Elektrischer Mercedes-Benz GLC ist „German Premium Car of the Year 2027“ 

Der elektrische Mercedes‑Benz GLC wurde zum „German Premium Car of the Year 2027“ gewählt. Die Jury des „German Car of the Year Awards“ (GCOTY) hat ihn jetzt bei der Preisverleihung im Nationalen Automuseum „The Loh Collection“ gekürt. Die Jury würdigte das BEV für sein außergewöhnlich stimmiges Gesamtkonzept und seinen ausgewogenen und komfortablen Fahrcharakter.

Die Auszeichnung unterstreicht die Erfolgsgeschichte der GLC Modellreihe, die seit vielen Jahren der weltweite Bestseller von Mercedes‑Benz ist. Mit dem neuen elektrischen GLC setzt der Hersteller  eben diese Qualitäten fort, die den GLC rund um den Globus zum Kundenliebling gemacht haben, und entwickelt sie für die elektrische Variante konsequent weiter. Eine eigenständige Designsprache und intuitive digitale Intelligenz prägen dabei die nächste Generation des Erfolgsmodells. Der elektrische GLC wurde konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Mit hohem Langstreckenkomfort, ausgeprägter Alltagstauglichkeit und einem intuitiven Nutzererlebnis verbindet er Premiumanspruch mit echter Vielseitigkeit. Mit seinem großzügigen Raumangebot und hohem Komfort ist er konsequent auf die Anforderungen des Alltags ausgelegt und trägt dazu bei, Elektromobilität besonders unkompliziert erlebbar zu machen.

Der elektrische Mercedes‑Benz GLC wurde zum „German Premium Car of the Year 2027“ gewählt.  Foto: MB

Der neue elektrische GLC bietet ein hohes Maß an Komfort sowie eine Bedien- und Erlebniswelt, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die optionale intelligente Luftfederung AIRMATIC und die Hinterachslenkung mit 4,5 Grad ermöglichen herausragenden Fahrkomfort und außergewöhnliche Agilität, während das großzügige Raumangebot – einschließlich eines 128‑Liter‑Frunks – sowie eine Anhängelast von bis zu 2,4 t die Vielseitigkeit für Alltag, Freizeit und Reisen unterstreichen.

Im Innenraum eröffnet der optionale immersive MBUX Hyperscreen – mit 99,3 cm das größte Display von Mercedes‑Benz – eine neue digitale Dimension. Angetrieben vom MB Operating System (MB.OS) vernetzt er nahtlos Infotainment, Komfort, Laden und Fahrassistenz und unterstützt regelmäßige Over‑the‑Air‑Updates über die Mercedes‑Benz Intelligent Cloud. Fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme sind unter MB.DRIVE gebündelt, mit serienmäßigen Funktionen wie dem Abstand‑Assistenten DISTRONIC und dem Park‑Assistenten. Optionale Pakete erweitern den Funktionsumfang bis hin zu unterstütztem automatisiertem Fahren auf SAE Level 2 sowie einer 360‑Grad‑Rundumsicht beim Parken, und machen den elektrischen GLC zu einem hochintelligenten, intuitiven und zukunftsfähigen Begleiter. Quelle: Mercedes Benz / CM

Österreich bekommt modernstes Bahnnetz der Welt

Siemens Mobility hat von der ÖBB-Infrastruktur AG einen Auftrag im Wert von rund 1,3 Mrd. Euro zur Digitalisierung der österreichischen Stellwerkstechnik erhalten. Die Vergabe erfolgte im Rahmen einer langfristigen Rahmenvereinbarung mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Mrd. Euro. 

Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die schrittweise und flächendeckende Einführung digitaler Stellwerke (DSTW) in Österreich, beginnend mit einem Pilotprojekt im vierten Quartal 2030. Im Mittelpunkt der Modernisierung steht Signaling X, die integrierte Technologiebasis von Siemens Mobility für die digitale Transformation der Leit- und Sicherungstechnik. Die softwarebasierte und cloud-fähige Architektur verbindet Stellwerke, das Zugsicherungssystem ETCS und Cybersecurity-Anwendungen auf einer gemeinsamen technologischen Grundlage. Signaling X schafft die Voraussetzungen für eine schrittweise Modernisierung des ÖBB-Bahnnetzes. 
 
„Das Digitale Stellwerk ist eine Schlüsseltechnologie für die Eisenbahn der Zukunft. Mit dieser Vergabe stellen wir die Weichen für die umfassende Digitalisierung unserer Sicherungstechnik und schaffen die Voraussetzungen, um den Bahnverkehr in Österreich noch effizienter, robuster und leistungsfähiger zu gestalten. Damit setzen die ÖBB auch international neue Standards in der digitalen Verkehrssteuerung“, sagteJohann Pluy, Vorstand ÖBB-Infrastruktur AG.
 
Die Rahmenvereinbarung umfasst die gesamte Bandbreite der modernen Stellwerkstechnik: von den Innenanlagen, in denen die sicherheitsrelevante Logik auf Basis von Signaling X auf Standard IT Servern ausgeführt wird, bis hin zu den Außenanlagen. Hier kommen modernste Object Controller zum Einsatz, welche die präzise Ansteuerung von Signalen, Weichen und weiteren kritischen Elementen der Infrastruktur übernehmen. Die Umsetzung dieses Großprojekts erfolgt in einem strukturierten, mehrstufigen Prozess. Nach der geplanten Inbetriebnahme des ersten Pilotprojekts im vierten Quartal 2030 werden weitere Pilotphasen folgen, um die Technologie optimal auf das gesamte Netz abzustimmen. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Phase startet der österreichweite Rollout mit dem Ziel, langfristig sämtliche bestehenden Stellwerksanlagen durch die neue digitale Generation zu ersetzen.

Durch die Kombination von ETCS und digitalen Stellwerken auf Basis von Signaling X nimmt die ÖBB-Infrastruktur AG eine internationale Vorreiterrolle ein und schafft eines der modernsten und leistungsfähigsten Bahnnetze weltweit. Quelle: Siemens Mobility / ÖBB / CM

Iran-Krieg stürzte Qatar Airways in die schwerste Krise

Hamad Al-Khater , Vorstandschef von Qatar Airways, hat erklärt, dass der Iran-Krieg die größte Krise darstellt, mit der die in Doha ansässige Fluggesellschaft je konfrontiert war – schwerwiegender als die COVID-19-Pandemie, die den Flugbetrieb lahmlegte und den internationalen Reiseverkehr zum Stillstand brachte, oder die Golf-Blockade, die Katar im Jahr 2017 unter massiven wirtschaftlichen Druck setzte.

Hamad Al-Khater war noch keine drei Monate im Amt, als er erleben musste, wie die USA und Israel Ende Februar 2026 eine großangelegte Militäroffensive gegen Teheran gestartet hatten. Aus Angst vor Vergeltungsschlägen schlossen die Golfstaaten – die engsten Nachbarn des Iran – umgehend ihren Luftraum, während sie die Lage sondierten.

Ihre schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich rasch: Die iranischen Revolutionsgarden feuerten ballistische Raketen und Kamikaze-Drohnen auf Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Innerhalb weniger Stunden wurden der Kuwait International Airport und der Dubai International Airport direkt getroffen, wobei Dutzende Menschen verletzt wurden.

Der Doha Hamad International Airport war zwar vermutlich ebenfalls ins Visier iranischer Geschosse genommen worden, aber nie tatsächlich getroffen; dennoch war die Bedrohung sehr real, und die katarischen Behörden wollten kein Risiko eingehen.

Während Dubai seinen Luftraum wieder öffnete und Emirates mit dem Wiederaufbau seines Streckennetzes begann, blieb der katarische Luftraum gesperrt, und die nationale Fluggesellschaft musste ihren Betrieb für einen deutlich längeren Zeitraum einstellen.

Da die Bedrohung fortbestand, sahen sich gestrandete Reisende gezwungen, mit dem Auto ins benachbarte Saudi-Arabien zu fliehen, um von dort aus Flüge aus der Region zu nehmen. Schließlich entschied sich auch Katar, seinen Luftraum wieder zu öffnen – zunächst nur schrittweise –, als die Bedrohungslage nachließ. Zu diesem Zeitpunkt hatte Qatar Airways jedoch bereits massive finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.

„Es war die größte Krise unserer Geschichte“, sagte Al-Khater gegenüber Bloomberg. „Aber mit geopolitischen Fragen haben wir es täglich zu tun.“ Das Besondere an dieser Krise ist womöglich, dass Katar mit wirtschaftlichen Belastungen konfrontiert ist, wie sie das Land noch nie zuvor erlebt hat. Die Krise in der Straße von Hormus führt dazu, dass das Land weniger Flüssigerdgas (LNG) exportieren kann – jenes Gut, das den kleinen Golfstaat zu einer der Nationen mit dem weltweit höchsten Pro-Kopf-Einkommen gemacht hat.

Qatar Airways kann es sich nicht mehr leisten, Flugverbindungen allein im Rahmen einer umfassenderen Strategie zur Gewinnung von Marktanteilen zu betreiben. Stattdessen, so Al-Khater, prüfe die Fluggesellschaft gezielt, welche Routen am profitabelsten seien, und streiche Flüge, die „weniger Geld einbringen.“ Trotz der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der Sicherheitslage in der Region sei die Nachfrage laut Al-Khater „nach wie vor sehr stark“, und auch die Auslastung der Jets bleibe hoch.

Bis Juni hat Qatar Airways 85 % ihres Streckennetzes wiederhergestellt; zudem hat die Fluggesellschaft kürzlich angekündigt, im Winterflugplan auf der Nordhalbkugel 170 Ziele ansteuern zu wollen. Al-Khater schätzt die aktuelle Lage ähnlich ein wie die regionalen Konkurrenten Emirates und Etihad Airways, die von einer starken Buchungsdynamik berichten: Reisende lassen die Sorge vor iranischen Raketen hinter sich und fühlen sich wieder wohl dabei, durch den Nahen Osten zu fliegen.

Dennoch zeichnen sich am Horizont weiterhin Risiken ab. Am Wochenende nahmen Huthi-Rebellen im Jemen den Flughafen von Riad ins Visier; dabei durchbrach eine Rakete die Luftabwehrsysteme und traf einen Treibstofftank. Auch die Bedrohung durch den Iran ist noch nicht vollständig gebannt.

Vorerst zählt jedoch der hohe Preis für Flugkraftstoff zu den größten Herausforderungen für Qatar Airways. Absicherungsgeschäfte (Hedging) und der starke Wettbewerb dürften die Ticketpreise vorerst niedrig halten, so Al-Khater – auch wenn die gesamte Luftfahrtbranche auf eine baldige Entlastung hofft. Quelle: Qatar Airways / CM

American wird Hauptfluggesellschaft am neuen Phoenix-Terminal

Der Phoenix Sky Harbor International Airport hat American Airlines als Hauptfluggesellschaft für sein künftiges „West Terminal“ ausgewählt – das erste neue Terminal des Flughafens seit 1990. Dies gaben der Flughafenbetreiber und American Airlines bekannt.

Nach Angaben des Flughafenbeteibers City of Phoenix Aviation Departmententfallen derzeit rund 40 % des Passagieraufkommens in Phoenix Sky Harbor auf American Airlines.

Zudem plant Phoenix Sky Harbor Investitionen in Höhe von „hunderten Millionen Dollar“ in das 36 Jahre alte Terminal 4, das aktuell mehr als 75 % aller Passagiere des Flughafens abfertigt, einschließlich derer von American. 

Zu den geplanten Verbesserungen gehören Modernisierungen des Gastronomie- und Einzelhandelsangebots, der zentralen Versorgungstechnik, der Gepäckförderanlagen, der Fahrsteige sowie der Sanitär- und Elektroinstallationen. Quelle: City of Phoenix Aviation Department  / CM

Kleine Ursache, Riesenärger

Mehr oder weniger geschickten Bauarbeitern wird zur Last gelegt, eine neu installierte Glasfaser-Backup-Leitung im TRACON-Zentrum der US-Flugverkehrskontrolle in Philadelphia durchtrennt zu haben. Eigentlich sollte die neue Glasfaser-Leitung die Dienste der Flugverkehrskontrolle im Nordosten der USA aufrechterhalten, falls eine ältere Leitung ausfallen sollte. Nach dem Cut firl der gesamte Flugverkehr im Nordosten der Vereinigten Staaten am Montagmorgen aus. .

Zehntausende Passagiere müssen sich für den Rest des Montags auf erhebliche Störungen einstellen, nachdem eine wichtige Datenleitung bei einer bedeutenden Flugverkehrskontrollstelle in Philadelphia ausgefallen war. Eigentlich hätte sofort ein Backup-System einspringen sollen; doch genau in diesem Blackout-Moment stellte die Federal Aviation Administration (FAA) fest, dass die neue Glasfaserleitung durchtrennt worden war.

Die ausgefallene Leitung steuert für gewöhnlich den Luftraum für Philadelphia (PHL), Newark (EWR) und Teterboro (TEB).

Als die Bunesluftfahrtbehörde FAA erkannte, dass das Backup-System völlig außer Gefecht gesetzt war, entschieden sich die Techniker dazu, die ausgefallene Hauptleitung auszutauschen – dies war die einzige Möglichkeit, den Flugverkehr wieder in Gang zu bringen. Der Haken: Die Rettungsmaßnahme erforderte die Einstellung des gesamten Flugbetriebs an allen anderen Flughäfen im Raum New York, einschließlich New York JFK und LaGuardia.

FAA-Administrator Bryan Bedford äußerte sich dazu gegenüber Reportern bei einer Veranstaltung, die ironischerweise der Vorstellung eines neuen Systems für das Flugverkehrsmanagement dienen sollte: „Es handelt sich tatsächlich um das Philly TRACON. Wir haben die Hauptleitung verloren. Dabei handelt es sich um eine der alten L3-Verizon-Leitungen, die Teil unseres Plans zur Erneuerung veralteter Systeme ist. Leider ist diese Leitung heute ausgefallen. Und als auf die Backup-Verbindung umgeschaltet werden sollte, stellten wir fest, dass das Glasfaser-Backup unterbrochen war.“ Bedford erklärte, es handele sich um einen „massiven“, rund 180 Meter (600 Fuß) langen Bruch der Glasfaserleitung irgendwo zwischen New Brunswick und Newark; Ingenieure schätzten, dass die Reparatur mindestens 13 Stunden dauern würde.

Die ausgefallene Leitung steuerte sämtliche Flugsicherungsdienste, fügte Bedford hinzu: „Es geht um Funkverkehr und sämtliche Daten, die über diese Leitung liefen – all diese Dienste sind ausgefallen.“ Auf die Frage, wie es zu der Unterbrechung der Glasfaserleitung gekommen sei, antwortete Bedford: „Jemand hat sie bei Grabungsarbeiten beschädigt.“ Der Schaden wurde erst bemerkt, als das Glasfaser-Backup im Bedarfsfall nicht einsprang. Bedford betonte jedoch, die Leitung sei nicht schon längere Zeit unterbrochen gewesen; der Schnitt sei vielmehr zufällig am selben Tag erfolgt, an dem auch die alte Hauptleitung ausgefallen war. Bedford nutzte die Gelegenheit, um zusätzliche Mittel für den Austausch der gesamten Flugsicherungsarchitektur durch ein sogenanntes „Federal Enterprise Network“ zu fordern.

Ein Sprecher des Telekommunikationsriesen Verizon erklärte später, das Unternehmen übernehme keine Verantwortung für den Vorfall; die Glasfaserleitung verlaufe entlang einer Amtrak-Bahnstrecke in New Jersey. In der Stellungnahme hieß es weiter: „Bauunternehmen, die in diesem Bereich tätig waren, haben das Kabel bei Grabungsarbeiten freigelegt und durchtrennt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Anlagen von Verizon voll funktionsfähig.“

Die Flugverfolgungs-App Flighty meldet mindestens 163 Flugausfälle bei Ankünften in Newark sowie 173 gestrichene Abflüge. In Philadelphia wurden 73 Ankünfte und 71 Abflüge gestrichen, während am Flughafen New York JFK 27 Ankünfte und 12 Abflüge ausfielen. Reiseexperten warnen Passagiere davor, dass es auch im weiteren Verlauf des Montags zu Verspätungen kommen wird, da die Störungen einen Dominoeffekt im gesamten nationalen Luftraumsystem auslösen. könnten. Quelle: CM

CH – Schweiz oder China?

Ein chinesischer Übersetzer, der vom Betreiber der Pariser Flughäfen , Aéroports de Paris (ADP), engagiert worden war, verwechselte die Schweiz mit China; in der Folge wies ein Monitor Inhaber chinesischer Reisepässe in eine Warteschlange an der Passkontrolle, die sie gar nicht nutzen durften.

Nicht bekannt ist, wie lange die fehlerhafte Anzeige für Irritationen sorgte. Erst als ein aufmerksamer Nutzer von X auf den eklatanten Fehler hinwies, versprach der Flughafenbetreiber, die falsche Information zu korrigieren.

Was genau war schiefgelaufen? Am Eingang zur Passkontrolle befindet sich ein Schild, das anzeigt, für welche Länder die automatischen e-Gates zur Verfügung stehen. Dies gilt für Passinhaber aus der Europäischen Union (EU) sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. All diese Länder-Bezeichnungen werden abgekürzt; im Fall der Schweiz lautet die Abkürzung „CH“ (zwei Buchstaben).

Zei verschiedene Paar Schule: CH und CH

Das mag zunächst unsinnig erscheinen, doch die Abkürzung leitet sich vom lateinischen Namen des Landes ab: „Confoederatio Helvetica“ (Schweizerische Eidgenossenschaft). Es handelt sich um eine weit verbreitete Abkürzung, die sogar als länderspezifische Internet-Endung verwendet wird. Auch die Währungsbezeichnung für den Schweizer Franken – CHF – basiert darauf.

Einem chinesischen Übersetzer, der mit der Übertragung der „Beschilderung“ auf den Monitoren  beauftragt war, entging jedoch die Bedeutung dieser Abkürzung. Er sah „CH“, interpretierte dies als „China“ und formulierte den Text entsprechend, sodass Inhaber chinesischer Pässe zur falschen Passkontrollschlange geleitet wurden.

Der Flughafenbetreiber reagierte auf den X-Hinweis und korrigierte den Fehler, der für viel Verdruss unter Tausenden Passagieren gesorgt hatte. Dies ist nicht das erste Mal, dass Beschilderung Ärger verursachen, wobei sich meistens die Regierung in Peking echauffiert. Vor einigen Jahren traf es z.B. Emirates. Damals stellte Peking fest, dass das Kabinenpersonal aus Taiwan Namensschilder mit der taiwanesischen Flagge trug – bekannt als „Blauer Himmel, weiße Sonne und ganz rote Erde“. Seinerzeit weigerte sich das taiwanesische Kabinenpersonal, die Flagge der Volksrepublik China zu tragen. Weil aber die Machthaber in Peking mit Sanktionen drohten, falls der Golfcarrier das Tragen der Taiwan-Flagge durch die Besatzung nicht unterbinden würde, blieb der Fluggesellschaft keine andere Wahl, als die Länderflaggen von sämtlichen Namensschildern zu entfernen – unabhängig vom jeweiligen Land. Quelle: X / CM

Condor: Keine Dubai-Flüge mehr ab Berlin und Stuttgart

Condor streicht zum Winterflugplan ihre täglichen Dubai-Flüge ab Berlin und Stuttgart. Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Dubai-Flüge sind ohnehin problematisch, zumal auch der Internationale Flughafen der Glitzermetropole in den VAE im Visier iranischer Drohnen und Raketen ist. Nicht umsonst rät das Auswärtige Amt, auf Flüge in die VAE zu verzichten. Betroffene Gäste werden rechtzeitig informiert und erhalten im Rahmen der geltenden Beförderungsbedingungen passende Umbuchungs- oder Erstattungsoptionen. Condor beruft such u.a. auf die weiterhin hohen staatlichen Standortkosten in Deutschland, die erheblich belasten. Der Ferienflieger erwartet von der Bundesregierung konkrete Entlastungen bei den Standortkosten. Nur so können deutsche Airlines weiter investieren, wachsen und Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Quelle: Condor / CM

Condor streicht die Dubai-Flüge ab Berlin und Stuttgart. Foto: Condor

Siemens liefert modernste Highspeed-Züge nach Vietnam

Die VinSpeed High-Speed Rail Investment and Development Joint Stock Company (ein Unternehmen der Vingroup) und die Siemens Mobility GmbH haben die Unterzeichnung eines Turnkey-Vertrags für die Hochgeschwindigkeitsstrecken Hanoi–Quang Ninh und Ben Thanh–Can Gio bekannt gegeben. Die Vereinbarung markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg von VinSpeed zum Aufbau einer modernen Schienenverkehrsinfrastruktur nach internationalen Standards in Vietnam.
 
Im Rahmen des Vertrags mit einem Wert von 1 Mrd. Euro wird VinSpeed die Projektentwicklung, den Gleisbau sowie die Bauarbeiten verantworten. Siemens Mobility, ein weltweit führender Anbieter von Technologien und Lösungen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr, wird als Technologiepartner fungieren und fortschrittliche Bahnsysteme sowie das erforderliche technische Know-how bereitstellen.
 
Konkret wird Siemens Mobility zehn Velaro Novo Züge für zwei Bahnstrecken liefern, darunter die 121 km lange Strecke Hanoi–Quang Ninh mit vier Stationen sowie die 54 km lange Strecke Ben Thanh–Can Gio mit zwei Stationen. Darüber hinaus umfasst der Leistungsumfang Kommunikations- und Elektrifizierungssysteme. Die Vertragsumsetzung erfolgt schrittweise.
 
Der Velaro Novo ist die nächste Generation elektrischer Triebzüge (EMU) von Siemens Mobility mit verteilter Traktion und Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h. Jeder 200 m lange Zug besteht aus sieben Wagen mit insgesamt 760 Sitzplätzen und wurde auf maximale Energieeffizienz und Fahrgastkapazität ausgelegt. Dank seines breiten Wagenkastens und des sogenannten „Empty-Tube“-Strukturdesigns bietet Velaro Novo mindestens 10 % mehr Fahrgastkapazität als frühere Generationen und steigert damit die betriebliche Effizienz für Betreiber.
 
Darüber hinaus werden die Züge mit der Technologie Automatic Train Operation (ATO) ausgestattet, basierend auf dem European Train Control System (ETCS) Level 2. Dadurch können Zugabstände automatisch optimiert sowie Präzision und Energieeffizienz durch die intelligente Steuerung von Geschwindigkeit, Beschleunigung und Bremsvorgängen verbessert werden. Als erste Implementierung von ATO über ETCS in einem nationalen Hochgeschwindigkeitsbahnnetz setzt dieses Projekt neue Standards für einen sicheren, leistungsfähigen und nachhaltigen Schienenverkehr.
 
Pham Thieu Hoa, CEO von VinSpeed: „Die Unterzeichnung des Vertrags mit Siemens Mobility ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung der Hochgeschwindigkeitsstrecken von VinSpeed in Vietnam. Die Verbindung von VinSpeeds Erfahrung bei der Realisierung großer Infrastrukturprojekte mit der fortschrittlichen Bahntechnologie und der weltweiten Erfahrung von Siemens Mobility schafft die Grundlage für moderne, effiziente und nachhaltige Lösungen für die neuen Strecken. Gleichzeitig legt sie den Grundstein für die Entwicklung eines integrierten Hochgeschwindigkeits-Verkehrssystems in Vietnam.“
 
Michael Peter, CEO von Siemens Mobility: „Vietnam steht am Beginn einer neuen Ära der Mobilität, und wir sind stolz darauf, mit unserer Expertise zu dieser Transformation beizutragen.Unsere Velaro Novo Züge sind echte Innovationen. Sie verbrauchen 30 % weniger Energie als ihre Vorgängermodelle und bieten Platz für über 10 % mehr Fahrgäste. Kombiniert mit modernster Signaltechnik ETCS Level 2 und fortschrittlichen Elektrifizierungslösungen schaffen wir die Grundlage für einen nachhaltigen, leistungsfähigen Schienenverkehr in Vietnam. Siemens Mobility modernen Personen- und Güterverkehr und bietet digitale Lösungen, Software, Bahninfrastruktur, Schienenfahrzeuge sowie Turnkey-Lösungen an. Mit Standorten in Hanoi, Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt fördert Siemens weiterhin Wachstum, Innovation und die internationale Vernetzung des Landes. Quelle: Siemens Mobility / CM

Benziner- und Diesel-Neuzulassungen im freien Fall

Im August 2026 lag der BEV-Marktanteil der Internationalen Automobilhersteller bei 50,9 %, das ist der höchste bislang gemessene Wert. Der BEV-Marktanteil der internationalen Hersteller in den ersten acht Monaten 2026 lag bei 46,2 Prozent, das sind 5,4 Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Dies geht aus der Analyse der Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor.

Im Gesamtmarkt wuchsen die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) im August um 75,1 % auf 68.930 Einheiten. Der BEV-Anteil an den gesamten Pkw-Neuzulassungen erreichte somit 32,4 % und liegt damit rund 13,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat und mit +3,1 Prozentpunkten auch deutlich über dem Marktanteil im Vormonat. Seit Januar 2026 beläuft sich der Gesamtmarktanteil von BEV-Pkw bislang auf 26,2 Prozent.

Für alternative Antriebeinsgesamt (reiner E-Antrieb, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gasantrieb) legte der Markt im August um 25,9 % auf 154.504 Einheiten zu, wobei Internationale Marken etwa 46,7 % ausmachten. Der Anteil der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben am Gesamtmarkt stieg im August auf 72,7 %. In den ersten acht Monaten 2026 wurden 1.306.190 Pkw mit alternativen Antrieben neu zugelassen und damit rund 22,2 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Positive Wachstumsraten verzeichneten im August erneut auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV). 25.406 PHEVs rollten neu auf die Straßen und damit 6,0 % mehr als im Vorjahresmonat. Der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag damit bei 12,0 %, rund 0,4 Prozentpunkte höher als im August 2025. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Plug-in-Hybriden lag im August bei 43,8 %. Nach acht Monaten liegt der PHEV-Markt im laufenden Jahr bei einem Gesamtmarktanteil von 11,2 Prozent.

Zusammen kommen die Elektrofahrzeuge (BEVs, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge) im August damit auf einen Marktanteil von 44,4 % bei 94.336 Neuzulassungen. Das entspricht einem Anstieg um 48,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten acht Monaten 2026 liegt der Elektromarkt bei 735.364 Neuzulassungen mit 39,6 % im Plus.

Die Neuzulassungen vonHybrid-Fahrzeugen ohne Stecker stiegen im August nur leicht um 1 %. 59.197 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Neuzulassungen von 27,8 %. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag im August 2026 bei 42,3 %. Seit Beginn des Jahres wurden etwa 5,2 % mehr Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker neu zugelassen als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Die Neuzulassungen von reinen Verbrenner-Pkw erreichten im August nur noch 58.052 Einheiten, davon 35.536 Benziner (-37,9 %) und 22.516 Diesel (-17,3 %). Der Benziner-Anteil an den Pkw-Zulassungen lag bei 16,7 %, Diesel erreichten einen Anteil von 10,6 %.  Quelle: VDIK / CM

Wird Frankfurt erster deutscher Bahnhof mit Zugangssperren?

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist offen für Zugangskontrollen an großen deutschen Bahnhöfen. Der Vorschlag: Nur wer ein gültiges Bahnticket hat, soll auf den Bahnsteig kommen. Bilger halte das im Fernverkehr für „sinnvoll“ und sprach sich für Tests aus. In einigen Nachbarländern gibt es bereits Schranken oder Drehkreuze, die Passagiere mit ihren Tickets öffnen müssen.

Die Zugangskontrollen sollen laut dem Verkehrsminister für mehr Sicherheit an Bahnhöfen sorgen. Zuletzt hatten Angriffe auf Bahnpersonal die Sicherheitsdebatte an den Bahnhöfen weiter befeuert. Noch Anfang des Jahres haben Zahlen der Bundespolizei gezeigt: Die Hauptbahnhöfe Dortmund, Köln und Düsseldorf sind unter den Top Ten der Bahnhöfe mit den meisten Gewaltdelikten deutschlandweit.

In Großbritannien sind Bahnsteigsperren wesentlicher Bestandteil des Bezahlsystems. Auch bei zahlreichen U-Bahn-Systemen etwa in London, Paris, New York, Barcelona etc. gibt es sie. 

In einer ganzen Reihe Länder, z.B. China, USA Spanien usw sind Bahnsteigsperren nicht nur gang und gäbe, sondern wurden inzwischen sogar zu Systemen weiterentwickelt, die teilweise im Reich der Mitte an den dortigen riesigen Bahnhöfen, die an riseige supermoderne Flughafenterminal erinnern, sind Gates ie an den Airports vorhanden. Auch der von Amtrak betriebene Fernverkehr in den USA verwendet Gates, die vom Aufbau denen eines Flughafens ähneln. 

In Spanien wurden Bahnsteigsperren mit Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Madrid–Sevilla wieder eingeführt. Ab dem Jahr 2000 begann dann die Einrichtung von festen und dauerhaft wirkenden Bahnsteigsperren auf allen Bahnhöfen, von denen Züge in Richtung einer Schnellfahrstrecke abgelassen werden. Zusätzlich finden neben den Fahrkarten- auch Gepäckkontrollen statt, umsteigende Reisende müssen sich in der Regel erneut kontrollieren lassen. Bahnsteiggleiche Anschlüsse sind damit ausgeschlossen.  

Hessens Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori begrüßt den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen praktisch zu erproben. Hessen hatte bereits im März in der Verkehrsministerkonferenz vorgeschlagen, dass Bund und Länder gemeinsam prüfen, ob an großen Bahnhöfen bauliche Zugangsbarrieren eingeführt werden können. Eine Einigung kam damals nicht zustande.

„Der Bundesverkehrsminister hat Recht. Es ist gut, dass jetzt Bewegung in die Debatte kommt. Hessen hat Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen bereits im Frühjahr in der Verkehrsministerkonferenz vorgeschlagen. Damals gab es dafür noch keine Einigung. Deshalb freue ich mich über die Unterstützung des Bundesverkehrsministers. Jetzt sollten wir es praktisch erproben. Frankfurt bietet sich als erste Modellstadt an. Hier können Bund, Land und Deutsche Bahn gemeinsam herausfinden, wie Zugangskontrollen an einem der größten Bahnknoten Deutschlands funktionieren können“, sagte Mansoori. Quelle: Bundesverkehrsministerium / CM