ADAC Test: Bahn ist besser als erwartet

Verspätungen, Zugausfälle, versperrte Toiletten und mangelnde Informationen – an der Deutschen Bahn gibt es viel Kritik. Wie es um Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Reisekomfort tatsächlich steht, hat der ADAC in einem Qualitätscheck für 118 Zugfahrten geprüft. Zwei Wochen lang sind die ADAC-TesteriInen Anfang des Jahres mit dem ICE durch ganz Deutschland gefahren, und zwar sowohl auf Langstrecken wie z.B. von Hamburg nach München als auch auf Teilstrecken wie von Nürnberg nach Augsburg. Das Ergebnis ist gemischt, teilweise sogar besser als erwartet. Insgesamt hat die Bahn jedoch noch viele Hausaufgaben zu machen.

Für die beiden Hauptkriterien Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit fällt das Ergebnis ernüchternd aus: Von 118 geplanten Fahrten fanden überhaupt nur 104 statt, und von diesen waren insgesamt 43 pünktlich (41 %) – also deutlich weniger als die Hälfte. Und das auch nur, weil die Bahn Verspätungen bis sechs Minuten noch als pünktlich bilanziert. Vielfach werden auch die Anschlüsse nicht mehr erreicht, im ADAC-Test nur zu 44 %. Die Gründe für die Zugausfälle und Verspätungen lagen oft bei der Bahn, etwa durch Signalstörungen, Baustellen oder Personalmangel. In weniger Fällen war höhere Gewalt wie heftige Schneefälle oder ein Notarzteinsatz die Ursache.

Mit Ausnahme der Pünktlichkeit findet der ADAC die Deutsche Bahn gut. Foto: DB

Auch beim Informationsservice gibt es Anlass zur Kritik: Die Bahn-App DB Navigator informierte zwar in den meisten Fällen frühzeitig über Änderungen im Fahrplan, aber nicht immer zuverlässig. Nur bei zwei Dritteln der Stichprobe stimmte die App-Info mit der tatsächlichen Abfahrt überein, aber bei 30 % startete der Zug im Schnitt 25 Minuten später als noch eine Stunde vor der Abfahrt angegeben war. Besonders ärgerlich für Bahnreisende: In 4 % der Fälle fuhr der ICE sogar früher ab – wer also die Wartezeit während der angegebenen Verspätung für einen Kaffee oder zum Frischmachen nutzen wollte, verpasste seinen Zug.

Gute Noten gibt es beim Thema Reisekomfort, die Züge waren insgesamt sauber (95 %), Klimaanlage und Heizung funktionierten, und auch das WLAN war zu den Messzeiten störungsfrei und fast immer vorhanden (94 %). Auch das Bordbistro mit warmen Speisen und Getränken im Angebot hatte fast immer geöffnet (96 %), ebenso die Toiletten. Das Sofortprogramm der Bahn, das Anfang des Jahres mit 20 Mio. Euro gestartet ist, scheint bereits zu greifen – so zumindest der Eindruck während des Testzeitraums.

Der ADAC empfiehlt Zugreisenden, die Bahn-App DB Navigator zu nutzen. Auch wenn sie nicht zu 100 %  zuverlässig ist – es gibt schlichtweg keine Alternative. Gleichzeitig sollten Bahnreisende die App immer auch mit den Anzeigen am Bahnsteig und den Lautsprecherdurchsagen abgleichen. Insgesamt ist es ratsam, einen Zeitpuffer einzuplanen, gerade bei Umstiegen. Man sollte auch nicht den letzten Zug des Tages nehmen, denn sonst fehlen bei einem Zugausfall die Alternativen.

Bei Verspätungen oder Zugausfällen gibt es jeweils Entschädigungen, und – auch das hat der ADAC Check gezeigt – die Rückerstattungen funktionieren sehr zuverlässig und besonders bequem über das persönliche Kundenkonto in der Navigator-App.

Gleichzeitig muss sich Einiges verbessern: Der ADAC fordert mehr Transparenz in der Pünktlichkeitsstatistik, die sowohl Zugausfälle und vorzeitig beendete Bahnfahrten als auch alle Verspätungen ab der ersten Minute auflisten sollte. Auch muss die Bahn sicherstellen, dass reservierte Sitzplätze bei Zugausfällen oder -änderungen automatisch auf alternative Verbindungen übertragen werden. Wo das nicht möglich ist, sollten die Zugbindung aufgehoben oder die Fahrgäste angemessen für den erheblichen Komfortverlust entschädigt werden. Quelle: ADAC / CM

Modernes Bahnfunknetz erst in den 2030er Jahren

Nach einem missglückten vermutlich fehlerhaften Software-Update des veralteten digitalen Bahn-Funknetzes in Deutschland rollte am späten Dienstag Abend zwei Stunden lang kein Rad auf dem Schienennetz. Betroffen waren Personen- und Güterverkehr. Für Millionen Bahnreisende, unter ihnen auch Geschäftsreisende, stand das Leben plötzlich still. 

Schuld war eine Störung im digitalen Bahnfunk GSM-R (GSM-R steht für „Global System for Mobile Communications – Railway“.). Es ist ein Mobilfunknetz, das ausschließlich dem Bahnbetrieb dient und Mitte der 2000er-Jahre die alten analogen Zugfunksysteme ablöste. Technisch basiert es auf dem GSM-Standard – also auf 2G-Mobilfunk aus den 1990er-Jahren, angepasst an die Anforderungen der Eisenbahn. In Deutschland nutzt GSM-R die Frequenzbereiche um 876 bis 880 MHz (für Senden) und 921 bis 925 MHz (für Empfangen), also unmittelbar unterhalb des öffentlichen 900-MHz-

Mobilfunkbands. Über GSM-R sprechen LokführerInnen, Fahrdienstleiter und Stellwerke miteinander. Lokführer müssen jederzeit für die Leitstelle erreichbar sein – für Notrufe, Fahrterlaubnisse oder die schnelle Sperrung eines Gleises. Fällt das Netz aus, werden die Züge angehalten. 

Das Netz überträgt Sprache, Not- und Gruppenrufe, aber auch Daten für moderne Zugsicherung wie das European Train Control System (ETCS). In Deutschland deckt es rund 30.000 Streckenkilometer ab und wird zentral von der DB InfraGO betrieben.

Unglücklicherweise hat das GSM-R-Netz auch eine externe Schwachstelle: Es ist nämlich auch von außen verwundbar durch Sabotage-Akte, wie sie schon mehrfach passiert sind.  So durchtrennten im Oktober 2022 unbekannte Geistige Tiefflieger Glasfaserkabel in Berlin und Herne, die zum GSM-R-Netz gehörten. Folge: Drei Stunden lang stand der Verkehr in Norddeutschland still.

Nachfolge-System erst Mitte der 2030er Jahre. Adie Bahn arbeitet bereits an einem Nachfolgesystem. Das „Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) baut auf 5G auf, ist IP-basiert und gilt als deutlich leistungsfähiger und sicherer als der 2G-Vorgänger. Die Deutsche Bahn will es schrittweise zwischen 2026 und 2035 einführen; abgeschaltet werden soll GSM-R erst um 2035, beide Systeme laufen dann eine Zeit lang parallel. Bis dahin bleibt das alte Netz das Nervensystem der Bahn – und damit zugleich eine ihrer größten Schwachstellen. Quelle: DB / BR / CM

DEHOGA-Ehrenpräsident gestorben

Ernst Fischer, langjähriger Präsident und seit 2026 Ehrenpräsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) ist i mit 82 Jahren gestorben. Fischer war Verbandsfunktionär, Unternehmer, Gastgeber und leidenschaftlicher Verfechter seiner Branche.

Von 2001 bis 2016 war Ernst Fischer als Präsident der Interessenvertretung der Hoteliers und Gastronomen in Deutschland aktiv. In seiner Amtszeit führte Fischer die Minijob-Regelung ein, er sorgte für die Abschaffung der Trinkgeldbesteuerung, die Beibehaltung der Steuerfreiheit von Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen und trug maßgeblich zum reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie bei.

Geboren am 16. April 1944 in Geislingen an der Steige (nahe dem schwäbischen Göppingen) stand am Anfang seiner Karriere eine Koch-Ausbildung. Es folgten Stationen in Spitzenhäusern in Großbritannien, Frankreich, Schweden und in der Schweiz. U.a. war er Privatkoch im englischen Windsor. 1969, zurück in Deutschland, machte sich Fischer 1970 in Hechingen selbstständig. Von 1976 bis 2012 betrieb er das renommierte Restaurant Rosenau und das RoseCatering. Gemeinsam mit seiner Familie führte er zudem seit 1976 das traditionsreiche Landhotel „Hirsch“ in Tübingen-Bebenhausen, das er nach mehr als vier Jahrzehnten als Gastgeber Ende 2018 an seine Nachfolger übergab. 

Bereits Anfang der 1970er Jahre engagierte sich Fischer  im DEHOGA und erklomm schließlich die Spitze des Bundesverbandes. Unter seiner Führung entwickelte sich der DEHOGA zu einer schlagkräftigen Wirtschaftsorganisation im deutschen Mittelstands. Aktiv war Fischer zusätzlich in touristischen und wirtschaftlichen Organisationen. Als Vizepräsident des Verwaltungsrats und Vorsitzender des Beirates der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), als Schatzmeister des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft sowie als Mitglied zahlreicher Gremien und Aufsichtsräte setzte er sich für die Belange von Tourismus, Gastronomie und Hotellerie ein. Für seine Verdienste um die Branche und die mittelständische Wirtschaft erhielt er 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des DEHOGA-Präsidenten im Jahr 2016 wurde Fischer zum Ehrenpräsidenten des Verbandes ernannt. Quelle: DEHOGA / CM

DEHOGA-Ehrenpräsident Ernst Fischer ist gestorben. Foto: DEHOGA

Wegen Hitze: DB erlaubt kostenlose Ticket-Stornos im Fernverkehr

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Temperaturen von über 40° C ab Donnerstag, 25. Juni bis übers Wochenende hinaus. Angesichts der Rekord-Temperaturen hat die Deutsche Bahn eine Kulanzregelung getroffen: Wer bei dieser Hitze seine Bahnreise nicht antreten möchte, bekommt sein Ticket kostenlos erstattet. 

Im DB-Navigator heißt es: „Fahrgäste können ihre bis einschließlich 23.06.2026 gebuchten Reisen im DB Fernverkehr, die zwischen 25.06 und 30.062026 geplant sind, kostenlos stornieren.“ Dass die Affenhitze tatsächlich nervig ist, erlebte ich  (CEO eines Medienunternehmens) bei meiner Geschäftsreise am Mittwoch 24.06.2026.  Gebucht war die Bahnfahrt mit dem ICE 929 (Köln-München) von Frankfurt Hbf über Würzburg (dann Umstieg in den RE 10) nach Kitzingen. Unter den Hallendächern um 20 Uhr sage und schreibe 45°C. Man sah den Tausenden von Menschen, die auf ihre Zugverbindungen an den Bahnsteigen warteten oder gerade ausgestiegen waren, den Hitzestress an. 

Ich war wegen Minuten zuvor von Frankfurt Flughafen-Fernbahnhof mit einem anderen ICE zum Hauptbahnhof gefahren. Als mein ICE, ein moderner ICE 3 neo (Baureihe 408) mit 12 Minuten Verspätung im Hauptbahnhof eintraf, war dieser proppenvoll. An Gleis 8 warteten schon etliche hundert weitere Fahrgäste , die Richtung Würzburg/Nürnberg/Ingolstadt/München wollten. Wohl dem, der seinen Sitzplatz bei der Buchung reserviert hatte. Im Zug selbst waren die Temperaturen vergleichsweise angenehmen. Ich schätze, um die 25° C. Dass es einigermaßen pünktlich weitergehen sollte, klar, hat nicht geklappt. Wegen fehlenden bzw. verspäteten Personals. Und so handelte sich mein Fernzug weitere 14 Minuten Verspätung ein. 

Überhaupt war es spannend, welche Aussagen in den Lautsprecherdurchsagen des Frankfurter Hauptbahnhofs zu hören waren. Das waren ICEs verspätet wegen vorheriger Auslandsverspätungen, wegen einer Bombenentschärfung, wegen technischer Probleme und und und.   

An meinem Zielbahnhof dennoch pünktlich (in Würzburg bestand noch ein Zeitpuffer von gut 20 Minuten  zu meinem RE 10) um 22 Uhr angekommen, habe ich es mir nicht nehmen lassen, bei „angenehmen 31 °C zu Fuß die zwei Kilometer nachhause zu marschieren, wo endlich eine angenehm kühle Dusche auf mich wartete…  GZ/CM

Škoda Auto zeigt neues Flaggschiff

Das neue Flaggschiffmodell Peaq, mit dem Škoda sein Elektroportfolio nach oben erweitert, kann direkt nach seiner Weltpremiere ab sofort in Deutschland geordert werden. 

Der neue Škoda Peaq erweitert das Elektroportfolio von Škoda nach oben und verdoppelt gemeinsam mit dem neuen Einstiegsmodell Epiq das Angebot vollelektrischer Fahrzeuge der Marke. Sie ergänzen die BEV-Modelle Elroq und Enyaq. Mit fast 4,90 m Länge und einem Radstand von 2,965 m ist der neue Peaq das größte und geräumigste Modell im Škoda Portfolio und das neue Flaggschiff der Marke. Er bietet optional Platz für bis zu sieben Passagiere oder mit fünf Sitzen bis zu 935 Liter Kofferraumvolumen – so viel wie kein anderes Škoda Modell. Der Peaq ist mit drei Antriebsoptionen sowie Heck- oder Allradantrieb erhältlich.

Neben dem Einstiegsmodell Peaq Selection 60 mit 150 kW (204 PS) und einer maximalen Reichweite von bis zu 456 km sind der Peaq Selection 90 mit 210 kW (286 PS) und bis zu 642 km Reichweite und der Peaq Selection 90x mit 220 kW (299 PS), Allradantrieb und bis zu 609 km Reichweite erhältlich. 

Der Peaq zeigt vollständig die neue Designsprache ‚Modern Solid‘. Im Innenraum, der u.a. das neueste Infotainmentsystem auf Android-Basis inklusive Navigationssystem und ein neues vertikales 13,6-Zoll-Infotainment-Display bietet, stehen vier Design Selections zur Verfügung. Ergänzen lässt sich die Ausstattung bei allen Fahrzeugen noch durch die Pakete Advanced und Maxx. Quelle: Škoda Auto / CM

Zukunftsthemen des Tagungs- und Kongressstandorts Deutschland

Auf der Mitgliederversammlung am 18. Juni 2026 spannte das GCB German Convention Bureau einen weiten inhaltlichen Bogen zu Zukunftsthemen des Tagungs- und Kongressstandorts Deutschland. Die erstmalige Vorstellung der digitalen „Meetings Ecosystem Map“ gehörte ebenso dazu wie die Potenzialanalyse internationaler Quellmärkte in einer geopolitisch volatilen Lage. Flankiert wurde die Veranstaltung im Lufthansa Seeheim Hotel von einer Session zur Eventmobilität der Zukunft.

Das GCB wurde bereits 1973 gemeinsam von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), der Deutschen Bahn und der Lufthansa gegründet. Das 100-jährige Bestehen der Lufthansa sowie dessen Gastgeber-Rolle in Seeheim nahm das GCB nun zum Anlass, eines der wesentlichen Zukunftsthemen von Business Events in den Mittelpunkt des Rahmenprogramms zu rücken: die (Veranstaltungs-)Mobilität. Auf einen Impulsvortrag unter dem Motto „Wofür bewegen wir uns noch?“ von Mobilitätsstratege Dr. Ingo Kucz folgte eine moderierte Panel-Diskussion mit Heike Boos (Lufthansa Group) und Jan Wolf Baake (DB Vertrieb), in der es u.a. um Zukunftsbilder der Mobilität, die internationale Anschlussfähigkeit des Tagungs- und Kongressstandorts Deutschland sowie um Resilienz – auch im Kontext von Mobilität – ging.

Petra Hedorfer, CEO der Deutschen Zentrale für Tourismus und Vorsitzende des GCB-Verwaltungsrats: „Die Rahmenbedingungen für den Geschäftsreisemarkt sind in den letzten anderthalb Jahren deutlich schwieriger geworden. Eskalierende Handelskonflikte und der Nahostkrieg beeinflussen die Weltwirtschaft und damit auch den internationalen Geschäftsreiseverkehr. Zwar behauptet Deutschland bei den promotablen Geschäftsreisen, das heißt den Reisen zu Meetings, Tagungen und Kongressen, mit einem Marktanteil von 9 % seine Spitzenposition auf dem Weltmarkt. Aber Internationalisierung und die digitale Transformation bleiben Schlüsselfaktoren, um weiterhin und langfristig Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit für Deutschland als führende Geschäftsreisedestination sicherzustellen.

Die enge Kooperation des GCB mit der DZT als strategischem Partner schafft dafür die Rahmenbedingungen. So präsentieren DZT und GCB das Reiseland Deutschland im engen Schulterschluss in den europäischen und wichtigen Überseemärkten wie den USA und China. Gemeinsame Projekte im Bereich Digitalisierung oder beim Open Data/Knowledge Graph-Projekt schaffen die Grundlage für die Implementierung von KI-Anwendungen und leisten so hoffentlich einen  Beitrag zur Innovationskraft, Resilienz und Zukunftsfähigkeit des Tagungs- und Kongressstandortes Deutschland.“

Ausbau des digitalen Portfolios. „Offene, integrierte und konsistente Datenstrukturen sind einer der zentralen Faktoren für das Gelingen der digitalen Transformation. Das GCB verfolgt daher derzeit mehrere miteinander vernetzte Digitalprojekte, um die Sichtbarkeit des Angebots am Tagungs- und Kongressstandort Deutschland zu erhöhen und unser Wissens- und Informationsangebot noch besser bei vielfältigen Zielgruppen zu positionieren“, erklärt Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB, die derzeitige Weiterentwicklung des digitalen Portfolios.

In diesem Kontext präsentierte das GCB erstmals die neue „Meetings Ecosystem Map“. Die MEM ist ein datenbasierter, interaktiver Zugang zur deutschen Veranstaltungslandschaft, in der wissenschaftliche Kompetenzen mit dem Leistungsangebot und der Infrastruktur des Tagungs- und Kongressstandorts Deutschland verknüpft sind. Branchenkompetenzen am Standort sind laut Meeting- und EventBarometer ein wichtiges Auswahlkriterium für Veranstalter. Die MEM macht daher sichtbar, wo fachliche Expertise und passende Rahmenbedingungen für Veranstaltungen in Deutschland zusammenkommen. Dadurch unterstützt sie Veranstalter dabei, den inhaltlich passenden Ort zu identifizieren und Entscheidungen für ihre Eventplanung zu treffen. Die MEM geht zunächst als Minimum Viable Product (MVP) mit den Mitgliederprofilen des GCB an den Start und wird schrittweise erweitert – sowohl hinsichtlich der Datentiefe als auch der integrierten Anwendungsfälle.

Evaluierung der internationalen Märkte . Weiteres Kernthema der GCB-Mitgliederversammlung 2026 war die Analyse von Dynamiken in wichtigen Quellmärkten sowie damit verbunden die Evaluierung potenzieller neuer Märkte. Anlass dieser Neubewertung sind zum einen die steigende internationale Nachfrage zu Veranstaltungen in Deutschland und die Tatsache, dass 80 % der MICE-Reisen nach Deutschland aus dem europäischen Ausland kommen. Zum anderen üben verschiedene strukturelle Faktoren einen Einfluss auf Business Events aus: von steigenden Energiepreisen und einer belastenden Zollpolitik über die Herausforderungen des demografischen Wandels und der fortschreitenden Digitalisierung bis hin zu insgesamt volatilen geopolitischen Rahmenbedingungen. Dass der Markt sensibel auf Letztere reagiert, haben Anbieter und Veranstalter jüngst noch einmal im Meeting- & EventBarometer 2025/2026 bestätigt. Quelle: GCB / CM

Austria Center Vienna ausgezeichnet

Das Austria Center Vienna wurde mit dem Österreichischen Innovationspreis Tourismus in der Kategorie Veranstaltungseinrichtung über 1.000 Teilnehmer ausgezeichnet. Das bestätigt die tragende Rolle von Österreichs größtem Kongress- und Veranstaltungszentrum als wichtiger Impulsgeber für die Meetingdestination Wien.

Das Austria Center Vienna ist mit 21 Sälen, 134 Meetingräumen sowie rund 26.000 m2 Ausstellungsfläche Österreichs größtes Kongresszentrum und gehört zu den Top-Playern im internationalen Kongresswese (Info: https://www.acv.at/de/) „Ich bin sehr stolz, dass unser Haus und damit auch unser Team mit dem Österreichischen Innovationspreis Tourismus ausgezeichnet wurden“, so Dr. Susanne Baumann-Söllner, Vorständin für Kongressmanagement und Sprecherin des Vorstands des Austria Center Vienna. Baumann-Söllner weiter: „Das zeigt, dass unser Weg, für unsere Kunden immer vorauszudenken, Trends zu antizipieren und auf die Bereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu setzen, richtig war. Das sehen wir auch in den Feedbacks unserer Kunden, die uns bei mehr als 10.000 Google-Bewertungen mit einem Schnitt von 4,6 Sternen bewerten und uns einen Net Promoter Score von 75 geben. Das ist ein exzellenter Spitzenwert, denn bereits ab einem Wert von 70 wird von außergewöhnlich hoher Kundenzufriedenheit, starker Kundenloyalität und vielen begeisterten Kunden gesprochen.“

Preisverleihung auf der Bühne vom Team des Austria Center Vienna mit Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Foto: BMWET/Tom Grundschober

Modernisierung, Digitalisierung und Innovation als Erfolgsgeheimnis „Wir verbinden Menschen, inspirieren und treiben Innovation und Modernisierung voran. Die kinetische Weltneuheit polySTAGE, das sind 52 einzeln steuerbare LED-Elemente, die eine spektakuläre Inszenierung und Transformation in der Eingangshalle ermöglichen, und die insgesamt mehr als 500 m2 LED-Flächen sowie mehr als 100 Screens in unserem Haus schaffen beispielsweise durchgängige und immersive Eventerlebnisse. Gerade die interaktive Gamification-Effekte wie Check-In mit persönlicher Grußbotschaft, Selfie-Shares, Panorama-Selfie-Spots, Message Sharing, World-Clouds und Live Votings machen die polySTAGE zu einem unvergesslichen interaktiven Erlebnis, das unsere Kunden wirklich sehr gerne und intensiv nutzen,“ betonte Baumann-Söllner. 

„Auch die komplett modernisierte Ebene –2 begeistert mit hellen, freundlichen und sehr wandelbaren Sälen und Räumen und begrünten Terrassen. Unser wichtigster Saal auf dieser Ebene, Saal D, lässt sich in kürzester Zeit in drei Säle dritteln, wobei alle über eigene Klimasteuerungen verfügen und absolut soundproof sind“, sagte Dr. Michael Rotter, Vorstand für Gebäude- und Liegenschaftsverwaltung. 

Kongresse als wesentlicher Wirtschaftsmotor im Tourismus „Welche Bedeutung Kongresszentren, Tagungshotels und andere Veranstaltungsstätten für die heimische Wirtschaft haben, das soll jetzt eben mit dem Österreichischen Innovationspreis Tourismus konkret ausgedrückt werden. Das Austria Center Vienna hat beispielsweise laut einer aktuellen Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts Eco Austria eine BIP-Wirkung in Österreich von 445 Mio. Euro – das sind rund 0,1 % des gesamten heimischen BIPs 2025. Es schafft auch eine Bruttowertschöpfung von 398 Mio. Euro im Inland und sichert oder schafft 3.950 Vollzeit-Arbeitsplätze. „Besonders stark profitieren mit an die 21,8 % die heimische Tourismus- und Freizeitbranche. Jeder Euro, der in unser Haus fließt, wirkt mehrfach in den heimischen Betrieben zurück – von der Hotellerie und Gastronomie über den Handel bis hin zu wissenschaftlichen Netzwerken“, so Baumann-Söllner. 2025 war so beispielsweise jeder dritte internationale Kongressgast von Wien im Austria Center Vienna.

Susanne Baumann-Söllner bedankte sich auch für die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem Team von WienTourismus, dem Vienna Convention Bureau und bei allen Partnern bedanken, die Teil des Erfolgsrezepts sind. 

Der Österreichische Innovationspreis Tourismus (ÖIT) wird alle zwei Jahre vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Bundesländern verliehen, um die Bedeutung des Tourismus und die wichtigen, innovativen Impulse in diesem Wirtschaftssektor zu würdigen. 2026 wurde er zum siebenten Mal vergeben und würdigt Veranstaltungseinrichtungen für Kongresse und Tagungen als Impulsgeber für Standort- und Destinationsentwicklung. Quelle: Austria Center Vienna / CM

BCD erweitert Bahn-Angebot in TripSource

BCD Travel baut das Bahn-Angebot auf seiner Reiseplattform TripSource aus. Wie das Travel-Management-Unternehmen mitteilte, umfasst die Erweiterung u.a. die Integration von Inhalten der Deutschen Bahn sowie Funktionen für „Split Ticketing“ (Aufteilung von Tickets) bei Bahnverbindungen in Großbritannien.

Laut BCD ermöglicht die direkte Anbindung der Deutschen Bahn einen umfassenderen Zugriff auf Angebote in Deutschland – einem der wichtigsten Bahnmärkte Europas. Die TMC deckt bereits Verbindungen in Großbritannien, Frankreich (SNCF) und der Schweiz (SBB) ab; im Juli 2026  werden zudem Angebote der belgischen SNCB und der niederländischen NS in TripSource integriert.

Darüber hinaus gab BCD bekannt, dass für Bahnreisen in Großbritannien nun die Option „Split Ticketing“ in TripSource verfügbar ist. Dabei wird – sofern dies kosteneffizient ist – nicht ein einziger Tarif für die gesamte Reise gesucht, sondern eine Kombination aus mehreren Teilstrecken innerhalb einer Zugfahrt. Nach Angaben von BCD entfallen rund 35 % der Bahn-Buchungen von Firmenkunden für ihre Geschäftsreisenden auf Split-Tickets, wobei die durchschnittliche Ersparnis bei 21,50 Euro pro Reise liegt. Quelle: BCD / CM

Audi wertet das A3-Portfolio auf

Ob Sportback, Limousine oder allstreet, ob klassischer Benziner oder Diesel, ob Plug-in-Hybrid oder die sportlichen Derivate S3 und RS 3: Die Modellpalette der A3-Baureihe präsentiert sich künftig mit neuem Interieur sowie erweiterter Ausstattung.

Die A3-Modelle erhalten fortan ein rundum neues Cockpit-Layout. Zentrales Element ist das Curved Display, bestehend aus dem 11,9 Zoll großen Audi virtual cockpit und dem 12,8 Zoll dimensionierten MMI Panoramadisplay. Passend dazu trägt die Instrumententafel zur Neuordnung bei: Die Dekoreinlage fällt breiter aus als bisher und erstreckt sich vom Kombiinstrument bis zur Beifahrertür – das schafft eine durchgängige, horizontale Linienführung. Als Materialien stehen vier Varianten zur Auswahl, darunter Carbon, Microfaser Dinamica sowie zwei Textilgewebe. Auch die Mittelkonsole zeigt sich von einer neuen Seite: Das Ablagefach für das Mobiltelefon ist jetzt zum Fahrersitz ausgerichtet und bietet eine kabellose Ladefunktion mit 25 Watt Leistung.

Alle Lenkräder in den aufgewerteten A3-Modellen bieten eine in die Multifunktionstasten integrierte mechanische Walze. Unabhängig von den Funktionen können Kunden zwischen drei verschiedenen Lenkrad-Ausführungen wählen: zwei Doppelspeichen-Varianten sowie ein oben und unten abgeflachtes Dreispeichen-Volant für die S line- und S‑Modelle.

Mehr Assistenzsysteme. Die Palette der Fahrerassistenzsysteme wächst deutlich. Audi bündelt die wichtigsten Systeme in einer neuen Paketstruktur mit drei Stufen: Tech, Tech plus und Tech pro. Herzstück ist der adaptive Fahrassistent plus. Er kombiniert die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit aktiver Spurführung im Geschwindigkeitsbereich bis 210 km/h. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe unterstützt das System bei der Längs- und Querführung unter Berücksichtigung von Fahrbahnmarkierungen, Randbebauungen und dem umliegenden Verkehr. Auf Autobahnen kann das System nach Antippen des Blinkers selbsttätig einen Spurwechsel ausführen. Als neue Funktion ermöglicht der adaptive Fahrassistent plus das automatische Abbremsen vor roten Ampeln. Sofern kein vollständiger Stillstand erfolgt ist, fährt der A3 bei Grün automatisch wieder an.

Erstmals nutzt die Längs- und Spurführung auch Schwarmdaten, das heißt, das Fahrzeug berücksichtigt die durchschnittlich auf dieser Straße gefahrene Geschwindigkeit und passt das eigene Tempo entsprechend an. In Verbindung mit Online-Daten kann der adaptive Fahrassistent auch ohne erkannte Fahrbahnbegrenzung die Spur halten und daher auch im ländlichen und städtischen Verkehr den Komfort steigern. Die Nutzung der Online-Daten für den adaptiven Fahrassistenten ist ab der Fahrzeugauslieferung für drei Jahre inklusive. Kein schöner Zug der Ingolstädter:  Danach können Kunden die Laufzeit nur kostenpflichtig verlängern.

Für komfortable Park- und Rangiermanöver liefern vier weitwinklige Umgebungskameras eine 360-Grad-Darstellung der unmittelbaren Fahrzeugumgebung. Die Visualisierung erfolgt dreidimensional im MMI. Verschiedene Ansichten lassen sich hier per Touchbedienung auswählen und anpassen. So gibt es beispielsweise eine stufenlos schwenk- und zoombare 3D‑Außenansicht inklusive virtueller Draufsicht von Fahrzeug und Umgebung. Praktische Hilfslinien erleichtern die Orientierung während des Rangierens. So unterstützen beim Einfahren in eine Waschanlage eine 3D-Ansicht des Fahrzeugs sowie eingeblendete Hilfslinien dabei, den A3 ideal zwischen den seitlichen Begrenzungen zu positionieren.

Darüber hinaus bieten die Parkassistenten plus und pro die Möglichkeit Parkmarkierungen über die Kameras zu erkennen, um das Fahrzeug selbstständig ein- und ausparken zu lassen. Dabei übernimmt der A3 sowohl Lenken als auch Beschleunigen, Bremsen und den Wechsel der Fahrstufe. Hat der Fahrer die Funktion im MMI Touchdisplay aktiviert, kann er sich entspannt zurücklehnen und das Fahrzeug automatisch in die Parklücke steuern lassen.

Zusätzlich bietet der Parkassistent pro eine Remote-Funktion: Das heißt, der Fahrer kann sein Auto vor dem Einparken verlassen oder erst nach dem Ausparken einsteigen. Das ist besonders in engen Parklücken von Vorteil, egal ob quer oder längs zur Fahrbahn. Der A3 übernimmt das Manöver selbstständig, sobald der Vorgang in der myAudi App auf dem Smartphone gestartet wurde.

Neu in den A3-Modellen ist zudem das trainierte Parken, womit sich dem Fahrzeug individuelle Parkmanöver beibringen lassen. Ist die Zufahrt zum Carport oder zur Garage schwierig, braucht es lediglich ein einmaliges Anlernen und der A3 übernimmt das Einparken zukünftig automatisch. Dabei lenkt das Fahrzeug selbsttätig, beschleunigt, bremst und wählt den Gang automatisch. Gleiches gilt für das Ausparken: Bis zu fünf Parkvorgänge auf einer Länge von 50 Metern lassen sich im MMI speichern. Dabei können die Manöver individuell benannt werden.

Digitalisierung. Audi connect macht den Umgang mit dem A3 bequemer und effizienter. Vielseitige digitale Dienste informieren vor, während und nach der Fahrt. Dank neuer Remote-Funktionen lassen sich neben der Parkposition, die das Fahrzeug in einer Karte auf dem Smartphone anzeigt, auch der Status von Parkbremse, Licht sowie möglicherweise geöffneten Türen und Fenstern abrufen. Darüber hinaus sind Kilometerstand, Tankfüllstand, Restreichweite, Reifendruck, Ölstand und Serviceintervalle in der myAudi App ersichtlich. Sie ermöglicht auch die komfortable Steuerung der Standheizung sowie das Ver- und Entriegeln des Fahrzeug aus der Ferne.

Nur der PHEV ist ein guter Tipp. Die A3-Baureihe ist besonders vielseitig. Den klassischen Sportback und die elegante Limousine ergänzt seit Frühjahr 2024 der A3 allstreet. Als jüngstes Mitglied der kompakten Baureihe bietet das Crossover 3 cm mehr Bodenfreiheit gegenüber dem Sportback, eine erhöhte Sitzposition und einen markanten Offroad-Look. 

Einzig empfehlenswertes Derivat für Fuhrparks ist natürlich der Plug-in-Hybrid A3 e-hybrid mit Systemleistungen von 150 kW (204 PS) und 200 kW (272 PS)10. Ihre elektrische Reichweite beträgt bis zu 143 Kilometer kombiniert im WLTP-Zyklus, wobei sich die Batterie dank DC-Laden in etwa einer halben Stunde wieder vollladen lässt. Die Anhängelast der A3 e-hybrid-Modelle beträgt jetzt 1.700 kg.

Preise und Verfügbarkeit. Die A3-Modelle mit den neuen Features stehen ab Mitte September 2026 beim Händler. Den A3 Sportback e-hybrid gibt es ab 45.350 Euro. Quelle: Audi / CM

United Airlines mit kostenlosem, ultraschnellen Starlink-WLAN

Mit dem Flug UA-14 von Newark nach London Heathrow in der Nacht zum Dienstag bot Lufthansa-Partner United Airlines erstmals kostenloses, ultraschnelles Starlink-WLAN (von Elon Musk) auf einem seiner Großraum-Langstreckenflugzeuge an. 

Starlink ist ein von SpaceX betriebenes Satelliten-Breitbandnetzwerk, das weltweit Internetzugang über ein riesiges Netzwerk von Low-Earth-Orbit-Satelliten (LEO) bereitstellt. Es liefert Highspeed-Internet auch in entlegene oder ländliche Regionen, wo herkömmliche Kabel- oder DSL-Verbindungen nicht verfügbar sind.

United bietet superschnelles kostenloses Internet an Bord an. Foto United Airlines

Der Flug startete am 22. Juni um 19:05 Uhr (Eastern Time) in Newark und traf am Mittwochmorgen um 07:15 Uhr (Ortszeit) in London Heathrow ein. An Bord befanden sich zahlreiche Geschäftsreisende. Sie und alle anderen Passagiere auch konnten den WLAN-Dienst von Starlink in Breitbandqualität durchgehend – vom Gate bis zur Landung – nutzen und sich mit nur einem Klick auf mehreren Geräten gleichzeitig anmelden.

United hatte die Einführung von Starlink im Frühjahr 2025 begonnen; seither wurden bereits mehr als 400 Flugzeuge mit dem System ausgestattet. Zunächst konzentrierte sich die Fluggesellschaft jedoch auf die Nachrüstung ihrer gesamten Regionalflugzeugflotte sowie anschließend auf die Schmalrumpfflugzeuge. Anfang Juni wurde jedoch bekannt, dass United die Installation von Starlink in ihrem ersten Großraumflugzeug – einer 24 Jahre alten Boeing 777-200 (Kennung: N37018) – abgeschlossen hat.

Das Flugzeug war am 18. Mai zu einem der größten Wartungshangars von United in Rio de Janeiro (Brasilien) überführt worden; dort diente es als Prototyp für die Installation von Starlink in der gesamten 777-Flotte der Fluggesellschaft. Die so ausgerüstete Tripleseven kam am Sonntagvormittag aus Rio in Newark an, wo sie für den am Montagabend geplanten Erstflug mit aktiviertem Starlink-System vorbereitet wurde.

Nachdem United nun Erfahrung mit der Installation von Starlink in Großraumflugzeugen gesammelt hat, plant die Fluggesellschaft eine rasche Beschleunigung der Einführung: Bis Jahresende sollen bis zu 1.000 Flugzeuge mit dem weltweit modernsten und effizientesten Internetdienst ausgestattet werden.

„Starlink bietet denselben schnellen, zuverlässigen Internetzugang und die Konnektivität, die wir von zu Hause kennen – verfügbar in der Luft in einer Höhe von 35.000 Fuß, egal wohin die Reise weltweit geht“, kommentierte David Kinzelman, Chief Customer Officer von United. „Diese Technologie von Elon Musk hat das Potenzial, das Flugerlebnis – sowohl für unsere Kunden als auch für die Beschäftigten der Airline grundlegend zu verändern“, fügte Kinzelman hinzu.

British Airways hat seit Beginn der Einführung im März erst fünf Flugzeuge mit Starlink ausgestattet, und weitere Installationen sind erst für die Zeit nach der sommerlichen Reisewelle geplant.

Ankit Gupta, Chief Air Operations Officer bei United: „Da Starlink bis Jahresende voraussichtlich in fast 1.000 Flugzeugen verfügbar sein wird, treiben wir die Bereitstellung schneller und zuverlässiger Konnektivität für mehr Reisende als je zuvor zügig voran.“ Angesichts der Größe der United-Flotte verlief die Einführung außergewöhnlich schnell. Die Fluggesellschaft hat Pläne erstellt, im gesamten Jahr 2026 täglich mehr als ein Flugzeug mit dem Satelliten-Internetdienst auszustatten.

Die eigentliche Installation von Starlink lässt sich in nur acht Stunden abschließen – das ist etwa zehnmal schneller als bei herkömmlichen WLAN-Systemen. Andere Starlink-Nutzer wie Qatar Airways haben gezeigt, dass die Einführung sehr schnell erfolgen kann. So gelang es Qatar Airways beispielsweise, Starlink innerhalb von nur vier Monaten in mehr als der Hälfte ihrer Boeing-777-Flotte zu installieren.

Starlink nutzt eine sogenannte „Konstellation“ (ein riesiges Netzwerk) aus Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn, um weltweit einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang mit geringer Latenz bereitzustellen. In vielen Anwendungsszenarien bietet Starlink schnellere Verbindungsgeschwindigkeiten als herkömmliche kabelgebundene Breitbandanschlüsse für Privathaushalte.

American Airlines plant, ab Anfang 2027 rund 500 Airbus-Schmalrumpfjets (Single-Aisle) mit Starlink auszustatten; Delta Air Lines hat sich hingegen für den konkurrierenden Satelliten-Internetdienst von Amazon (Projekt Kuiper) entschieden, der jedoch frühestens Mitte 2027 einsatzbereit sein wird. Zu den weiteren Fluggesellschaften in den USA, die Starlink nutzen, gehören Alaska Airlines, Hawaiian Airlines und Southwest Airlines. Quelle: United Airlines / CM