zum Leitmarkt für das bidirektionale Laden entwickeln. Die gute Nachricht: Für die Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet diese Entwicklung, dass sich mit dem mobilen Speicher E-Auto zukünftig sogar Geld verdienen lässt.

7. E-Mobilität auch bei Nfz mit großen Potenzialen. Die E-Mobilität spielt nicht nur bei Pkw eine zunehmend wichtige Rolle. Auch im Straßengüterverkehr ist die Transformation zur klimaneutralen und digitalen Mobilität der Zukunft von Seiten der Fahrzeughersteller sowie der Zulieferer in voller Fahrt. Denn im Bereich der Nutzfahrzeuge gibt es großes Potenzial für den Klimaschutz, knapp 30 Prozent der CO2-Emissionen auf Europas Straßen werden durch den Schwerlastverkehr verursacht. Die deutschen Hersteller bieten für alle Fahrzeugkategorien CO2-neutrale, innovative Lösungen an. Überzeugen kann man sich davon z.B. bei der IAA TRANSPORTATION, die im September in Hannover stattfinden wird. Bereits heute sind batterieelektrische Lkw mit Reichweiten von bis zu 500 km verfügbar und erste Wasserstofffahrzeuge erreichen 700 bis 800 km Reichweite.

8. Deutsche Hersteller treiben Elektromobilität voran. Die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie – Hersteller wie Zulieferer – treiben den Wandel zur klimaneutralen und digitalen Mobilität mit beeindruckenden Innovationen und großen Investitionen entschlossen voran. In den Jahren 2026 bis 2030 investieren sie weltweit etwa 320 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung, die Elektromobilität spielt hier eine besonders große Rolle. Weitere ca. 220 Mrd. Euro fließen in Sachinvestitionen, darunter den Umbau von Werken. Deutschland ist heute weltweit der zweitgrößte Standort für die Produktion von E-Autos. Allein im vergangenen Jahr (2025) wurden hierzulande 1,7 Mio. E-Pkw gefertigt, davon allein 1,2 Mio. rein-batterie-elektrische BEV. Und der Anteil der E-Pkw an der Gesamt-Pkw-Produktion ist in Deutschland besonders groß: 2025 waren gut vier von zehn Pkw, die hierzulande gefertigt wurden, E-Pkw (40,2 %). Hinzu kommt: Die deutschen Hersteller bieten immer mehr E-Modelle an. Allein auf dem deutschen Markt sind es derzeit rund 110 verschiedene E-Modelle, weltweit etwa 160. Die zehn am häufigsten in Deutschland zugelassenen E-Pkw-Modelle im Jahr 2025 stammen alle von deutschen Herstellern und Konzernmarken. Und der Blick auf den Elektromarkt des laufenden Jahres zeigt, dass knapp zwei von drei E-Autos, die in Deutschland neu zugelassen werden, von einem deutschen Automobilhersteller stammen. In Europa ist es fast jedes zweite. Grundlage und Voraussetzung für die bedeutende Rolle, die die deutsche Automobilindustrie auch bei der E-Mobilität innehat, ist deren große Innovationskraft: Im deutschen Ranking zu Patentanmeldungen kamen 2025 alle Top-10-Unternehmen aus der Automobilindustrie (Quelle: DPMA | 10.03.2026).

9. E-Autos ebenso sicher wie Verbrenner. Auch wenn sich die falsche Behauptung wacker hält, gilt: Das Brandrisiko bei einem Elektroauto ist nicht höher als bei einem Verbrenner (Quelle: Brennen E-Autos wirklich öfter? Zahlen und Fakten). I.d.R.  benötigt die Brandbekämpfung bei Fahrzeugbränden mit Beteiligung von Lithium-Ionen-Akkus zwar eine längere Löschdauer und einen höheren Löschmittelbedarf, die besondere Handhabung und Einsatztaktik ist von Feuerwehreinsatzkräften aber bereits entsprechend erarbeitet worden und wird angewendet. Als Basis hierfür dienen die von den Automobilherstellern in gemeinsamer Arbeit – u.a. mit den Feuerwehren, dem ADAC und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung – erstellten Rettungsdatenblätter sowie Hinweise für die Brandbekämpfung von Lithium-Ionen-Akkus bei Fahrzeugbränden. Darüber hinaus wurde unter der Federführung des VDAs eine gemeinsame Handlungsempfehlung zum fachgerechten Umgang mit verunfallten oder abgebrannten batterieelektrischen Fahrzeugen erstellt, die sich u.a. an Abschleppdienste, Sicherheitsbehörden und Fachwerkstätten richtet.

10. E-Autos beschleunigen rascher als Verbrenner. Elektroautos beschleunigen schnell, da Elektromotoren ihr volles Drehmoment sofort nutzen können und die Leistung sofort abrufbar ist. E-Sportwagenmodelle können in unter 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und grundsätzlich Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 300 km/h erreichen. Viele E-Autos sind jedoch – je nach Modell meist bei zwischen 160 und 200 km/h – elektronisch abgeregelt, um den stark ansteigenden Stromverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten in Grenzen zu halten und die Reichweite zu erhöhen. Darüber hinaus gibt es bei einigen Herstellern, wie auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, eine freiwillige Selbstbeschränkung bei der Höchstgeschwindigkeit.

Übrigens: In einigen Regionen dürfen E-Fahrzeuge mit E-Kennzeichen Sonderfahrstreifen (Busspuren) benutzen oder bekommen Erleichterungen beim Parken  ( in Bayern z.B. zwei Stunden generell kostenlos) – und kommen so schneller ans Ziel. Darüber hinaus sparen Menschen mit E-Autos künftig Zeit, weil die Umweltplakettenpflicht für E-Autos wegfällt. Das macht Sinn. Erstens, weil Fahrzeuge mit E-Kennzeichen grundsätzlich als schadstoffarm gelten. Und zweitens, weil es Fahrzeughalter von unnötigem Aufwand entlastet. Quelle: VDA / CM

Mercedes zeigt den neuen vollelektrischen GLA

Mercedes-Benz hat am Mittwoch Abend (29. Juli 2026) den neuen GLA vorgestellt. Vieles spricht dafür, dass das Kompakt-SUV an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen kann. Zum Marktstart wird das Modell ausschliellich als BEV amgeboten.  

Beim Infotainment setzt Mercedes auf das Betriebssystem MB.OS, generative Künstliche Intelligenz und eine Navigation auf Basis von Google Maps. Der Einstiegspreis soll unter 50.000 Euro liegen.

Der komplett neue Mercedes‑Benz GLA SUV ist konsequent auf das urbane Leben ausgerichtet. Seine niedrigere Silhouette, der längere Radstand und der beleuchtete ikonische Grill verleihen ihm einen deutlich sportlicheren und selbstbewussteren Auftritt. Sein vollständig neu gestalteter Innenraum mit Panoramadach, großem MBUX Superscreen und hochwertigen Materialien bietet spürbare Verbesserungen bei Komfort, Raumgefühl und Variabilität. Intelligente Technologien – darunter der MBUX Virtual Assistant mit generativer KI – ermöglichen eine natürliche Interaktion und personalisierte Unterstützung. 

Zum Marktstart können Kunden zwischen drei vollelektrischen Modellen wählen. Weitere Modelle mit elektrifiziertem Verbrennerantrieb folgen. 

Key Facts. Mit erstmals vier Ausstattungslinien und dem Night-Paket bietet der neue GLA mehr Möglichkeiten denn je, den eigenen Stil auszudrücken – von der attraktiven Style Line über die supersportliche AMG Line Plus bis hin zur exklusiven Night-Edition, die die AMG Line und das Night-Paket bereits beinhaltet. Der hochwertige Innenraum zeigt sich mit schwebenden Formen, ausgesuchten Materialien und großem MBUX Superscreen, der sich über das gesamte Dashboard erstreckt und Fahrer-, Zentral- und Beifahrerdisplay integriert. Der Wagen bietet auf jedem Sitz mehr Kopf- und Beinfreiheit. Dank geräumigem Innenraum, variablem Kofferraum und 107-Liter-Frunk gibt es auch mehr Platz für Gepäck. Mit einer Anhängelast von bis zu zwei Tonnen können die 4MATIC Modelle auch schwere Lasten ziehen. Mit dem optionalen Allradantrieb, dem Fahrprogramm TERRAIN und der Funktion „Transparente Motorhaube“ macht der neue GLA Abenteuer auch abseits befestigter Straßen zu einem souveränen und sicheren Erlebnis.

Mit einer Reichweite von bis zu 657 km (WLTP)1 bietet das BEV besten Langstreckenkomfort. Dank 800-Volt-Technologie sind in zehn Minuten bis zu 270 weitere Kilometer (WLTP) nachgeladen. Das bedeutet: mehr Zeit unterwegs, weniger Zeit an der Ladesäule.

 Den GLA wird es später auch als elektrifizierte Hybridvarianten mit 48-Volt-Technik und hochmodernem Verbrennungsmotor geben. Er kann in der Stadt rein elektrisch fahren, auf der Landstraße segeln und in jedem Gang rekuperieren.

Der MBUX Virtual Assistant mit generativer KI führt komplexe, mehrteilige Gespräche, merkt sich Details und nutzt neuste Stimmtechnologie. Damit klingt und antwortet er wie ein gut informierter Freund. Kunden erhalten im neuen GLA noch umfassendere und relevantere Antworten auf Fragen zu Alltagsthemen.

Intelligente Navigation auf Basis von Google Maps und MBUX Surround Navigation sorgt auch in komplexen Verkehrssituationen für klare Orientierung. Dank Google Clouds Automotive AI Agent kennt sich der MBUX Virtual Assistant auch bei Fragen rund um Navigationsziele bestens aus. Er greift auf Informationen verschiedener Quellen zu und liefert personalisierte Antworten zu Sehenswürdigkeiten, verfügbaren Ladesäulen, Parkplätzen und vielem mehr – nahtlos im Gespräch.

Der neue GLA bietet umfassende aktive und passive Sicherheitsfunktionen.5 Mit MB.DRIVE ASSIST PLUS6 kann er zum Beispiel automatisch die Fahrspur auf der Autobahn wechseln, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Und beim automatisierten Parken bietet er viele verbesserte oder neue Funktionen. 

Preise: In Deutschland starten die Preise für den neuen GLA 200 elektrisch bei 40.840 Euro exkl. MwSt. / 48.599,60 Euro inkl. MwSt., gefolgt vom GLA 250+ elektrisch ab 46.200 Euro exkl. MwSt. / 54.978 Euro inkl. MwSt. und dem GLA 350 4MATIC elektrisch ab 48.830 Euro exkl. MwSt. / 58.107,70 Euro inkl. MwSt.. Quelle: Mercedes-Benz / CM

Jetzt trifft der China-Abschwung auch BMW

Der Gewinn von BMW ist im ersten Halbjahr um rund 35 %  eingebrochen. Grund ist vor allem das China-Geschäft, woe die deutschen Hersteller, unter ihnen auch BMW, ihre Verbrenner nicht mehr loswerden. Die chinesischen Kunden setzen inzwischen nur noch auf batterieelektrische Modelle, und nur solche, die von eigenen Autobauern stammen. Zudem muss BMW wie die anderen deutschen Hersteller seine Autos zu Preisen anbieten, die die ruinös sind. 

In den USA und Europa sind die Verkaufszahlen aber leicht gestiegen. Nun gab das Management bekannt, dass 8.000 der 84.000 Jobs in Deutschland dem Rotstift zum Opfer fallen sollen. 

Das schlechte China-Geschäft vermiest auch BMW die Laune. Foto: BMW

Dr. Milan Nedeljković, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG und Nachfolger von Oliver Zipse, meint, In den vergangenen Wochen sei zu sehen gewesen, wie schnell sich das Geschäftsumfeld verändern kann. Die Zahlen des ersten und zweiten Quartals 2026 seien nicht zufriedenstellend.

Nedeljković : „Die rasante Verschlechterung der Marktlage in China war der Hauptgrund, unsere Prognose im Juni anzupassen. Zudem drängen neue Wettbewerber in verschiedene Märkte im asiatisch-pazifischen Raum, in Lateinamerika und in Europa vor. Diese Marktdynamiken waren jedoch nur ein Aspekt der grundlegenden Veränderungen in unserer Branche.

In nur etwas mehr als einem Jahr haben sich zahlreiche weitere Faktoren überlagert und unser Geschäftsumfeld signifikant beeinflusst, darunter:

  • Gegenwind durch die Trump-Zölle, Handelsbarrieren und Wechselkurse;
  • verschärfte regulatorische Anforderungen, insbesondere in Europa; und
  • die Auswirkungen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten.

Kurzfristig beschleunigen wir die bereits laufenden Kostensenkungen, wobei wir uns auf Struktur- und Effizienzmaßnahmen konzentrieren, die zu einer nachhaltigen Senkung unserer Fixkosten führen. Die Auswirkungen werden ab 2027 sichtbar sein und eine neue Ausgangsbasis für unsere künftigen strategischen und operativen Maßnahmen bilden.

Wir werden uns schlanker aufstellen, um schneller und effizienter zu werden. Wir haben in den Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat sehr schnell Fortschritte gemacht und eine Einigung über ein Personalstrukturprogramm erzielt. Die Vereinbarung umfasst ein freiwilliges Aufhebungsprogramm für indirekte Funktionen in Deutschland. 

Angesichts des fortlaufenden Wandels unserer Branche bereiten wir uns parallel auf die vor uns liegenden Herausforderungen vor – indem wir sowohl unsere Strukturen als auch unsere Prozesse an die neuen Gegebenheiten anpassen. Um sicherzustellen, dass wir für die Umsetzung der erforderlichen Veränderungen mittelfristig gut aufgestellt sind, haben wir die gesamte Wertschöpfungskette analysiert und bereits damit begonnen, in vier Schlüsselbereichen interne Maßnahmen zu ergreifen:

  • Auf der Kundenseite: Unser Fokus liegt auf der weiteren Umsetzung eines neuen Vertriebsmodells in Europa, das einen Umdenkprozess vom Wholesaler zum Retailer erfordert. Gleichzeitig optimieren wir alle Kontaktpunkte mit den Kunden in unserem Kundenökosystem und nutzen die uns zur Verfügung stehenden Daten, um zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.
  • Auf organisatorischer Ebene: Ein verstärkter Einsatz von KI, um Prozesse weiter zu automatisieren und schneller zu machen, sowie auch die Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen zu beschleunigen.
  • In den Bereichen Lieferanten und Einkauf: Wir untersuchen die globale Verteilung unserer Wertschöpfung und identifizieren Möglichkeiten, unseren „Local-for-Local“-Ansatz auszuweiten.
  • Und im Bereich Entwicklung liegt unser Fokus darauf, die Entwicklungsgeschwindigkeit durch verstärkte Standardisierung und die Nutzung gemeinsamer technischer Lösungen und Komponenten zu steigern.

In all diesen Bereichen gehen wir bedeutende Schritte und erhöhen das Tempo. So überprüfen wir beispielsweise erneut, welche Technologien, Modellvarianten und Antriebsstränge wir in Zukunft benötigen. Zudem richten wir unseren Ansatz noch konsequenter auf die einzelnen Märkte und deren spezifische Anforderungen an unsere Produkte und Antriebsvarianten aus. Darüber hinaus prüfen wir, wo neue Partnerschaften für uns wirtschaftlich und technologisch sinnvoll sein können.

Auch wenn wir derzeit mit starkem Gegenwind zu kämpfen haben, verfügen wir über ein solides Fundament, auf dem wir aufbauen können. So haben wir im zweiten Quartal eine starke Entwicklung in Europa und den USA verzeichnet, die die Entwicklungen in China und im Asien-Pazifik-Raum teilweise ausgleichen konnte. 

Wir werden zudem auf den wesentlichen Veränderungen im Unternehmen aufbauen, die wir bereits in den vergangenen Jahren angestoßen haben. Das gilt insbesondere für die erheblichen Investitionen in unsere Neue Klasse, die Konsolidierung des Händlernetzes in China und nicht zuletzt die Kosteneinsparungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro, die wir im Jahr 2025 erzielt haben.

Mit Blick auf die Zukunft geben uns unser starkes Portfolio an Premium-Produkten und -Technologien, unser technologieoffener Ansatz und unser globaler Footprint eine strategische Orientierung, um das aktuelle Marktumfeld erfolgreich zu meistern.

Die Markteinführung der NEUE KLASSE ist mittlerweile in vollem Gange. Der BMW iX3 verzeichnet weiterhin eine starke Dynamik: wir sind auf dem besten Weg, den nächsten wichtigen Meilenstein von 100.000 Bestellungen zu erreichen.

Um dieser starken Nachfrage gerecht zu werden, haben wir im Werk Debrecen vorzeitig eine zweite Schicht eingeführt. Auch bei der BMW i3 Launch Edition, deren Vorbestellungen wir bereits im Juni früher als geplant gestartet haben, verzeichnen wir eine starke Nachfrage. Vor wenigen Wochen haben wir zudem die Weltpremiere des neuen X5 in der fünften Generation gefeiert. 

Die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden variieren stark von Markt zu Markt – und sogar innerhalb einzelner Märkte. Unsere Verkaufszahlen im zweiten Quartal spiegeln diese Realität und die Stärke unseres technologieoffenen Ansatzes wider.

In Europa wurden unsere Verkaufszahlen durch das Wachstum bei den BEVs gestützt, das im zweiten Quartal um mehr als ein Drittel stieg. In den USA sorgten die Verkäufe von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor im zweiten Quartal für ein zweistelliges Wachstum, während die Nachfrage nach BEVs auf dem Gesamtmarkt zurückging.

Wir wissen, dass der vor uns liegenden Weg harte Arbeit erfordert. Und wir wissen, dass wir das Unternehmen wieder auf einen soliden, nachhaltigen Kurs hin zu der Premium-Profitabilität bringen können, zu der es fähig ist. Wir beabsichtigen, bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts wieder in unseren strategischen EBIT-Margenkorridor von 8–10 % zurückzukehren.“

BMW-Finanzchef Walter Mertl spricht von Ergebnissen des zweiten Quartals 2026, die die herausfordernden Marktbedingungen widerspiegeln, mit denen die BMW Group derzeit konfrontiert ist. Im Laufe des Quartals gingen sowohl der gesamte chinesische Automobilmarkt als auch die Auslieferungen der BMW Group an Kunden in China weiter zurück. Gleichzeitig führten höhere Exportvolumina aus China (BYD & Co.) zu einer zunehmenden Wettbewerbsintensität in anderen Märkten. Dies hatte insbesondere Auswirkungen auf unser Geschäft in der Region Asien-Pazifik. Zusammen mit den Auswirkungen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten belasteten diese Entwicklungen sowohl den Absatz als auch die finanzielle Performance. Während die Auslieferungen der BMW Group in Europa um 7,6 % und in den USA um 11,9 % zunahmen, konnten sie den Rückgang in China und der Region Asien-Pazifik nicht ausgleichen.

Der Konzernumsatz belief sich im zweiten Quartal auf 31,3 Mrd. Euro und in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 62,3 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis vor Steuern lag bei 1,7 Mrd. Euro und damit 35 % unter dem Vorjahresquartal. Per Juni ging das Konzernergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um 29,4 % auf rund 4 Mrd. Euro zurück. Daraus ergibt sich eine EBT-Marge im Konzern von 5,4 % im zweiten Quartal und 6,5 & im ersten Halbjahr.

Im zweiten Quartal lieferte die BMW Group rund 591.000 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce an Kunden aus. Dies entspricht einem Rückgang von 4,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Marke BMW setzte im zweiten Quartal rund 509.000 Fahrzeuge ab. Dies entspricht einem Rückgang von 7,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die Auslieferungen der Marke MINI stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 17,1 %, gestützt insbesondere durch die starke Nachfrage nach den vollelektrischen MINI Modellen.

Zwischen April und Juni lieferte die BMW Group weltweit rund 117.000 vollelektrische Fahrzeuge an Kunden aus. Unter Einbeziehung der Plug-in-Hybride belief sich der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge auf rund 163.000 Einheiten.

Dies entspricht einem BEV-Anteil von 19,8 % sowie einem Anteil elektrifizierter Fahrzeuge von 27,6 % an den gesamten Auslieferungen der BMW Group im zweiten Quartal. Europa bleibt der wichtigste Wachstumstreiber für udie BEV. Gestützt durch den Verkaufsstart des neuen iX3 stieg der BEV-Absatz in Europa gegenüber dem Vorjahr um 38 % auf mehr als 81.000 Einheiten. Damit war nahezu jedes dritte in Europa ausgelieferte Fahrzeug vollelektrisch.

Absatzentwicklung. In Europa, BMW’s größte Absatzregion, stiegen die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr um 7,6 %. In der Region Americas erhöhten sich die Auslieferungen um 9,4 %, maßgeblich getrieben durch die USA, wo die Verkäufe um 11,9 % zulegten. In China verschärfte sich der Abschwung auf dem Automobilmarkt im zweiten Quartal weiter, insbesondere im Bereich der Verbrenner.In diesem äußerst wettbewerbsintensiven Umfeld im Reich der Mitte gingen die Auslieferungen der BMW Group an Kunden zwischen April und Juni um 30,2 % zurück.

Finanzdienstleistungen.Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der mit Endkunden abgeschlossenen Neuverträge um 5 % auf 866.000 Verträge. Die Penetrationsrate für Leasing und Kreditfinanzierung erhöhte sich in den ersten sechs Monaten auf 52,9 %. Quelle: BMW

MGME übernimmt Key Meetings & Events

Der auf Tagungen und Veranstaltungen spezialisierte Anbieter MGME – Teil des Reiseunternehmens InteleTravel – hat das in San Francisco ansässige Unternehmen Key Meetings & Events für eine nicht genannte Summe übernommen.

Durch die Übernahme verdoppeln sich nach Angaben der Agentur sowohl der Umsatz als auch die Mitarbeiterzahl von MGME. Heather Keenan, Gründerin von Key Meetings & Events, wird als Executive Director in die Führungsebene von MGME eintreten.

Key Meetings & Events organisiert jährlich mehr als 40 Veranstaltungen in Nordamerika und auf internationaler Ebene. Die Agentur ist auf die Branchen Finanzdienstleistungen, Technologie und Private Equity spezialisiert; sie behält ihre Marke bei und firmiert künftig als „Key Meetings & Events, an MGME company“.

Kunden werden laut einer Mitteilung von MGME „weiterhin mit dem ihnen bekannten Team zusammenarbeiten“ und gleichzeitig Zugang zu den Angeboten von MGME erhalten – darunter Lösungen für die Hotelsuche, Gruppenreiseservices, kreative Dienstleistungen und Eventproduktion sowie strategische Beratung im Bereich Meeting-Management.

„Key Meetings & Events ist genau die Art von Unternehmen, die wir bei MGME integrieren möchten“, sagte Carvie Gillikin, Präsident und CEO von MGME. „Heather und ihr Team haben ein außergewöhnliches Unternehmen aufgebaut, das sich durch hervorragende Kundenbeziehungen und eine jahrzehntelange Erfolgsbilanz auf hohem Niveau auszeichnet. Ihre Expertise und ihr persönlicher, kundenorientierter Ansatz passen perfekt zu MGME, und wir freuen uns darauf, gemeinsam etwas für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu schaffen.“ Für MGME ist dies die erste Übernahme, seit das Unternehmen 2024 Teil des InteleTravel-Portfolios wurde. Quelle: MGME / CM

Italien und Österreich vereint unter den Alpen im Brenner-Basistunnel 

In rund 1.400 Metern Tiefe unter dem Brennerpass in den Alpen wurden die letzten Felsbarrieren zwischen Österreich und Italien durchbrochen, wodurch zwei grenzüberschreitende Verbindungen innerhalb des östlichen und westlichen Hauptbahntunnels entstanden sind. Durch die Durchbrüche wurde ein durchgehender unterirdischer Korridor zwischen den beiden Ländern geschaffen.

Mit einer Gesamtlänge von 64 km einschließlich der Innsbrucker Umgehung ist der Brenner-Basistunnel die längste unterirdische Eisenbahnstrecke der Welt. Der italienische Abschnitt des Projekts wird von einem Konsortium unter der Leitung von Webuild im Auftrag der BBT SE realisiert. Das Projekt bildet den Kern des skandinavisch-mediterranen Korridors des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T), der Helsinki mit Valletta verbindet und die Achse München–Verona einbezieht.

Durchschlag beim Brenner-Basistunnel: Österreichund Italien sind unter den Alpen verbunden. Foto: Patrick Guyton

Der Meilenstein vom Dienstag, 28. Juli 2026,  markiert den Zusammenschluss der Aushubarbeiten am österreichischen Bauabschnitt H53 Pfons-Brenner mit den bereits fertiggestellten Haupttunneln des italienischen Bauabschnitts H61 Mules 2-3, die vom Webuild-geführten Konsortium gebaut wurden. Nach dem Durchbruch im Erkundungstunnel im September 2025 wurde nun auch in den Haupttunneln die Grenze zwischen den beiden Ländern durchbrochen.

Dabei kamen zwei Vortriebsverfahren zum Einsatz: Auf italienischer Seite wurden die Haupttunnel mit den Tunnelbohrmaschinen (TBMs) „Virginia“ und „Flavia“ ausgehoben, während auf österreichischer Seite das konventionelle Sprengvortriebsverfahren zum Einsatz kam.

Nach seiner Fertigstellung wird der Brenner-Basistunnel Personenzügen Fahrten mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ermöglichen und die Fahrzeit zwischen Fortezza und Innsbruck von 80 auf nur 25 Minuten verkürzen. Die Infrastruktur, die darauf ausgelegt ist, sowohl den Güter- als auch den Personenverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, soll zur Dekarbonisierung des Verkehrs im gesamten Alpenraum beitragen – wogegen aber Deutschland ist –  und die Luftverschmutzung sowie die Lärmbelastung verringern.  

Was dummerweise fehlet und die wichtige europäische Hochleistungsachse zwischen München und Verona erheblich verzögern wird ist die Tatsache, dass Deutschland Planung und Bau des Bordzulaufs mit Rücksicht auf den irren Straßengüterverkehr absichtlich verzögert. Quelle Webuild / CM

Vereinfachtes Ticketing und stärkere Fahrgastrechte für Bahnreisen 

Ein breit aufgestelltes Bündnis aus acht Verbänden aus ganz unterschiedlichen Bereichen, vier Unternehmen – darunter die DAX-Unternehmen SAP und Merck – und einer Hochschule fordert von der Bundesregierung, das Passagierpaket der EU-Kommission in den europäischen Verhandlungen zu unterstützen und zu erweitern. Das würde helfen, grenzüberschreitende Zugreisen deutlich attraktiver zu machen.

Bisher verzweifeln Reisende häufig an einem Flickenteppich von Buchungsplattformen und unklaren Fahrgastrechten. Fast zwei von drei Fernreisenden (61 %) haben laut einer repräsentativen Umfrage wegen zu komplizierter Buchungen schon auf grenzüberschreitende Zugreisen verzichtet. Zudem laufen Reisende auf 40 % der meistbeflogenen grenzüberschreitenden Routen Gefahr, bei der Fahrt mit der Bahn ohne garantierte Fahrgastrechte dazustehen.

Trotz Fortschritten bei einzelnen Bahnunternehmen ist ohne einen starken rechtlichen Rahmen nicht zu erwarten, dass Reisende in einer Bahnwelt mit mehreren Zugbetreibern ausreichend einfache Ticketbuchungen und starke Fahrgastrechte bekommen. Ein klarer Rahmen für den Bahnsektor ist nötig, so das Bündnis in einem Brief an den neuen Bundes-Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Sie fordern die Bundesregierung auf, die Kernelemente des Vorschlags der Europäischen Kommission in den Verhandlungen der Mitgliedsstaaten zu unterstützen: Bahnunternehmen sollen verpflichtet werden, ihre Buchungsdaten verfügbar zu machen. Und marktbeherrschende Ticketplattformen sollen die Angebote aller Betreiber anbieten. Zudem sollen Fahrgäste bei verpassten Anschlüssen das Recht bekommen, kostenfrei die nächste Verbindung nehmen zu können.

Das Bündnis fordert, dass die für Reisende gewohnten Plattformen Bahnverbindungen auf den am stärksten nachgefragten Routen in einem Fahrschein mit gesicherten Fahrgastrechten anbieten müssen. Dafür soll die Verpflichtung der jeweils marktbeherrschenden Plattformen zum Verkauf der verfügbaren Verbindungen auf die am stärksten nachgefragten Routen nach und aus deren Heimatland ausgeweitet werden. Die Bahn könne hier vom Symbol der Krise zur Chance werden, so das Bündnis, wenn Deutschland und Europa ihre Handlungsfähigkeit zeigen und den Bürgern – wie beim Roaming – das Leben deutlich erleichtern.

Christoph Carnier, Global Travel Manager der Merck Group und Präsident des VDR, betont die Bedeutung der Regulierung für Geschäftsreisende: „Wir wollen unsere Geschäftsreisen klimaneutral und effizienter machen. Gerade international tätige Unternehmen brauchen zuverlässige und einfach buchbare Bahnverbindungen über Grenzen. Einheitliche Ticketing-Lösungen und optimale Voraussetzungen für mobiles Arbeiten erleichtern es, Bahnreisen in unser Geschäftsreisemanagement zu integrieren. Das macht die Schiene für Geschäftsreisen deutlich attraktiver.“

Dr. Regina Görner, Vorsitzende der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen – weist auf die Bedürfnisse älterer Menschen hin: „Für ältere Menschen stellen digitale Ticketbuchungen häufig bereits eine Hürde dar. Es ist deshalb wichtig, dass sie alle Angebote auf der gewohnten Plattform buchen können. Das muss auch für Reisen ins europäische Ausland gelten. Um Stress bei Verspätungen und Zugausfällen zu reduzieren, braucht es zudem klare und kundenfreundliche Regeln, wie das gesetzlich verankerte Recht, bei einem verpassten Anschluss ohne Zusatzkosten den nächsten Zug nehmen zu dürfen.“

Melanie Thut, Bundesvorsitzende der Jungen Europäischen Föderalist:innen Deutschland, ergänzt: „Europa wächst dort zusammen, wo Menschen Grenzen einfach überwinden können. Gerade junge Menschen wollen klimafreundlich und bezahlbar reisen, um Europa zu erleben. Deshalb müssen auch die günstigsten Tickets verlässlich auf allen Plattformen auffindbar sein. Die Bundesregierung sollte das Passagierpaket unterstützen – für faire Mobilität und ein Europa, das im Alltag näher zusammenrückt.“

Jacob Rohm, Verkehrsexperte bei der Umwelt- und Verbraucherorganisation Germanwatch, die den Brief koordiniert hat, betont die Bedeutung des Passagierpakets für den Klimaschutz: „Für die Klimaziele ist die große Nachfrage nach internationalen Bahnreisen ein Glücksfall. Der designierte Verkehrsminister kann für die Bürger die Vorteile Europas spürbar machen, indem er das Passagierpaket im Europäischen Rat unterstützt und auf die meistbereisten Routen erweitert. Zusätzlich brauchen wir ein leistungsfähiges deutsches und europäisches Schienennetz und mehr Züge in einem Europatakt.“ Quelle: Germanwatch / CM

KMU treiben Wachstum des Hilton-Konzerns

Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) im Segment der individuellen Geschäftsreisenden (Business Transient) von Hilton Worldwide stieg im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 5,7 %. . Laut CEO Christopher Nassetta entsprach dies einem Anstieg um drei Prozentpunkte weltweit bzw. vier Prozentpunkte in den USA im Vergleich zum ersten Quartal.

Nassetta erklärte, dass die starke Entwicklung in diesem Segment maßgeblich durch die Nachfrage kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) unter der Woche getrieben wurde. Dieses Segment, das zuvor „kein so starkes Wachstum“ verzeichnet hatte, legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um mehr als 7 % zu.

Vor allem KMU sind es, die Das Geschäfts von Hilton vorantreiben. Foto Hilton

Der RevPAR im Gruppen- und Tagungsgeschäft stieg um 3,7 %, bedingt durch eine erhöhte Nachfrage nach Firmenveranstaltungen sowie Verschiebungen im Veranstaltungskalender im Vergleich zum Vorjahr. Nassetta bestätigte, dass KMU auch zu den Zuwächsen im Gruppenreisegeschäft beigetragen hätten, während „die großen Konzerne zwar ebenfalls wuchsen, jedoch in geringerem Tempo“.

Der CEO äußerte die Erwartung, dass das Segment der individuellen Geschäftsreisenden weiterhin als Wachstumstreiber fungieren werde, da die Erholung im dritten Quartal an Dynamik gewinne. Er nannte weitere „makroökonomische Rückenwinde“, darunter eine förderliche Steuer- und Regulierungspolitik, verstärkte Investitionen der Privatwirtschaft in KI, ein geringes Wachstum des Hotelangebots sowie anhaltende öffentliche Infrastrukturausgaben. Letztere kämen Verbrauchern mit mittlerem und niedrigem Einkommen zugute und würden das Nachfragewachstum im gesamten Hilton-Netzwerk breitflächig ankurbeln.

Im Zusammenhang mit der kürzlich angekündigten Partnerschaft zwischen Hilton und Navan erklärte Nassetta gegenüber Investoren, dass die Direktverbindung „sowohl Zwischenverbindungen als auch andere, teurere Vertriebskanäle umgeht und so unseren Eigentümern erhebliche Kosteneinsparungen ermöglicht“.

Kennzahlen von Hilton für das zweite Quartal. Der systemweite Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) von Hilton stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 3,9 % auf 125,02 US-Dollar. Die durchschnittliche Tagesrate (ADR) erhöhte sich im Jahresvergleich um 2,5 %, während die Auslastung um einen Prozentpunkt auf 74,9 % zunahm.

In den USA stieg der RevPAR im Jahresvergleich um 5,4 P% auf 139,28 US-Dollar; dies war auf einen Anstieg der ADR um 3,2 % auf 180,16 US-Dollar sowie einen Zuwachs der Auslastung um 1,6 Prozentpunkte auf 77,3 % zurückzuführen. Hilton hob die Prognose für das RevPAR-Wachstum im Gesamtjahr auf 3,0 bis 3,5 % an.

Der systemweite Gesamtumsatz im zweiten Quartal stieg im Jahresvergleich um 6,5 % auf 3,3 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich um 9 % auf 482 Mio. US-Dollar. Die Entwicklungspipeline von Hilton umfasste zum 30. Juni rund 541.300 Zimmer, was einem Anstieg von 6 P% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Netto-Wachstum des Zimmerbestands lag bei etwa 6,1 %. Quelle: Hilton / CM

SWISS A330: zum zweiten Mal ein dickes Problem

Ein Airbus A330 der Lufthansa-Tochter Swiss bereitete zum zweiten Mal binnen weniger Wochen erhebliche Probleme. Der Langstreckenjet, der mit 208 Passagieren an Bord von Zürich nach New York JFK unterwegs war, legte am Montagnachmittag 27. Juli 2026, eine Notlandung am Flughafen Bangor im US-Bundesstaat Maine hin, nachdem Rauch den vorderen Bereich der Business Class des 14 Jahre alten Großsaumflugzeugs zu füllen begann.

Flug LX-16 war am Montag, 27. Juli 2026 gegen 10:30 Uhr in Zürich zu dem achtstündigen Transatlantikflug nach New York JFK gestartet. An Bord auch zahlreiche Geschäftsreisende. Der Jet befand sich bereits etwa sechseinhalb Stunden in der Luft und flog in einer Höhe von 32.000 Fuß (ca. 11.600 m) nahe Nova Scotia, als die Piloten einen Notfall meldeten und eine sofortige Kursänderung zur Landung an einem anderen Ort (Diversion) anforderten.

Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen machte ein Swiss A330 massive Probleme. Foto Swiss

Ein Sprecher der in Zürich ansässigen Fluggesellschaft bestätigte, dass der Grund für die Kursänderung „Rauch bislang unbekannter Herkunft im vorderen Bereich der Business Class“ gewesen sei.

Eine Situation, in der die Besatzung nicht feststellen kann, was die Rauchentwicklung in der Kabine verursacht oder woher der Rauch stammt, gehört zu den schwerwiegendsten Notfällen, mit denen Piloten und Flugbegleiter konfrontiert werden können. Es besteht die Befürchtung, dass in einem unzugänglichen Teil des Flugzeugs ein Feuer wüten könnte, was zu einem katastrophalen Ausgang führen kann. Wäre eine solche Situation über dem Atlantik aufgetreten, hätten die Piloten wahrscheinlich ernsthaft eine Notwasserung in Betracht ziehen müssen, und man weiß, wie so etwas normalerweise ausgeht.  Glücklicherweise befand sich das Flugzeug in diesem Fall jedoch bereits nahe der nordamerikanischen Küste.

Daten von FlightRadar24 zeigen, dass die Maschine innerhalb von nur zehn Minuten um mehr als 22.000 Fuß (ca. 6.700 Meter) sank, während die Piloten vom geplanten Kurs abwichen – ein Beleg dafür, wie ernst der Kapitän die Lage einschätzte.

Wenig mehr als zehn Minuten später war das Flugzeug am Bangor International Airport gelandet. Die Piloten brachten die Maschine auf der Start- und Landebahn zum Stehen, während die Flughafenfeuerwehr zur Unterstützung herbeieilte und eine thermische sowie visuelle Überprüfung des Flugzeugs durchführte; das Kabinenpersonal hielt sich für eine mögliche Evakuierung über die Notrutschen bereit.

Statement von SWISS. Wie sich herausstellte, gab es keinen Brand. Nach einem fast einstündigen Aufenthalt auf der Start- und Landebahn wurde das Flugzeug zum Terminalgebäude geschleppt. In einer Stellungnahme bestätigte ein Sprecher von SWISS, „Uns ist bewusst, dass eine durch solche Umstände bedingte Flugumleitung für unsere Passagiere beunruhigend sein und Unsicherheit hervorrufen kann. Daher ist es uns umso wichtiger, sie bestmöglich zu betreuen und bei der Weiterreise zu unterstützen. Unsere Teams in der Schweiz und in den USA arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Weiterreise unserer Passagiere zu organisieren. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch nicht mit Sicherheit sagen, was die Rauchentwicklung verursacht hat. Unsere Experten werden das Flugzeug nun eingehend untersuchen. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir uns bis zum Abschluss dieser Untersuchungen nicht zu möglichen Ursachen äußern werden.“

Der A330 war erst vor wenigen Wochen in einen schweren Vorfall verwickelt. Bei dem Flugzeug, das am Montag eine Notlandung durchführte, handelt es sich um die Maschine mit der Kennung HB-JHK. Dies ist dieselbe Maschine, die am 26. April am Delhi International Airport in eine Notevakuierung über aufblasbare Rutschen verwickelt war; damals hatten die Piloten den Start auf der Bahn abgebrochen, nachdem das linke Rolls-Royce-Trent-Triebwerk einen schweren Defekt erlitten hatte. Zum Zeitpunkt des Triebwerksausfalls bewegte sich das Flugzeug mit so hoher Geschwindigkeit über die Startbahn, dass durch die Notbremsung Rauch an den Rädern und Bremsen entstand. Es wurde eine Evakuierung angeordnet, bei der sechs Personen verletzt wurden; zwei von ihnen erlitten Beinbrüche. Das Flugzeug wurde am 04. Juni 2026 wieder in Betrieb genommen. Quelle: Swiss / CM