Gebrauchte Verbrenner bleiben immer öfter „Standuhren“

Seit Ausbruch des Kriegs zwischen den USA und dem Iran sinkt das Interesse an Benzinern und Dieseln nicht nur in Deutschland deutlich. Die Spritpreise beeinflussen die Auto-Nachfrage.Verbrennerautos werden zu immer stärkeren Sorgenkindern beim Handel. Inzwischen stehen Benziner und Diesel als Gebrauchtwagen wie Blei auf den Höfen der Autohäuser.  

Seit Ende Februar die USA und Israel den Iran angegriffen haben, erreichen die Preise an den Zapfsäulen immer neue Höchststände. Der Preisschock hat unmittelbare Folgen auf das Verbraucherverhalten: Die Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotor ist deutlich gesunken. Seit März boomen Elektroautos auf Kosten von Verbrennern. Dadurch fließen Benziner und Diesel nur noch schlecht ab. Die für die Verbrenner eingepreisten hohen Restwerte lassen sich nicht mehr erzielen. Bei den meisten Händlern in Deutschland verkaufen sich gebrauchte BEV schneller als die Verbrenner. 

Inzwischen haben auch die Hersteller das Thema auf der Agende. Sie haben den Hochlauf der BEV-Restwerte bei gleichzeitigem Absinken der Verbrennerrestwerte eingeplant. Trotzdem setzen die deutschen Autobauer noch auf den Verbrenner, wohl wissend, dass die sich verschärfende ökonomische Unsicherheit und weiter steigende Kraftstoffpreise die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennermotor immer stärker belastet.  U.a. bei den VW-Händlern löst das große Sorgen aus. Denn die Verbrennerbestände sind immer weniger wert, noch dazu da demnächst gut 1,5 Mio. Verbrenner-Leasingrückläufer die Gbrauchtwagenstandplätze der Autohändler fluten werden.

Das Dilemma: Selbst aus dem Ausland komme keine guten Nachrichten: Denn Länder, in die traditionell ältere <Gebrauchtwsgen aus Deutschland in der Vergangenheit abgeflossen sind, elektrifizieren ihre Bestände. Heißt auf gut deutsch: ihre Nachfrage nach gebrauchten Verbrennerautos aus sinkt spürbar. .Damit ist klar, dass die Restwerte der Benziner und Diesel ins Bodenlose fallen werden. Schon in wenigen Jahren werden die Verbrenner so gut wie unverkäuflich werden, warnen Experten, erst recht, wenn die ohnehin schon hohen Spripreise weiter steigen werden. Quelle: CM 

Stadler liefet Batterie-Triebzüge nach Illinois

Stadler und Metra präsentierten auf der APTA EXPO 2026 (American Public Transportation Association) den ersten für den US-Markt entwickelten batterieelektrischen FLIRT-Zug. Dessen Technologie stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung eines nachhaltigen, emissionsfreien Personenverkehrs in Nordamerika dar. „Uns geht es darum, die Zukunft des Verkehrs in Nordamerika mitzugestalten“, sagte Martin Ritter, CEO von Stadler North America. 

Der auf der US-ÖPNV.Messe vorgestellte batteriebetriebene FLIRT-Zug, der für Metra, den Nahverkehrsbetreiber von Chicago, gebaut wurde, steht für eine neue Generation emissionsfreier Schienenverkehrstechnologie. Er soll Verkehrsbetrieben dabei helfen, ihren Betrieb zu modernisieren, ohne dass eine vollständige Elektrifizierung der Strecken im Großraum von Chicago  erforderlich ist. Metra hat acht Einheiten des batteriebeelektrischen Zugs bestellt, als Teil seines Engagements für sauberere, effizientere und flexiblere Lösungen im Personenverkehr. Die neuen Batteriezüge sollen voraussichtlich bis 2028 den Personenverkehr aufnehmen. 

Bei diesem Projekt geht es um mehr als nur einen neuen Zug. Es geht darum zu zeigen, was möglich ist, wenn Verkehrsbetriebe und Hersteller mit einer gemeinsamen Vision zusammenarbeiten. Es geht darum, bewährte Technologie in neue Märkte zu bringen.  

Der batteriebetriebene FLIRT basiert auf der bewährten FLIRT-Plattform von Stadler und nutzt Lithium-Ionen-Batterien an Bord, um den Betrieb auf nicht elektrifizierten Bahnlinien zu ermöglichen und dabei lokal emissionsfrei zu fahren. Der Zug kann über die vorhandene 480-V-Verkabelung in Rangierbahnhöfen und Terminals, über eine spezielle Ladeinfrastruktur sowie durch Energierückgewinnung mittels regenerativem Bremsen Strom nachladen. Diese Flexibilität ermöglicht es Bahnbetreibern, den elektrischen Betrieb auf Strecken einzusetzen, auf denen eine herkömmliche Elektrifizierung wirtschaftlich möglicherweise nicht realisierbar ist. 

„Dieser Kauf unterstreicht das Engagement von Metra für sauberere Energie, leisere Züge und unkonventionelles Denken bei der Planung unserer Zukunft“, sagte Jim Derwinski, Geschäftsführer und CEO von Metra. „Wir freuen uns sehr, diese Technologie mit ihrer Effizienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit nach Chicago und zu unseren Fahrgästen zu bringen.“ 

„Diese neuen Züge kommen genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Tom Kotarac, Vorsitzender der Northern Illinois Transit Authority (NITA). „Da die NITA nun damit beginnt, ein einheitlicheres und nutzbringendes öffentliches Verkehrssystem im Nordosten von Illinois aufzubauen, freuen wir uns über das Potenzial dieser neuen Triebzüge, das Angebot zu erweitern und die regionale Anbindung zu verbessern, während gleichzeitig die regionale Umweltbelastung und der Lärm reduziert werden.“ 

Die batteriebetriebene Schienenverkehrstechnologie liefert in Europa bereits gute Ergebnisse. Die FLIRT-Akku-Züge von Stadler wurden 2023 in Deutschland in den Personenverkehr aufgenommen, wo sie auf teilweise elektrifizierten Regionalnetzen verkehren und dieselbetriebene Züge ersetzen. Der Einsatz hat gezeigt, wie Batteriezüge die Dekarbonisierungsziele unterstützen und gleichzeitig einen zuverlässigen Personenverkehr gewährleisten können. 

Für US-amerikanische Verkehrsbetriebe bieten batteriebetriebene Züge eine überzeugende Möglichkeit, Emissionen zu reduzieren, den Lärmpegel der meist von umweltschädlichen Dieselloks beförderten Züge zu senken und die Flexibilität des Angebots zu verbessern, ohne dass umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur erforderlich sind. Moderne Triebzüge bieten zudem betriebliche Vorteile wie schnellere Beschleunigung, verbesserte Energieeffizienz und ein besseres Fahrgasterlebnis. Quelle:  Stadler / CM

EU-Abgeordnete drücken auf mehr Tempo beim künftigen Europäischen Schnellfahrnetz

Die Europaabgeordneten fordern ein echtes europäisches Hochgeschwindigkeitsbahnnetz, das interoperabel, innovativ, barrierefrei und intermodal ist. Es soll sowohl für die Bürger als auch für die öffentlichen Investitionen einen echten Mehrwert bieten. 

Mit 34 Ja-Stimmen, keiner Gegenstimme und sieben Enthaltungen verabschiedete der Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN) seine Empfehlungen zur Beschleunigung des Ausbaus des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes, die sich an den im vergangenen Jahr vorgelegten Aktionsplan der Kommission anlehnen. Superschnelle Züge seien ein strategischer Vorteil für die Ziele der EU in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, territorialer Zusammenhalt, Verkehrsverlagerung, Klimaneutralität und strategische Autonomie, so die Europaabgeordneten.

Die Europaabgeordneten fordern einen „Netzwerk-First“-Ansatz, der die Planung der Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur mit regionalen und städtischen Mobilitätsnetzen, dem öffentlichen Nahverkehr, aktiver Mobilität und wichtigen multimodalen Verkehrsknotenpunkten verbindet. Sie bestehen darauf, dass das Netz nicht nur die EU-Hauptstädte, sondern auch wichtige städtische Knotenpunkte in allen europäischen Regionen und wichtigen Nachbarländern verbinden sollte, entweder durch direkte Hochgeschwindigkeitszugverbindungen oder durch effektive Anbindungen an das künftige gesamteuropäischen Schnellfahnetz. Der Ausbau würde somit dazu beitragen, territoriale Ungleichheiten zu verringern und die Anbindung von Randgebieten und weniger entwickelten Regionen zu stärken, fügen die Europaabgeordneten hinzu.

Der Bericht plädiert für die Fertigstellung des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) und die Ermittlung fehlender Verbindungen, aufgegebener oder unterversorgter Abschnitte sowie grenzüberschreitender Verbindungen mit hohem Mehrwert.

Zweckgebundene Finanzierung. Die Europaabgeordneten wollen die Nutzung bestehender und künftiger EU-Mittel für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes maximieren. Sie fordern, dass der „Mehrjährige Finanzrahmen 2028–2034“ eine angemessene und zweckgebundene Finanzierung für den Sektor gewährleistet, u.a. durch die Beibehaltung und Stärkung der Fazilität (Finanziwerungsvereinbarung) „Connecting Europe“ (CEF) sowie durch die fortgesetzte Unterstützung von Investitionen, die den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt durch die nationalen und regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) fördern.

Transparenz der Fahrpreisgestaltung. Der verabschiedete Text fordert zudem mehr Transparenz bei der Fahrpreisgestaltung und begrüßt die laufenden Gesetzgebungsarbeiten zum Passagierpaket, das zur Entwicklung eines transparenten und interoperablen europäischen Fahrkarten-Ökosystems beitragen soll. Über die nicht bindende Entschließung muss nun das gesamte Parlament während der zweiten Oktober-Sitzung abstimmen. Quelle: TRAN / CM

Infrastrukturplan als Einstieg in den Systemwechsel 

Am Dienstag, 06. Oktober 2026, hat das Bundesministerium für Verkehr (BMV) den sogenannten „Infraplan“ an die DB InfraGO AG übergeben. Das Dokument umfasst die Maßnahmen, die die DB InfraGO in den nächsten fünf Jahren im deutschen Schienennetz umsetzen soll und welche Vorhaben darüber hinaus vorbereitet werden.

Zwei Jahre nach der Ankündigung haben Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium (BMV), und Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, den Infraplan vorgestellt. Die Aufgabenträger fordern nun ein konsequentes Monitoring und den angekündigten überjährigen Schieneninfrastrukturfonds.

Der Infraplan ist ein wichtiger Meilenstein der Bahnpolitik dieser Bundesregierung. Zum ersten Mal gibt es ein Steuerungsinstrument, das konkrete Maßnahmen der Infrastrukturentwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren rollierend darstellt. 

Der Infraplan wird seine volle Wirkung insbesondere für die Fahrgäste aber nur entfalten können, wenn seitens des Bundes eine angemessene Finanzierung für Erhalt und Ausbau des Netzes bereitgestellt wird. In en vergangegen 50 Jhren haben Politik und unfähige Bahnchefs die Bahn fast an die Wand gefahren, in dem sie die Infrastruktur vernachlässigt haben, dass es nicht schlimmer geht. Jetzt bedarf es eines riesigen Nachbesserungsbedarfs.

„Der Infraplan war eines der zentralen Versprechen zur Gründung der InfraGO, das jetzt eingelöst wird. Er muss nun mit Leben gefüllt, anhand der Kennzahlen nachvollziehbar überprüft und regelmäßig fortgeschrieben werden. Nun braucht es aber auch das bereits im Koalitionsvertrag verankerte überjährige Finanzierungsinstrument eines Fonds, um langfristige Planungen zu ermöglichen,“ fordert Peter Panitz, Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr.

„Der heute vom Bundesverkehrsministerium veröffentlichte „Infraplan“ bietet eine verlässliche Basis für eine bundesweit durchdachte und solide Schienenverkehrsplanung. Für langfristige Planungssicherheit wird es auch auf eine entsprechende Finanzierung ankommen: verbindlich, überjährig, angemessen. Langjährige Schienenprojekte können nicht länger nur von Haushaltsjahr zu Haushaltsjahr budgetiert werden. Es braucht, wie für 2028 angekündigt, den Eisenbahninfrastrukturfonds.“, sagte VDB-Hauptgeschäftsführerin Sarah Stark. Quelle: Verband der Bahnindustrie / Bundesverband SchienenNahverkehr / CM

BEV-Neuzulassungen haben die Verbrenner bereits überholt

In Deutschland verschieben sich mit dem Übergang der Elektromobilität von der Nische zum Massenmarkt zunehmend die Kräfteverhältnisse zwischen den Automobilherstellern. Von Januar bis September 2026 konnten insbesondere chinesische Automobilhersteller und Tesla erheblich an Marktanteilen gewinnen, während etablierte Automobilhersteller aus Deutschland und Japan im wachsenden Gesamtmarkt Marktanteile verlieren. Die Südkoreaner können sich so halbwegs stabilisieren. 

Der Volkswagen-Konzern bleibt mit Abstand Marktführer. Allerdings sinken sowohl der Marktanteil (von 41,7 auf 39,5 %) als auch das Absatzvolumen (-0,4 %). Deutlich verliert die Kernmarke VW (-5,7 %), während vor allem Skoda (+12,8 %) zulegen kann. Besonders stark gewinnen da-gegen die chinesischen Hersteller, deren gemeinsamer Marktanteil nach drei Quartalen des Jahres 2026 um 2,4 Prozentpunkte auf jetzt 6,7  % steigt. Mit 148.102 Neuzulassungen liegen sie inzwischen nahezu gleichauf mit der Gruppe der japanischen Hersteller (148.403). Zu den Absatzgewinnern aus China zählt vor allem BYD, das mit 42.788 Pkw (+262 %) bereits Volvo mit 38.454 Neuzulassungen (-14,4 %) überholt hat. Auch MG, Leapmotor und Xpeng legen deutlich zu. Zu den Gewinnern zählt auch der amerikanische Elektrofahrzeuganbieter Tesla, der mit 44.810 Pkw (+202 %) insgesamt noch vor BYD rangiert.

Der Stellantis-Konzern kann als zweitgrößter Anbieter seinen Marktanteil in Deutschland leicht auf 11,6 % (+0,2 Prozentpunkte) erhöhen, wozu vor allem Opel als absatzstärkste Marke (+6,1 %) und Fiat (+22,1 %) beitragen. Leichte Zugewinne des Marktanteils erzielt auch BMW mit einem Plus von 0,2 Prozentpunkten auf nunmehr 10,0 %, während Mercedes trotz eines Absatzplus von 2 % leicht Marktanteile verliert (8,8 %; -0,3 Prozentpunkte).

Die chinesischen Marken setzen vor allem den deutschen und japanischen Herdtellern stark zu. Grafik: CAM

Die japanischen Hersteller verlieren deutlich: Ihr Marktanteil sinkt von 7,7 auf 6,7 %, das Absatzvolumen um 8,6 %. Der Rückgang umfasst fast alle Marken; Toyota muss als volumenstärkster Anbieter ein Minus von 19,2 % verkraften. Mazda ist mit einem Plus von 22,8 % die positive Ausnahme im japanischen Lager.

Die südkoreanischen Hersteller Hyundai und Kia können ihren Marktanteil bei 5,6 % stabilisieren. Die Renault-Gruppe steigert ihren Marktanteil leicht auf 4,7 % (+0,1 Prozentpunkte), getragen von der Kernmarke Renault (+19,5 %). Dagegen verliert Ford im wachsenden deutschen Markt nach neun Monaten 10,1 % an Absatzvolumen.

Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt für batterieelektrische Pkw (BEV). Von Januar bis September 2026 wurden 604.144 BEV neu zugelassen – das sind 58 % mehr als im Vorjahreszeitraum und bereits mehr als im gesamten Jahr 2025 (545.142). Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg von 18,1 % auf 27,2 %. Im Jahresverlauf kletterte der monatliche BEV-Anteil von 22,0 % im Januar auf den Rekordwert von 34,5 % im September. Mit 88.599 Einheiten (+94,7 %) war der September zugleich der zweitstärkste BEV-Monat überhaupt; mehr waren es nur im Dezember 2022 (104.325), als Käufer vor der Kürzung des Umweltbonus Zulassungen vorzogen. Dagegen stagniert der Marktanteil von Plug-in-Hybriden bei rund 11 % (Jan–Sept: 11,1 %). Im September wurden 27.861 PHEV neu zugelassen, was einem Marktanteil von 10,8 % entspricht. Gemeinsam kommen BEV und PHEV damit auf 45,4 % der Pkw-Neuzulassungen. Gleichzeitig verlieren klassische Verbrennungsmotoren erheblich an Bedeutung. Die Neuzulassungen von Benzinern gingen im September um 29,2 % auf 44.632 Fahrzeuge zurück, Diesel um 20,1 % auf 23.058 Einheiten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zusammen erreichten Benzin und Diesel nur noch einen Marktanteil von 26,4 % – deutlich weniger als die BEV allein.

Hierzu Studienleiter Prof. Dr. Stefan Bratzel: „Das Elektroauto ist in Deutschland im Massenmarkt angekommen: Im September war mehr als jeder dritte Neuwagen ein reines E-Auto, und nach neun Monaten sind bereits mehr BEV neu zugelassen als im gesamten Jahr 2025. Getragen wird der Hochlauf vor allem vom deutlich breiteren 

Angebot attraktiver E-Modelle, aber auch von der staatlichen Förderung und den hohen Kraftstoffpreisen. Zugleich verschieben sich die Kräfteverhältnisse nachhaltig: Tesla und die chinesischen Hersteller gewinnen mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis Marktanteile. Der Elektromarkt wächst – aber nicht automatisch für die deutschen Hersteller. Sie müssen den Hochlauf jetzt mit wettbewerbsfähigen Kosten und bezahlbaren Modellen in eigene Marktanteile und Skaleneffekte übersetzen. Wer hier nicht mithalten kann, gehört mittelfristig zu den Verlierern. Die Politik sollte den Markthochlauf mit verlässlichen Rahmenbedingungen absichern, vor allem bei Ladeinfrastruktur und den Strompreisen. Für das Gesamtjahr erwarten wir 825.000 bis 850.000 neue Elektroautos – das obere Ende der Spanne wird immer wahrscheinlicher.“ Quelle: CAM | KBA I CM

Aus Lufthansa Seeheim wird Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim

Das Konferenzhotel Lufthansa Seeheim heißt ab sofort Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim. Der neue Markenauftritt betont, was den Tagungsstandort bereits heute auszeichnet: Moderne Hospitality, ausgezeichnete Veranstaltungsbedingungen an einem naturnahen Standort in der Mitte von Deutschland und ein Umfeld, das Begegnung, Austausch, Zusammenarbeit und neue Ideen ermöglicht. 

Darüber hinaus verfügt das Haus über 483 Hotelzimmer sowie ein gastronomisches Angebot mit Restaurant, mehreren Bars und Terrasse mit einem einmaligen Blick entlang der hessischen Bergstraße.

Neuer Name, neuer Markenauftritt: Am 5. Oktober 2026 wurden erstmals die Fahnen des Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim gehisst.

Die Zugehörigkeit zur Lufthansa Group und die Offenheit für externe Kunden bilden dabei zwei Seiten desselben Profils. Das Lufthansa Group Hotel & Campus ist ein Veranstaltungsort für Mitarbeitende aus der Lufthansa Group und zugleich ein Partner für Unternehmen, Eventplaner und Gäste von außerhalb.

Seeheim blickt auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Was als Lufthansa Schulungszentrum begann, entwickelte sich über das Lufthansa Training & Konferenzcenter und Lufthansa Seeheim zu einem der führenden Tagungs- und Konferenzhotels in Deutschland und Europa. 

Hotel & Campus: mehr als ein Tagungsort. „Hotel“ steht dabei für persönliche Gastfreundschaft und zeitgemäße Hotelstandards. „Campus“ erweitert den klassischen Hotel- und Konferenzgedanken: Zusammenarbeit findet nicht nur im Tagungsraum statt, sondern in unterschiedlichen Bereichen des Hauses.

Die Verbindung zur Welt der Aviation prägt Seeheim seit seiner Entstehung und inspiriert bis heute das Verständnis von Gastfreundschaft. „Der neue Name steht auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Hauses. Unser Anspruch ist es, Angebot, Qualität und Leistungsfähigkeit an den Anforderungen unserer Gäste und Kunden auszurichten und Seeheim als modernen Hotel-, Tagungs- und Veranstaltungsort weiterzuentwickeln“, sagt Patrick Jonas, Geschäftsführer des Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim. Quelle:  LH Group Hotel & Campus Seeheim / CM

Die 10 besten Business Class Lounges dr Airlines

Die weltweit besten Business-Lounges bieten Fünf-Sterne-Komfort mit Spitzenküche, Wellness-Bereichen und exklusiven Annehmlichkeiten. Hier sind die Spitzenreiter unter den Flughafen-Lounges und was sie auszeichnet: Nachstehend die Wertungen 2026 von „The Frequent Traveler“ betreffend die „Best Business Class Airline Lounges“. Auch das Londoner Beratungsunternehmens Skytrax wartet mit seinem Ranking 2026 auf. 

1. Qatar Airways: Doha. Es ist, zumindest wenn es nach der Redaktion von THE FREQUENT TRAVELLER geht, die beste Business Lounge der Welt: Die 10.000 Quadratmeter große Qatar Airways Business Lounge „Al Mourjan“ bietet nach dem Selbstverständnis der nationalen Airline von Katar den Standard eines luxuriösen Fünfsterne-Resorts. Designermöbel, handgefertigte Verzierungen, hohe Decken und bronzefarbene Wände prägen die Atmosphäre. Kontinentales und orientalisches Restaurant, Feinkostboutique, Konditorei, Spa-Duschen. Zugang nur für Qatar Airways und Oneworld First Class sowie Business Class-Reisende.

Die Al Mourjan Business Lounge am Flughafen Doha bietet ihren Gästen großzügige Aufenthaltsbereiche, Gastronomie und viel Komfort. Foto: Hamad International Airport

2. Turkish Airlines: Istanbul. 5900 Quadratmeter auf zwei Ebenen mit Platz für mehr als 1000 Fluggäste. Kinderspielplatz, Bücherei, Billard, Carrera-Rennbahn, Kino, regionale und internationale Spezialitäten. Das alles bietet die CIP Lounge von Turkish Airlines in Istanbul. Zugang für Passagiere der Business Class, Inhaber der Miles&Smiles Elite Karte (inkl. ein Gast), Elite Plus Karten Inhaber samt Familie sowie Star Alliance Gold Karten-Inhaber

3. Lufthansa Panorama Lounge Frankfurt. Die Lufthansa Panorama Lounge Frankfurt befindet sich in rund 1.100 Quadratmeter großen Räumlichkeiten, die die deutsche Airline vom Frankfurter Flughafen angemietet hat. Den Namen trägt diese Business Lounge vollkommen zu Recht: Denn eine Besonderheit ist der imposante Blick auf das Vorfeld des Frankfurter Flughafens. Einzigartig ist auch das Interieur in den kleineren Räumen des Lounge. Die Einrichtung wirkt nahezu wie ein Wohnzimmer.

4. Cathay Pacific: Hong Kong. Am Heimatflughafen Chek Lap Kok wartet die Airline Cathay Pacific mit vier Abflug-Lounges und einer Arrival-Lounge auf. Flaggschiff ist die 3300 m2 große Business Class Lounge „The Pier“ am Gate 65 für 550 Reisende mit ‚cooked made-to-order-Station’, traditioneller Noodle Bar und Tea House. (Nicht zu verwechseln mit The Pier, First Class Lounge an Terminal 1, Gate 63!)

Die weiteren Business Class Lounges heißen:

  • ‚The Cabin’ mit Health Bar, Deli und Relaxing Zone.
  • ‚The Bridge’ mit frische Backwaren, Coffee-Loft mit diversen Kaffeesorten in Barista-Qualität und Ferneh-Lounge.
  • ‚The Wing’ mit Cocktail- und Nudelbar

Zutritt haben Passagiere der First und Business Class sowie Mitglieder des Marco Polo Club (ab Silver Card) und Vielflieger der oneworld-Allianzmitglieder (ab Sapphire Status).

5. Virgin Atlantic: London Heathrow. Die ‚Clubhouse Lounges’ im Upper Class Wing in Terminal 3 mit Deli, Brasserie, Tapas, Salon, Cocktail Bar, Spa (kurze Behandlung inklusive) . Zutritt für Delta-One™- und Virgin AtlanticUpper Class-Passagieren sowie Diamond, Platinum und Gold Medallion-Mitglieder am Tag ihrer Nonstop-Transatlantikflüge zwischen Nordamerika und Großbritannien.

6. Singapore Airlines: Singapur. Am Changi Airport gibt es drei SilverKris Lounges, jeweils mit Bartender Service und Duschen. Zugang für Star Alliance Gold-Kunden, Passagiere der Suites sowie First und Business Class sowie Mitglieder des PPS Clubs und KrisFlyer Elite Gold Mitglieder, die einen Singapore Airlines Flug gebucht haben.

7. Qantas Airways: Sydney. In ihrer Domestic Business Lounge in Terminal 3 offeriert die Airline u.a. Barservice, Duschen und exzellenten Barista-Kaffee. Zugang für Qantas Club Members, Business oder First Class Passagiere, Platinum One Frequent Flyer und Platinum Frequent Flyer, Qantas Gold Frequent Flyer, Emirates Platinum- und Gold Skyward- sowie Oneworld Emerald- und Oneworld Sapphire-Members.

8. Etihad Airways : Abu Dhabi. Zwei Lounges von Etihad Airways befinden sich in Dubai in Terminal 1 (1044 Quadratmeter für 134 Gäste) und Terminal 3: Internationales Buffet oder À la Carte, Familienzimmer mit Kinderbetreuung, 15-minütige Behandlung im Six-Senses Spa inklusive, Bibliothek, Duschen, Schuhputzservice. Zugang für Reisende in der Etihad Business oder First Class, Etihad Platinum Members und airberlin Business Class und FlyFlex-Gäste mit Abflug am gleichen Tag.

9. Emirates: Dubai. Drei Lounges (Terminal 1 und Terminal 3): Highlight ist die neu renovierte Emirates Lounge in Terminal 3, Halle B für 2000 Passagiere. Internationales Buffet mit immenser Auswahl unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, Moët & Chandon Lounge (Champagner inbegriffen), Barista-Service, Familienzimmer mit Videospielen, kostenlose 15-minütige Behandlung im Timeless Spa. Zugang für First und Business Class-Reisende, Emirates Skywards Gold and Platinum members, Emirates Skywards Silver members, Quantas First und Business Class sowie Mitglieder von Qantas Frequent Flyer Gold, Platinum, Platinum One und Qantas Club.

10. Swiss: Zürich. 216 Sitzplätze auf 1100 Quadratmetern über zwei Ebenen, 27 Meter lange Bar, vier Duschen, Playstation: Das wird den Gästen in der Swiss Business Lounge im Dock E geboten. Zugang: First und Business Class-Reisende mit Swiss & Lufthansa, Star Alliance Gold, HON Circle, Senator, Miles & More Frequent Traveller, United Club- und Air Canada Maple Leaf Club-Mitglieder.

Und nun das Ranking 2026 des Londoner Beratungsunternehmens Skytrax: 

Früher reichten ein Ledersessel, ein Glas Wein und ein paar leckere Häppchen, um eine Flughafen-Lounge vom hektischen Terminal abzuheben. Heute liefern sich die großen Airlines einen regelrechten Luxuswettbewerb. Mit Restaurants, Cocktailbars, Schlafräumen, Duschen, Spa-Angeboten und Designs, die eher an ein Fünf-Sterne-Hotel als an einen Flughafen erinnern. Allerdings lassen sich die Fluggesellschaften unterm Strixh den Nobelservice fürstlich bezahlen. Das britische Beratungsunternehmen Skytrax hat bei den „World Airline Awards 2026“ u.a. die besten dieser Business-Class-Lounges Lounges ausgezeichnet. Ganz an der Spitze des Rankings dominiert Asien. 

1. Qatar Airways: Al Mourjan Garden Lounge (Doha). Die «Al Mourjan Business Lounge – The Garden» am Hamad International Airport erstreckt sich über 7390 m2und bietet Platz für bis zu 707 Gäste. Durch große Fenster blickt man auf den tropischen Indoor-Garten „The Orchard“. Dazu kommen 24 Ruheräume, sieben Spa-Behandlungsräume, ein Fitnessstudio sowie verschiedene Restaurants und Bars. Kulinarisch reicht das Angebot von Sushi und Salaten über Patisserie bis zum À-la-carte-Essen.

2. Air Canada, Signature Suite (Toronto). Fast eher Restaurant als klassische Lounge: Die „Signature Suite“ von Air Canada am Toronto Pearson Airport setzt stark auf Kulinarik. Gäste können sich im Restaurant bedienen lassen oder am ganztägigen Buffet zugreifen. Zum Angebot gehören unter anderem eine Nudelbar, Cocktails, Champagner und ausgewählte Weine. Wer arbeiten möchte, findet einen ruhigen Arbeitsbereich; hinzu kommt ein persönlicher Concierge-Service. Die Suite liegt im internationalen Abflugbereich beim Gate E77.

3. Cathay Pacific, The Pier, Business (Hongkong). Hongkong-Flair statt anonymer Flughafenatmosphäre: «The Pier, Business» ist die grösste Lounge von Cathay Pacific am Heimatflughafen. Besonders bekannt ist die Lounge für ihre Noodle Bar mit chinesischen Nudelspezialitäten und Dim Sum, kleinen kantonesischen Häppchen. Dazu kommen eine Food Hall, eine Kaffeestation und ein eigenes Teehaus. Wer vor dem Weiterflug Ruhe sucht, findet einen abgedunkelten Relaxbereich mit Liegesesseln. 14 Duschsuiten sorgen nach einem langen Flug für Erfrischung. Teile der Lounge werden derzeit renoviert.

4. Virgin Atlantic, Clubhouse (London-Heathrow). Virgin Atlantic beschreibt sein «Clubhouse» in Heathrow selbst als Mischung aus Flughafen-Lounge und Fünf-Sterne-Hotel. Und tatsächlich geht es hier ausgesprochen verspielt zu. Die erneuerte Lounge bietet Panoramablicke auf das Vorfeld, Restaurant-Service und eine Cocktailbar. Hinzu kommen ein Kinoraum und Arbeitskabinen, die von den legendären Virgin-Records-Studios inspiriert sind. Das Design spielt immer wieder mit London, Musik und der Geschichte der Airline.

5. Singapore Airlines, Silver Kris Lounge (Singapur). Am Changi Airport darf natürlich auch Singapore Airlines nicht fehlen. Die «Silver Kris Lounge» im Terminal 3 ist rund um die Uhr geöffnet und bietet neben warmen Speisen und Snacks auch Barista- und Bartender-Service. Reisende können sich in einer Ruhezone zurückziehen, arbeiten oder eine der Duschen nutzen. Selbst an Familien wurde gedacht: Für Kinder gibt es einen eigenen Spielraum. Damit verbindet die Lounge den für Changi typischen Komfort mit dem Premium-Anspruch von Singapore Airlines.

6. Iberia, Velázquez Premium Lounge (Madrid) Spanisches Lebensgefühl vor dem Langstreckenflug: Iberias „Velázquez Premium Lounge“ in Madrid-Barajas verbindet Ruhebereiche mit einem starken Gastronomieangebot. Zur Ausstattung gehören Arbeitsmöglichkeiten, schnelles WLAN und zahlreiche Anschlüsse direkt an den Sitzplätzen. Einen besonderen Stellenwert haben Essen und Wein: Digitale Angebote informieren über Menüs und das verfügbare Weinsortiment. Die Lounge richtet sich vor allem an Reisende auf internationalen Langstrecken ab Terminal 4S.

7. Delta Air Lines, Delta One Lounge (New York JFK). New York zeigt, wie gross der Lounge-Wettbewerb inzwischen geworden ist. In der «Delta One Lounge» am JFK können Gäste in einer Brasserie mit 140 Plätzen ein Drei-Gänge-Menü bestellen. Wer lieber schnell etwas isst, bedient sich bei «The Market and Bakery». Ein besonderes Highlight ist die ganzjährig nutzbare Terrasse mit Blick aufs Vorfeld und zurückziehbarem Dach. Dazu kommen Wellnessbereiche, Massagemöglichkeiten und Duschsuiten. Die Lounge befindet sich im Terminal 4.

8. Turkish Airlines Business Lounge (Istanbul). Schon die Dimensionen sind beeindruckend: Die internationale «Business Lounge» von Turkish Airlines am Flughafen Istanbul misst rund 5600 Quadratmeter. Neben Duschen, Suiten, Arbeits- und Konferenzmöglichkeiten gibt es sogar ein Museum und einen Kinderspielbereich. Besonders üppig fällt die Verpflegung aus: Türkische Spezialitäten, Simit, Pide, Grillgerichte, Suppen, Salate, Pasta und Desserts gehören zum Angebot. Die Lounge ist rund um die Uhr geöffnet und liegt beim Pier D.

9. Air France, Business Lounge (Paris-CDG). Französische Eleganz darf in den Top Ten nicht fehlen. Air France betreibt am Charles de Gaulle mehrere Premium-Lounges; zu den grossen Business-Bereichen gehört die Lounge in Terminal 2E. Je nach Bereich warten Ruhezonen, Duschen, Gastronomie und Wellness-Angebote. In Hall L etwa gibt es einen Clarins-Bereich, eine Bar sowie warme und kalte Gerichte; der 2025 erneuerte Bereich in Hall K erstreckt sich inzwischen über drei Etagen und mehr als 2800 Quadratmeter.

10. United Airlines, Polaris Lounge (Chicago). Den Abschluss der Top Ten macht United Airlines am Heimatflughafen Chicago O’Hare. Die «Polaris Lounge» bei Gate C18 wurde 2025 umfassend erneuert und vergrössert. Reisende finden dort ein À-la-carte-Restaurant, Buffet, Bars, Duschen und Rückzugsmöglichkeiten zum Ausruhen. Neu hinzugekommen sind unter anderem zusätzliche Relax-Pods und ein deutlich grösserer Restaurantbereich. Damit zeigt auch United, wie stark US-Airlines inzwischen in das Premium-Erlebnis am Boden investieren. Quelle: Frequent Traveller / Skytrax ( CM

Neuzulassungen September 2026: E-Pkw-übertreffen alle anderen Antriebsarten 

256.774 Pkw wurden im September 2026 neu zugelassen. Das Zulassungsvolumen lag damit um +9,0 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die privaten Neuzulassungen stiegen um +28,5 %, ihr Anteil betrug 40,3 Prozent. Die gewerblichen Neuzulassungen lagen im Berichtsmonat um -1,2 % unterhalb des Ergebnisses des Vorjahresmonats. Rein batterieelektrische Neuwagen machten mit 88.599 Einheiten und einem Anteil von 34,5 % mehr als ein Drittel der Neuzulassungen im September 2026 aus.Unter den deutschen Marken erreichte Smart im September mit +138,0 % die stärkste Zulassungssteigerung, der Anteil betrug 0,4 %. Ein zweistelliges Zulassungsplus und einen Anteil von 1,6 % erreichte Mini mit +34,1 %. Ebenfalls im Plus lagen die Marken Mercedes (+6,2 %/8,4 %), Opel (+6,0 %/5,1 %) und Audi (+4,0 %/6,4 %). Unterhalb des Niveaus des Vorjahresmonats lagen Porsche (-18,8 %/0,7 %), Ford (-13,4 %/3,1 %), VW(-6,1 %/16,5 %) und BMW (-2,4 %/7,4 %). VW war mit 16,5 % die anteilstärkste deutsche Marke.

Bei den volumenstärkeren Importmarken mit mehr als 4.000 Neuzulassungen im September legte Tesla mit +268,7 % am deutlichsten zu, ihr Anteil betrug 4,9 %, gefolgt von BYD(+85,6 %/2,4 %), MG Roewe (+60,8 %/1,6 %), Mazda (+32,0 %/2,0 %) %), Dacia (+25,7 %/2,8 %), Renault (+20,9 %/2,4 %), Kia (+17,6 %/2,4 %), Fiat (+9,4 %/1,9 %), Peugeot (+8,5 %/1,9 %) und Skoda (+5,4 %/7,7 %). Rückläufige Neuzulassungen verbuchten die Importmarken Toyota (-24,2 %/2,4 %), Hyundai (-6,8 %/2,7 %), Citroen (-2,4 %/1,6 %) und Seat (-0,4 %/5,1 %). Mit 7,7 % erreichte Skoda den größten Neuzulassungsanteil unter den Importmarken.

Das Segment SUVs erreichte mit einem Plus von 28,5 % den deutlichsten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonats und war im September mit einem Anteil von 39,6 % zugleich das stärkste Segment, gefolgt von der Mittelklasse mit +26,0 % und einem Anteil von 9,2 %.   Zweistellige Zuwächse erreichten ebenfalls die Segmente Kleinwagen (+13,2 %/14,0 %), Minis (+12,5 %/2,9 %) und Utilities (+10,0 %/4,2 %). Einstellige Zuwächse verzeichnete das Segment Obere Mittelklasse (+7,3 %/4,2 %). Rückgänge verzeichneten die Segmente Sportwagen (-34,7 %/0,3 %), Wohnmobile (-29,8 %/1,3 %), Kompaktklasse (-21,6 %/12,0 %), Mini Vans (-20,0 %/0,6 %) Oberklasse (-10,4 %/0,4 %), Großraum-Vans (-9,1 %/1,2 %) und Geländewagen (-7,1 %/9,5 %).

Elektro (BEV) Neuwagen machten mit 88.599 Einheiten und einem Anteil von 34,5 Prozent mehr als ein Drittel der Neuzulassungen im September 2026 aus. 98.871 Pkw und damit +1,7 % mehr als im Vergleichsmonat waren mit hybridem Antrieb ausgestattet (38,5 %), darunter 27.861 Plug-in-Hybride, deren Anzahl damit auf dem Niveau des Vorjahresmonats lag (+0,0 %/10,8 %).  

In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres erreichte der E-Pkw-Markt ein Volumen von 851.600 Einheiten, ein Plus von 42 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei ergibt sich für den Jahresverlauf ein Anstieg der BEV-Neuzulassungen um 58 % auf 604.100 Einheiten. Das PHEV-Segment wuchs in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 14 % auf ein Volumen von 247.500 Fahrzeugen.

Ziemlich böse sind es inzwischen bei den reinen Verbrennern aus. Nur 44.632 Pkw waren mit Benzinantrieb ausgestattet, -29,2 % weniger als im September des Vorjahres. Ihr Anteil betrug nur noch 17,4 %. Mit 23.058 zugelassenen Diesel-Neuwagen lag das Ergebnis bei dieser Antriebsart um -20,1 % unterhalb des Vergleichswertes. Der Dieselanteil fiel auf  9,0 %. Und es kamen 1.602 flüssiggasbetriebene Pkw zur Neuzulassung (+79,8 %/0,6 %).

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß sank gegenüber dem Vorjahresmonat um -19,6 Prozent und betrug 82,7 g/km.

VDA. Im September wurden 392.200 Pkw in Deutschland produziert. Dies entspricht keiner Veränderung gegenüber dem September des Jahres 2025. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 3,03 Mio. Pkw in Deutschland hergestellt, 4 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 

Der Export lag im September bei 288.800 Einheiten um 1 %  über dem Wert des Vorjahresmonats. Seit Januar dieses Jahres wurden 2,29 Mio. Pkw und damit 4 % weniger als im Vorjahreszeitraum ausgeführt.

Die Auftragseingänge aus dem Inland stiegen im September um 4 % über das Niveau des Vorjahresmonats. Gleichzeitig lagen die Bestellungen aus dem Ausland um 16 % unter dem Vorjahreswert. Insgesamt – die Eingänge aus dem Inland sowie dem Ausland zusammengenommen – wurden damit im September gut 13 % weniger Bestellungen registriert als im September 2025.

Bei den deutschen Herstellern legten die inländischen Auftragseingänge für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) im September um 79 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Seit Jahresbeginn gingen aus dem Inland 66 % mehr BEV-Bestellungen ein als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

BYD legt vor allem im deutschen Privatmarkt stark zu

BYD, der weltweit größte Hersteller elektrifizierter Fahrzeuge, setzt seinen Wachstumskurs in Deutschland fort und erreicht im September einen neuen Meilenstein: Mit über 3.900 privaten Zulassungen verzeichnete BYD Deutschland einen Rekordwert und damit zählte BYD erstmals zu den zehn zulassungsstärksten Marken im deutschen Privatkundenmarkt. Gleichzeitig war BYD im September die stärkste asiatische Automobilmarke in der Bundesrepublik.

Insgesamt verzeichnete BYD im September 6052 Neuzulassungen in Deutschland. Das entspricht einem Marktanteil von 2,35 %. Im September erreichte das Privatkundengeschäft von BYD mit einem Anteil von 65 %  an allen Neuzulassungen einen neuen Höchstwert. Der starke Zuwachs von BYD in diesem Bereich ist daher ein wichtiger Indikator für die wachsende Akzeptanz und die nachhaltige Entwicklung der Marke auf dem deutschen Markt.

Zwei Faktoren treiben diese Entwicklung maßgeblich voran. Der BYD SEAL U DM-i1 kam im September auf mehr als 1.800 Neuzulassungen und ist im bisherigen Jahresverlauf der meistverkaufte Plug-in-Hybrid in Deutschland. Als Super-Hybrid mit DM-Technologie (Dual Mode) fährt er im Alltag überwiegend elektrisch und kommt mit vollem Tank sowie geladener Batterie auf mehr als 1.000 km Reichweite. 

Der zweite Wachstumstreiber ist das kontinuierlich ausgebaute Vertriebsnetz: Mit jedem neuen Point of Sale wird die Marke BYD für noch mehr Menschen direkt vor Ort erlebbar – von der Probefahrt über die persönliche Beratung bis hin zu sämtlichen Serviceleistungen. Bis Ende 2026 soll das Netzwerk auf bis zu 300 Points

of Sale wachsen.

Mit neuen Produkten setzt BYD seinen Wachstumskurs in Deutschland fort. Im vierten Quartal wird das Portfolio unter anderem um den Pick-up BYD SHARK erweitert, dessen Markteinführung noch in diesem Jahr geplant ist. Parallel dazu verfolgt BYD Deutschland zwei strategische Schwerpunkte: den konsequenten Ausbau des Händlernetzes für noch mehr Präsenz in der Fläche sowie die gezielte Stärkung der eigenen Organisation in entscheidenden Funktionen. Quelle: BYD / CM

CM-Test des BMW iX3.50 xDrive

Wir haben das neue SAV iX3.50 xFrive der Neuen Klasse tseten dürfen. Der Wagen mit 800 V-Architektur und technischen Highlights ist eine Wucht. 

An Front und Heck fällt der iX3.50 xDrive er durch seinen eigenständigen Look auf, einer, der wohl erst auf den zweiten Blick gefällt. Das SAV (345 kW/469 PS) ist das erste Modell der Münchner mit einer elektrischen Fahrzeugplattform mit800-Volt-Technik. Optisch und technisch läutet das SAV, wie es die Münchner nennen, eine neue Ära ein: Und so haben wir denn viele positive Eindrücke mitgenommen, aber leider auch ein paar Schwächen, die so ganz und gar nicht BMW-like sind. 

Gefertigt wird der Wagen im neuen Werk im ungarischen Debrecen.  Die aktuelle Lieferzeit: Gut ein Jahr. Über die Optik kann man sich streiten. Wir finden sie gut. Der Neue verzichtet auf die riesige Doppelniere. Es geht auch kleiner und sehr aufrecht. Eingerahmt werden die Nieren durch ein schwarzes Paneel, das die beiden LED-Scheinwerfer miteinander verbindet. Neu und irgendwie recht attraktiv ist das Heck mit zwei breiten Rückleuchten. Von der Seite betrachtet ähnelt der Elektriker dem aktuellen X3. 

Innenraum. Dass Platzangebot ist großzügig auch im Fond. Der auf 2,90 m um 12 cm gewachsene Radstand und die gegenüber dem Vorgänger um ebenfalls 12 cm gewachsene Außenlänge (4,78 m) schaffen doch recht großzügige Platzverhältnisse, auch hinten. Die Sitze sind vorne wie hinten komfortabel und absolut langstreckentauglich.  Kofferraum (440 bis 1.570 l) und Frunk (35 l) sorgen dafür, dass man auch mit großem Gepäck verreisen kann.  Die Ladekante liegt wegen des Akkus 78 cm hoch, die in der Öffnunsgshöhe einstellbare Heckklappe öffnet bis auf 195 cm. 

Bedienung. Zukunft heißt es auch beim Cockpit in Form des Panoramic-iDrive-Displays. Das erstreckt sich unterhalb der gesamten Windschutzscheibe. Statt Fahrerdisplay werden Informationen über die gesamte Fahrzeugbreite auf ein schwarzes Band unten an der Windschutzscheibe projiziert. Der Blick darauf funktioniert gut. Man kann  die Inhalte unter „Personal“ anpassen. Die Inhalte der einzelnen Segmente lassen sich selbst bei starker Sonneneinstrahlung bestens ablesen und, wie gesagt, individuell einstellen – angezeigt werden etwa Wetter, aktueller Stromverbrauch, Batterietemperatur, Radiosender etc.  Gesteuert wird das Panoramic-iDrive-Display über den Touchscreen. Ansonsten erfolgt die Steuerung des Wagens über den 17,9“ großen Touchscreen auf dem Armaturenbrett. Bedienknöpfe sucht man vergebens mit Ausnahmeder Mittelkonsole und der dort verbauten Schalter. . Generell raten wir Nutzern des iX3.50, sich intensiv mit den Bedienmenüs zu beschäftigen. Wer die Geduld mit den zig Untermenüs im Infotainmentsystem nicht hat, der bediene sich einfach der Sprachsteuerung. Die funktioniert absolut perfekt und weiß auf nahezu jede Frage die korrekte Antwort.

Serienmäßig an Bord ist eine umfangreiche Konnektivitäts- und Multimediaausstattung. Einen guten Teil davon leisten aber auch Apple CarPlay und Android Auto, deren Anbindung dauerhaft unterstützt wird.

Das (leider optionale) Head-up-Display liefert im Grunde genommen nur noch wenig zusätzlichen Mehrwert indem z.B.  das Abbiegen rechtzeitig und optisch narrensicher im Sichtfeld anzeigt.  

Das Lenkrad liegt angenehm in den Händen 

Viel Reichweite. Im Test verbrauchten wir knapp 20 kWh. Dank des 108,7 kWh großen Akkus schafften wird über 650 km Reichweite. Aber Achtung: Im Menü sollte man sich entscheiden, ob man „akkuschonendes Schnellladen“ aktivieren möchte oder nicht. Dann dauert das Laden an Hypersäulen wie gewohnt um di 30 Minuten von 0 auf 80 %. Noch etwas ist eine feine Sache: Das Hantieren mit Apps, Lade- oder Kreditkarten gehört nämlich der Vergangenheit an, wenn man vor der Fahrt mittels Smartphone oder im Untermenüe die Option „Plug & Carge“  aktiviert. Automatisches Schnellladen selbst abseits der Autobahnen funktioniert wunderbar. Unser SAV lud seinen Strom  mit bis zu 400 kW Gleichstrom ziemlich schnell. Zuhause an der Wallbox muss man sich mit 11 kW zufrieden geben. Eine 22-kW-Option ist optional verfügbar. Und auch das bietet das SAV: Bidirektionales Laden.

Fahreindruck. Das SAV ist fahrdynamisch agil ausgelegt, und das trotz seines Gewichts (> 2,3 t) und seiner Größe (478 cm lang). Es lässt sich überaus handlich bewegen. Dazu trägt u.a. ein straffes Stahlfederwerk bei. Das dürfte für Komfortliebhaber etwas zu straff abgestimmt sein, wie wir meinen.  Die Lenkung ist leichtgängig und exakt. Auch die Bremsen verrichten ihr Werk hervorragend. Am meisten Spaß aber bereitet das lautlose Cruisen und, so man es möchte, die brachiale Power, mit der man beim Gasgeben nach vorne katapultiert wird. Immer alles im Griff hat das ESP.  Eine feine Sache war für uns die neue dynamische Rekuperation. Vor einer roten Ampel oder einem vorausfahrenden sich verlangsamenden Fahrzeug verringert das SAV seine Geschwindigkeit automatisch bis zum Stillstand. Das Bremspedal betätigen braucht man gar nicht erst. Entscheidet man sich für den optionalen Autobahn-&-City-Assistent, dann bekomt man die Level-2+-Funktion des automatisierten Fahrens. Das heißt, man kann dauerhaft die Hände vom Lenkrad nehmen, solange das Kontrollsystem die Aufmerksamkeit der am Steuer sitzenden Person erkennt.

Unser Fazit: Das elektrische SAV der Neuen Klasse ist ein tolles Elektrofahrzeug. Es fährt fantastisch, es bietet mehr als genug Platz, eine innovative Bedienung und hohe Reichweite (sofern man moderat unterwegs ist) und eine sehr gute Ladeleistung. Zudem kann man, sofern man die ausklapppbare Hängerkupplung bestellt hat, bis zu 2 t Anhängelast mitführen. Insgesamt ist das SAAV sehr ordentkich verarbeitet, wenngleich an der einen oder anderen Stelle die Materialqualität BMW-unüblich ausgefallen ist. Insofern scheint bei diesem mit vielen Meriten ausgezeichneten BMW auch der Rotstift sein Unwesen getrieben zu haben. So vermisst man z.B. schmerzlich Dachhaken (etwa zum Aufhängen von Anzug, Kleid, Hemden usw),  ein verschließbares Handschuhfach oder auch eine Scheinwerferreinigungs-Anlage um nur drei Dinge zu nennen.  Und über den Preis legen wir den Mantel des Schweigens. Quelle: CM